Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit - Jesus offenbart erneut das Evangelium


 

Kapitel 17

Wahrheiten über die spirituelle Welt: Der individuelle Fortschritt

 

 

Der Seelenfortschritt, wie ich ihn erlebt habe. (G___ )

Ein spirituelles Wesen schreibt über seine Erlebnisse in den Höllen: "Es ist schwer, in der Hölle etwas über den Himmel zu lernen." (B____)

Lukas kommentiert die Botschaft des spirituellen Wesens: "Es ist schwer, in der Hölle etwas über den Himmel zu lernen."

Lafayette, General des Revolutionskrieges, erzählt, wie Washington ihm zum Wissen über die Liebe des Vaters verhalf.

Der skeptische Schriftsteller der Kolonialzeit, Thomas Payne, der von Zeitgenossen ein Ungläubiger genannt wurde, gesteht ein, dass er in einigen Belangen seines Glaubens im Irrtum war.

Die Großmutter Herrn Padgetts beschreibt ihre Erfahrung beim Fortschritt von der Dritten Sphäre zu den Göttlichen Himmeln.

Socrates schreibt über seine Erfahrungen im spirituellen Fortschritt.

Plato, der Schüler Socrates, ist jetzt ein wahrer Christ.

 

 


 

 

Wahrheiten über die spirituelle Welt: Der individuelle Fortschritt

 

 

Der Seelenfortschritt, wie ich ihn erlebt habe

 

Ich bin hier, Dein alter Freund, G___

Ich möchte dir heute Nacht über ein Thema schreiben, das ich für interessant halte, aber es ist schon so spät, dass ich zögere, das zu tun. Nun gut, wenn du das so für richtig hältst, fahre ich fort. Ich möchte über das Thema des Seelenfortschrittes schreiben, wie ich ihn erlebt habe.

Wie du weißt, als ich zuerst in die spirituelle Welt kam, glaubte ich nicht an all das über die Seele, außer dass ich dachte, die Seele, die meiner Meinung nach das Gegenstück jenes Teils des Menschen war, der den Tod überlebte, würde weiter existieren und fortschreiten, so wie die geistigen Qualitäten des Menschen entwickelt werden sollten. Ich glaubte, dass der Geist das Große und Einzige wäre in der zukünftigen Existenz, und dass die Situation des Menschen in seinem Fortschreiten festgelegt würde, geradeso wie sein Geist auf Erden immer weiter fortschreitet.

Ich hatte keine Vorstellung von der Seele als verschiedene und unabhängige Existenz vom Verstand. Ich dachte, dass all die Qualitäten und Eigenschaften des Verstandes jene der Seele wären, und dass ich keine anderen besäße. Und so, wie ich dir sage, betrat ich die spirituelle Welt in diesem Glauben. Ich fand jedoch heraus, dass die geistigen Begabungen und ihre Entwicklung mir nicht die Befriedigung brachten, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich traf auch ein paar Freunde von mir auf Erden, die mir viele Jahre vorausgegangen und die Menschen von großartigen intellektuellen Errungenschaften waren, und ich fand, dass ihre Lage nicht so zufriedenstellend war, wie ich dachte, dass sie sein sollte. Viele dieser Freunde lebten bloß auf dem Erdniveau, und einige von ihnen befanden sich in Finsternis, was völlig in Widerspruch zu dem stand, wo sie sich befinden sollten, wenn meine Theorie des allumfassenden Verstandes richtig gewesen wäre. Das alles stimmte mich nachdenklich, und beim Überlegen begann ich mir klar zu werden, dass irgendetwas mit meiner Theorie nicht stimmte, und dass die Seele vielleicht doch etwas anderes war als der Verstand in ihrem Wesen und ihren Funktionen.

Ich fand nicht, dass meine intellektuellen Freunde ein großartiges Glück genossen, sie waren auch mit ihrer Situation nicht zufrieden. Und dennoch konnten sie aus ihrer Lage voll Dunkelheit nicht herauskommen, indem sie einen geistigen Fortschritt erzielten. Selbstverständlich widmeten sie sich Studien der einen oder anderen Art, und diese Studien vermittelten ihnen beträchtliches Glück und Zufriedenheit. Aber trotz alledem gab es da eine zurückhaltende Kraft, die es ihnen verbot, zu höheren Sphären als der, wo sie lebten, fortzuschreiten.

