Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit - Jesus offenbart erneut das Evangelium
Kapitel 18
Die Bibel ist nicht das Wort Gottes in vielerlei Belangen
Zusätzlich zu den Botschaften, die durch James Padgett empfangen wurden, hat Jesus reichlich Information über ein zweites sterbliches Werkzeug, Dr. Daniel G. Samuels, übermittelt. Während der Jahre 1954-1966 gab Jesus unschätzbare Informationen bezüglich der Prophezeiungen des Alten Testaments, die auf sein Kommen wiesen, und ebenso zusätzliche Wahrheiten über sein Leben und sein öffentliches Ministerium. Diese Schriften, die weitere Wahrheiten über sein Leben und sein öffentliches Ministerium enthüllen, sind als "Offenbarungen über das Neue Testament" erhältlich, und drei von ihnen, Nummer 4, 5 und 20, die über Jesus als Messias und von der falschen Doktrin der Reinkarnation handeln, wurden in diesen Band aufgenommen.
die Herausgeber.
Der Meister setzt seine vorige Botschaft fort.
Die Bibel ist nicht das Wort Gottes in vielerlei Belangen
Die wahre Beziehung des Menschen zur Schöpfung der Welt, und der Ursprung des Lebens
Ich bin hier, Jesus
Ich komme heute Nacht, um dir zu sagen, dass du dich in einer weit besseren Verfassung befindest, als schon einige Zeit nicht. Deine Verbindung mit uns ist so viel besser, dass ich fühle, ich sollte dir eine Botschaft über ein bedeutendes Thema schreiben, das äußerst wichtig ist für die Erlösung des Menschen von Sünden und Irrtümern seines Erdenlebens, und ich werde einen Teil dessen schreiben, was ich mitzuteilen beabsichtige.
Nun, ich werde zuerst feststellen, dass es so viele Männer und Frauen auf Erden gibt, die glauben oder die behaupten zu glauben, dass sie aus eigener Kraft jene Seelenqualitäten entwickeln können, die notwendig sind, um sie in Einklang mit der Seele des Vaters zu bringen, sodass ich meine, dass die Aufgabe, jene Personen vom Irrtum in ihrem Glauben oder vermeintlichen Glauben zu überzeugen, sehr groß sein wird. Und diese Aufgabe wird sich nicht auf diejenigen beschränken, die die Geheimnisse des Lebens auf Erden und danach wahrhaftig und tief studiert haben, sondern sich auch auf eine viel größere Zahl ausdehnen, die eine Art oberflächlicher Kenntnis darüber besitzen, was die Weiseren und Gelehrteren der Welt als das Ergebnis ihrer Untersuchungen veröffentlichen.
Es ist schwieriger, die Unwissenden zu überzeugen, die glauben, die Gesetze des Daseins und den Plan der Funktionsweise Gottes Universums zu kennen, als diejenigen, die dem Thema ein aufrichtiges und nachdenkliches Studium gewidmet haben; denn die Letzteren werden im Allgemeinen im Laufe ihres Fortschrittes überzeugt, dass sie immer weniger wirklich wissen, je mehr sie als Ergebnis ihrer Forschungen in Erfahrung bringen.
Ich weiß nicht, was denn das wichtigste Thema ist, das ich heute nacht kommentieren sollte in Bezug auf diese Angelegenheiten, denn es gibt so viele, und über alle muß ich dich eines Tages instruieren. Aber ich werde heute Nacht über "die wahre Beziehung des Menschen zur Schöpfung der Welt, und der Ursprung des Lebens" schreiben.
Eure Bibel sagt, dass am Anfang Gott die Himmel und die Erde erschuf, usw., aus dem Nichts heraus, und diese Schöpfung weiterführte, bis es einen perfekten Himmel gab, mit all seiner Herrlichkeit, und eine perfekte Erde mit Bewohnern jeder Art - alles perfekt und erschaffen, wie das nur ein Allwissender und Allmächtiger Gott schaffen würde. Und als Höhepunkt wurde der Mensch erschaffen, so vollkommen, dass er das Ebenbild seines Schöpfers war.
Nun, diese Geschichte ist so gut und befriedigend wie nur irgendeine, die von den Menschen erdacht und geschrieben worden ist, und geradeso glaubwürdig; aber Tatsache ist, sie ist nicht wahr. Denn es gab nie eine Zeit oder Epoche, wenn das Universum leer war oder Chaos herrschte.
Gott erschuf nie etwas aus dem Nichts. Sondern Seine Schöpfungen, so wie die Menschen sie wahrnehmen und kennen, waren bloß Änderungen in der Form oder Zusammensetzung dessen, was bereits existierte (und immer existieren wird) als Elemente, obgleich es zweifelsohne Änderungen in der Gestalt und im Aussehen und in der Wechselbeziehung der aufbauenden Elemente geben wird.
Gott hat immer existiert - ein Wesen ohne Anfang - eine Idee, die der beschränkte Verstand, so weiß ich, nicht erfassen kann; aber es ist wahr. Und so existierte alles, was sich jetzt im Universum befindet, wenn auch nicht in der Gestalt und Zusammensetzung wie nun. Und es wird nicht weiterbestehen, wie es ist, denn die Ewige Veränderung ist das Gesetz Gottes Universums - ich beziehe mich damit auf alles, was als Substanz aufgefasst werden kann, sei es materiell oder ätherisch.
Natürlich ändern sich Seine Wahrheiten nie, und auch nicht die Gesetze, durch die die Harmonie im Universum aufrechterhalten wird und vollkommen weiterbesteht.
Nun, die Erde, auf der du lebst, bestand nicht immer als Erde, und auch das Firmament und die große Galaxie voll Planeten und Sternen nicht. Aber sie wurden nicht aus dem Nichts erschaffen, und es gab auch kein Chaos; denn in Gottes Haushalt des Seins gibt es niemals Chaos. Wenn das so wäre, bedeutete dies die Abwesenheit des Wirkens Seiner Gesetze und der Harmonie.
Aber die Erde und das Firmament wurden erschaffen. Sie existierten einmal nicht als solche, und in einer zukünftigen Zeit können sie aufhören zu existieren. Und diese Schöpfung erfolgte auf eine geordnete Weise, nach einem Plan, ohne dass ein Element des Zufalls eintrat. Und die Schöpfung erfolgte nicht dadurch, was eure weisen Männer Zuwachs oder Evolution nennen - das heißt, Selbstevolution - denn jeder neue oder zusätzliche Wachstumsexponent oder jede Manifestation des Zuwachses war das Ergebnis der Gesetze Gottes, die Er für die Erschaffung der Schöpfung einsetzte. Es gibt nicht so etwas wie die Selbstevolution oder jene Entwicklung, die aus dem ungesteuerten Wachstum der entwickelten Sache herrührt. Und das gilt für die gesamte Natur und auch für den Menschen.
