Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit - Jesus offenbart erneut das Evangelium



 
 

Kapitel 20
Wahrheiten über das Neue Testament
 
 

Martin Luther, der einstige Mönch und Reformator, bedauert sehr, dass seine Anhänger Jesus als Gott anbeten

Martin Luther ist sehr bestrebt, dass die Wahrheiten, wie er sie nun kennt, seinen Anhängern bekanntgemacht werden

Jesus wird nie in all seiner Glorie und Macht kommen, um die Menschen in seine Himmel aufzunehmen (Johannes)

Was ist das wichtigste auf der ganzen Welt, was die Menschen tun sollen, um das große Jahrtausend zustande zu bringen, das gemäß der Verkündigung der Lehrer vor oder nach dem Kommen Jesu eintreten wird? (Lukas vom Neuen Testament)

Unzählige Änderungen sind an den originalen Manuskripten, die die Jünger und Apostel Jesu hinterlassen haben, während der ständigen Abschriften und neuerlichen Abschriften vorgenommen worden (Lukas)

Lukas von der Bibel sagte niemals, dass Jesus als der Eingeborene Sohn des Vaters zur Erde kam, was einfach nicht wahr ist (Lukas)

Johannes stellt fest, dass er vieles, wie es in der Bibel steht, nicht geschrieben habe, aber er befand sich im Irrtum über die Art des Reiches, zu dessen Errichtung Jesus gekommen war

Johannes gibt Gründe an, warum Berichtigungen zum Neuen Testament gemacht werden müssen, und erklärt, dass Jakobus der wirkliche Bruder Jesu sei

Konstantin stellt fest, dass er niemals das Christentum auf Erden angenommen habe, aber dass er nun ein Göttliches spirituelles Wesen sei

Lukas bestätigt Konstantins Schreiben

Die wahre Bedeutung von "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott", usw. (Johannes)

Johannes schreibt über die wahre Bedeutung des "Endes der Welt"

Cornelius (der Centurio) ist sehr interessiert daran, dass die Menschheit die Wahrheit kennenlernt

Nicht das Blut oder der Tod Jesu, sondern sein Leben und seine Lehren sind es, was die Seele von der Sünde erlöst (Johannes der Täufer)

Die Lehren in der Bibel, dass das Blut Jesu die Sünden wegwäscht, oder dass Jesus am Kreuz starb für die Erlösung der Menschheit, sind falsch (Jesus)

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater" "Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun" (Jesus)

Was Jesus meinte, als er sagte: "Und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben" (Jesus)

Jesus wird nie als "Prinz Michael" kommen, um sein Reich zu errichten (Jesus)
 
 



 
 

Wahrheiten über das Neue Testament

 


Martin Luther, der einstige Mönch und Reformator, bedauert sehr, dass seine Anhänger Jesus als Gott anbeten

 

Ich bin hier, ein Fremder, aber ein spirituelles Wesen, das an der Arbeit interessiert ist, die du für den Meister verrichtest, und auch für viele spirituelle Wesen, gute und böse.

Ich schreibe mit Erlaubnis deiner Gruppe, und deswegen fühle ich mich nicht als Eindringling. Wenn du mich also freundlicherweise erträgst, werde ich ein paar Worte sagen.

Ich bin ein spirituelles Wesen, das verliebt ist in die Bemühungen, die du und deine Gruppe anstellen, um den Unglücklichen zu helfen, die sich an dich wenden mit derartig beklagenswerten Erzählungen über das Leiden und die Finsternis und dich um Hilfe bitten.

Als ich auf Erden weilte, war ich einst ein Mensch, der viel wegen der spirituellen Finsternis litt, und erst spät in meinem Leben fand ich den Weg zur Liebe meines Vaters durch Gebet und Glauben. Und sogar dann hatte ich viele falsche Überzeugungen, die von den Auslegungen der Bibel herrührten, die damals in der Kirche vorherrschten, deren Mitglied ich war. Aber seitdem ich in das Land der spirituellen Wesen gekommen bin, habe ich die Wahrheit kennengelernt, und ich habe meine alten, falschen Überzeugungen verloren. Und Gott sei Dank, ich befinde mich auf dem Weg, der zum ewig währenden Leben führt.

Als ich auf Erden lebte, war ich ein Lehrer dessen, was ich für die biblischen Wahrheiten hielt, obgleich sie mit Irrtümern vermengt waren. Und ich weiß, dass etwas Gutes aus meinen Lehren hervorging, aber ich habe viele spirituelle Wesen von Menschen getroffen, die meinen Lehren zugehört und vieles geglaubt hatten, was ich lehrte. Du siehst also, sogar wenn die Kirchen viele falsche Doktrinen in ihren Glaubensbekenntnissen lehren, so befinden sich dennoch vermischt mit diesen Irrlehren viele Wahrheiten. Und diese Wahrheiten finden oft eine Herberge in den Herzen der Zuhörer und bringen sie dazu, das Licht und die Liebe des Vaters zu finden.

Ich lehre die Sterblichen immer noch, wann immer mir das möglich ist. Aber ich finde, dass meine Aufgabe schwierig ist, weil es so wenige Medien gibt, die in der Lage sind, die Wahrheiten über die höheren Angelegenheiten des Lebens zu empfangen. Und der Eindruck, den ich auf Sterbliche ausübe, indem ich die Suggestion anwende, ist für sie und für mich nicht sehr ermutigend. Manchmal werden die Eindrücke empfangen und verstanden, aber sehr häufig bleiben sie ohne Wirkung.

Wenn wir nur mehr schreibende Medien hätten, die sich für diese höheren Wahrheiten interessieren und glauben, dass wir ihnen diese Wahrheiten mitteilen können, so wie du, wäre die Errettung der Menschheit viel schneller. Aber wie Jesus sagte, die Ernte ist reif, und der Arbeiter sind wenige. Du hast einen Auftrag, um den du wirklich beneidet werden musst. Ich meine dies im besten Sinne, denn durch die Ausübung deiner Pflichten wirst du zum Mittler zwischen dem Meister und den Menschen.

Und ich möchte dir sagen, dass ein derartiger Auftrag glorreich ist und dir unbeschreiblichen Segen bringen wird, denn du hast jetzt, und du wirst mit zunehmender Kraft haben, den Einfluß der höheren Welt der spirituellen Wesen und Engeln.

Das eine große spirituelles Wesen - ich meine den Meister - ist sehr oft bei dir und scheint dich so sehr zu lieben; und seine Liebe und Macht sind unvorstellbar. Er ist dein Freund und Bruder; und die Verbindung mit ihm wird dir viel spirituelle Größe und Kraft geben, wie sie Menschen nicht oft besessen haben. Ich habe ganz schön lange geschrieben, länger als ich vorhatte, als ich begann, und werde nun Schluss machen.

(Herr Padgett stellte eine Frage.)

Ich lebe in der zweiten Göttlichen Sphäre, wo deine Großmutter und deine Frau leben.

(Herr Padgett stellte noch eine Frage.)

Nun, ich besaß nicht die Liebe und den Glauben, den sie hatten, und mein Fortschritt war sehr langsam; deshalb haben sie mich in meinem spirituellen Fortschritt überholt. Sie sind wunderbare spirituelle Wesen und besitzen so viel von der Liebe des Vaters in ihrer Seele.

Ich war ein Prediger und führte ein dementsprechendes Leben, nachdem ich mich von der Kirche getrennt hatte, die mich die Doktrinen gelehrt hatte. Mein Name war Martin Luther. Ja, Martin Luther, der Mönch.

Ich sehe nun, dass meine Lehre der Rechtfertigung durch den Glauben von sich alleine aus unzureichend ist, um die Menschen zu erlösen. Die wahre Doktrin ist jene der Neuen Geburt. Ich meine, dass mit dem Glauben das Einfließen der Göttlichen Liebe des Vaters in die Seelen der Menschen kommen muss. Bloß den Glauben zu haben, wird nicht genügen. Ohne diese Liebe ist der Glaube umsonst, außer dass er helfen kann, die Liebe zu bringen.

Du siehst also, meine Lehren waren zwar eine Verbesserung dessen, was mich gelehrt worden war, aber ich predigte nicht den Kerngedanken der Neuen Geburt im Sinne, wie Jesus sie lehrte und wie sie von der Menschheit verstanden werden sollte.

Glaube ohne Werke ist unzureichend. Werke ohne Glauben werden nicht die großen erhofften Ergebnisse zuwege bringen. Und der Glaube und die Werke zusammen ohne die Neue Geburt oder ohne das Erlangen der Göttlichen Liebe des Vaters sind nicht ausreichend, um der Menschheit die Erlösung zu bringen.

Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes, und die Göttliche Liebe ist die Essenz des Vaters, und wenn Sie von den Menschen besessen wird, wird Sie sie Eins mit Ihm machen. Alle Menschen sollen wissen, dass von allen Göttlichen Dingen die Liebe das Göttlichste ist, und dass Sie den Menschen zu einem Teil der Göttlichkeit Selbst macht.

Nun, ich habe es so sehr bedauert, dass meine Anhänger, weil sie an meine Lehren glauben, Jesus als Gott verehren. O, der große Irrtum in diesem Glauben, und wie viel Schaden dadurch den Menschen und spirituellen Wesen angerichtet worden ist und immer noch angerichtet wird!

Aber, Gott sei Dank, Ich sehe, dass die Wahrheit in das Bewusstsein und den Verstand vieler meiner Anhänger bricht, und ich hoffe, dass die Zeit nicht mehr ferne ist, wenn an diese große Häresie nicht mehr länger geglaubt wird.

Und die andere falsche Doktrin, die all die orthodoxen Kirchen gemeinsam haben und viel Unglück, Unglauben und Enttäuschung in der irdischen und in der spirituellen Welt angerichtet hat, ist, dass das Blut Jesu uns von der Sünde erlöst, oder dass er ein stellvertretendes Opfer erbracht habe, um den "Zorn" eines "erbosten" Gottes zu besänftigen, und dass er dadurch die Strafen und Lasten der Sünden der Menschen weggenommen habe. Diese Doktrin hat mehr Menschen dazu gebracht, ihre Seelenentwicklung zu verlieren und in aller Gewissheit in einer falschen Überzeugung zu ruhen, dass sie von den Sünden erlöst und frei von Strafe wären, als irgendein anderes Dogma, das von den Kirchen gelehrt wird.

Kein Blut, kein Tod am Kreuz und kein stellvertretendes Sühneopfer erlöst einen Menschen von seinen Sünden und der daraus folgenden Buße. Sondern die Liebe - die Göttliche Liebe des Vaters - die Jesus der Welt brachte und den Weg zeigte, wie Sie erlangt werden konnte (und dass Sie allen Kindern des Vaters frei zur Verfügung steht) ist es, was von der Sünde erlöst, auf Erden wie in der spirituellen Welt.

Ich muss nun aufhören und werde wiederkommen, wenn es dir recht ist.

(Herr Padgett stellte eine Frage.)

Nein, keinesfalls. Für mich sind alle Menschen die Kinder Gottes, und ich habe schon vor langem jeglichen Unterschied zwischen den Deutschen und den anderen Rassen der Menschheit vergessen.

Aber der Krieg ist grausam und unselig, und ohne gültige Entschuldigung, und er sollte nie ausbrechen.

Mit der Liebe eines Bruders, der möchte, dass alle Menschen das Licht suchen mögen, bin ich der ehemalige Mönch und Reformator,

Martin Luther





 

Martin Luther ist sehr bestrebt, dass die Wahrheiten, wie er sie nun kennt, seinen Anhängern bekanntgemacht werden


Ich bin hier, Martin Luther, einstiger Mönch und Reformator

Ich möchte gerne mit meiner Botschaft fortsetzen, wenn dir das recht ist. Gut, dann wollen wir es versuchen.

Als ich auf Erden weilte, glaubte ich fest an den Inhalt unserer Doktrinen und Lehren, und ich war ehrlich in meinem Bestreben, andere dazu zu bringen zu glauben, wie ich glaubte und ich lehrte. Aber nach meiner langen Erfahrung in der spirituellen Welt und meinen Gesprächen mit Jesus und seinen Aposteln und anderen, zu denen die Wahrheiten des Vaters gekommen waren, erkannte ich und weiß, dass viele meiner Lehren falsch waren, und dass jene nicht länger an sie glauben sollten, die in den Kirchen die Messe feiern, die meinen Namen tragen.

Meine Glaubensdoktrin - das heißt, Rechtfertigung durch Glauben - ist ganz falsch, wenn man ihre Grundlage betrachtet. Es ist unmöglich zu verstehen, was man unter Glauben in meinen Lehren und im Kirchenbekenntnis verstehen soll.