Ich fand, dass es höhere Sphären gab, wo der Verstand weit besser entwickelt war, und wo viele spirituelle Wesen lebten, die an die Überlegenheit des Verstandes glaubten und sich an ihren Studien erfreuten. Und manchmal kamen einige dieser spirituellen Wesen zu unserer Ebene und erzählten uns von der wunderbaren Entwicklung und dem Glück in diesen höheren Sphären, und sie drängten uns, uns anzustrengen und zu ihnen fortzuschreiten, um ihre Bewohner zu werden. Und da kannst sicher sein, dass wir willens und eifrig waren, diesen Aufstieg zu erreichen. Aber, was auch immer ich versuchte, und was meine Freunde auch immer unternahmen, die Bemühungen erzielten keinen sichtbaren Effekt, und wir verblieben weiterhin in der Finsternis. Nachdem ich eine Forschernatur besitze, suchte ich nach dem Grund für unsere Unfähigkeit, aus der Dunkelheit herauszukommen, und schließlich fand ich, dass der Verstand nicht alles ist. Vielmehr war die Entwicklung der moralischen Qualitäten notwendig, um uns den begehrten Fortschritt zu ermöglichen; und um diese Qualitäten zu entwickeln, war etwas mehr nötig als bloß der Einsatz der Vernunft. Das Gewissen musste zufriedengestellt werden, und unsere Erinnerungen an böse Taten auf Erden musste verlöschen. Und unsere Seelenqualitäten, die unsere Position und Lage in der spirituellen Welt bestimmten, mussten so an die Forderungen der Gesetze über die Harmonie angepasst werden, dass wir fähig wurden, in unserem Fortschritt zu jenem Ort aufzusteigen, für den uns unsere Entwicklung das Recht gab.

Ich fand des weiteren heraus, dass die Finsternis, in der wir lebten, nicht durch einen mangelhaften Verstandeszustand verursacht wurde, denn viele spirituelle Wesen, deren Verstand in hohem Maße kultiviert war und die ein außergewöhnliches Wissen besaßen, befanden sich in gerade derselben Finsternis wie viele andere spirituelle Wesen mit einem eher mageren Intellekt und wenig Information.

All diese Erkenntnis kam mir und bracht mich dazu, einen Weg zu suchen, meine moralische Natur zu verbessern, und meine Erinnerungen an jenes, was diese Natur störte und verdunkelte, loszuwerden. Und ich suchte sehr gewissenhaft, aber es war eine langsame Arbeit und die erforderlichen Anstrengungen waren groß.

Aber ein gewisser Fortschritt wurde erzielt. Und wenn ich lange genug weitergemacht und meine Willenskraft eingesetzt hätte, um die Kultivierung guter Gedanken, Gefühle und der Liebe zur Wahrheit usw. voranzutreiben, wäre ich zweifelsohne aus der Finsternis herausgekommen.

So lautete die Erfahrung vieler spiritueller Wesen, die wie ich glaubten - dass der Verstand das Besondere wäre, um in Abhängigkeit vom Willen und den Anstrengungen die gewünschten Ergebnisse zustande zu bringen.

Aber als ich mich in dieser Situation des Abmühens und langsamen Fortschrittes befand, traf ich dann und wann spirituelle Wesen, die einer höheren Klasse anzugehören schienen und schöner waren als ich. Und selbstverständlich fragte ich mich, warum das denn so war; obgleich es dir seltsam vorkommen mag, stellte ich nie eine Nachforschung an, bis ich eines Tages einige unserer Freunde traf, die dieses wunderbare Aussehen hatten und die so vollkommen glücklich schienen.

Natürlich befragte ich sie in unserem Gespräch über den Grund ihres Glücks. Und als sie ihn mir mitteilten, war ich so überrascht, dass ich dem wenig Glauben schenkte, was sie mir sagten. Was sie mir erzählten war dem so ähnlich, was ich auf Erden gehört hatte in den orthodoxen Kirchen, sodass ich annahm, diese Freunde hatten mit sich ihre alten Überzeugungen und Emotionen gebrach, dass sie sich selbst täuschten, was ihr Erscheinungsbild anbetraf, und dass der wahrscheinliche Grund für ihr Glück darin lag, dass sie moralischer als ich auf Erden gelebt hatten - und deshalb hatten sie weniger Erinnerungen an irdische Sünden, ihr Gewissen war nicht so streng mit ihnen, und daher waren sie aus ihrer Finsternis heraus zum Licht vorgedrungen mit dem Ergebnis ihres schönen Aussehens und ihres Glücks. Ich akzeptierte ihre Erklärung über den Grund ihrer Lage zuerst nicht und verblieb einige Zeit lang weiter bei meiner Bemühung, meine moralische Bedingung zu verbessern und in meinen geistigen Aneignungen fortzuschreiten.

Aber es gab da noch etwas, was ich bemerkte, und zwar, dass diese schönen Freunde offensichtlich nicht die geistige Entwicklung einiger anderer spiritueller Wesen hatten, die aus der Finsternis zu den höheren Sphären des Lichtes fortgeschritten waren, dennoch waren die Schönheit und die scheinbare Seligkeit dieser Freunde so viel größer oder einer anderen Natur als das Glück und die Erscheinung jener geistig höher entwickelten spirituellen Wesen.

Und wiederum dachte ich nach und kam zum Schluss, dass sogar die moralische und geistige Entwicklung nicht den Grund für die verschiedene Erscheinungsform und Seligkeit jener Freunde und der eher geistig entwickelten Wesen erklären konnten. Ich entschloss mich also wiederum, den Grund zu suchen, und in der Folge suchte ich jene Freunde mit der Absicht und dem Bestreben, dem ernsthafter zuzuhören, was sie mir erzählen mochten, und meine Vernunft dem "Geheimnis" - das es für mich war - zu öffnen.