Das Wachstum, die Annäherung an die Vollkommenheit schließt den Verfall und das Verschwinden einiger Elemente mit ein, die ihren Zweck und ihre Arbeit im Wachstum der erschaffenen Sache erfüllt haben. Und niemals bestehen dieselben Elemente in der Entwicklung dessen weiter, was die Gesetze in ihrem Wirken zu immer größerer Vollkommenheit bringen; aber in all diesem Schöpfungswerk gibt es Gesetze der Auflösung und des offenbaren Rückschrittes, die genauso arbeiten wie die positiven Gesetze des Aufbaues und des Fortschrittes. Und wiederum, die ersteren Gesetze arbeiten nicht nach Zufall, sondern nach Plan, genauso wie die letztere Art von Gesetzen.
Zum Zwecke, die vollkommene Schöpfung hervorzubringen - sei es Mensch, Tier, Pflanze oder Mineral - weiß der Schöpfer von allem, wann der Rückschritt und wann die Gesetze des Fortschrittes und der zunehmenden Wirksamkeit in Kraft treten sollen. Er begeht niemals einen Fehler, wenn Er diese Gesetze zum Einsatz bringt, und Er nennt das Ergebnis Seines Werkes niemals "Nicht Gut".
Wie gesagt worden ist, Tausend Jahre sind für Gott wie ein Tag. Und während es für den Menschen durch lange Jahre hindurch erscheinen mag, dass es Rückschritt und Verzögerungen gibt bei der Vervollkommnung eines Geschöpfes des Werkes des Schöpfers, so ist doch dieser offensichtliche Rückschritt keine Tatsache, sondern nur ein Weg oder eine Methode, die angewendet wird, um die höhere oder größere Schöpfung hervorzubringen. Ich weiß, es ist schwierig, diese Funktionsweise der Schöpfung dem begrenzten, irdischen Verstand darzulegen, aber du kannst eine gewisse Vorstellung auffassen, was ich dir mitteilen möchte.
Der Mensch wuchs in seiner Schöpfung nicht langsam heran, wie einige andere der Geschöpfe Gottes. Er wurde vielmehr von Anfang an vollkommen erschaffen mit Ausnahme der Eigenschaften der Göttlichkeit und Unsterblichkeit. Er wuchs nicht aus einer niedrigeren Schöpfungsform heran durch den langsamen Prozess der Evolution, wie das einige Wissenschaftler verkündet haben - und dass dies eine Selbstevolution wäre, die aus innewohnenden Qualitäten herrührte, die sich aus der Erfahrung entwickelten - sondern er wurde sofort als der vollkommene Mensch erschaffen1.
Ich werde für jetzt aufhören.
Dein Bruder und Freund,
Jesus
Der Meister setzt seine vorige Botschaft fort
Ich bin hier, Jesus
Ich komme heute Nacht, um meinen Diskurs wiederaufzunehmen, den ich vor mehreren Nächten unterbrach. Wie ich sagte, der Mensch ist das Geschöpf Gottes, vollkommen erschaffen und schlagartig, sozusagen, und er wuchs nicht langsam heran wie andere Schöpfungen. Und als er erschaffen wurde, benötigte er keine Evolution oder zusätzliche Eigenschaften, um ihn zum vollkommenen Menschen zu machen. Sein physischer Körper war perfekt, und ebenso sein spiritueller Körper und seine Seele. Zusätzlich zu diesen drei Bestandteilen besaß er ein Geschenk, das er durch seinen Ungehorsam verwirkte, das ihm nie wieder bis zu meinem Kommen wiedergewährt wurde, und das, wenn er es besaß, ihn zu etwas mehr als bloß einen Menschen machte.
Was dasjenige anbetrifft, aus dem er bestand und absolut einen Teil von ihm bildete, so war dies vollkommen, und keine Evolution war notwendig, um ihm mehr Vollkommenheit zu geben. Der Mensch war damals ein vollkommeneres Wesen, als er das jetzt ist oder es jemals gewesen ist seit seinem Fall von der Verfassung der Vollkommenheit.
Nach seinem Ungehorsam und dem daraus folgenden Tod der Möglichkeit, an der Göttlichen Natur des Vaters teilzuhaben, was eben das Geschenk darstellte, das ich oben erwähnte, blieb der Mensch in einem Zustand, wo er völlig von den Eigenschaften abhing, die er damals besaß, was seine zukünftige Seligkeit anbetrifft, und die Freiheit von jenem, was ihn zum Verlust der Harmonie brächte, die damals zwischen ihm und den Gesetzen existierte, die sein Dasein regeln.
Die größte aller Eigenschaften, die ihm verliehen worden waren, war die der Willenskraft, die in ihrer Wirkung völlig unbeschränkt war, obwohl der Mensch leiden musste und die Strafe begleichen, wenn sie auf eine Weise ausgeübt wurde, die seinen Willen in Konflikt mit den Gesetzen brachte, die diese Harmonie kontrollierten. Aber obgleich diese Perversionen der Willensausübung Sünde und Fehler hervorriefen, die nun auf Erden existieren, legte Gott keine Beschränkungen auf die Ausübung.
Dem Menschen wurden bei seiner Erschaffung Gelüste und Begehren verliehen, die zu seinem körperlichen Wesen gehörten, genauso wie Wünsche seiner höheren oder spirituellen Natur; und sie alle sollten in Harmonie wirken und nicht entgegengesetzt. Und in diesem Wirken wurde der Mensch rein gehalten und frei von Sünde - die bloß die Verletzung der Gesetze Gottes über die Harmonie darstellt. Aber nach dem ersten Ungehorsam (der die größte Demonstration der Macht des Menschen ist, seinen Willen auszuüben, sogar wenn Gott ihm verboten hatte, dies zu tun) und nachdem der Mensch diese große Möglichkeit verloren hatte, von der ich spreche, wurde der nachfolgende Ungehorsam immer leichter. Und als der Ungehorsam erfolgte, verlor der Mensch weitestgehend das Bestreben nach dem Spirituellen, und der tierische oder physische Teil seines Wesen erlangte die Oberhand.