Unser Glaube gründete sich auf der Annahme, dass Jesus einen Teil der "Dreieinigkeit" bildete und der eingeborene Sohn des Vaters war. Weiters, dass Gott den sündigen Menschen so sehr liebte, dass Er seinen sündenfreien und geliebten Sohn am Kreuz sterben ließ, damit die Göttliche Gerechtigkeit "besänftigt" werden konnte und die Last der menschlichen Sünde aufgehoben und Jesus übertragen werden konnte. O, wie schrecklich falsch ist das doch alles! Und wie dies doch so viele Gläubige irregeführt hat in eine Kondition der Finsternis und Entbehrung der Göttlichen Liebe des Vaters! Nein, solche Glaubensgrundsätze haben keine Grundlage auf der Wahrheit, und so ein Glauben rechtfertigt den sündigen Menschen nicht und bringt ihn nicht zur Einheit mit dem Vater, sodass er ein erlöstes Kind Gottes wird.

Jesus formte keinen Teil der "Dreieinigkeit" und er wurde nie in der Weise gezeugt, wie ich das lehrte, und meine Anhänger dies glauben. Er war der Menschensohn und nur der Sohn Gottes aufgrund der Tatsache, dass er die Göttliche Liebe des Vaters in seiner Seele empfangen hatte, was ihn wie den Vater machte in vielen Seiner Attribute der Göttlichkeit.

Gott sandte Jesus nicht zur Erde, um am Kreuz zu sterben, oder um eine "Schuld" zu begleichen, oder um den "Zorn" seines "erbosten" und "eifersüchtigen" Vaters zu begleichen, denn diese Eigenschaften sind keine Attribute des Vaters. Seine Attribute, die sich auf die Errettung der Menschen beziehen, sind nur Liebe und Mitleid und der Wunsch, dass die Menschen sich von ihren Sünden abkehren und sich mit Ihm versöhnen. Der Tod Jesu konnte niemanden zu einem geringeren Sünder machen oder dem Vater näherbringen. Und der Glaube an diese falsche Vorbedingung ist der Glaube an einen Irrtum, und der Mensch ist dadurch niemals gerechtfertigt worden.

Jesus kam zur Erde mit einem Auftrag, die Menschheit von ihren Sünden zu befreien. Und dieser Auftrag sollte nur auf zwei Arten ausgeführt werden: die eine, indem er den Menschen erklärte, dass der Vater durch ihn das Privileg wiedererteilt hatte, die Göttliche Liebe zu empfangen; und die andere, indem er den Menschen den Weg zeigte, wie dieses Privileg ausgeübt werden konnte, sodass sie diese Göttliche Liebe erlangen konnten - wodurch sie zu einem Teil der Göttlichkeit des Vaters wurden und Gewissheit ihrer Unsterblichkeit erlangten.

Auf keine andere Weise konnte und kann der Mensch erlöst und zu einer Einheit mit dem Vater werden. Und der Glaube an diese Wahrheiten, der diese zum Besitz und Eigentum der Menschen macht, ist der einzige Glaube, der rechtfertigt.

Ich schreibe das vornehmlich zum Nutzen meiner Anhänger, sodass sie die vitalen Wahrheiten ihrer Erlösung kennenlernen können, und damit sie ihren Glauben an den Tod und das Blutopfer Jesu ändern in den Glauben an die neuerliche Schenkung der Göttlichen Liebe. Ich schreibe dies auch, um die weitere Wahrheit vorwegzunehmen, dass Jesus gesandt worden war, um den Weg zu dieser Liebe zu weisen, und dass er dadurch zum Weg, zur Wahrheit und zum Leben wurde.

Ich weiß, dass die Anerkennung dieser Wahrheiten ihnen die Grundlage selbst ihres Glaubens wegnehmen wird, und viele werden sich weigern, meine neuen Erklärungen als Wahrheit anzuerkennen. Nichtsdestoweniger müssen sie sie anerkennen, denn Wahrheit ist Wahrheit und ändert sich niemals. Und jene, die sich weigern, sie auf Erden anzuerkennen, werden sie anerkennen müssen, wenn sie in die spirituelle Welt kommen, oder wenn sie sich sonst irgendwie in einer Lage befinden, wo sie sehen und wissen, dass ihr alter Glaube falsch war und nicht auf einer soliden Grundfeste ruhte. Viele werden Gefahr laufen, wenn sie einmal die völlige Falschheit und den Nichtbestand dessen erkennen, was sie für wahr hielten, dass sie entweder zu Ungläubigen werden oder zu Herumirrenden im spirituellen Leben ohne die Hoffnung auf Rettung oder zu erlösten Kindern Gottes zu werden.

Ich erkenne voll die Fehler in meinen Lehren auf Erden und die Verantwortung, die auf mir lastet, für diese Lehren, die sich immer noch ausbreiten; und ich in fast hilflos, um dem abzuhelfen. Und deshalb schreibe ich diese Botschaft in der Hoffnung, dass sie in deinem Buch der Wahrheiten veröffentlicht wird.

Ich, Luther, der einstige Mönch und Reformator, erkläre diese Wahrheiten mit all dem Nachdruck meiner Seele. Sie gründen sich auf Wissen, wobei es nicht den Schatten eines Irrtums gibt, und ich habe dieses Wissen aus der Erfahrung erworben, die sich nicht auf angebliche Offenbarungen Gottes an die Menschen gründet. Meine Kenntnis ist wahr, und nichts Gegenteiliges kann wahr sein. Und die Überzeugungen und der Glaube eines Menschen oder aller Bewohner der Erde können nicht ein Jota der Wahrheit ändern.

Die Römische Kirche lehrte die Gemeinschaft der Heiligen; und ich erkläre die Gemeinschaft von spirituellen Wesen und Sterblichen, seien es "Heilige" oder Sünder. Jene Kirche lehrte die Doktrin des Fegefeuers und der Hölle; und ich erkläre, dass es eine Hölle gibt und ein Fegefeuer, und dass die Bewährung an beiden Orten existiert. Weiters dass beide Orte von ihren Bewohner verlassen werden irgendwann in der langen Zeiten, die vor uns liegen. Und einige werden zu erlösten Kindern Gottes werden und zu Bewohnern der Göttlichen Himmel, und andere werden in ihrer natürlichen Liebe geläutert werden und zu Einwohnern der bloßen Spirituellen Sphären.

Ich bete und ersehne, dass meine Anhänger zu Bewohnern der Göttlichen Himmel werden und an der Göttlichen Natur des Vaters und der Unsterblichkeit teilhaben. Ihnen sage ich: Horcht auf die Wahrheiten, wie sie Jesus euch in seinen Botschaften geoffenbart hat und noch wird. Denn in den Wahrheiten, die er so erklären wird, werden sie das Ewige Leben und die Einheit mit Gott finden, die sie in Finsternis und Enttäuschung so viele Jahre lang gesucht haben.

Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben, sondern bald wiederkommen und andere grundlegende Wahrheiten offenbaren, wenn du mir dazu die Gelegenheit gibst.

Also, mit meiner Liebe und meinem Segen bin ich

Dein Bruder in Christus,

Martin Luther

 

 


 

 

Jesus wird nie in all seiner Glorie und Macht kommen, um die Menschen in seine Himmel aufzunehmen


Ich bin hier, Johannes der Apostel

Ich möchte nur sagen, dass ich zuhörte, als du meine Botschaft last, und ich hörte eure Bemerkungen darüber, und ihr habt recht gehabt in dem, was ihr sagtet.

Es gibt kaum einen größeren Fehler im Glauben der Menschen, der die Entwicklung ihrer Seelen gehemmt hat, als der Glaube, dass Jesus irgendwann einmal in seiner Macht und Glorie kommen und die Menschen in seinen Himmel aufnehmen wird; und das geradeso wie sie sind - in Körper, Seele und Geist. Dieser Glaube hat eine lange Zeit hindurch viele Menschen davon abgehalten, danach zu trachten, ihre Seelenqualitäten was die natürliche Liebe oder die Göttliche Liebe angeht zu entwickeln. Diese Menschen beziehen sich als Glaubensgrundsatz auf den Ausspruch in der Bibel, dass, wer da "an den Herrn Jesus Christus glaubt" gerettet werden wird. Und viele, die denken, diesen Glauben zu besitzen, sind damit zufrieden. Sie meinen weiters, dass sie wegen dieses Glaubens in den Himmel Jesu getragen werden, wenn er kommt, auch wenn sie das irdische Leben in der Zwischenzeit aufgegeben haben.

Es ist bedauernswert, dass Menschen daran glauben und in dieser Überzeugung leben und sterben, die natürlich völlig verstandesmäßig ist. Aber so liegen die Dinge nun einmal. Und während all der langen Jahrhunderte waren wir spirituellen Wesen, die wir die Wahrheit kennen, so bestrebt danach, dass die Menschen die Wahrheit kennenlernen. Wir haben unter den Menschen gearbeitet, indem wir ihnen spirituelle Eindrücke vermittelten, und manchmal mittels Offenbarungen, um ihnen zu helfen, nicht nur die Wahrheit sondern auch die Fehler in ihrem Glauben kennenzulernen. Und nachdem unsere Bemühungen umsonst waren, beschlossen wir, jene Mittel einzusetzen, die wir nun verwenden, um der Menschheit in unseren eigenen Worten und Gedanken die Wahrheiten Gottes zu offenbaren, insofern sie den Menschen und alles, was damit in Zusammenhang steht, betreffen.

Und an dieser Stelle möchte ich mit alle meinem Nachdruck einfügen, dass du und deine Freunde daran glauben müsst, dass die Mitteilungen, die du über die Wahrheiten erhältst, von uns und mit unseren Worten geschrieben werden; dass dein Verstand keinen Gedanken oder keine Anregung beisteuert; und dass du nur als Medium eingesetzt wirst, um unsere Gedanken zu transportieren und uns deine physischen Organe zu borgen, um es uns zu ermöglichen, die Wahrheiten zu formulieren, die wir in unserer eigenen Sprache vermitteln wollen.

Deshalb, ganz gleich wie unwahrscheinlich einiges dir vorkommen mag, musst du das als wahr anerkennen; denn nichts als die Wahrheit wird geschrieben werden. Und weiters werden wir es keinem spirituellen Wesen, das nicht unserer Gruppe angehört oder das nicht diese Göttliche Liebe besitzt, erlauben, über irgendeine der Wahrheiten zu schreiben, die der Welt offenbart werden müssen.

Ich dachte, dies wäre der angebrachte Ort, um das zu sagen, weil ich deinem Freund Gewissheit geben will über die Realität der Botschaften und über die Quelle, woher sie kommen.

Ich werde jetzt nicht mehr schreiben und wünsche euch eine gute Nacht. Mit meiner Liebe zu euch beiden bin ich

Euer Bruder in Christus,

Johannes

 

 



   

Was ist das wichtigste auf der ganzen Welt, was die Menschen tun sollen, um das große Millenium zustande zu bringen, das gemäß der Verkündigung der Lehrer vor oder nach dem Kommen Jesu eintreten wird?

 

Ich bin hier, Lukas vom Neuen Testament

Ja, ich möchte heute Nacht ein paar Zeilen über ein Thema schreiben, über das noch nie geschrieben worden ist, und ich weiß, es wird dich interessieren. Mein Thema lautet: "Was ist das wichtigste auf der ganzen Welt, was die Menschen tun sollen, um das große Millenium zustande zu bringen, das gemäß der Verkündigung der Lehrer vor oder nach dem Kommen Jesu eintreten wird?"

Wenn ich die Frage so formuliere, habe ich natürlich nicht vor, dass man verstehen soll, ich stimme der Doktrin zu, dass Jesus in physischer Form zur Erde kommen wird, oder dass er in den Wolken mit einem lauten Schrei erscheinen wird usw., wie das viele der Prediger lehren. Wie wir dir schon früher geschrieben haben, das wird so nie geschehen, weil er bereits zu den Menschen auf Erden auf die spirituelle Weise gekommen ist, wie wir das erklärt haben. Ich habe auch nicht vor, in der Phrase "das wichtigste" die Göttliche Liebe einzuschließen; denn Sie ist selbstverständlich das wichtigste auf der ganzen Erde und auch in den Himmeln. Sondern mit der Feststellung "das wichtigste, was die Menschen tun sollen" meine ich das, was von der Hilfe der Göttlichen Liebe unabhängig ist.

Nun, so wie man es gemeinhin versteht, ist das "Millennium" ein Zeitraum oder eine Periode von Tausend Jahren, wenn Friede auf der Erde herrschen wird und der "Teufel", so sagt man, gefangen wird und daran gehindert, sich auf der Erde herumzutreiben, um zur Sünde zu verleiten, Seelen zu zerstören, Krankheiten zu verursachen und die anderen Sünden, die die Sterblichen im Allgemeinen jetzt so bedrängen.

Es gibt natürlich keinen personifizierten Teufel im Sinne einer "satanischen Majestät", aber es gibt spirituelle Wesen des Bösen, die in der unsichtbaren Welt wimmeln. Diese spirituellen Wesen treiben sich ständig bei den Sterblichen herum, üben ihren Einfluss des Bösen auf sie aus und legen ihnen Gedanken und Begehren nahe, die in sündhaften und schlimmen Taten enden. Aber diese Bösen sind bloß spirituelle Wesen von Verstorbenen und keine Wesen einer überlegenen Natur in ihrer Macht oder ihren Eigenschaften.