Nun, ich hörte ihnen zu, und sie erzählten mir, dass ihr Fortschritt und ihre Lage durch die Seelenentwicklung bedingt wurde, die sie erhalten hatten, weil sie die Göttliche Liebe des Vaters gesucht und erhalten hatten; dass die Seele das Große und Wichtige im spirituellen Dasein sei; dass die Bedingung der Seelenentwicklung die Position, das Aussehen und das Glück des spirituellen Wesens bestimmten; dass der spirituelle Körper und der Verstand der Seele untergeordnet seien; und wann immer der Verstand sich der Kontrolle der Seele unterwerfe (und der Wille des Verstandes, wie du sagen könntest, dem Willen der Seele), dann begänne der Fortschritt zu der höchsten Sphäre. Und das Wesen, das auf derartige Weise fortschreitet, werde den Zustand seines Fortschrittes durch das Aussehen seiner Schönheit und seines Glücks zeigen.

Sie erklärten mir ferner das Wesen und die Kraft der Göttlichen Liebe und ihr großes Potential zur Entwicklung und die absolute Notwendigkeit, dass Sie in die Seele eintrete und von ihr Besitz ergreife, damit der größte Fortschritt erzielt werden könne; dass wenn die Göttliche Liebe immer mehr zu einem Teil der Besitztümer der Seele werde, die Seele in sich die Göttliche Natur des Vaters aufnehme, und dass alles, was in ihr wohnte und was sie zur Dunkelheit und zur Sünde leitete, daraus verschwinde. Und in dem Maße wie diese Dinge verschwinden, steige die Seele zu höheren Sphären und werde glücklicher und schöner, und der spirituelle Körper offenbare dementsprechend diese Seligkeit und die Schönheit.

Diese Freunde erzählten mir all das und vieles mehr, und sie drängten mich, die Göttlich Liebe des Vaters zu suchen, und sie boten mit jegliche Hilfe an. Zuerst konnte ich nicht verstehen, was denn das "Suchen" nach dieser Göttlichen Liebe bedeutete. Aber sie bemühten sich sehr, um mich zu unterrichten, und sie erzählten mir, dass Sie nur durch das Gebet und den Glauben zu mit kommen würde; und dass die Liebe zwar warte, um die Seele jedes spirituellen Wesens zu erfüllen und regelrecht darauf brenne, dennoch würde Sie aber nur durch das ernsthafte, aufrichtige Gebet die Seele betreten und sie mit Ihrer Großen Essenz erfüllen.

Letztlich überredeten sie mich, zum Vater zu beten, und dann beteten sie mit mir. Aber es war schwer, Glauben an etwas zu haben, was mein Verstand nicht begriff und nicht fassen konnte. Aber sie sagten, dass die Seele ihre Begabungen habe, und dass sie nicht vom Verstand abhänge, was den Glauben anbelangt, und dass von meiner Ausübung dieser Seelenbegabungen die Frage abhinge, ob ich diese Liebe und den Glauben empfangen würde. Denn wenn die Liebe käme, käme auch der Glaube - keine reine geistige Überzeugung, sondern etwas Größeres und Verschiedenes.

Nun, ich betete weiter um diese Liebe, und nach einer Weile fühlte ich eine Sensation, die ich nie zuvor in meiner Seele wahrgenommen hatte. Und als ich betete, nahm dieses Gefühl zu, und der Glaube kam zu mir in einem geringen Ausmaße. Ich wurde mir klar, dass eine Liebe von mir Besitz ergriff, die noch nie zuvor bei mir war. Ich suchte also weiter und betete, bis letztendlich diese Große Liebe in überwältigender Menge zu mir kam und sozusagen meine gesamte Seele überflutete. Unsagbares Glück überkam mich und, wie diese Freunde sagten, Licht und Schönheit ebenso.

Nun, du kannst dir vorstellen, dass meine Sehnsucht und mein Verlangen unersättlich wurden. Die Finsternis verschwand, meine Erinnerungen an das Böse in meinem Leben wurde schwächer und schwächer und plötzlich befand ich mich in der Dritten Sphäre, die mir damals wie der Himmel selbst unter den Himmeln vorkam und wie der Born von Schönheit und Seligkeit.

Nun, während all dieser Zeit - und das geschah nicht an einem Tag - kümmerte ich mich nicht um die Entwicklung des Verstandes oder um den Erwerb von materiellen Kenntnissen, wie ich sagen könnte, der spirituellen Welt. Aber als ich mich in der schönen Sphäre wiederfand, die ich erwähnte, erschien es mir, dass meine mentalen Begabungen über alle Vorstellungen hinaus gewachsen waren, und Kenntnis von Dingen, von denen ich nie zuvor gehört hatte oder die ich mit nie vorgestellt hatte, kam zu mir in wunderbarer Klarheit.

Aber die Seele, nicht der Verstand, war das Wichtige! Und Liebe - diese Göttliche Liebe des Vaters - schenkte mir das Glück und alles was schön ist und zufrieden stellt. Wer nur die Entwicklung des Verstandes sucht und die Seele schlummern lässt, ist wahrlich arm. Aber wer die Entwicklung der Seele sucht, findet dass, wenn sich seine Seele entwickelt, sein Verstand ihr folgt, und er ist reich ohne Vergleich.