Statt dann diese Gelüste, die zur physischen Natur gehörten, in einer solch weisen Art auszuüben, dass keine Störung der Harmonie daraus entstand - und hier möchte ich sagen, dass sogar nach dem Sündenfall es möglich war, und es wurde sogar erwartet, dass der Mensch diese Gelüste in der erwähnten Weise ausüben würde - missbrauchte er sie über ihren eigentlichen Zweck hinaus. Und er vermehrte den Missbrauch, bis er schließlich herausfand, wie er dachte, dass mehr Vergnügen im Missbrauch lag als in den Gedanken und in der Ausübung seiner höheren Natur und in den Bestrebungen, die darin lagen.
Dieser Niedergang erfolgte nicht schlagartig sondern allmählich, bis der Mensch eines Tages in eine Situation oder einen Zustand geriet, der dem der niedrigeren Tiere sehr nahe kam. Und auf Grund des Missbrauches dieser Gelüste schien er tatsächlich in ein niedrigeres Tier verwandelt zu sein. Dennoch blieb er ein Mensch - ein Wesen, das nach dem Ebenbild seines Schöpfers erschaffen worden war.
Und aus dieser Position völligen Niederganges in der Degeneration heraus begann der Mensch langsam mit seinem Aufstieg zur Erlangung seiner ursprünglichen Bedingung vor dem Sündenfall. Niemals während all dieser Zeit wurde ihm seine Willensfreiheit genommen, noch versuchte Gott, den Willen zu kontrollieren. Aber das Gesetz über die Abgeltung arbeitete stets, und der Mensch litt, als er weiterhin Sünde und Böses in die Welt brachte.
Aber als die Menschen auf Erden weiter degenerierten und es zuließen, dass das, was manchmal ihr tierisches Wesen genannt wird, ihre spirituelle Natur unterdrückte, starben viele von ihnen im Laufe der Zeit, und ihr physischer Körper kehrte zum Staub zurück, aus dem er erschaffen worden war. Und ihr spirituelles Wesen wurde zu Bewohnern der spirituellen Welt, wo sie über kurz oder lang vom Begehren befreit wurden, diese tierischen Gelüste auszuüben. Und der spirituelle Teil des Menschen erlangte wiederum die Oberhand, bis viele dieser spirituellen Wesen frei von Sünde und vom Bösen wurden und in Harmonie mit den Gesetzen Gottes gelangten, die ihr Wesen und ihre Bedingung kontrollierten, so wie das vor ihrer Degeneration und vor dem Ungehorsam der Fall war.
Und jene spirituellen Wesen, die so freigesetzt wurden und ihre Spiritualität beherrschten, begannen mit dem Versuch, dem Menschen zu helfen, damit er seinen Willen auf Bahnen lenkte, um sich aus der Unterwerfung durch diese Gelüste zu befreien, während er noch auf Erden weilte, und so wieder zu einem wahren Menschen zu werden, wie er das zum Zeitpunkt seiner Schöpfung war (mit Ausnahme der Möglichkeit, die ich erwähnt habe). Aber diese Bemühungen seitens der spirituellen Wesen waren langsam in ihren Auswirkungen. Und mache Menschen wurden in ihrem individuellen Fall fast völlig wiederhergestellt, aber im Großen und Ganzen ist der Fortschritt nicht so schnell gewesen, wie das wünschenswert gewesen wäre. Sünde und Böses gibt es immer noch auf der Welt, und die pervertierten Gelüste und Wünsche der Menschen kontrollieren diese immer noch weitestgehend.
Selbstverständlich hat in einigen Teilen der Erde dieser Fortschritt vom Boden der Degeneration schneller stattgefunden als in anderen. Und deswegen kannst du zwischen den "zivilisierten" und den "unzivilisierten" Rassen oder Nationen unterscheiden. Aber das bedeutet nicht notwendigerweise, dass die "zivilisierten" Völker als Individuen einen größeren Fortschritt erzielt haben in der erwähnten Weise als einige der sogenannten "unzivilisierten" Nationen. Denn es ist eine Tatsache, dass unter einigen Menschen der ersteren Nationen Perversionen und Manifestationen von Perversionen dieser Gelüste herrschen, die bei den letzteren Nationen nicht vorkommen.
Der Fortschritt in den intellektuellen Eigenschaften bedeutet nicht eine Verbesserung des Spirituellen, indem es die Oberhand über die Perversion dieser Gelüste erlangt. Denn der Wille stammt nicht ausschließlich aus der Vernunft, und auch diese Gelüste und Begehren nicht. Hinter der Vernunft stehen die Affekte, die gewöhnlich als Herzenswünsche bezeichnet werden, wo sich der Sitz dieser Gelüste befindet, und woraus diese Begehren entstehen. Und wenn sie entstehen, wird der Wille von ihnen beeinflusst, und wenn der Wille beeinflusst wird, dann kommen positive Gedanken und Taten.
Es ist nicht überraschend, dass eure Wissenschaftler die Evolutionsdoktrin des Menschen aus einer niedrigeren Tierart oder einem Atom glauben und predigen (oder aus etwas, was sie einfach nicht verstehen oder benennen können), denn in ihren Studien der Menschheitsgeschichte und der erschaffenen Welt finden sie, dass der Mensch sich aus etwas entwickelt hat, was offenbar seine Lage war in lang vergangenen Zeiten, und daraus erstaunlich fortgeschritten ist.
Aber die Geschichte erstreckt sich nicht auf jene Zeit zurück, als der Mensch sich in seiner niedrigsten Phase der Degeneration befand. Deswegen basieren die Schlüsse, die diese Wissenschaftler ziehen, auf Tatsachen, die sich selbst genügen, und die den Fortschritt des Menschen erst zeigen, als er den Wendepunkt seiner Degeneration erreicht hatte. Sie besitzen keine Tatsachen (und selbstverständlich, wenn das Wort "Tatsachen" hier verwendet wird, dann bezieht es sich ausschließlich auf die materielle Seite der Natur), die ihnen den allmählichen Niedergang des Menschen aus seinem Zustand des vollkommenen Menschen zeigen bis zu jener Phase, als sein Rückschritt oder seine Degeneration endete, und als sein Aufstieg zurück zu seinem früheren Rang begann.
Wenn also die Wissenschaftler glauben und lehren, dass der Mensch (statt sich von einem Atom oder von irgendeinem anderem winzigen Etwas zu entwickeln, oder von einer niedrigeren Tierart als der Mensch) sich von diesem Zustand oder dieser Bedingung entwickelte, als er den Boden seiner Degeneration erreichte, wohin er vom vollkommenen Menschen abgestiegen war, dann glauben und lehren sie die Wahrheit. Und ihre Evolutionstheorie wird dann als Fundament oder Basis eine Tatsache haben, was jetzt nicht der Fall ist - nur eine Spekulation.