Die Sünde, wie wir dir gesagt haben, wurde niemals von Gott erschaffen, sie ist auch nicht das Produkt oder die Ausstrahlung irgendeiner der vollkommenen Geschöpfe Gottes. Die Sünde ist vielmehr das Ergebnis der falschen Ausübung der menschlichen Begierden und seines Willens, die dann eintritt, wenn er es den Gelüsten des Fleisches erlaubt, die Begehren seiner spirituellen Natur zu überdecken.

Mit der Sünde kommt all das Böse und die Zwietracht und das Fehlen von Harmonie, was die Lebensweise des Menschen in seinem irdischen Dasein bestimmt. Und bis nicht all dies (was in Wirklichkeit keinen Teil seines ursprünglichen Wesens bildet, sondern vielmehr die Schöpfung der Verdrehung dieses Wesens ist) aus seinen Gedanken, Wünschen und Begierden entfernt wird, wird das Millennium niemals auf Erden eingerichtet werden, und auch "Satan" wird nicht in Ketten gelegt und gehindert werden, sein seelenzerstörendes Werk zu verrichten.

Nun, das Umgekehrte dieser Vorlage ist wahr. Und die Möglichkeit, dass sie eintritt, ist auch wahr. Die Frage, die sich damit stellt, lautet: Wie kann dies zustande gebracht werden - denn das zuwege zu bringen ist "das wichtigste, was die Menschen tun sollen".

Wenn die Ursache der gegenwärtigen Situation der Menschheit in Sünde, Kummer und Unglück endgültig bestimmt ist, dann wird das, was notwendig ist, um die Lage zu bessern und die Ursache zu beseitigen, sich offen zeigen. Und wenn das Gegenmittel angewendet und die Ursache entfernt wird, dann wird das Millennium gewiss kommen. Denn diese glorreiche Zeit des begehrten und heiß erwarteten menschlichen Glücks ist bloß eine Zeit, wenn Frieden herrscht und Zwietracht nicht existiert, wenn jeder Mensch seinen eigenen Bruder in Liebe hegt.

Was ist also die Ursache der gegenwärtigen Lage des Daseins auf Erden, beeinträchtigt, beschmutzt und beherrscht von Sünde, Fehler und Krankheit?

Es gibt zweierlei Ursachen: Eine rührt vom Fall des Menschen von seiner erschaffenen Vollkommenheit des Körpers, des Geistes und der Seele her. Das erlaubt es der tierischen Natur, die spirituelle zu unterwerfen, und ermuntert sie dazu, und die Zügellosigkeit der ersteren bringt die fleischlichen Gelüste zum Wachsen und verwandelt den Menschen in einen Liebhaber der Sünde und des Bösen. Der andere Grund stammt vom Einfluss spiritueller Wesen des Bösen her, die immer danach streben, in eine enge Verbindung mit den Menschen zu treten, um ihren bösen Einfluss auf sie auszuüben.

Es gibt zwar keinen personifizierten "Satan", aber die vermittelte Idee, dass es notwendig sei, das Böse zu fesseln, um dieses Millennium zustande zu bringen, ist richtig. Das gilt für die jetzige Beziehung der Menschen zu diesen bösen spirituellen Wesen genauso. Im Falle dieser spirituellen Wesen jedoch ist es nicht notwendig oder gar möglich, sie zu fesseln. In Wirklichkeit müssen die Menschen sie loslassen - das heißt, ihre Verbindung zu ihnen lockern oder den Einfluss auf die Menschen. Denn wenn das geschehen ist, dann werden die Menschen sozusagen frei; und diese bösen spirituellen Wesen werden, als ob sie nicht existierten.

Du siehst also, als Vorbedingung für die Einleitung dieser so sehr herbeigesehnten Zeit des Friedens und der Lauterkeit müssen die Menschen aufhören zu glauben, dass sie mit dem Kommen Jesu in einer manifesten, physischen Weise eintreten wird, so wie ein sterblicher Eroberer vielleicht mit Legionen von Anhängern und Trommelrühren kommt, und mit Waffengewalt oder überlegener Macht seine Feinde unterwirft.

Das wird nie geschehen, denn kein Mensch ist ein Feind Jesu. Alle sind seine Brüder, und er führt keinen Krieg gegen ein menschliches Wesen und wird das auch niemals tun. Er kämpft nur gegen die Sünde und die Verdorbenheit an, die sich in der menschlichen Seele befindet. Und dieser Krieg kann nie mittels der Macht oder der Stärke von Legionen von Engeln ausgefochten werden. Denn die Macht des menschlichen Willens ist so groß und seine Handlungsfreiheit von Vater so respektiert, dass es keine Macht im Himmel oder auf Erden gibt, die gewaltsam, unter Drohungen und durch erobernde Legionen von Engeln eine sündige in eine reine Seele verwandeln kann oder wird. Das könnte nicht einmal erreicht werden, wenn die Engel von Jesus angeführt würden, was natürlich niemals geschehen wird.

Nein, die Seele ist der Mensch; und die Seele kann nur dann rein und sündenfrei gemacht werden, wenn sie damit einverstanden ist und wünscht, dass sie diesen Zustand erreicht. Es sollte also für die Menschen nicht schwer sein zu verstehen, dass dieser falsche Glauben (dass Jesus ganz wie ein menschlicher Eroberer kommen und diese großartige Zeit des Friedens einrichten wird) ihnen viel Schaden zufügt und die wirkliche Zeit des Kommens dieser Reform verzögert. Die Auswirkung dieses falschen Glaubens auf die Seele ist es, dass alles durch das Werk Jesu erreicht wird und nichts von der einzelnen Seele, außer an sein Kommen zu glauben und darauf zu warten - und bereit zu sein, "flugs in die Wolken hinauf befördert" zu werden, und dann den Himmlischen Heerscharen zu helfen, all ihre sterblichen Nächsten zu vernichten, die nicht wie sie geglaubt hatten; und wenn das alles erledigt ist, ihre "Himmelfahrtsroben" anzulegen, wie sie diese Roben wörtlich oder im übertragenen Sinne bezeichnen.

Das glauben sie, und im Inneren mögen sie ehrlich damit sein; aber ihre Seelen sind vielleicht entstellt und beschmutzt von der Sünde und von einer lebenslangen Ansammlung von Sünden, sodass sie unmöglich in einer Lage sein können, einen Ort der Reinheit und Freiheit von Sünde zu genießen.

Und einige von ihnen erwarten und behaupten, dass sie Richter über ihre sterblichen Nächsten sein werden auf Grund ihrer Taten im Körper. Und dennoch, in wie vielen Fällen würde es sich herausstellen, dass die Blinden und Sünder über die Blinden und Sünder zu Gericht sitzen! Aber sie behaupten weiters, dass Jesus mittels seiner enormen Macht und weil sie glaubten, er würde zur Erde zurückkehren, um sein Reich einzurichten, sie in einem Augenzwinkern zu geeigneten Untertanen seines Reiches verwandeln würde, um über die Missetäter zu richten und zu helfen, sie aus dem Reiche zu verstoßen.

Nein, das kann niemals der Weg sein, wie das Millennium eingerichtet wird. Und je eher die Menschen diesen Glauben verwerfen und die Wahrheit und den wahren Weg zur Reinheit und Vollkommenheit suchen, umso eher wird die Hoffnung und Erwartung der Menschheit in Erfüllung gehen.

Dein Bruder in Christus,

Lukas

 




 
Unzählige Änderungen sind an den originalen Manuskripten, die die Jünger und Apostel Jesu hinterlassen haben, während der ständigen Abschriften und neuerlichen Abschriften vorgenommen worden

 

Ich bin hier, Lukas

Ich war mit dir beim Vortrag des Predigers über das Thema (die Authentizität der Bibel - die Herausgeber) und war überrascht, dass er mit so offenbarer Zuversicht verkünden konnte, dass die Bibel das wahrhaftige Wort Gottes sei und wirklich von den Menschen geschrieben wurde, deren Namen dort als Autoren aufscheinen. Die Tatsache, dass er die Existenz gewisser Manuskripte und Versionen bis auf hundertfünfzig Jahre nach der Zeit der Lehren Jesu zurückverfolgen konnte, belegte nicht die Wahrheit seiner Erklärungen, dass durch diesen Sachverhalt die Authentizität der Bibel oder die Echtheit der Manuskripte, wie sie nun vorliegen, bewiesen wurde.

Es ist auch nicht wahr, dass das Leben Johannes' sich bis zum Ende des ersten Jahrhunderts erstreckte, sodass er die wahren Erklärungen über die ewigen Wahrheiten niederschreiben konnte, wie sie Jesus verkündigt hatte. Denn Johannes lebte nicht so lange, und seine Schriften wurden nicht so erhalten, wie er sie formuliert hatte. Es wurden auch die Ergebnisse seiner Erklärungen nicht wahrheitsgetreu überliefert, wie das von denjenigen behauptet wird, die die Unverletzlichkeit der Schriften lehren.

Ich schrieb als Autor über diese geheiligten Themen, und wie ich dir zuvor gesagt habe, schrieb ich ein Dokument namens "Apostelgeschichte"; und ich hinterließ eine Anzahl Kopien meiner Schriften, als ich starb. Aber diese Zusammenstellung war bloß eine Geschichte dessen, was ich gehört hatte von Leuten, die mit Jesus gelebt und dessen Lehren gehört hatten, und die ihre Bemühungen beschrieben hatten, seine Doktrinen nach seinem Tod in Umlauf zu bringen und zu lehren. Ich zog auch Nutzen aus einigen Schriften der Jünger über Jesus, aber diese Schriften waren karg. Diese Jünger und Anhänger Jesu brachten seine Lehren erst lange, nachdem er die Erde verlassen hatte, in Manuskriptform oder erzählten erst dann die Erfahrungen seines Lebens. Sie erwarteten seine baldige Rückkehr, wann er als ihr König und Gesetzgeber wiederkommen würde, und daher sahen sie keinen Grund oder keine Notwendigkeit, die Wahrheiten, die er sie gelehrt hatte, in schriftlicher Form zu bewahren.

Ich weiß, dass die Schriften, die ich hinterlassen hatte, nach meinem eigenen Tod nicht intakt erhalten wurden, und dass vieles, was ich darin aufgenommen hatte, während des Prozesses der Herstellung wiederholter Abschriften und Kopien der Abschriften meiner Manuskripte ausgelassen und ignoriert wurden. Vieles, was ich nicht schrieb und was nicht im Einklang mit der Wahrheit steht, wurde von diesen verschiedenen aufeinanderfolgenden Kopierern in ihre Reproduktionen eingeschoben. Und viele der Auslassungen und Einfügungen waren von vitaler Wichtigkeit für die Wahrheit spiritueller Angelegenheiten, so wie sie von den Jüngern verkündet worden waren, dass sie die Wahrheiten enthielten, die Jesus gelehrt hatte.

Während des Zeitraumes - und des kurzen Zeitraumes, wie der Vortragende dies nannte - zwischen den ältesten Schriften der Kirchenväter und den Zeiten der tatsächlichen Geschehnisse, auf die sich diese Schriften vermeintlich beziehen und sie korrekt beschreiben, geschahen viele Änderungen an meinen Schriften, die ich zurückgelassen hatte, und ebenso geschah das an den Schriften, die von den anderen ursprünglichen Autoren hinterlassen worden waren.

Sogar an den Briefen Paulus', von denen die Theologen und Bibelstudenten behaupten, dass sie mehr Authentizität und größere Gewissheit haben als die Evangelien oder andere Episteln in der Bibel, wurden zahlreiche Änderungen vorgenommen zwischen der Zeit ihrer Niederschrift und der Zeit der Fertigstellung der Manuskripte oder Predigten der Väter der frühen Kirche.

Innerhalb dieser hundertfünfzig Jahre gingen die Wahrheiten der spirituellen Lehren des Meisters in einem mehr oder weniger hohen Ausmaße dem Bewusstsein und der Kenntnis jener verloren, die versuchten, die originalen Schriften zu rekonstruieren, denn diese Menschen hatten viel der Spiritualität verloren. Ihre Gedanken und Bemühungen konzentrierten sich mehr auf den Aufbau der Kirche als Kirche als auf den Versuch, die großen spirituellen Wahrheiten zu entwickeln, zu lehren und zu erhalten.

Die Moralvorschriften wurden zum beherrschenden Gegenstand ihrer Schriften und Lehren. Diese wurden von ihnen leichter verstanden als die Vorschriften, die den Weg zu ihrer Seelenentwicklung lehrten, den Weg zur Kenntnis des Willens des Vaters und der Mission Jesu an die Menschheit, der vielmehr ein Wegweiser und Retter der Seele gekommen war als ein Messias, um sein Reich auf Erden einzurichten.

Nein, ich erkläre mit Autorität, dass die Authentizität der Bibel als Wort Gottes nicht festgestellt werden kann. Denn in vielen Einzelheiten ist sie nicht Sein Wort, sondern beinhaltet im Gegenteil viele Behauptungen der Wahrheit, die keine Wahrheit sind, und die Seinen Wahrheiten und den Lehren Jesu über die Wahrheit völlig entgegengesetzt sind.