Nun, ich verblieb in dieser Seelenentwicklung, in der größeren Seligkeit und im Erwerb großartiger Helligkeit, und vor allem im Besitz dieser Großen Liebe, bis ich durch die Fünfte Sphäre kam - wo alles noch viel schöner war, und wo die Liebe in viel größerer Menge vorlag als in der Dritten Sphäre. Dann betrat ich die Siebente Sphäre, wo ich mich jetzt befinde. Ich werde nicht versuchen, dir die Herrlichkeit dieser Sphäre zu beschreiben, denn ich merke, dass Worte dazu nicht in der Lage sind.

Also, in einer schwachen, unbefriedigenden Weise habe ich versucht, dir die Seelenentwicklung wiederzugeben, und wie alles erfüllend sie ist. Und mein Rat an alle Sterblichen, basierend auf meiner persönlichen Erfahrung, ist es, die Seelenentwicklung mit all ihrer Macht und ernsthaften Bemühung zu suchen - die Entwicklung des Verstandes folgt nach. Und dies kann bereits auf Erden beginnen, und dann werden sie herausfinden, dass der Fortschritt viel schneller und leichter sein wird, wenn sie die Grenzlinie überschreiten.

Nun, es ist spät, und ich habe lange genug geschrieben. Aber ich wollte dir so gerne heute Nacht über das Thema der Seelenentwicklung schreiben, weil ich ihre lebenswichtige Bedeutung für die zukünftige Seligkeit des Menschen und seine Unsterblichkeit erkenne.

Mit all meiner Liebe und meinem Segen bin ich

Dein Bruder in Christus,

G_____

 

 


 

 

Ein spirituelles Wesen schreibt über seine Erlebnisse in den Höllen: "Es ist schwer, in der Hölle etwas über den Himmel zu lernen"

 

Ich bin hier, B_____, und ich möchte ein Wort sagen. Der Indianer versuchte mich aufzuhalten, aber deine Frau sagte: "Lass ihn schreiben", und das tue ich hiermit. Nun, ich bin immer noch in der Hölle und leide. Ich wünschte, ich könnte wieder sterben, aber ich kann nicht und muss das durchstehen. Ich kann nicht einmal taub sein, um wenigstens einigen meiner Qualen auszukommen, denn ich bin von den höllischsten Wesen umgeben, die du dir ausmalen kannst, und ich muss ihnen zuhören. Es ist sinnlos anzukämpfen, denn ich kann niemanden verletzen. Sie wurden sogar noch lästiger, als ich versuchte, einen von ihnen zu schlagen.

Es ist schrecklich hier. Ich bedaure, dass ich nicht zuhörte und zu verstehen versuchte, was mir der Doktor so oft auf Erden erzählte, aber jetzt ist es zu spät. Ich höre oft, was er dir jetzt in euren Gesprächen sagt, aber aus irgendeinem Grund kann ich dem nicht ganz folgen; außerdem, wenn ich das könnte, diese verdammten, hässlichen Wesen würden jegliches Verständnis aus mir herausprügeln. Es ist schwer, in der Hölle zu lernen, was ihr himmlische Angelegenheiten nennt, und ich in so unglücklich und sehe keine Möglichkeit einer Erleichterung.

Der Vater des Doktors sprach zu mir und erzählte mir einiges, etwa so wie der Doktor mir das erzählt hatte. Ich fühlte mich besser, wenn er mit mir sprach, und mich überkam etwas Hoffnung. Aber wenn ich wieder in meine Hölle zurückkehrte und all den Schrecken und die kreischenden, hässlichen spirituellen Wesen sah, vergaß ich, und die höllischen Gefühle kamen wieder zu mir, und ich litt. O, wenn ich nur ein wenig Erleichterung von diesen Qualen finden könnte!

Nun gut, ich will's wieder versuchen, denn ich weiß, dass Herr Stone nett ist und mir helfen will. Aber das Problem ist, dass ich daran zweifle, ob er das kann. Aber ich werde hingehen, wie du das anrätst, und versuchen zu glauben, dass er das kann. Ich bin dir und dem Doktor sehr dankbar und will versuchen, Hoffnung zu schöpfen. Was es auch immer sei, um von hier herauszukommen und weg von den Teufeln!

Deine Frau sagt, ich muss aufhören. Also, gute Nacht.

B______

(Ich, L. R. Stone, war anwesend, als das obige spirituelle Wesen, B__ , schrieb. Ich kannte ihn gut während mehrerer Jahre bevor er starb, und ich sprach oft mit ihm über die Bedeutung, die Göttliche Liebe in seiner Seele zu empfangen. Er war dem gegenüber völlig taub, bevor er die spirituelle Welt betrat. Nachdem er durch Herrn Padgett geschrieben hatte, forderte ich ihn auf, ich nach meinem Vater umzusehen, der ein leuchtendes spirituelles Wesen der Göttlichen Himmel ist. Das spirituelle Wesen ging zu meinem Vater, um Hilfe und Anleitung zu erhalten, und hat nun seinen Weg zu den Göttlichen Himmeln gemacht.)