Dies ist kurz gesagt die Geschichte und die Wahrheit der Schöpfung des Universums des Menschen, des Falles und der Degeneration des Menschen und seiner Evolution und eines Fortschrittes. Und durch all diese Schöpfung und das anschließende Dasein läuft Leben, durchdringend und immer da; und der Ursprung des Lebens ist Gott.
Ich bin fertig und hoffe, dass du sowohl Belehrung als auch Unterhaltung in dem findest, was ich geschrieben habe. Ich werde bald wiederkommen und dir eine andere Wahrheit schreiben.
Die Tatsache, dass du auf Sätze wartetest, die geformt wurden, um meine Gedanken auszudrücken, bedeutet bloß, dass ich dein Gehirn manipuliert habe, sodass der geeignete Ausdruck oder Idee zu deiner Hand befördert werden konnte, als ich sie schrieb.
Du hast meine Liebe und meinen Segen, und ich interessiere mich mehr für dich und deine Arbeit, wie die Zeit vergeht. Kopf hoch, und deine Wünsche werden in Erfüllung gehen.
Dein Freund und Bruder,
Jesus
Ich bin hier, Lukas
Ich möchte ein paar Zeilen über das Thema schreiben, dass du und dein Freund, Dr. Stone, diskutiert habt - das heißt, ob der Spiritualismus, wie er jetzt verstanden und gelehrt wird, der Seele ihre Sehnsucht nach Glück, Frieden und Zufriedenheit erfüllt.
Im Laufe meines spirituellen Lebens habe ich sehr viele Prediger und Lehrer des Spiritualismus gehört, sowohl in den jüngsten Jahren als auch während all der Zeiten und von der Zeit meines Eintrittes an in das spirituelle Leben. Denn du musst wissen, dass der Spiritualismus nichts Neues ist, das seinen Ursprung oder seine Anhänger in den letzten Jahren fand nach den Manifestationen in Amerika. Während aller Epochen haben sich spirituelle Wesen der Menschheit mitgeteilt in einer Phase oder der anderen, und Menschen haben an den Spiritualismus geglaubt und ihn diskutiert.
In früheren Zeiten natürlich, als die Kirchen die große Macht besaßen, die es ihnen ermöglichte, den Menschen den Glauben aufzuzwingen, wurde der Spiritualismus nicht so offen gelehrt oder diskutiert als in diesen letzten Jahren. Er war dennoch während der Zeit, die ich genannt habe, der Menschheit bekannt. Seine Lehren jedoch gingen nie über die bloßen Phänomene hinaus, die das Weiterbestehen des Lebens und die Verbindung zu spirituellen wiesen ihren Anhängern bewiesen. Die höheren Themen der Seelenentwicklung und des Reiches Gottes, wie man dir das beigebracht hat, wurden nie erwogen oder zumindest nie gelehrt oder geglaubt. Nur die beiden Tatsachen, von denen ich sprach, wurden diskutiert und akzeptiert. Die Wissenschaftler, die sie untersuchen, behandeln sogar heute noch nur die Phänomene und geben sich zufrieden mit dem Beweis, dass der Mensch niemals stirbt.
Zu keiner Zeit ist die Existenz der Göttlichen Liebe oder des Reiches Gottes von den Lehrern des Spiritualismus gesucht oder gelehrt worden. Tatsache ist, dass dies nicht gelehrt werden konnte, denn es war unbekannt. Gott war für die Spiritualisten nie mehr als eine undefinierbare "abstrakte Kraft", deren Existenz keine ausreichende Gewissheit besitzt, um Ihn zu mehr als einem bloßen "Prinzip" werden zu lassen (wie einige Ihn nennen); und die Gesetze, die die gesamte Natur regeln, sind das einzige, so glauben diese Menschen, was gesucht werden muss für ihre Vorstellungen von Gut und Böse und für ihre Verhaltensregeln im Leben.
Die Spiritualisten sprechen von der Liebe der Menschen zueinander, der Bruderschaft der Menschen und der Pflege der Vernunft und der moralischen Qualitäten; aber sie lassen keine äußere Hilfe zu. Oder wenn sie das tun, dann akzeptieren sie nur die Hilfe seitens verstorbener Freunde, die nicht unbedingt in der Lage sein müssen zu helfen. Aber sogar diese Art von Hilfe ist nur jene, die gegenseitig geleistet werden kann. Und wenn von der Hilfe der sogenannten höheren spirituellen Wesen gesprochen wird, dann bedeutet das für sie keine verschiedene Qualität in der Hilfe.
Ich weiß, dass spirituelle Wesen den Sterblichen helfen, und dass sie ihnen auch schaden. Aber nach den Ideen der Spiritualisten basiert all diese Hilfe auf den überlegenen intellektuellen Errungenschaften oder moralischen Qualitäten, die diese spirituellen Wesen vermeintlich besitzen.
Die Seele des Menschen, die jener Teil von ihm ist, der nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurde, sehnt sich nach dem (obgleich das unbewusst erfolgen kann), was das Ebenbild in die Substanz verwandelt, und nach der daraus entstehenden Seligkeit und Freude. Aber du wirst nicht finden, dass ein Lehrer des Spiritualismus lehrt oder versucht zu lehren, wie oder auf welchem Weg diese Substanz erworben werden kann, oder wenigstens die Tatsache, dass die Substanz existiert. Sie wissen nicht, dass die Göttliche Liebe, die durch die Tätigkeit des Heiligen Geistes kommt, das einzige ist, was es dem Ebenbild ermöglicht, in die Substanz verwandelt zu werden; folglich können sie die Wahrheiten nicht lehren. Und in der weiteren Folge wird die Sehnsucht der Seele eines Menschen durch die Lehren des Spiritualismus nie zufriedengestellt.
Nimmst du vielleicht an, dass, wenn die große Wahrheit des Spiritualismus die größere Wahrheit der Seelenentwicklung angenommen hätte, der Spiritualismus nun die schwache, unattraktive Lehre wäre, die er nun ist, und dass die Menschen ihn nicht gesucht und in großer Zahl mit offen Armen aufgenommen hätten? Der Spiritualismus, mit all den Wahrheiten, die zu ihm gehören, ist die wahre Religion des Universums, und würde sich als viel wirksamer herausstellen, die Menschen in einen Zustand er Aussöhnung mit dem Vater zu bringen, als alle anderen Religionen zusammen. Aber er ist kraftlos und ohne Anziehungskraft als Religion, weil er nicht die Lehren besitzt, die den Menschen den Weg zu Gottes Liebe und zur Befriedigung der Seelensehnsucht zeigen.