Diese Bibel veränderte und pervertierte den gesamten Heilsplan Gottes für den Menschen und unterschob einen Plan, der aus der beschränkten Weisheit derer herrührte, die versuchten, die Menschheit davon zu überzeugen, dass sie Kenntnis über Gott besaßen und über Seine Absichten, was die Schöpfung und das Schicksal des Menschen anbelangt. Sie wurden in dieser Hinsicht weitestgehend von ihrer Kenntnis und ihren Glauben an die Lehren des Jüdischen Glaubens beeinflusst, von der Geschichte des Jüdischen Volkes in seinem Umgang mit Gott (wie sie annahmen) und von den Lehren der Schriftgelehrten und Pharisäer. Diese Tatsache wurde deutlich von diesen Schreibern gezeigt, indem sie versuchten, Jesus in ihrem "Heilsplan" anstatt der Opfertiere im Jüdischen Heilsplan unterzuschieben. Weil eben der Gott der Juden "Blut und immer mehr Blut" verlangte, um "besänftigt" und zufriedenstellend verehrt zu werden, so auch der Gott, von dem Jesus erklärte, dass er der Gott aller Völker der Erde war, Er "forderte Blut", um "besänftigt" und zufriedenstellend verehrt zu werden - und noch dazu das Blut Seines geliebten Sohnes.

In diesen Schriften der Bibel gibt es vieles, was als Wahrheit dargestellt wird, verkörpert als die wirklichen Worte Gottes, was widersprüchlich und unerklärlich ist, und was, wenn das die Worte Gottes wären oder auch nur die Lehren Jesu, keinen Widerspruch enthielte oder Konstruktionen zuließe, die untereinander unvereinbar sind.

Als die Zusätze und Auslassungen und Auslegungen an den originalen Schriften derer erfolgten, die die Wahrheiten verkündeten, wie sie sie vom Meister gehört hatten, führte das schwindende Verständnis des Spirituellen und die wachsende "Weisheit" des eigenen beschränkten Intellekts zur Erfindung eines "Plans" für Gott zur Errettung des Menschen. Als dann die Abschreiberei weiterging, konzentrierten sich die Gedanken derer, die abschrieben, oder derer, die ihnen diktierten, immer mehr auf diesen "Plan". Und so wurden diese Kopien gesammelt und betrachtet, und man unternahm Anstrengungen, Übereinstimmungen in den Erklärungen dieses "Plans" zu erreichen. Als neue Abschriften erzeugt wurden, wurden sie daraufhin getrimmt, diese Übereinstimmung klar zu zeigen.

Man darf nicht annehmen, dass die Kopien, auf deren Grundlage die Manuskripte hergestellt wurden (die die Basis der Bibel bilden), auf eine Weise verfertigt und aufbewahrt wurden, dass sie voneinander isoliert waren, oder dass sie nicht allesamt den Personen bekannt waren, die die Schriften, von denen die Manuskripte angefertigt wurden, kopierten oder deren Abschrift veranlassten, denn das wäre nicht war. Diese, man könnte sie die grundlegenden Kopien nennen, befanden sich zu der Zeit, als die Christlichen Väter schrieben, im Umlauf, und die Abschreiber hatten zu ihnen Zugang und zitierten aus ihnen und halfen, ihnen die Auslegungen zu geben, die nun in den Kirchen vorherrschen, zusammen mit den zusätzlichen Auslegungen, die seit diesen Tagen erfolgten.

Die Menschen wissen nun, dass unter diesen Christlichen Vätern bittere Streitgespräche ausbrachen, was denn nun ein Teil des "Wortes" war, und was angenommen und was zurückgewiesen werden sollte von jenen Schriften, die vor der Zeit der Manuskripte datieren, die die Basis der Bibel bilden; und dass viele Manuskripte, die vorgaben, das Wort Gottes zu sein, als solches zurückgewiesen wurden aus dem Grund, dass sie eben nicht die Aufzeichnung des Wortes Gottes sein konnten, weil sie nicht damit übereinstimmten, wie sich die Bischöfe der Kirche in ihrem menschlichen Wissen und Denken vorstellten, dass Gottes Wort sein sollte. Sogar unter diesen Bischöfen herrschte Unstimmigkeit und Meinungsverschiedenheit, so wie eben menschlicher Verstand und Denkweise untereinander verschiedener Auffassung sind.

Dann sage ich, dass der Vortragende nicht die Authentizität der Bibel als Wort Gottes bewies. Er verfolgte den "Strom der Zeit" nicht weit genug zurück, wie er es nannte, um das Bestehen einer etwaigen Authentizität zu entdecken. Und nachdem das so ist, ist sein Beweisargument ebenso schwach, wie wenn er bei der Zeit der gedruckten Bibeln begonnen hätte, wo die Inhalte im Wesentlichen die gleichen sind - aber nachdem diese Bibeln keine originale sind, beweist die gegenwärtige Ähnlichkeit gar nichts.

Was ich in Bezug auf meine eigenen Schriften gesagt habe, gilt auch für die Schriften aller anderer. Die Bibel enthält nicht ihre Schriften, wie sie sie aufsetzten und der Menschheit hinterließen.

Die Bibel enthält viele Wahrheiten, und genug, um es dem Menschen zu ermöglichen, das Himmelreich zu erlangen, vorausgesetzt man versteht sie richtig und wendet sie dementsprechend an. Aber es gibt so vieles darin, was als "Wahrheit" gelehrt wird, was genau das Gegenteil von Wahrheit ist, dass es schwer ist für die Menschen, die Wahrheit zu erkennen und anzuwenden - den Willen Gottes in Bezug auf die Menschen zu verstehen und das Schicksal zu erkennen, das sie erfahren werden, ob sie jetzt diesem Willen folgen und gehorchen, oder ob sie das nicht tun.

Johannes hat dir bereits über dieses Thema in Bezug auf seine Schriften geschrieben, und ebenso Paulus über seine Werke, sodass für mich keine Notwendigkeit besteht, die Fehler und Auslegungen in ihren Schreiben zu erörtern.

Ich werde bald wiederkommen und eine Botschaft über ein anderes Thema schreiben, worüber ich schon eine geraume Zeit schreiben möchte. Mit meiner Liebe und meinem Segen bin ich

Dein Bruder in Christus,

Lukas

 

 


 

 

Lukas von der Bibel sagte niemals, dass Jesus als der Eingeborene Sohn des Vaters zur Erde kam, was einfach nicht wahr ist

 

Ich bin hier, Lukas

Ich bin heute Nacht gekommen, um dir einiges zu erzählen, was in der Bibel steht und nicht wahr ist, weil das niemals von mir oder von jemanden unter meinem Diktat geschrieben wurde.

Ich sagte nie, dass Jesus als der eingeborene Sohn des Vaters zur Erde kam im Sinne, dass er anders geboren wurde als andere Sterbliche, denn das stimmt nicht. Ich meine, dass Joseph und Maria seine Eltern waren, und dass er ihr natürlicher Sohn war, und dass sie niemals annahmen, er wäre auf eine andere Weise gezeugt worden, sondern so wie eben alle Kinder gezeugt werden.

Natürlich wurde er wahrhaftiger zum Sohn Gottes als irgendein anderer Sterblicher, der je geboren wurde. Aber das geschah, weil er von der Göttlichen Liebe des Vaters in einem höheren Maße erfüllt wurde als irgendein anderes menschliches Wesen. Er kam dem Vater so nahe, dass er in seiner Seelenentwicklung fähig war, mit dem Vater auf eine Weise zu kommunizieren, dass er genau erkannte, was ihm der Vater sagte. Und seine Liebe machte ihn eins mit dem Vater, wie er sagte.

Aber er steht dem Vater nun näher als je zuvor auf Erden, und seine Liebe ist viel größer als sie es auf Erden war - größer als jedes andere spirituelle Wesen. Und als Folge weiß er mehr über die Attribute des Vaters und über Seinen Willen und Seine Pläne für die Erlösung der Menschen als irgendein anderes spirituelles Wesen. Und wenn er zu dir kommt und dir sagt, du musst seine Botschaften empfangen, um sie an die Menschheit weiterzugeben, auferlegt er dir eine Mission, die größer ist, als er sie je einem anderen Menschen auferlegt hat, nicht einmal die Apostel ausgenommen.

Er weiß jetzt mehr über die Wahrheiten des Vaters als damals auf Erden, und er erkennt, dass die Wahrheiten, die so notwendig für die Erlösung der Menschen sind und deren zukünftige Seligkeit, den Sterblichen nie im vollsten Ausmaße geoffenbart worden sind. Als er auf Erden lebte, verkündete er viele wichtige Wahrheiten, die nicht bewahrt wurden, und deswegen ist er bestrebt, dass diese Wahrheiten und andere der Menschheit gegeben werden.

Vieles, woran Menschen glauben, die sich als Christen bekennen, ist nicht wahr und steht ihrem Fortschritt in spirituellen Angelegenheiten und ihrer Seelenentwicklung im Wege. Ich würde dir gerne mehr davon erzählen, woran die Menschen nicht glauben sollen, aber ich habe heute Nacht nicht die Zeit, weil andere schreiben wollen.

Aber das eine musst du wissen und immer wieder verkünden: dass Gott Liebe ist, und dass diejenigen, die die Unsterblichkeit erlangen wollen, an die Neue Geburt glauben und sie anstreben müssen. Ohne sie kann kein spirituelles Wesen die Göttlichen Sphären betreten und an der Göttlichen Natur des Vaters teilhaben. Es gibt viele andere Wahrheiten, die gelernt und geglaubt werden müssen, aber keine ist so wichtig wie die, von denen ich soeben geschrieben habe.

Ich schreibe dies nicht als bloße Glaubensangelegenheit sondern als Angelegenheit der Kenntnis. Es kann in meinem Geist keinen Zweifel aufsteigen, was die Echtheit dessen angeht, und kein Zweifel darf bei dir aufkommen.

Mit all meiner Liebe bin ich

Dein Bruder in Christus,

Lukas

 

 


 

 

Johannes stellt fest, dass er vieles, wie es in der Bibel steht, nicht geschrieben habe, aber er befand sich im Irrtum über die Art des Reiches, zu dessen Errichtung Jesus gekommen war

 

Ich bin hier, Johannes

Ich werde nun nicht schreiben, außer um dir zu sagen, dass deine spirituelle Lage sich sehr gebessert hat, und dass du bei deinen Seelenwahrnehmungen der Wahrheit und der Realität des Vaters und Seiner Liebe Fortschritte machst.

(Herr Padgett stellte eine Frage.)

Ja, ich weiß, aber du musst dich an zweierlei erinnern in Bezug auf die Schriften in der Bibel, die mir zugerechnet werden, nämlich: erstens, dass ich viele der darin enthaltenen Aussprüche nicht schrieb oder dazu die Erlaubnis gab; und zweitens, dass zu der Zeit, als ich auf Erden lebte und schrieb, meine Kenntnis der Wahrheit und über Gott nicht so groß war oder so korrekt wie jetzt. Ich bin mir klar darüber, dass einiges, was ich damals glaubte und lehrte, nicht mit der Wahrheit in Übereinstimmung steht, wie ich sie jetzt kenne. Sogar meine Vorstellung über Jesus und seine Mission auf Erden und seine Rückkehr auf Erden war nicht wahr. Ich war damals, obwohl ich ein enger Gefährte des Meisters war und von ihm viele Unterrichtsklassen erhalten hatte, ein ganz unwissender Mensch und erfasste die spirituelle Bedeutung seiner Lehren nicht. Und bis zum Zeitpunkt meines Todes wurden meine Überzeugungen mehr vom Materiellen als von Spirituellen gefärbt.

Ich nahm zum Beispiel an so wie die anderen Jünger, dass er innerhalb kurzer Zeit zur Erde zurückkommen - zu irgendeinem unerwarteten Zeitpunkt - und sein Reich auf Erden gründen würde. Ja, das ist eine Tatsache, obgleich er gesagt hatte, dass sein Reich ein spirituelles Reich sein würde, wenngleich es auf Erden existieren würde. In meiner Vorstellung über die Einrichtung und den Bestand dieses Reiches konnte ich mich nicht von der Idee lösen, dass es sich irgendwie um ein echtes, sichtbares Reich handeln würde, in dem der Meister der König wäre und wie andere Könige regieren würde, nur dass es eben eine Regierung der Rechtschaffenheit wäre.

All das mag dir ein wenig seltsam vorkommen; aber wenn du nur einen Augenblick lang in Betracht ziehst, dass meine Lehren als Jude darauf abzielten, dass, wenn der Messias kam, er wirklich auf Erden als König regieren würde, dann wirst du verstehen, wie schwer es für mich war, die Idee zu erfassen oder einen Unterschied zwischen jener Art Reich und einem rein spirituellen Reich zu treffen.