 

 


 

 

Lukas kommentiert die Botschaft des spirituellen Wesens: "Es ist schwer, in der Hölle etwas über den Himmel zu lernen"

 

Ich bin hier, Lukas

Ich möchte ein paar Zeilen über ein Thema schreiben, das euch beide interessieren kann. Ihr habt einige Bemerkungen fallen lassen über den Ausdruck, der im Brief enthalten ist, den ihr soeben erhalten habt - dass es schwer sei, in der Hölle über den Himmel zu lernen. In einer kurzen und bündigen Form ist dies der Ausdruck einer großen Wahrheit. Wenn die Sterblichen sie kennen und voll schätzen würden, dann brächte sie sie zur Erkenntnis, wie notwendig es ist, an diese himmlischen Dinge zu denken und sie kennenzulernen, während sie noch auf Erden leben.

Ich weiß, viele sagen, sie glauben nicht an die orthodoxe Hölle oder an die Notwendigkeit, sich über die Zukunft zu sorgen, und dass sie ihre Gelegenheit im Jenseits wahrnehmen werden, wenn es eins geben sollte. Wenn diese Personen die Bedeutung eines derartigen Lebenswandels erkennen könnten, ließen sie ihre Zukunft nicht dem Zufall überlassen. Statt dessen würden sie nach den himmlischen Angelegenheiten suchen, während sie auf Erden sind, jetzt anfangen, sich darüber klar zu werden, und nicht warten, bis sie ihre fleischliche Form verlassen.

Sie sagen, ein gerechter Gott wird sie nicht bestrafen, indem er sie zur ewigen Qual verurteilt, und damit haben sie recht. Dieser gerechte Gott verurteilt sie zwar überhaupt nicht, aber sie werden von einem Gesetz verurteilt, das genauso unveränderlich ist, wie die Liebe jenes Gottes. Und jenes Gesetz bringt seine entsprechende Strafe, auch wenn sie nicht ewig währt. Ihre Dauer jedoch hängt in hohem Maße vom spirituellen Wesen ab. Wenn sich das spirituelle Wesen in jener Bedingung befindet, wo es lange Zeit nach seiner Ankunft in der spirituellen Welt keinen Anfang setzen kann in Richtung auf seine Erlösung, dann wird diese Strafe länger währen. Und wenn der Beginn von der Fähigkeit des spirituellen Wesens abhängt, jenes zu empfangen und zu verstehen, was es auf den Weg zum Fortschritt bringt, wie das häufig der Fall ist, dann werden viele spirituelle Wesen Jahr für Jahr in der Kondition verbleiben, in der sie sich befinden, wenn sie eben bei ihrem Zuhause in den Höllen ankommen.

Es gibt nichts an diesen Orten, was zum Verständnis dieser himmlischen Angelegenheiten führt oder dazu beiträgt. Im Gegenteil, es gibt alles, was dieses Verständnis verhindert und erschwert. Es gibt sogar Gefühle der Hoffnungslosigkeit und den Glauben an die Ewigkeit der Bestrafung. Und häufig fehlt das Wissen, dass es einen anderen oder besseren Ort gibt als den, wo sie sich befinden.

Und ich möchte hier sagen, dass sich im spirituellen Wesen nichts befindet, was die Eigenschaft oder Macht besitzt, ihn zu einem Fortschritt zu führen. In diesem Sinne ist der alte Bibelausdruck "so wie der Baum fällt, so soll er liegen" wahr. Sogar was die natürliche Liebe anbelangt, können diese spirituellen Wesen in den Höllen keinen Anfang in Richtung auf höhere Gedanken und Überzeugungen setzen; nur wenn irgendein Einfluss von außen zu ihnen gelangt, kann ihr latentes, besseres und wahres Wesen erwachen, sodass ihr Fortschritt beginnen kann. Ich meine damit nicht, dass es notwendig ist, dass irgendein hoher spiritueller Helfer zu ihnen kommen muss, sondern nur irgendein äußerlicher Einfluss muss kommen, damit sie erwachen. Dieser Einfluss mag von einem spirituellen Wesen kommen (und wenn ich den Ausdruck "spirituelles Wesen" benutze, beziehe ich mich auf die Seele gekleidet in einen spirituellen Körper) in der offenbar gleichen Situation wie sie selbst, aber von einem, der kurz den Blick auf eine förderliche Wahrheit geworfen hat, die dann seinem finsteren spirituellen Bruder vermittelt werden kann.

Alle spirituellen Wesen können anderen helfen, die sich in einer niedrigeren oder stagnierenderen Lage befinden, als sie selbst, und manchmal tun sie das. Aber das große Problem dabei ist, dass, wenn die möglichen helfenden spirituellen Wesen keine Lust verspüren, ihren spirituellen Gefährten aus der Finsternis zu verhelfen, dann versuchen sie nicht zu helfen. Und deswegen, wie dein Freund sagt, "ist es schwer, in der Hölle vom Himmel zu lernen." Er ist sich dessen voll bewusst. Und sogar mit der Hilfe, die ihm angeboten wurde und ihm gewährt werden wird, wird es ihm schwer fallen, einen Anfang zu setzen.