Aber eines Tages, und zwar in der nahen Zukunft, wird dieser Defekt behoben werden. Und dann wirst du sehen, wie Männer und Frauen sich um ihn versammeln, sodass sie sich nicht nur am Glück erfreuen können, das ihnen die Verständigung mit ihren verstorbenen Freunden bereitet, sondern auch am Glück, welches ihnen die Seelenentwicklung durch die Göttliche Liebe bringt. Ich weiß nicht, warum die Große Offenbarung dieser Wahrheit an die Spiritualisten so lang aufgeschoben worden ist. Es kann sein, dass die Menschheit nicht reif war, sie früher zu empfangen. Aber die Zeit ist jetzt gekommen, wenn die falschen Überzeugungen der orthodoxen Kirchen und das Fehlen des Glaubens der Spiritualisten verschwinden werden. Die Menschen werden befreit werden und zu Besitzern der kombinierten Wahrheiten des Spiritualismus und der Existenz der Göttlichen Liebe - was ihnen nicht nur Seligkeit und Frieden bringen wird, sondern auch die Unsterblichkeit.
Ich darf heute Nacht nicht mehr schreiben, denn du bist müde. Also wünsche ich dir eine gute Nacht,
Dein Bruder in Christus,
Lukas
Was ist der Grund, warum die Sterblichen nicht die Liebe des Vaters suchen, sondern vielmehr danach streben, an die Glaubensbekenntnisse und Sakramente der Kirche zu glauben, der sie angehören oder der sie nahestehen?
Ich bin hier, Johannes
Ich möchte dir sagen, dass du sich viel mehr in der Bedingung deiner Seelenentwicklung befindest, die es uns ermöglicht, mit dir eine Verbindung herzustellen, als das früher der Fall war, und wir freuen uns, dass das so ist. Denn je größer deine Seelenentwicklung ist, umso leichter ist es für uns, unsere Ideen über die höheren Wahrheiten auszudrücken, die wir so gerne durch dich bekanntgeben wollen.
Nun, das Thema, über das ich zu schreiben wünsche, lautet: "Was ist der Grund, warum die Sterblichen nicht die Liebe des Vaters suchen, sondern vielmehr danach streben, an die Glaubensbekenntnisse und Sakramente der Kirche zu glauben, der sie angehören oder der sie nahestehen?"
Nun, es mag dir vorkommen, dass die Sterblichen selbst besser die Gründe für diese Bevorzugung aufzählen und besser ihre Tätigkeit beschreiben könnten, wie sie ihre Präferenz ausüben. Aber diese Annahme wäre nicht wahr, denn sie wissen das in Wirklichkeit nicht. Die Kenntnis der Wahrheit, die sie erreichen könnten, und die angebliche Kenntnis der Wahrheit, mit der so viele zufrieden sind, weil sie glauben, sie zu besitzen, sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Erstens glauben sie, dass das Glaubensbekenntnis ihrer Kirchen die Wahrheiten über Gott beinhalten und offenbaren, und auch über die Beziehung der Sterblichen zu Ihm; weiters, dass sie, wenn sie diesen Glaubensbekenntnissen folgen, dem gehorchen, was Gott gefällt und in Übereinstimmung mit Seinem Willen steht. Und daher ruhen sie zufrieden und beharren auf diesem Wissen, und sie suchen nicht weiter, um die Wahrheiten ihres Daseins und ihres Heils zu erfahren.
In den meisten Einzelheiten enthalten die Glaubensbekenntnisse nicht die Wahrheit über das Spirituelle, denn sie gründen sich auf dem Irrtum. Folglich können sie keine Wahrheit als Überbau besitzen, und von ihnen können die Sterblichen nicht das wahre Wissen über das Spirituelle erwerben. Diese Glaubensbekenntnisse sind vom Menschen erschaffen, und sie gründen sich nicht auf den echten Wahrheiten, die niemals weder von Glaubensbekenntnissen noch von etwas Anderem verändert werden können, was das Ergebnis der menschlichen Erfindung ist.
Aber die Sterblichen wissen nicht, dass diese Glaubensbekenntnisse ihnen nicht die Wahrheit enthüllen. Und das ist ein Grund, warum sie es vorziehen, den Lehren zu folgen und an sie zu glauben. Sie besitzen nichts, wohin sie sich wenden können, außer die vielen Erklärungen der Wahrheit, die die Bibel enthält. Und obgleich sie auf diese Erklärungen zurückgreifen sollten, so wären sie in ihrem Zustand geistiger und seelischer Entwicklung nicht in der Lage, die Wahrheiten zu entdecken, die darin geoffenbart werden, oder einen Unterschied zwischen diesen Wahrheiten und dem, was sie für die Wahrheiten ihrer Religion halten, zu erkennen.
Viele Jahre lang - Generation um Generation - wurden diese Glaubensbekenntnisse anerkannt, geglaubt und als Wahrheiten von den entsprechenden Kirchen verkündet, denen Sterbliche angehörten. Und diese Sterblichen sahen ihre Eltern und Großeltern, wie sie daran glaubten und in den Zusicherungen ruhten, dass die Glaubensbekenntnisse die Wahrheit enthielten. Sie sahen, dass ihre Verwandten offensichtlich glücklich in ihrem Glauben lebten und starben; und aus diesem Grunde gaben sie sich damit zufrieden, das zu tun, was die jene vor ihnen taten: nicht in Frage zu stellen oder die Wahrheit woanders zu suchen, oder nicht einmal zu denken, dass sie woanders gefunden werden könnte.
So wie der Mensch veranlagt ist, kann man sagen, dass diese Haltung und Situation normal sei. Und wir, oder du, die wir die Wahrheit kennen und auch, dass die Glaubensbekenntnisse nicht die Wahrheit enthalten, sollten nicht davon überrascht sein.
Noch einmal, Die Sterblichen bevorzugen ihre Glaubensbekenntnisse, weil diejenigen in der Mehrzahl der Fälle, wenn eine Kirche oder Glaubensrichtung eine lange Zeit bestanden hat, die sozusagen diesen Glauben an die Religion geerbt haben, niemals auch nur für einen Moment erwägen, dass sie etwas Anderes tun sollten, als blinden Glauben jenen Lehren ihres Glaubensbekenntnisse zu schenken mit der Zusicherung, dass sie sich mit diesem Glauben in der Wahrheit befinden, und dass die nicht aufgerufen sind zu zweifeln oder in Frage zu stellen.