Ich werde irgendwann einmal ausführlicher über das Thema schreiben, denn ich bin mir seiner Bedeutung bewusst. Und viele - ja, die Mehrheit - der bekennenden Christen glauben nun, dass Jesus irgendwann einmal zur Erde kommen und ein materielles Königreich einrichten und alle Nationen auf Erden regieren wird. Und einige dieser begeisterten Christen glauben, dass sie zu den "Auserwählten" gehören und als stoffliche Menschen von der Auferstehung berufen werden, wieder zu Sterblichen zu werden (wenn auch "verklärt", wie einige von ihnen ihren Glauben ausdrücken), sodass sie zu Prinzen und Vizeregenten in jenem Reiche werden.

Nun, sie werden enttäuscht werden; denn wenn sie vom irdischen Leben ins spirituelle gelangen, dann werden sie für immer spirituelle Wesen bleiben. Das einzige Reich, in dem sie hiernach leben werden, wird ein spirituelles Reich sein, und ob es dann das Reich des Wiederhergestellten Menschen oder des Göttlichen Engels sein wird, sie werden jedenfalls nicht auf Erden sein.

Also, bete zum Vater und trachte nach einem tieferen und beständigeren Glauben, und du wirst die Wahrheit und diese Erfahrung wahrnehmen. Gute Nacht,

Dein Bruder in Christus,

Johannes

 

 


 

 

Johannes gibt Gründe an, warum Berichtigungen zum Neuen Testament gemacht werden müssen, und erklärt, dass Jakobus der wirkliche Bruder Jesu sei

 

Ich bin hier, Johannes

Ich möchte dir bloß sagen, dass du bald in Ordnung sein wirst und in der Lage, einige unserer Botschaften zu empfangen, die wir schon so dringend mitteilen wollen.

Es naht die Zeit, wenn das Buch veröffentlicht werden muss, und es ist unbedingt notwendig, dass du diese Botschaften zur Gänze empfängst, damit du das Buch fertigstellen kannst. Wir wollen natürlich alle Wahrheiten darin aufnehmen, die der Menschheit mitgeteilt werden müssen, und wir werden das tun, wenn du nur schneller arbeitest.

(Herr Padgett stellte eine Frage.)

Ja, ich kenne ihn gut, denn er war der Bruder Jesu - der wirkliche Bruder, der denselben Vater und dieselbe Mutter wie Jesus hatte. Und alle Spekulationen darüber, dass er andere Eltern gehabt hätte wie Jesus, sind falsch.

Jakobus war kein Apostel Jesu, sondern glaubte erst später in seiner Laufbahn an ihn. Und als er schließlich überzeugt war, dass Jesus der wahre Bote war, wurde er zu einem sehr ernsten und hart arbeitenden Jünger Jesu und auch zum ersten Christlichen Bischof Jerusalems.

Ich habe keine persönliche Kenntnis darüber, ob er die Briefe, die ihm zugeschrieben werden, auch wirklich schrieb. Aber er hat gesagt, dass er einige Teile der ersten Epistel und einen Abschnitt der zweiten geschrieben hat, aber dass er die dritte nicht schrieb. Er hat auch gesagt, dass es in jeder dieser Episteln viele Behauptungen der "Wahrheit" gibt, die falsch sind, und die er nicht lehrte. Alle Schriften des Neuen Testaments, wie sie nun vorliegen, enthalten so vieles, was die ursprünglichen Autoren nicht schrieben, und was sie nicht lehrten oder glaubten, sodass es schwer ist, dass der Sterbliche, wenn er auch ein großartiger Student sein mag, das Wahre vom Falschen unterscheiden kann. Und das ist ein Grund, der uns zum Verfassen einer Neuen Offenbarung der Wahrheit bewegt hat.

Diese Wahrheiten werden klargemacht werden, und du darfst dich von den Schriften in der Bibel nicht beeinflussen lassen beim korrekten Empfang dieser Wahrheiten.

Ich werde nun nicht mehr schreiben. Ich wünsche dir also mit meiner Liebe eine gute Nacht.

Johannes

 

 


 

 

Konstantin stellt fest, dass er niemals das Christentum auf Erden angenommen habe, aber dass er nun ein Göttliches spirituelles Wesen sei

 

Ich bin hier, Konstantin

Ich war der Römische Kaiser und starb als das Oberhaupt der Christlichen Kirche. Ich war eigentlich kein richtiger Christ und verstand die wahren Prinzipien der Christlichen Lehren nicht, aber ich richtete das Christentum aus politischen Gründen als eine Staatsreligion ein zusätzlich zu meinem Bestreben, die Macht meiner Widersacher zu vernichten, die an die Götter des Heidentums glaubten und sie anbeteten.

Ich war ein Mensch, den es nicht im geringsten kümmerte, ob jetzt das Kreuz oder die Orakel das "wahre Zeichen" der Religion waren, oder ob die Anhänger religiöser Glaubensrichtungen der Christlichen Kirche angehörten, oder jene waren, die die Götter anbeteten, die unser Land durch so lange Zeit hindurch angenommen hatte und denen es gefolgt war.

Als ich das Christentum zur Staatsreligion machte, war es mein großer Wunsch, Macht zu erhalten und die Gefolgschaft der Mehrheit der Menschen im Reich. Die Christen waren sehr zahlreich, und sie waren Personen von so intensiven Überzeugungen - so intensiv, dass nicht einmal der Tod diese Überzeugungen wegnehmen oder verändern konnte - dass ich wusste, wenn sie mir einmal Gefolgschaft schworen, dann würde ich eine Anhängerschaft besitzen, die nicht von denjenigen, die die alten Götter anbeteten, umgestoßen werden konnte.

Die zuletzt genannten Leute waren im einzelnen nicht so interessiert an ihren religiösen Überzeugungen, dass sie ihre Überzeugungen gegen eine Religion einschreiten hätte lassen, die ich festlegte. Sie erkannten auch, dass ihre materiellen Interessen gefördert würden, wenn jene Religion zumindest formell als eine staatliche Einrichtung anerkannt werden sollte. Ihr Glaube war nicht das Ergebnis von Überzeugung sondern bloß, was ihnen als eine Art Erbe von den Vorfahren vermittelt worden war, weil diese ihn angenommen hatten. Selbstverständlich glaubten sie an die Götter und Orakel, ohne den Gegenstand ihres Glaubens je einer Untersuchung unterzogen zu haben um zu erfahren, ob dieser Glaube wahr war oder nicht. Man suchte nicht die Wahrheit, und daher war die Überzeugung bloß eine oberflächliche Zustimmung.

Während meiner gesamten Regierungszeit als Kaiser änderte ich nie meinen Glauben und anerkannte nie die Lehren der Christen als Offenbarung der Wahrheit. Und eigentlich betrachtete ich eine Materie wie die Religion unter meiner Würde, um sie ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

Die kirchlichen Lehrer und Leiter dieser Religion schlugen viele Lehrmeinungen vor und diskutierten sie, und diejenigen Lehren wurden von mir gutgeheißen, die von einer Mehrheit dieser Leiter als die wahren und korrekten Aussagen über den Inhalt der Christlichen Schriften anerkannt wurden. Ich ließ die Anführer ihre eigenen Schlachten über Lehren und Wahrheiten schlagen, und wenn sie entschieden, was von der Kirche als wahre Lehren anerkannt und erklärt werden sollte, hieß ich sie gut und veröffentlichte sie als verbindlich für all die Anhänger des Christlichen Glaubens.

Obgleich das oft gesagt worden ist, ich habe den Bibelkanon nicht festgelegt oder die Lehrmeinungen bestimmt und legalisiert, die aus dem Übereinkommen der Kirchenleiter erklärt und verbindlich gemacht wurden. Ich gab ihnen natürlich meine Genehmigung und die offizielle Anerkennung, aber sie stammten nicht von mir, und man sollte nicht sagen, dass ich sie aufgestellt habe. Denn wenn die Lehren der Arianer von einer Mehrheit dieser Kirchenfürsten anerkannt und erklärt worden wären als wahre Lehren der Christlichen Schriften, dann hätte ich ihnen meine Genehmigung gegeben und auch die staatliche Autorität.

Wie ich sagte, ich war kein Christ, als ich lebte, und ich starb nicht als Christ, trotz all der phantastischen und wunderbaren Berichte, die über mich und meine Bekehrung zum Christentum geschrieben wurden.

Als ich in die spirituelle Welt kam, befand ich mich in großer Dunkelheit und Leiden, und ich wurde mir klar, dass ich die Strafe für die Sünden begleichen musste, die ich auf Erden gedacht und begangen hatte. Und all die Messen, die für meine gelesen wurden, halfen mir nie auch nur ein wenig, um aus meiner unglücklichen Situation zu entkommen.

Ich wusste nichts über die Göttliche Liebe oder die Mission Jesu, warum er zur Erde kam, und ich fand, dass meine Sünden nicht reingewaschen worden waren, wie mir das die Lehrer auf Erden oft erzählt hatten.

Ich blieb viele lange Jahre in diesem Zustand der Finsternis und des Unglücks, ohne je Erleichterung aus der mystischen Tatsache des "Sühneopfers" Jesu zu finden, wovon mir die Priester erzählt hatten, aber woran ich nicht glaubte; mir halfen auch die Götter nicht, an die zu glauben mich unsere Philosophen und Religionslehrer gelehrt hatten. Nein, ich fand keine Erleichterung, und mein Zustand schien festgelegt zu sein. Und die Hoffnung auf den Christlichen Himmel (an den ich nie glaubte) und der Elysischen Gefilde (an die ich ein einer verschwommenen Weise glaubte) brachten mir nicht das Gefühl, dass mein Leiden irgendwann einmal zu Ende gehen würde, und dass das fröhliche Gesicht des Glücks erscheinen würde.

Aber nach einiger Zeit brach das Licht der Wahrheit, in der Jesus kam und lehrte, in mein Verständnis und meine Seele, und die Göttliche Liebe des Vaters begann in meine Seele zu fließen; und das ging so weiter, bis ich Sie so sehr besaß, dass ich in die Göttlichen Sphären getragen wurde, wo ich mich nun befinde - eine erlöste, reine und Unsterbliche Seele, die die Göttliche Essenz des Vaters besitzt und die Gewissheit des ewigen Lebens im Himmelreich.

Ich kann dir heute Abend nicht über meine Erlebnisse berichten in den finsteren Ebenen oder in den nachfolgenden, aufsteigenden Sphären, aber eines Tages werde ich kommen und diese Erfahrung im Einzelnen erörtern.

Aber bevor ich zu schreiben aufhöre, möchte ich meinen ganzen Nachdruck darauf legen, dass nur die Göttliche Liebe des Vaters eine Seele von ihren Sünden erretten und sie in eine Einheit mit dem Vater in Seinem Göttlichen Wesen bringen kann.

Kümmere dich nicht um Glaubensbekenntnisse und Dogmen. Lerne die Wahrheit kennen und verharre in dieser Wahrheit. Denn die Wahrheit ist ewig und ändert sich nie; und kein Beschluss aus Menschenhand, kein Dogma aus der Kirchentradition der frühen Väter oder Schriftsteller, kein Glaubensbekenntnis aus kirchlicher Konvention, das so feierlich angenommen und verkündet wird, kann eine Unwahrheit zu einer Wahrheit machen. Die Wahrheit bestand vor all diesen Dingen und ist ihnen nicht unterworfen; sie können auch nicht zur Wahrheit hinzufügen oder davon wegnehmen.

Ich darf jetzt nicht mehr schreiben. Danke dass du mir erlaubt hast zu schreiben. Also, mit meiner Liebe wünsche ich dir eine gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

Konstantin

 

 


 

 

Lukas bestätigt Konstantins Schreiben

 

Ich bin hier, Lukas

Ich werde nicht versuchen, heute Nacht ausführlich zu schreiben. Ich möchte nur sagen, weil du die Identität desjenigen bezweifeln könntest, der dir gerade geschrieben hat, dass ich die Tatsache zu bestätigen wünsche, dass es wirklich Konstantin war, der Römische Kaiser, der dir geschrieben hat. Er war sehr erfreut darüber, dir schreiben und auf eine schnelle Weise einige der geschichtlichen Irrtümer korrigieren zu können, die über seine wahre Position gegenüber dem Christentum bestanden.

Er ist nun ein sehr leuchtendes spirituelles Wesen und ein Bewohner der Göttlichen Sphären und selbstverständlich Besitzer der Göttlichen Liebe. Ich möchte dir aber trotzdem mitteilen, dass er sozusagen von seinem Gewissen geplagt wurde, bevor er seinem Zustand der Finsternis und des Leidens entkommen konnte, der weitestgehend durch seinen Stolz hervorgerufen wurde. In seiner eigenen Vorstellung war er noch lange nach seinem Eintritt in die spirituelle Welt ein Kaiser, und er behielt all den Stolz eines Kaisers. Aber ich möchte dies alles ihm zu schreiben überlassen, wie er das versprochen hat, und werde für nun zu schreiben aufhören.

(Hr. Padgett machte eine Bemerkung.)

Nun, du darfst nicht entmutigt werden, denn die Göttliche Liebe ist eine Tatsache, und du besitzt ein wenig von Ihr und kannst mehr haben. Bete nur zum Vater um Seine Hilfe und Leitung.