Das irdische Leben ist nicht der einzige Bewährungsort, sondern es ist der wichtigste Ort. Es ist auch der leichteste Ort für einen Menschen, um einen Anfang zu setzen was den Himmel anbetrifft.

Ich werde nun nicht mehr schreiben, sondern komme bald wieder und schreibe eine formelle Botschaft.

Also, mit meiner Liebe zu dir und Deinem Freund sage ich euch beiden: Glaubt und lasset keinen Zweifel aufkommen über die himmlischen Angelegenheiten, wie wir sie euch geschrieben haben.

Gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

Lukas

 

 


 

 

Lafayette, General des Revolutionskrieges, erzählt, wie Washington ihm zum Wissen über die Liebe des Vaters verhalf

 

Ich bin hier, Lafayette

Ich habe schon einige Zeit lang darauf gebrannt, dir wieder zu schreiben und dir die Ergebnisse deines Ratschlages an mich mitzuteilen, als ich dir zuletzt schrieb. Nach unserer letzten Verständigung suchte ich General Washington und erzählte ihm von meinem Gespräch mit dir und bat ihn, mir zu erklären, was denn diese Göttliche Liebe bedeute und wie Sie erlangt werden könne.

Er freute sich so über meine Nachfrage, dass er mich wirklich in seine Arme nahm und mich seinen "Jungen" nannte, wie er das auf Erden getan hatte. Und sein Gesicht strahlte vor Liebe und Glück, und er erzählte mir, was diese Liebe bedeutete, was Sie für ihn getan hatte, und wie er nun zu den Göttlichen Himmeln des Lichtes und der Wahrheit fortschritt.

Nun, ich überlegte, was er mir gesagt hatte, und begann ein Seelenverlangen nach dieser Liebe und nach dem Glück zu verspüren, das Sie mir bringen würde, wie er mir gesagt hatte. Und ich begann, um die Liebe zu beten und versuchte, Glauben zu haben. Nun, ohne deine Zeit in Anspruch zu nehmen, indem ich Schritt für Schritt meinen Fortschritt wiedergebe, so freue ich mich, dir sagen zu können, dass ich diese Liebe in einem gewissen Maße besitze, und dass ich nun ein Bewohner der Dritten Sphäre bin, und ich genieße die Gesellschaft von spirituellen Wesen, die ebenfalls diese Liebe besitzen und nach dem Fortschritt streben.

Meine Seligkeit ist sehr verschieden von dem, was ich besaß, bevor die Liebe zu mir gekommen war. Ich erkenne jetzt, dass die Seele, nicht der Verstand, der Mensch ist - speziell bei Gottes erlösten Kindern. Ich dachte nie, dass die Seele zu dieser Liebe und zu diesem Glück fähig wäre und zu der Erkenntnis, dass die Göttliche Liebe das eine absolut Notwendige ist, um spirituelle Wesen in Einklang mit dem Vater zu bringen.

Ich möchte dir meine Dankbarkeit ausdrücken und dir sagen, dass ich deine Freundlichkeit und Liebe nie vergessen werde, meine Gedanken an diese große Wahrheit zu richten.

Ja, ich interessiere mich immer noch für den Krieg, aber ich hasse die Deutschen nicht mehr, wie ich das früher tat. Ich sehe, dass sie alle Brüder sind und Kinder des Vaters, und dass nur die Geltungssucht einiger und die Leidenschaft und der Hass anderer den Krieg verlängern. Aber er wird bald vorüber sein, denn ich sehe den Zusammenbruch der deutschen Kampagne gegen Verdun vor mir, und dann wird das Ende bald kommen.

Ich wünschte, es wäre bereits morgen, denn dann würden das Hinschlachten, der Tod und das zusätzliche Unglück aufhören. Es gibt so viele spirituelle Wesen, die von den Schlachtfeldern kommen, die alle unvorbereitet auf das spirituelle Leben sind und völlig verwirrt erscheinen; und wenn sie bemerken, dass sie keine Sterblichen mehr sind, werden sie bestürzt und kläglich. Aber wir versuchen, ihnen zu helfen. Wir kennen keine Feinde und helfen allen gleich.

Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben. Zum Abschluss gebe ich dir meine Liebe und unterzeichne mit einem neuen Namen, und zwar:

Dein Bruder in Christus,

Lafayette

 

 


 

 

Der skeptische Schriftsteller der Kolonialzeit, Thomas Payne, der von Zeitgenossen ein Ungläubiger genannt wurde, gesteht ein, dass er in einigen Belangen seines Glaubens im Irrtum war

 

Ich bin hier, Thomas Payne

Als ich starb, glaubte ich nicht an Jesus als Gottes Sohn oder als Sein Bote, der gesandt worden war, um der Welt zu zeigen, dass der Vater ihr Seine Göttliche Liebe und die Unsterblichkeit geschenkt hatte, und den Weg, um Sie zu erlangen. Aber jetzt glaube ich vollkommen an diese Wahrheiten, und ich bin ein Anhänger Jesu und ein Besitzer der Göttlichen Liebe.