Und dieses Aufwachsen in jenem Glauben, wie das bei vielen der Fall ist, wird für sie in vielen Fällen eine reine Formsache, besitzt keine Vitalität und schafft in jenen, die ihn besitzen, keine besondere Besorgnis darüber, ob ihr Glaube gut begründet ist oder nicht. Dieser Glaube erspart ihnen die Sorge, ihren Verstand in irgendeinem Maße einzusetzen, um zu verstehen. Sie sagen: "Ich in zufrieden mit dem Glaubensbekenntnis meiner Kirche, und ich wünsche nicht, durch das in Fragestellen desselben besorgt zu werden." Und deshalb wirst du erkennen, dass es für sie nicht schwer ist, die Präferenz festzulegen; denn es ist tatsächlich keine Präferenz, sondern - nur eine Geisteshaltung, die besteht und die keinen Platz für die Ausübung einer Präferenz lässt.
Und dann noch einmal, diese Präferenz besteht wegen des gesellschaftlichen Lebens der Leute, die an die Glaubensbekenntnisse der Kirchen glauben. Denn wenn sie nicht daran glauben, wird ihnen die Mitgliedschaft in den Kirchen verweigert. Das Glaubensbekenntnis muss unterschrieben werden, ganz egal was sonst noch wichtig oder notwendig sein mag, geglaubt zu werden, oder erklärt zu werden vom Sterblichen, dass er glaube, wenn er die Mitgliedschaft begehrt.
Die Kirchen sind das größte der gesellschaftlichen Zentren im Leben der Menschen, und ihr Einfluss und ihre Macht sind sehr groß und reichen weiter in das Gefüge des gesellschaftlichen Lebens, als oberflächliche Menschen erkennen mögen. Wenn also der Antragsteller das Glaubensbekenntnis unterschreibt und ein Kirchenmitglied wird, ist er normalerweise mit seiner gesellschaftlichen Stellung zufrieden und seine Gedanken an spirituelle Wahrheiten sind nicht mehr länger formbar sondern fixiert. Und im Laufe der Zeit wird er sich immer weniger bewusst, was die Glaubensbekenntnisse von ihm verlangen, sondern agiert wie automatisch darauf und ruht zufrieden. Seine Stellung wird dann sehr bequem, und sein Verstand befreit sich von Anstrengungen, indem er bedingungslos die Doktrinen des kirchlichen Glaubensbekenntnisses akzeptiert.
Natürlich gibt es viele Ausnahmen von dieser Bedingung, die unter den Mitgliedern der Kirchen vorherrscht. Denn sie unterschreiben zwar die Glaubensbekenntnisse, aber ihre Seelen sind nicht zufrieden, und sie wenden sich sehnsuchtsvoll an den Vater um Seine Liebe. Und viele besitzen diese Liebe, wenn sie auch verstandesmäßig nicht wissen, was Sie bedeutet.
Aber die Mehrheit setzt ihre Präferenz aus den Gründen, die ich angeführt habe; und die Schwierigkeit wird groß sein, um sie zum Erwachen aus dieser Zufriedenheit heraus zu bringen und dem Gefühl, dass in ihrem Glauben die Gewissheit liegt, den Willen des Vaters zu befolgen, und an ihrer eigenen Erlösung zu arbeiten.
Nun, das ist zwar alles wahr, aber diese Sterblichen wurden sich nicht klar darüber, dass das nur in dem Sinne wahr ist, wie ich es beschrieben habe. Und die große Arbeit, die vor dir und uns liegt, ist es, die Wahrheiten, die du empfängst, diesen Leuten vorzulegen auf eine Weise, dass sie nicht zufrieden bleiben, in der Sicherheit ihres alten Glaubens zu ruhen, sondern dass sie überredet werden, die Wahrheit außerhalb der Lehren ihrer Religion zu suchen. Und ich kann das eine sagen: wenn diese Leute so ein Erwachen erfahren, und wenn sie ernsthaft und ehrlich nach der Wahrheit suchen, dann werden sie nicht zögern zu glauben, dass sie in ihren Überzeugungen im Irrtum lagen, und sie werden nicht zufrieden sein, bevor sie nicht die Wahrheit kennenlernen.
Ich dachte bloß, ich sollte das schreiben, denn es handelt sich zwar um ein Thema, dass sich bloß auf das Leben der Menschen auf Erden bezieht (in seinen erhofften Ergebnissen und Folgen), aber wenn die Lebensweise der Menschen sich ändert, dann wird das Spirituelle zum Mittelpunkt des Interesses werden.
... Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben. Also mit meiner Liebe wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein Bruder in Christus,
Johannes
Die Bedeutung der Kenntnis des Weges zum Göttlichen Reiche. Viele Erklärungen in der Bibel sind falsch
Ich bin hier, Jesus
Ich möchte gerne ein paar Zeilen schreiben, denn ich muss dir eine wichtige Wahrheit mitteilen, die die Menschen unbedingt kennen müssen, um Kenntnis vom Heilsplan zu erwerben und das Himmlische Reich zu erlangen.
Ich weiß, dass die Bibel viele Aussprüche in Bezug auf diesen Plan enthält, die mir zugeschrieben werden, und an viele meiner angeblichen Aussprüche wird von jenen, die behaupten, Christen zu sein, geglaubt, aber sie sind nicht wahr. Ich sagte sie niemals, und sie stehen in Widerspruch zu dem, was ich von Vater als wahren Plan für die Erlösung der Menschen von der Sünde und als einzigen Weg empfangen habe, auf dem sie die wahre Aussöhnung mit dem Vater erreichen können und eine Kenntnis ihrer eigenen Unsterblichkeit.
Viele dieser Aussprüche wurden von Menschen geschrieben, die den einzigen Weg zu einer Einheit mit dem Vater nicht kannten, und sie waren das Ergebnis der Lehren aus den Manuskripten, die damals existierten. Sie wurden von den Juden als Offenbarungen Mose und vieler der Propheten aufgenommen, die keine Kenntnis der Göttlichen Liebe oder Ihrer neuerlichen Schenkung an die Menschheit hatten. Diese Menschen ließen mich jenes sagen, was in Übereinstimmung mit ihren stand, was notwendig wäre für die Erlösung oder für die Möglichkeit, dass sie eine Einheit mit mir und mit dem Vater erlangten, und als sie ihre Ideen niederschrieben, verwechselten sie die Wahrheit mit dem, was sie als Wahrheit annahmen, wie sie im Alten Testament stand. Viel Schaden wurde angerichtet, indem man mir viele dieser Aussprüche zuschrieb wegen der vermeintlichen Autorität, die ihnen anhaftete.