Wir lieben dich alle und versuchen, dir zu helfen. Nur - glaube!

Dein Bruder in Christus,

Lukas

 

 


 

 

Die wahre Bedeutung von "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott", usw


Ich bin hier, Johannes der Apostel

Ich möchte bloß ein paar Worte bezüglich dessen sagen, was dir der Mann über das Evangelium, das mir zugeschrieben wird, erzählte.

Sein Hinweis auf die einführenden Worte des Evangeliums - nämlich am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott", usw. - entbehrt jeglicher Kraft um zu beweisen, dass Jesus Gott ist oder Teil der "Dreifaltigkeit"; denn dies wurde von mir oder nach meinem Diktat nie geschrieben, und es stellt keine Wahrheit fest.

In dem Sinne, wie jenes Evangelium es verwendet, kann das "Wort" nur Gott meinen. Denn Er, und Er Allein, war am Anfang und erschuf alles, was erschaffen wurde.

Wie wir dir oft gesagt haben, war Jesus der Sohn eines Vaters und einer Mutter, genauso wie du der Sohn eines Vaters und einer Mutter bist. Und er wurde nicht vom Heiligen Geist in dem Sinne gezeugt, wie das in der Erzählung seiner Geburt verwendet wird.

Er wurde aus dem Heiligen Geist geboren, als sich seine Seele dem Einfließen der Göttlichen Liebe öffnete; und er war der erste der Menschheit, der die Göttliche Liebe und die Essenz der Göttlichkeit des Vaters erhielt. Folglich war er der Erstling der neuerlichen Schenkung dieser Liebe, und in der Folge war er der erste, der befähigt war, die Wahrheiten des Vaters zu verkünden und den Weg zu weisen. Als seine Seele von dieser Liebe erfüllt wurde, und er an Weisheit und Kenntnis der Wahrheiten des Vaters wuchs, kann man sagen, dass er vom Vater ausgesandt wurde, die Wahrheiten zu verkünden und den Weg zum Himmelreich zu erklären, und wie man die Einheit mit dem Vater erreichen konnte.

Diese Liebe begann bald nach seiner Geburt in seine Seele zu strömen, zweifellos, weil er auserwählt worden war, die Wahrheiten der neuerlichen Schenkung der Göttlichen Liebe zu verkünden; und die Kenntnis dieses Auftrages kam ihm, als er in Liebe und Weisheit wuchs. In der Folge war er frei von Sünde, obgleich er offensichtlich genauso ein natürlicher Junge war wie andere auch in seinen menschlichen Instinkten und Gefühlen. Aber er war der Menschensohn - Josef und Maria - und auch ein Sohn Gottes, wie das alle Menschen sind - mit der zusätzlichen Eigenschaft, dass er ein Erbe des Himmelreiches war.

Er war nicht Gott. Und im Gegensatz zu dem, was die Orthodoxen glauben, hat er Gott niemals gesehen, sogar bis jetzt; noch haben Moses und einige der Figuren des Alten Testaments Gott gesehen. Aber Jesus hat Gott mit seinen Seelenwahrnehmungen gesehen, und ebenso viele andere unter uns, die wir Bewohner der Göttlichen Himmel sind. Und dieses Sehen ist geradeso echt für uns wie euer Sehen für dich oder für irgendeinen deiner sterblichen Nächsten. Es ist unmöglich, dir das zu erklären, sodass du voll verstehst, was ich sagen möchte; aber dieses Sehen Gottes mittels unserer Seelenwahrnehmungen ist etwas Reales und schafft höhere Seligkeit und eine Kenntnis der Unsterblichkeit.

Jesus ist nicht Gott, sondern er ist das am höchsten entwickelte spirituelle Wesen in den gesamten Himmeln, und er steht Gott in Liebe und Kenntnis der Wahrheit am nächsten.

Deshalb sage ich, das "Wort" ist Gott, und Jesus ist Sein Sohn. Und du kannst zu Seinem Sohn im selben Sinne werden - als Erbe der Göttlichen Essenz des Vaters und Engel Seines Reiches. So wie Jesus dir geschrieben hat, alle Menschen sind Seine Kinder, aber besitzen ein unterschiedliches Erbe; aber all das Erbe wird vom Vater zur Verfügung gestellt. Die Doktrinen der Lehrer der sogenannten biblischen "Wahrheiten" sollen dich nicht kümmern. Horch nur auf das und glaube nur, was wir dir schreiben.

Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben, denn es ist schon spät. Zum Abschluss sage ich dir, dass du in unserer Liebe und in unseren Gebeten weilst. Ich bin

Dein Bruder in Christus,

Johannes

 

 


 

 

Johannes schreibt über die wahre Bedeutung des "Endes der Welt"

 

Ich bin hier, Johannes der Apostel

Ich komme heute Nacht, um einige wenige Wahrheiten über das Thema der Ansprache des Predigers zu bemerken, weil ich bei dir war und seine Erklärungen über "das Ende der Welt" hörte.

Ich weiß, unter den Menschen gibt es, und hat es seit der Zeit des Meisters immer gegeben, Meinungsverschiedenheiten über den Zeitpunkt dieses wichtigen Ereignisses, und was "das Ende der Welt" bedeutet.

Nun, die Menschen wissen jetzt genauso viel über den Zeitpunkt dieses Ereignisses, als sie das während all der vergangenen Jahrhunderte gewusst haben, und verstehen diese Prophezeiungen genauso gut wie sie das von meinen Tagen an bis heute verstanden haben.

An erster Stelle möchte ich sagen, dass es kein Ende der Welt aus den Gründen geben wird, die der Prediger erwähnte; und dann, dass es überhaupt kein Ende der Welt geben wird, wie es von den orthodoxen Predigern verstanden und erklärt und von den meisten der bekennenden Christen erwartet wird.

Die "Welt" (im Sinne der Erde) wird kein "Ende" im Sinne einer Vernichtung finden. Sie wird sich weiter um ihre Achse drehen, die Zeit der Saat und der Ernte erleben, alles, was für den Lebensunterhalt der Menschen notwendig ist, hervorbringen und erneut bilden, sie wird die angebrachten kalten und warmen Jahreszeiten erleben und entlang ihrer Bahn weiterziehen, wie sie das jetzt tut; bis vielleicht ein Wandel, den wir nicht kennen, kommen mag, er sie zerstört. Aber keine der Prophezeiungen in der Bibel (wenn man zugibt, dass es Prophezeiungen gibt) kann auf das Ende der Welt im Sinne angewandt werden, den der Prediger verstand und erklärte.

Wenn die Menschheit doch nur verstünde, dass die Welt, die durch den Ungehorsam der ersten Eltern verloren ging, die Welt der Unsterblichkeit des Menschen und seiner Seligkeit war und nicht die stoffliche Welt, und dass Jesus kam, um die Wiederherstellung jener Welt für die menschliche Lage zu verkünden, dann wüssten sie, dass die stoffliche Welt nicht in den Heilsplan für die Menschen oder in Jesus' Mission inbegriffen ist oder in den Erklärungen Jesu über das nahende Ende.

Die Menschen werden geboren werden, eine kurze Zeit leben und den physischen Tod erleiden. Und was jeden einzelnen anbelangt, so kommt das Ende der Welt, wenn er stirbt; denn danach wird seine Bleibe die spirituelle Welt sein, und nie wieder wird er auf Erden sein Leben finden.

Alle Menschen müssen irgendwann den physischen Tod erleiden. Warum soll es dann notwendig sein, die Zerstörung der stofflichen Welt in den Heilsplan Gottes für die Menschen einzuschließen? Denn die Kollision von Planeten, Welten und Sternen und deren Zerstörung würde einen Eingriff in das geordnete Funktionieren der Gesetze Gottes erfordern, um die Menschen zu zerstören oder zu retten (indem sie etnweder in ihrer eigenen Hilflosigkeit auf Erden belassen oder gerettet werden, indem sie "in die Höhe hinaufgeschleudert" werden).

Derartige Auslegungen der Absichten oder Pläne Gottes oder des Kommens Jesu auf Erden sind völlig falsch und absurd. Jesus wird nie kommen, um sein Reich auf Erden einzurichten, und als Fürst des Friedens und "Herr der Herren" zu regieren; denn das Reich, dass er und alle seine wahren Gefolgsleute auf Erden und in der spirituellen Welt einzurichten suchen, befindet sich in den Göttlichen Himmeln. Dieses Reich Gottes wird nicht von Hand gefertigt oder durch den bloßen Wunsch eines spirituellen Wesens, ganz gleich wie hoch es stehen mag, sondern es wird von den Seelen der Menschen erschaffen und bevölkert, die die Neue Geburt erfahren und die Göttliche Essenz des Vaters erhalten haben. In jenem Reiche ist Jesus der Fürst, aber nur deswegen, weil er die Göttliche Liebe des Vaters im Übermaße besitzt und in vollkommenerer Einheit mit Ihm steht.

Jesus versucht nicht, ein Reich auf Erden zu gründen, sondern arbeitet zum Zwecke, die Menschen zur Neuen Geburt des Geistes zu bewegen und ihnen den Weg in das Himmelreich zu weisen. Er arbeitet mittels seiner Liebe und mittels Anregungen, zusammen mit anderen guten spirituellen Wesen, um den Menschen zu helfen, die Sünde und den Fehler aus ihren Herzen zu verbannen, und danach zu streben, den zustand des vollkommenen Menschen in der Vervollkommnung ihrer natürlichen Liebe zu erreichen. Er hilft den Menschen auch, diesen Zustand der Seelenregeneration oder der Läuterung ihrer natürlichen Liebe zu erzielen, wenn sie noch auf Erden leben; sodass die Liebe zu Gott im Göttlichen Sinne, die Liebe zu Gott im erschaffenen Sinne und die brüderliche Liebe die ganze Erde bedeckt, und die Menschen in Frieden und glücklich leben, wenn sie noch im Fleische gekleidet sind.

Eine derartige Situation des sterblichen Daseins kann das Gottesreich auf Erden genannt werden, aber es wird nicht jenes Reich sein, für dessen Einrichtung Jesus gekommen war: das Himmelreich. Dieses Reich befindet sich in den Göttlichen Sphären, von wo es nie entfernt werden wird.

Wenn also die Bibel lehrt, dass die Welt zu Ende geht und verschwindet, so meint sie damit nicht die stoffliche Welt, sondern die Welt der menschlichen Gedanken und Taten und sündhaften Zustände, die nicht im Einklang mit den Gesetzen Gottes stehen oder den Gesetzen Seiner Schöpfung. Dies ist die Welt, die zerstört werden wird, wenn die Rechtschaffenheit einmal das Antlitz der Erde bedeckt so wie das Wasser die Tiefen, und brüderliche Liebe unter die Menschen herrscht. Sogar heute gibt es einige Menschen auf Erden, die so abschieden sind von der Welt, dass für sie die Welt nicht existiert - nicht die stoffliche Welt, sondern die Welt der Sünde und Unredlichkeit, die die einzige Welt ist, die zerstört werden soll. Es wird Gerüchte über Kriege und Zeiten der Unruhe geben usw., so wie es das nie zuvor gegeben hat, und dann kommt das Ende. Nicht die Kriege voll Dröhnen der Kanonen oder Bombenexplosionen oder der Verstümmelung des Fleisches oder der Erzeugung von Witwen und Waisen oder der brutalen Verwandlung von Sterblichen in spirituelle Wesen, sondern die Kriege zwischen den spirituellen Wesen des Guten und des Bösen, zwischen Liebe und Hass, Reinheit und Sünde, Freude und Verzweiflung und Kenntnis der Wahrheit und Glaube an den Irrtum - all das muss mit großer Intensität und Ernsthaftigkeit in den Seelen der Menschen ausgefochten werden, und wird derartige Probleme es Verstands und des Geistes schaffen, dass die Gerüchte darüber die Erde und die Wohnungen der Menschen überströmen.

Dann kommt das Ende der Welt - der Welt des Bösen und der Sünde und des Verzweiflung und des Hasses und des Glaubens an den Irrtum. Diese Welt wird vergehen und Wahrheit und Liebe und Frieden und guter Wille werden für immer auf Erden eingerichtet werden. Jene zukünftige Erde wird dann so friedvoll und erfüllt von Liebe und brüderlicher Zuneigung sein, dass es den Menschen vorkommen wird, Die "Stadt Gottes" sei vom Himmel zur Erde herabgestiegen.

Die Sterblichen sollen wissen, dass Jesus bereits zur Erde gekommen ist und sich unter den Menschen befindet, und dass er von dem Zeitpunkt an, als er zum Fürsten des Himmelreiches wurde, bei den Menschen und spirituellen Wesen war, um sie den Weg, die Wahrheit und das Leben zu lehren.

Mittels des Heiligen Geistes haben die Wahrheiten des Vaters zu den Menschen als "stille, leise Stimme" gesprochen, und mittels der Seelenkommunion hat der Meister die Menschen zur Liebe und Barmherzigkeit des Vaters gewiesen.