Wie verschieden wäre doch nun meine Lage, wenn jene falsche und verdammenswerte Doktrin der Kirchen - dass es über das Grab hinaus keine Erlösung gebe - wahr wäre! Ich dachte niemals, dass es eine Notwendigkeit zur Erlösung gäbe, weder auf Erden noch danach, wenn ich zu einem spirituellen Wesen würde, sondern dachte, dass , wenn es einen Gott gäbe, Er mich gerecht behandeln würde und mir Glück und den Genuss des zukünftigen Lebens gewährte nach meiner Idee über Seine Liebe und Barmherzigkeit.

Aber ich muss dir sagen, dass ich in einigen Besonderheiten falsch lag. Gott ist Liebe, und Er ist Barmherzig, aber Seine Liebe und Barmherzigkeit werden nur entsprechend Seiner fixierten und unveränderlichen Gesetze ausgeübt - Gesetze die gleich und ohne Ansehen der Person für alle gelten, und die in ihrer Wirkung keine Ausnahme kennen. "Was ein Mensch sät, das soll er auch ernten " ist so wahr, so wie die Sonne für euch auf Erden scheint.

Ich verspürte die Wahrheit dieses großen Gesetzes an meinem eigenen Leibe, und ich zahlte die Strafe für meine Sünden. Jesus konnte das nicht für mich tun, und er gab nie vor, es tun zu können. Aber er konnte den Weg zeigen, und tat dies, wie die Wirkung der Gesetze, die diese Strafen hervorrufen, von anderen Gesetzen überlagert werden kann, die sozusagen die Strafen beseitigen. Und wenn die Menschen diesen Weg kennenlernten, blieben sie nicht in der Finsternis und der Sünde (denn sie glauben und versichern, dass Gottes Gesetze niemals wanken). Wenn sie nur verstünden, dass die Gesetze zwar nie wanken, aber dass die Bedingung des spirituellen Wesens, die die Gesetze in Aktion ruft, sich ändert, und neue Gesetze in Wirkung treten.

Ich habe heute Nacht nicht die Zeit, um diese Prinzipien näher zu erklären. Aber wenn ich die Gelegenheit in der Zukunft finde, werde ich das gerne tun. Christus war, und ist, der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Ich lebe in der Ersten Göttlichen Sphäre, und mein Name war Thomas Payne, der sogenannte "Ungläubige." Ich glaubte an Gott, aber nur an einen Gott. Jesus war für mich niemals Gott, und ist das auch jetzt nicht. Und er nimmt jetzt nicht in Anspruch, Gott zu sein.

Deswegen siehst du, sogar der sogenannte "Ungläubige" kann in die Wahrheit und Liebe des Vaters kommen, sogar nach dem Verlassen der materiellen Ebene und wenn er zu einem Bewohner der spirituellen Welt geworden ist.

So, mein lieber Bruder, ich wünsche dir eine gute Nacht, und möge Gott bei dir sein.

Thomas Payne

 

 


 

 

Die Großmutter Herrn Padgetts beschreibt ihre Erfahrung beim Fortschritt von der Dritten Sphäre zu den Göttlichen Himmeln

 

Ich bin hier, Deine Großmutter

Ja, ich bin es. Ich möchte dir über mein Erfahrung während des Fortschrittes im spirituellen Leben berichten.

Nun, als ich starb, wurde ich in der spirituellen Welt von deinem Großvater und von meiner eigenen lieben Mutter empfangen, die schon sehr viele Jahre in der spirituellen Welt verbracht hatte. Sie lebte damals in der Siebenten Sphäre und war ein allerschönstes und glückliches spirituelles Wesen. Jetzt lebt sie hoch oben in den Göttlichen Sphären, und manchmal besucht sie mich und erzählt mir von der großen Schönheit ihres Heimes und von den wunderbaren spirituellen Wesen, die die Sphären bewohnen, wo sie lebt.

Sie lebt in einer hohen Sphäre der Göttlichen Himmel und mit vielen erlösten spirituellen Wesen, die vor vielen Jahrhunderten auf Erden lebten. Sie erwähnte einige von ihnen, die auf Erden wohl bekannt waren, so wie John Wesley und sein Bruder Charles, und Luther und einige seiner Zeitgenossen, die sich der großen Reform jener Tage widmeten. Whitefield ist einer, den sie nannte, und auch Bunyan. Sie scheinen jene Sphäre durch den Erwerb der Liebe erreicht zu haben, von der wir dir schrieben. Wenn ich also daran denke, dass dies durch die allmähliche Entwicklung und den Fortschritt ihres spirituellen Wesens erfolgt, dann kann auch ich diese hohen Sphären erreichen, dann fühle ich, dass mein Glaube und meine Suche nach der Göttlichen Liebe noch viel in Bezug auf die Seelenentwicklung leisten müssen.