Meine Jünger lehrten und verstanden nie, dass ihre Erlösung, oder die irgendeines Menschen, vom Glauben an mich als Sohn Gottes abhing; oder dass ich, bloß als Jesus, in mir irgendeine Kraft hätte, um Sünden zu vergeben oder einen Eintritt in das Wahre Reich Gottes zuzusichern; oder dass ich, als Mensch Jesus, ein Sohn Gottes wäre im Sinne, wie dies die Bibel lehrt. Sie wussten, dass der Vater mir die Wahrheit geoffenbart hatte, und dass ich in mir jene Liebe barg, die mich in einem hohen Ausmaße gleich und zu einer Einheit mit dem Vater machte. Sie wussten auch, dass meine Lehren von der neuerlichen Schenkung der Göttlichen Liebe wahr waren, und dass, wenn sie oder irgendwer diese Liebe besaßen, sie im Maße jenes Besitzes in Einheit mit dem Vater gelangen würden, und auch mit mir, der Sie in einem höheren Maße besaß als irgendein anderer Mensch.
Ich sage, dass sie das wussten und es die Menschen lehrten, so wie ich sie es gelehrt hatte. Aber als die Zusammensteller des heutigen Neuen Testaments schließlich meine Aussprüche und Lehren festschrieben, wussten sie nichts mehr von dieser Liebe, und aus diesem Grunde konnten sie nicht verstehen, was viele meiner wahren Aussagen bedeuteten. Sie gaben ihnen eine Interpretation (so weit meine wahren Aussagen betroffen sind), die mit ihrem eigenen Wissen in Übereinstimmung standen.
Nein, ich werde in vielen dieser Aussprüche nicht richtig zitiert, und ich kann wohl sagen, in der großen Mehrheit nicht. Denn als sie geschrieben wurden, wie sie nun im Neuen Testament enthalten stehen, hatten die Menschen die Kenntnis ihrer wahren Bedeutung verloren, und aus ihrem Gedächtnis heraus zeichneten sie auf, was sie glaubten, dass ich wirklich gesagt hätte.
Ich sehen keinen Weg, wie diese falschen Aussagen korrigiert werden können, außer jeden einzelnen Ausspruch herzunehmen und seine Falschheit zu zeigen, weil er unvereinbar mit dem ist, was ich nun sage. Dies würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen und viel Energie verschlingen, die besser eingesetzt werden könnte, die Wahrheit zu erklären, wie sie wirklich ist. Aber das eine werde ich sagen: wann immer diese Aussprüche vermitteln, dass ich Gott sei, oder dass ich den Menschen die Sündern vergeben könnte und dies auch tat, oder dass was auch immer vom Vater in meinem Namen erbeten würde in Erfüllung ginge, dann sind sie falsch und haben den wahrhaftigen Suchenden nach dem Wissen und der Unsterblichkeit weit irregeführt.
Meine Jünger standen mir nahe und verstanden meine Aussprüche besser als alle anderen, dennoch verstanden sie nicht die ganze Wahrheit und verließen das irdische Leben mit vielen Erwartungen, die nicht in Erfüllung gingen, und die auf Grund ihrer ureigenen Natur nicht in Erfüllung gehen konnten. In gewissen nebensächlichen Angelegenheiten wurden sie in ihren Überzeugungen und Erwartungen von ihrer Erziehung in den Lehren dieser alttestamentarischen Manuskripte beeinflusst, und sie waren weitestgehend Juden in ihren Überzeugungen, als sie starben. Sie verstanden die essenziellen Punkte, die ihre Beziehung zu Gott bestimmten und zu ihrem Dasein in der zukünftigen Welt, aber was viele der nebensächlichen Punkte angeht, blieben sie im Glauben ihrer Väter und waren nicht in der Lage, die ganze Wahrheit zu empfangen, die ich sie hätte lehren können.
Ich darf mich nicht damit aufhalten, diese mir zugeschriebenen Aussprüche zu korrigieren, sondern muss meine Zeit und deine der Erklärung und der Offenbarung der Wahrheit widmen, wie sie nun vorliegt, und wie sie auch damals existierte; damit du und die Welt wisst, dass, wo immer und wann immer diese meine Aussagen in der Bibel in Widerspruch zu dem stehen, was ich dir dich geschrieben habe und noch schreiben werden, sie falsch sind, und von mir nie gesagt wurden. So werde ich es auf diese allgemeine Weise den Menschen klarmachen, dass man sich auf die Bibel nicht in allen Einzelheiten verlassen kann oder an sie glauben kann, dass sie die Wahrheit oder meine Erklärungen der Wahrheit enthielte.
Ich sagte soeben, dass die Juden und die Lehrer der Kirche, die Fuß fasste (oder vielmehr kontrolliert wurde) nach dem Tod meiner Anhänger und jener, die die wahren Lehren meiner Jünger verstanden, das Verhalten der Menschen gegenüber ihrem Nächsten lehrten. Es wurde jedoch die Einhaltung gewisser Zeremonien und Feiern als das Wichtige betrachtet, was die Menschen lernen und praktizieren müssten, damit sie die Erlösung erreichten, und nicht die Wahrheit, die den Menschen zu einem Kind des Vaters machte und eine Einheit mit Ihm durch das Wirken der Neuen Geburt.
Natürlich hätten die Juden vor meinem Kommen nicht die Wahrheit der Neuen Geburt lehren können, denn die Große Gabe der neuerlichen Schenkung der Göttlichen Liebe war noch nicht erfolgt. Und es war nicht möglich, dass jene Große Wahrheit, die notwendig war für die Unsterblichkeit und für die Möglichkeit für die Menschen, an der Göttlichen Liebe des Vaters teilzuhaben, von den Juden gekannt wurde; deshalb konnten sie auch nicht darüber lehren. Ihre Lehren beschränkten sich auf Themen, die sie in ihrer natürlichen Liebe und in der Beziehung jener Liebe zum Vater läutern würden.
Zu jener Zeit gab Gott ihnen zwar nie das Privileg, eine Einheit mit Ihm zu werden in der Göttlichen Liebe oder wenigstens solche Wesen in ihrem Charakter und spirituellen Eigenschaften zu werden wie Adam und Eva (die gemeinhin als unsere ersten Eltern angenommen werden), aber er forderte von ihnen Gehorsam gegenüber Seinen Gesetzen, der sie in ihrer natürlichen Liebe in einem Maße entwickeln würde, dass sie in Harmonie mir Seinen Gesetzen käme, die ihre natürliche Liebe kontrollieren und regeln.