So wie zu meiner Zeit, als er zu den Juden mit seiner Botschaft der Liebe und des ewigen Lebens kam, sie ihn aber nicht erkannten und zurückwiesen, so weigern sich auch jetzt viele Menschen und spirituelle Wesen, ihm zuzuhören und den Weg durch die enge Pforte zur Liebe des Vaters und zur Unsterblichkeit zu erfahren.

Die Menschen sollen ruhig die Prophezeiungen studieren und die Zeiten und Jahreszeiten und den Zeitpunkt des Endes berechnen, und sie sollen ruhig das Nahen der Rückkehr des Meisters in den Wolken predigen und sich darauf vorbereiten, "in die Luft entrückt" und zu einem Teil der Himmlischen Heerscharen zu werden; aber sie werden herausfinden, dass all das Nichtigkeit und Einbildung ist. Nur so, wie jedes Individuum das fleischliche Dasein verlässt, wird es sich bewusst werden, dass das Ende der stofflichen Welt gekommen ist, und dann werden all seine Spekulationen, was ihn anbetrifft, Wirklichkeit werden, und die Gewissheit des Endes der Welt wird zu einer festen Tatsache. Aber die Menschen werden weiter auf Erden leben und sterben, und in der folge werden andere geboren werden und sterben, und das wird so weitergehen bis ... nur Gott weiß das.

Deswegen sage ich den Menschen, bereitet euch nicht auf das Vergehen der Himmel und der Erde vor, sondern auf ihr übergehen von der Erde zur großen Welt der spirituellen Wesen. Und vergesst nicht: was sie säen, dass sollen sie ernten - eine Gewissheit, die sich nie ändern wird, eine Wahrheit, die keine Spekulation zur Unwahrheit machen kann.

Das Ende der Welt des Menschen kommt jeden Tag zu einem Sterblichen, und dieses ende kann zu einer glorreichen Unsterblichkeit führen oder zu einer zeitweiligen oder langen Finsternis und zu Leiden.

So werden sie Prophezeiungen erfüllt. Und die Mutmaßungen von Predigern und Lehrern der Gedankenlosen stehlen den Menschen die essentielle Wahrheit, dass das "Ende der Welt" jeden Moment, jeden Tag und jedes Jahr kommt.

O Prediger und Lehrer, eure Verantwortung ist groß, und es wird Rechenschaft gefordert werden! Die Ernte folgt der Saat wie der Tag auf die Nacht folgt. Und was wird eure Ernte sein?

Das Ende der Welt ist für einen Sterblichen das wichtige Jetzt!

Ich habe für heute Nacht genug geschrieben, denn du bist müde. Glaube also, dass ich dich liebe und zum Vater bete, dass er dich segne und deine Seele so mit Seiner Liebe erfülle, dass du, wenn die Welt für dich zu einem Ende kommt, das Himmelreich offen und auf dich wartend vorfindest. Gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

Johannes

 

 


 

 

Cornelius (der Centurio) ist sehr interessiert daran, dass die Menschheit die Wahrheit kennenlernt

 

Ich bin hier, Cornelius.

Ich möchte heute Nacht nur ein paar Zeilen schreiben. Ich bin so sehr an dir und an deinem Werk interessiert, dass ich fühle, ich sollte dir ein wenig Aufmunterung geben in der Art, dich wissen zu lassen, dass heute Nacht viele spirituelle Wesen hier anwesend sind, die dich sehr lieben und wünschen, dass du ihre Botschaften der Liebe und Wahrheit empfängst.

Wie ich dir erzählt habe, lebe ich in den Göttlichen Sphären und kenne, was die Liebe des Vaters ist, und was Unsterblichkeit bedeutet; weil ich der Besitzer der Liebe und der bewußte Eigentümer jener Unsterblichkeit bin.

Die Welt ist nun so bestrebt, die Wahrheiten über Gott zu erfahren und über die Beziehung der Menschen zu Ihm; und die Botschaften, die du empfängst, werden der Welt das geben, was sie so sehr wünscht.

Ich weiß, dass die Christlichen Doktrinen, wie sie in der Bibel enthalten sind und von vielen Predigern und Priestern gelehrt werden, die einzigen Doktrinen sind, von denen die Christen Kenntnis haben; in der Folge werden sie von ihnen als "inspirierte Offenbarungen" Gottes anerkannt und als die Wahrheit, was Er Ist, und was der Mensch tun muss, um die Erlösung zu erreichen. Diese Leute ruhen sicher in diesen Überzeugungen und in der Zusicherung, das der Weg der Bibel der einzige Weg zur Rettung sei. Und weil sie eben in diesen Überzeugungen ruhen, sieht die Welt nicht die Notwendigkeit, das einzige zu erlangen, was sie zu einer Einheit mit Gott werden lässt und zu Bewohnern Seiner Himmel.

Ich schreibe das bloß, um dir zu zeigen, dass es ungeheuer wichtig ist, dass die Wahrheiten über den Weg zur Erlösung der gesamten Menschheit offenbart werden.

Ich denke nicht, dass ich heute Nacht mehr zu sagen habe, und so werde ich dich also verlassen. Mit all meiner Liebe bin ich

Dein Bruder in Christus,

Cornelius

 

 


 

 

Nicht das Blut oder der Tod Jesu, sondern sein Leben und seine Lehren sind es, was die Seele von der Sünde erlöst

 

Ich bin hier, Johannes der Täufer

Ich möchte dir gerne heute Nacht über eine gewisse Wahrheit schreiben, die du kennen musst, damit du in der Lage bist, anderen die Wichtigkeit zu lehren, den Heilsplan Gottes für die Menschen zu lehren. Ich meine, dass die Menschen, damit sie von ihren Sünden erlöst werden können, an den Weg glauben müssen, den dir der Meister in seinen Botschaften erklären wird. Ich habe nicht vor, mich breit über die Neue Geburt auszulassen, den das ist dir bereits einige Male erklärt worden. Aber jetzt möchte ich die Wahrheit behandeln, dass dies das Eine ist, was die Menschheit vollkommen macht, und auch die spirituellen Wesen, und es ihnen ermöglicht, die Seelenqualitäten zu erreichen, die absolut notwendig sind für einen Menschen, damit er Eins mit dem Vater wird.

All das andere, was die Kirchen als notwendige Sakramente lehren, wie zum Beispiel die Taufe, das Auflegen der Hände, das "Letzte Abendmahl" oder die Kommunion, sind Dinge, die nicht notwendig sind. Sie wurden niemals als mehr als bloß symbolische Akte eingesetzt. Und sogar als Symbol ist das letztgenannte nicht zum Wohle sondern eher zum Schaden. Denn abgesehen vom Zweck, die Anhänger Jesu an seine Kommunion mit ihnen vor seinem Opfer zu erinnern, betrachten sie es als etwas, was die Seele von der Sünde erlöst und auf den Himmel vorbereitet.

Ich möchte, dass du verstehst, dass all das nicht notwendig ist, damit eine Seele Eins mit Gott wird, und dass die Sterblichen die Wahrheit dessen kennenlernen müssen, was ich sage.

Viele Prediger und Laien glauben, dass nur das Blut Jesu uns von der Sünde erlösen kann, und dass sein Tod notwendig war für die Erlösung der Menschheit. Aber ich möchte dir sagen, wenn er eines natürlichen Todes gestorben wäre, von allen geliebt, die ihn kannten, und von der ganzen Jüdischen Nation verehrt, dann wäre sein Blut genauso wirksam gewesen und sein Tod genauso wichtig wie durch die Tatsache, dass er infolge von Hass und Neid seitens der Jüdischen Autoritäten getötet wurde. In keinem der beiden Fälle hätte das Blut oder der Tod als Besonderheit etwas mit der Erlösung der Menschheit zu schaffen.

Sein Leben und seine Lehre, und dass er die Große Gabe des Vaters dem Menschen bekanntgemacht hat und den Weg, die Gabe zu finden und zu besitzen, waren, was die Erlösung zur Menschheit brachte. Jesus lebte, und er lehrte und liebte uns; er starb und litt nicht, um für uns "Sühne" zu leisten.

Der lebendige Christus ist wichtiger für unser Glück und Rettung als der tote Jesus - und so lehrt Jesus selbst. Und er ist nicht erfreut über jene, die den toten Jesus anstelle des lebendigen Christus lehren.

Ich, Johannes, war nicht nur ein Vorläufer des Meister, sondern folgte ihm auch nach. Und es war nicht sein Blut oder sein Tod, was mich rettete, sondern sein Leben und seine Lehre, die mir den Weg wies, die Göttliche Liebe des Vaters zu erlangen.

Ich bin sehr an der Erlösung aller Menschen interessiert, und ich möchte alles in meiner Macht unternehmen, um den Menschen zu helfen, den Weg zur Wahrheit, zum Licht und zur Liebe zu finden. Ich versuche, dieses Werk voranzutreiben, den Menschen die Wahrheiten zu zeigen, die sie zur Liebe des Vaters führen werden, genauso wie viele andere unserer Gruppe, die nun bei dir ist.

Ich habe nur noch zu sagen, dass du mehr zum Vater beten musst, Kopf hoch und glaube an den Meister, und alles wird richtig verlaufen zu einem glücklichen Ende.

Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben. Also, mit meiner Liebe und meinem Segen wünsche ich dir eine gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

Johannes der Täufer

 

 


 

 

Die Lehren in der Bibel, dass das Blut Jesu die Sünden wegwäscht, oder dass Jesus am Kreuz starb für die Erlösung der Menschheit, sind falsch


Ich bin hier, Jesus

Ich komme, um dir über eine Wahrheit zu berichten, die für die gesamte Menschheit wichtig ist, und von der ich wünsche, dass du sie genau empfängst, wie ich sie schreibe. Gib also beim Empfang bestens acht darauf, was ich dir zu schreiben versuche.

Ich habe heute Nacht mit dir viele Aussprüche in den angeblichen Briefen Paulus' und Petrus' gelesen, und ich habe bemerkt, dass sie nicht mit der Wahrheit zu übereinstimmen scheinen, die dir durch mich und durch die Aposteln, die dir geschrieben haben, mitgeteilt worden ist. Ich wünsche jetzt, dass du einige dieser Ungereimtheiten verstehst, und dass du diese Aussprüche der Aposteln aus deinem Geist streichst, wann immer sie nicht mit dem übereinstimmen, was wir dir geschrieben haben oder noch schreiben werden.

Zu allererst, der ständige Bezug in diesen Episteln, dass ich Gott sei, ist völlig falsch und darf nicht geglaubt werden. Genauso wenig sollen die Erklärungen geglaubt werden, dass mein Blut die Sünde wegwäscht, oder dass ich am Kreuz starb für die Erlösung der Menschen, oder dass ich die Sünden der Menschheit auf mich nahm und sie dadurch von ihrer Sündenlast befreite und von der Strafe, die sie andernfalls erlitten hätten als Sühne für ihre bösen Taten und Gedanken.

Noch einmal, wenn gesagt wird, dass der Vater von Anfang an meinen Tod am Kreuz vorbestimmt habe, damit alle Menschen danach von der Strafe wegen der Sünden erlöst würden, dann ist das alles falsch und besitzt keine Grundlage als Tatsache im Heilsplan Gottes für den Menschen und in der Wiederherstellung der Harmonie in Seinem Universum und der Ausrottung aller Sünden und allen Fehlers aus der Welt.

Weder Paulus noch Petrus schrieben diese Sachen, und ich habe sie diese nie gelehrt, denn sie stimmen nicht mit dem großen Heilsplan überein. Und je mehr die Menschen dies glauben, desto weiter weg wird ihr Erkennen der Wahrheit des einzigen Plans liegen, den der Vater für ihre Erlösung bereitet hat, weswegen ich zur Erde kam und ihn zuerst meinen Aposteln verkündigte und erklärte und dann der ganzen Welt.

In diesen Episteln wird die Wichtigkeit des Glaubens und der Werke zu stark betont - ich meine Glauben in die bloßen Überzeugungen, die diese Episteln lehrten, gefolgt von Werken - und es liegt nicht genug Nachdruck auf der grundlegenden Wahrheit der Erlösung des Menschen von der Sünde und seine Aussöhnung mit dem Vater. Damit meine ich natürlich die Neue Geburt, die durch das Einfließen der Göttlichen Liebe des Vaters in die Seele durch die Vermittlung des Heiligen Geistes zustande gebracht wird.

Viele der Lehren, die sich auf das Verhalten der Menschen untereinander beziehen und auf das Leben, das die Empfänger dieser Wahrheiten führen sollen, um die eigene Läuterung zu bewirken und einen Zustand der Rechtschaffenheit zu erlangen, sind wahr; und sie können auf das Verhalten und die Lebensführung der Menschen heute genauso angewandt werden wie in den Tagen, als die Apostel lehrten. Aber wenn die Episteln in irgendeiner Einzelheit lehren oder den Menschen zu verstehen geben, dass diese reinen Moralprinzipien, wie man sie nennen könnte, den Menschen durch ihre Einhaltung den Eintritt in das Reich Gottes oder das Himmelreich ermöglichen könnte, dann sind sie falsch und irreführend. Und wenn die Menschen zu spirituellen Wesen werden, werden sie erkennen, dass sie, wenn sie ein Leben dementsprechend führen, wie diese Lehren es fordern, sehr glücklich werden und es ihnen ermöglicht wird, einen Zustand und eine Position in der spirituellen Welt innezuhaben, was ihr Glück weit über jenes hebt, das sie auf Erden genießen, und dass sie sogar zu Bewohnern höherer spiritueller Sphären werden können, aber es wird ihnen niemals erlaubt werden, das Reich des Vaters zu betreten, das nur durch den Besitz der Göttlichen Liebe erlangt werden kann.