Wenn du die Zehn Gebote studierst, dann wirst du sehen, dass diese Gebote nur von der natürlichen Liebe handeln. Ihre Befolgung würde die Menschen zur Besserung führen in jener natürlichen Liebe, und zur Besserung in ihrem Verhalten untereinander und in ihrer Beziehung zu Gott, insofern diese Liebe sie in Verbindung Ihm brachte. Diese natürliche Liebe, wie ich gesagt habe, wurde vom Menschen besessen, geradeso wie die ersten Eltern sie besaßen, und war ihnen nie entzogen worden; und in ihrer Reinheit stand sie in perfekter Harmonie mit Gottes Schöpfung und der Arbeitsweise Seines Universums. Aber trotz dieser großen Qualitäten waren die Menschen einfach Menschen, und sie bargen in sich nichts der Göttlichkeit des Vaters.
Und weil dies so war, glaubten sich die Juden zwar in innigerem Kontakt mit Gott durch die Propheten und Seher zu befinden als alle andere Rassen und Gruppierungen Gottes Kinder, aber sie hielten dennoch nie Ausschau nach einem Messias, der mit einer größeren oder anderen Macht kommen würde als der, die es ihnen ermöglichte, die große, herrschende Nation auf Erden zu werden, der alle anderen Völker untergeordnet und unterworfen wären und machtlos, jemals wieder ihre Nation zu erobern oder in die Sklaverei zu unterjochen.
In gewisser Weise sollte dieser Messias eine Art übernatürliches Wesen sein, das Macht besäße, die niemand sonst jemals gehabt hätte, und eine Art Gott, der während ihres irdischen Lebens angebetet und verehrt werden sollte.
Viele der Juden (unbeachtet dessen, was in den Lehren der Propheten Gegenteiliges gesagt werden kann) glaubten an andere Götter als den Einen, den Moses verkündigte, wie das in sowohl in ihrer religiösen als auch weltlichen Geschichte bezeugt wird. Denn wann immer ihr Gott - das heißt, der Gott Mose - sie nicht auf eine Weise behandelte, wie sie meinten, Er sollte dies tun, dann schufen sie sich andere Götter und verehrten sie - sogar das goldene Kalb. Deswegen sage ich, sie erwarteten nie einen Messias, der etwas Anderes als ein übermächtiger Herrscher auf Erden sein würde. Ihre Vorstellung und Überzeugungen vom Leben nach dem Tode waren sehr nebelhaft. Und sogar jener Teil von ihnen, der als Pharisäer bekannt war, die an eine Art Auferstehung glaubten, stellte sich nie vor, dass sie, wenn sie das irdische Leben aufgeben würden, sich zu etwas Anderem in ihren Eigenschaften und Charakter verwandeln würden, als was sie als Sterbliche waren (mit Ausnahme des physischen Körpers), oder dass sie mehr erleben würden als das vermehrte Glück, das zu ihnen als derartig vergeistigte Sterbliche kommen würde.
Das war die Vorstellung der gewöhnlichen Leute und auch der Priester und Schriftgelehrten. Und trotz der vielen schönen und spirituellen Psalmen, die David zugeschrieben werden, war die Seligkeit und die Herrlichkeit, die sie erwarten konnten, nur diejenige, die zu ihnen als spirituelle Sterbliche kommen konnte, die nur die natürliche Liebe besaßen.
Du siehst also, die Große Gabe des Vaters - die neuerliche Schenkung der Göttlichen Liebe - war den Juden unbekannt, sie dachten nicht einmal im Traum daran; ihre Schriftgelehrten stellten sich das nicht vor oder lehrten es; und sogar ihre großen Propheten oder Gesetzgeber wie Moses, Elias und andere sprachen davon nicht.
Ihre Vorstellung von Gott war die eines erhabenen, persönlichen Wesens, allmächtig und allwissend, das sie von Angesicht zu Angesicht sehen könnten, so wie irgendeinen König oder Herrscher, wenn sie in die Himmel kämen, die Er für sie vorbereitet hatte, und wo Er sein Zuhause hatte.
So wie ich sagte, das Hauptziel meiner Mission auf Erden war es, die neuerliche Schenkung der Göttlichen Liebe an den Menschen zu lehren, und den Weg, wie Sie erhalten werden konnte; Und das Ziel nebenbei war es, die Menschen jene moralischen Wahrheiten zu lehren, die zu einer Besserung ihres Verhaltens gegenüber ihrem Nächsten und zu einer Reinigung ihrer natürlichen Liebe beitragen würden.
Und so geschah es, dass bei meinen Lehren dieser moralischen Wahrheiten der Effekt dieser Lehren den Menschen besser in Harmonie mit den Gesetzen des Vaters bringen sollte, die die Wirkungen der natürlichen Liebe regeln. Ich hatte niemals beabsichtigt, dass die Menschen verstehen sollten, diese moralischen Wahrheiten könnten ihre Einheit mit dem Vater im Göttlichen Sinne zustande bringen, oder dass der Besitz der natürlichen Liebe in ihrem reinsten Zustande den Menschen zu einem Teilhaber der Göttlichen Natur des Vaters machen könnte oder zu einem Bewohner Seines Reiches.
Aber, wie ich gesagt habe, offensichtlich das einzige Ziel derjenigen, die die Bibel zusammenstellten und verfassten, war es, die Menschen zu überreden, dass die Beachtung dieser Morallehren in ihrem Verhalten alles war, was notwendig war, um sie das Himmelreich betreten zu lassen.
Ich weiß, man sagt, dass Liebe, Almosen und gute Taten zur Erlösung des Menschen beitragen werden und es ihm ermöglichen, in eine Einheit mit dem Vater zu gelangen und die Gegenwart Gottes in den hohen Himmeln zu genießen; aber das ist nicht wahr. Die guten Taten, die ein Mensch vollbringt, indem er seinem Nächsten hilft, werden nach ihm weiterleben, und sie werden ohne Zweifel zu seiner Vervollkommnung in seiner natürlichen Liebe beitragen; aber sie werden diesen Menschen nicht in eine Einheit mit dem Vater bringen in der Höheren Liebe, was so notwendig ist für seine völlige Erlösung.
Meine Botschaften an dich werden zwar kein Jota und keine Tilde von den Morallehren wegnehmen, aber sie werden dem Menschen die Notwendigkeit und den Weg zeigen, zu einer vollen Aussöhnung mit dem Vater zu kommen und zu einem Zuhause in den Göttlichen Sphären.
Ich werde wieder zu dir kommen und über ein Thema schreiben, das für dich wichtig ist und das die Menschen verstehen sollten.
Also, mit all meiner Liebe wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein Bruder und Freund,
Jesus