Deshalb sage ich, die Menschen müssen den Unterschied verstehen und erfahren zwischen den Ergebnissen einer bloßen guten und moralischen Lebensführung, was die natürliche Liebe betrifft und entwickelt, im Gegensatz zu jenem Ergebnis, das aus der Neuen Geburt erfolgt.

Ich habe versucht, dir zu erklären, warum die große und wichtige Wahrheit meiner Mission auf Erden, wie ich sie meinen Aposteln darlegte und wie sie sie lehrten und niederschrieben, nicht bewahrt worden und nicht in der Bibel enthalten ist in der Form, wie sie nun geschrieben steht und von der Kirche als kanonisch angesehen wird. Das große Bestreben in jenen Tagen war es, den Menschen jene Lehren zu zeigen und nahezubringen, die ihr Verhalten auf Erden regelten, und ihnen die Belohnung vorzuzeigen, die einer derartigen Lebensführung folgen würden, ebenso die Belohnung, die ihrem Leben in der spirituellen Welt folgen würde, die zu ihrer Bleibe nach ihrem Tode würde. Und wie ich gesagt habe, die Lebensführung gemäß diesen Lehren würde den Menschen großes Glück in der spirituellen Welt bescheren, aber nicht jenes Glück, das meine Lehren, wenn sie befolgt werden, bringen.

Bei der Herstellung der verschiedenen Kopien und Zusammenstellungen der Schriften der Apostel wurden viele Abweichungen von den Originalen vorgenommen. Und jene Personen, die dies durchführten, und ich meine damit die Würdenträger und Leiter der Kirche, kannten den Unterschied nicht zwischen dem, was eine Läuterung der natürlichen Liebe bewirken würde, und dem, was notwendig ist, um eine Seele für den Eintritt ins Himmelreich und zur Unsterblichkeit zu eignen. Und diese Unwissenheit hat so manchen daran gehindert, ein Recht auf das Himmelreich zu erlangen, von dem sie ehrlich und ernsthaft glaubten, das es ihnen gehörte, wenn sie einmal in die spirituelle Welt kämen.

Viele dieser Lehren zielen darauf ab, das Leben der Menschen zu ändern und ihre Seelen von Sünde und Fehler zu reinigen, insofern die natürliche Liebe einen Teil der Seelenverfassung darstellt. Und ich lehrte diese moralischen Wahrheiten in einem sehr weiten Ausmaße. Solche Lehren waren notwendig, denn der Wille des Menschen befand sich nicht in Harmonie mit den Gesetzen Gottes, die die natürliche Liebe betreffen, und ebensowenig in Harmonie mit den Gesetzen, die die Göttliche Liebe des Vaters anlangen. Und es ist das Ziel und der Plan Gottes, beide Formen der Liebe in Harmonie zu bringen, und dadurch den Menschen zu befähigen, all jenes zu genießen, was für ihn bereitgestellt ist und auf ihn wartet.

So wie ich auf Erden sagte: "Und der Weg ist schmal, und die Pforte ist eng, die zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden", wiederhole ich jetzt; denn es ist offensichtlich aus der Beobachtung der Weise, wie die Menschheit ihren Willen von Anfang an eingesetzt hat - was Gott ihnen völlig frei stellt - dass eine überwiegende Mehrheit der Menschen nie durch die enge Pforte eintreten wird, sondern sich damit zufriedengeben wird, in den Sphären zu leben, und zufrieden sein wird mit dem Glück, für das sie ihre natürliche Liebe in ihrer vollkommenen Form eignet.

Dass letzten Endes alle Menschen in Harmonie mit Gott gelangen, ob jetzt in der natürlichen Liebe oder in der Höheren, ist gewiss; und dass jegliche Sünde und Fehler schließlich aus Gottes Universum ausgerottet wird, ist beschlossen. Aber der Zeitpunkt wird in einem hohen Ausmaße vom Willen und den Wünschen der Menschen abhängen.

Und obwohl die große Mission meines Kommens auf Erden und des Predigens an die Menschen es war, den Weg zum Himmelreich zu weisen, so stellte es dennoch einen weniger bedeutenden Teil meiner Mission dar, ihnen den Weg zur Befreiung von Sünde und Fehler zu zeigen, der letztlich die natürliche Liebe läutern würde. Und zu meinem großen Bedauern und zum unsagbaren Schaden der Menschheit wurden meine Morallehren in Teilen der Bibel, wie sie nun anerkannt wird, bei weitem höher bewertet als meine Lehren der höheren Wahrheiten.

Nun gut, mein Bruder, ich sehe, dass du dich spirituell in einem weit besseren Zustand befindest als schon lange, und du musst dem Vater dafür danken. Deine Vorstellung über das Erlebnis letzte Nacht ist wahr, und du hast eine wunderbare Menge der Göttlichen Liebe empfangen, und ich war bei dir in Liebe und mit meinem Segen.

Bete also weiter und vertraue auf den Vater, und du wirst eine wunderbare Seligkeit, Kraft und Frieden erfahren.

Dein Bruder und Freund,

Jesus

 

 


 

 

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater" "Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun"

 

Ich bin hier, Jesus

Ich war heute ziemlich oft bei dir und weiß genau, was in deinem Verstand vorgegangen ist, und ich versuchte, dich in einigen deiner Gedanken zu beeinflussen. Ich war mit dir morgens in der Kirche und hörte die Predigt des Priesters, und ich sah, dass er die Bedeutung der Worte im Text: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater" und: "Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun" nicht richtig verstand.

Seine Erklärung, was denn unter "größere Werke als ich tue" gemeint sei, stimmte nicht mit dem überein, was ich meinte oder mit dem Sinn, den ich zu vermitteln suchte; denn wenn ich mich auf "Werke" bezog, meinte ich jene Werke, die die Welt als Wunder betrachtete. Ich hatte vor, meinen Jüngern zu vergewissern, dass sie die Macht haben würden, ähnliche Werke zu vollbringen oder ähnliche Wunder, und zwar in einem größeren Ausmaß als ich sie vollbracht hatte. "Größer" bezog sich auf die Menge und nicht auf die Qualität.

Aber diese Macht, oder die erfolgreiche Ausübung derselben, hing nicht vom Glauben an meinen Namen ab sondern von ihrem Glauben an die Macht des Vaters und an die Tatsache, dass Er ihnen diese Macht übertragen würde. In meinem Namen lag keine Kraft, genauso wenig wie in mir als Individuum, Jesus; sondern all die Kraft ruhte im Glauben, den sie an den Vater hatten. Ich vollbrachte nie eines der sogenannten "Wunder" aus eigenem Vermögen, sondern sie wurden allesamt vom Vater vollbracht, der durch mich wirkte. Und genauso wie Er durch mich wirkte, würde Er auch durch meine Jünger wirken, die den notwendigen Glauben erlangten.

Wie ich dir zuvor gesagt habe, werden alle Ereignisse, die offenbar Wunder sind, von Gesetzen geregelt, geradeso wie das, was du die Wirkungsweise der Natur nennst, vom Gesetz geregelt ist. Und wenn ausreichend Glauben erworben wird, dann kommt zu seinem Besitzer die Kenntnis über diese Gesetze. Es muss nicht unbedingt eine Kenntnis oder ein Bewusstsein sein, wie du sagen würdest, das für den inneren Sinn des Menschen wahrnehmbar ist, sondern es ist für jenen inneren Sinn wahrnehmbar, der es den Menschen ermöglicht, die geistigen Phänomene zu verstehen. Und wenn man diese Kenntnis des inneren Sinnes besitzt, dann können die Menschen auf diese Weise die Gesetze kontrollieren, die jene Effekte hervorbringen, die wider das gewohnte Wirken der Naturgesetze zu sein scheinen.

Erst als meine Jünger den Glauben erlangt hatten, der die Kenntnis zu ihrem inneren Sinn brachte, konnten sie Wunder vollbringen oder Werke und Phänomene bewirken, die andere Menschen nicht hervorbringen konnten.

Der Ausdruck in der Bibel, dass der Glaube an meinen Namen ausreicht, um Wunder vollbringen zu können, ist völlig falsch, und ich sagte niemals, dass so ein Glaube notwendig sei. Ich sagte auch nicht, so man den Vater etwas bitten würde in meinem Namen, so würde Er es den Menschen geben.

Ich formte keinen Teil der sogenannten "Dreieinigkeit" und hatte von mir aus keine Macht; und mein Name hatte auch keinen wunderbaren Einfluss auf den Vater. Ich war einfach ein Menschen so wie die anderen Menschen auch, nur war ich von der Göttlichen Liebe des Vaters erfüllt worden, was mich zu einer Einheit mit Ihm machte. Und folglich besaß ich jene Kenntnis Seiner Liebe und der Gesetze, die es mir ermöglichte, jene Gesetze in Gang zu bringen, die die erwünschten Effekte als Realität erscheinen ließen. Aber der Glaube an meinen Namen brachte diese Gesetze nicht zum Wirken und brachte keine Antwort von Vater auf irgendeine Bitte.

Das Gebet muss im Namen der Wahrheit an den Vater gerichtet werden und an Seine Liebe und Barmherzigkeit. Jede Einzelperson ist Ihm lieb, und Er ist bereit, diese Liebe an jeden zu verschenken, der im Glauben und im reinen Wunsche darum bittet. Und als Antwort auf das ernsthafte Gebet wird die Liebe kommen; und mit Ihr, die Kenntnis über spirituelle Phänomene; und damit wiederum die Macht, die zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden kann.

Mein Name ist kein Vermittler zwischen Gott und dem Menschen, und auch der Glaube an mich, Jesus, ist keine Mittel, um die verständnisvolle Seele des Vaters zu erreichen. Wenn die Menschen meine Lehren der Wahrheit verstehen, und wenn sie in meinem Namen bitten, ich meine damit im Namen dieser Wahrheiten, dann werden diese Bitten Ergebnisse zeitigen. Aber so wenige Menschen haben diese Absicht oder dieses Verständnis, wenn sie zum Vater in meinem Namen beten.

Nur eine Kenntnis der Wahrheit des Heilsplans für die Menschen wird es ihnen ermöglichen, auf dem richtigen Weg die Gabe des Vaters zu erlangen suchen. Und wenn ich sage "Kenntnis der Wahrheit des Plans", meine ich nicht, dass die Menschen alle Einzelheiten dieses Plans verstehen sollen oder wie die Elemente oder Teile davon aufeinander einwirken, und welche Ergebnisse daraus herrühren können. Aber die Kenntnis muss ausreichend sein, um dem Menschen anfänglich zu zeigen, dass der Vater ein Gott der Liebe ist, und dass diese Liebe vom Menschen durch ernsthaftes Gebet um Ihre Schenkung erlangt werden kann. Das ist alles, was notwendig ist; denn die Antwort, die darauf folgt, wird die Neue Geburt bewirken, die ihrerseits, wenn der Mensch sie erfährt, ihn in Einklang mit dem Vater bringt, was zu einer Kenntnis der anderen Wahrheiten führt, die Teil des Heilsplans bilden.

Es gibt sonst gar nichts, was diese Kenntnis jenes inneren Sinnes zuwege bringt, von der ich schreibe. Eine Kenntnis des Verstandes, außer im Zusammenwirken mit dieser inneren Kenntnis, kann niemals die notwendige Einheit mit dem Vater erreichen.

Es kommt oft vor, dass ein Mensch diese innere Kenntnis besitzt und zugleich eine Kenntnis des Verstandes hat, die völlig entgegengesetzt der Wahrheit des Planes für seine Erlösung ist. Und der Verstand des Menschen kann eine Zeit lang, weil er wunderbare Macht besitzt, das Wachstum der Kenntnis des inneren Sinnes verzögern, oder wie ich sagen möchte, des Seelensinnes; aber nur eine Zeit lang. Denn irgendwann wird der Seelensinn zu jener Erkenntnis der Wahrheit fortschreiten, wobei die falsche Verstandeskenntnis völlig verschwindet, und der Mensch nur die Wahrheit besitzen wird.

Von dieser falschen Verstandeskenntnis, oder vielleicht vielmehr Überzeugung, rührt der Glaube her, dass Bitten, die in meinem Namen ausgesprochen werden, die Wünsche des Bittstellers in Erfüllung gehen lassen; auch dass durch mein Blut oder die "Macht" des Kreuzes oder durch mein angebliches Sühneopfer die Erlösung der Menschheit erreicht werden kann.

Wenn bei den Bitten eines Menschen schon ein Name verwendet werden muss, dann verwendet den Namen des Vaters; denn