Nun, kurz nachdem ich herübergewechselt war, schritt ich zur Dritten Sphäre fort und dachte, dass der Sitz des Himmels selbst dort sein müsse, denn mein Glück war so viel größer, als ich es mir je vorgestellt hatte.

Als ich damals eben die spirituelle Welt betrat, muss ich gestehen, war ich enttäuscht, weil ich den Vater nicht auf Seinem Throne sah und Jesus, wie er zu Seiner Rechten saß, wie man mir das beigebracht hatte. Aber es dauerte nicht lange, bis ich erkannte, dass dieser Glaube kein Fundament in der Wahrheit besaß, und dass Gott keinen Thron hatte, wie das die Schriftsteller der Bibel erklärt hatten, sondern dass sich Sein Geist überall und an allen Orten offenbart, und dass Er ein Geist ist ohne Form im Sinne, wie man mir das beigebracht hatte.

Nachdem ich eine kurze Zeit lang in der Dritten Sphäre gelebt und viel Information von spirituellen Wesen erhalten hatte, die in höheren Sphären lebten, und nach dem Erhalt einer großen Menge der Liebe Gottes, stieg ich zur Fünften Sphäre auf und fand ein wunderschönes Heim voll Harmonie unter spirituellen Wesen, die ähnliche Erlebnisse wie ich hatten, und die die Göttliche Liebe in einem Ausmaß erhalten hatten, das uns dieses große Glück beschert, von dem ich dir berichte.

In einigen der Ebenen dieser Sphäre befinden sich viele spirituelle Wesen, die die Göttliche Liebe nicht empfangen haben, aber die wunderbare moralische und intellektuelle Qualifizierungen erreicht haben. Aber sie sind nicht so glücklich wie diejenigen, die die Große Liebe des Vaters empfangen haben, denn sie haben ihre Gedanken und Arbeit an Angelegenheiten gerichtet, die mehr dem moralischen und intellektuellen Fortschritt gewidmet sind als der Seelenentwicklung in der Göttlichen Liebe.

Es wird dir seltsam vorkommen, dass diese spirituellen Wesen in einer Atmosphäre leben können, wo sich so viel der Liebe Gottes offenbart durch die zahllosen spirituellen Wesen, die diese Liebe empfangen haben, und dennoch nicht erkennen, dass diese Göttliche Liebe das eine und absolut nötige ist für ihren weiteren Fortschritt und mehr Glück. Aber so ist das nun einmal. Und viele dieser spirituellen Wesen von großer intellektueller Entwicklung befinden sich immer noch dort, verfolgen ihre Studien der Gesetze, die ausschließlich von Dingen handeln, die mit der Wirkung spiritueller Gesetze in Bezug stehen und mit den Ursachen von Phänomenen, die Sterbliche und spirituelle Wesen gleich in Erstaunen versetzen.

Ich habe mich oft gewundert, dass sie kein Erwachen zu den echten und größeren Wahrheiten des spirituellen Lebens erfahren, und über die Ursache der Seelenentwicklung jener, mit denen sie in Kontakt kommen, und die so viel schöner und glücklicher sind als jene Studenten rein spiritueller Gesetze und Ursachen, die bloß erstaunliche Phänomene hervorrufen.

Es kann so manchem seltsam vorkommen, der intellektuelle Fortschritt ist für den Seelenfortschritt nicht notwendig. Aber mit dem Seelenfortschritt durch den Erhalt der Göttlichen Liebe kommt eine wunderbare Erkenntnis jener anderen Dinge, von denen ich spreche. Ich, wie du weißt, war eine Person mit nur gewöhnlichen geistigen Errungenschaften; aber in dieser spirituellen Welt habe ich viele Verstandesgrößen hinter mir zurückgelassen, die wunderbare intellektuelle Information besaßen. Ich meine nicht nur in Bezug auf meinen Seelenfortschritt, sondern auch in Bezug auf die Aneignung von Wissen, der diese Menschen ihre Zeit und Arbeit widmen.

Es kann dir auch seltsam vorkommen, dass mit der Seelenentwicklung in der Göttlichen Liebe eine intellektuelle Entwicklung einhergeht. Aber uns, die wir diese Tatsache erlebt haben, erscheint das nicht seltsam, denn der Verstand ist bloß ein Attribut, oder ich könnte sagen eine Eigenschaft der Seele, und wenn sich die Seele in der Göttlichen Liebe entwickelt, muss sich der Verstand notwendigerweise ebenfalls entwickeln.

Die Philosophie ist bloß der Rückschluss des Verstandes über ein Thema jener Philosophie, worüber er nachgedacht oder das er erforscht hat. Und wenn die Philosophie bloß vom Verstand festgelegt wird, dann bleibt sie unsicher und der Revision und der Änderung unterworfen, so wie der Verstand sich ändern kann. Der Verstand lernt in seiner Entwicklung nicht notwendigerweise die volle und echte Wahrheit kennen; und in diesem spirituellen Leben gibt es unter den Menschen des großen, reinen Verstandes, die nicht die Göttliche Liebe besitzen, eine Vielfalt von Meinungen und geradeso viel Diskussionen über das Wesen der Wahrheit wie auf Erden. Der Verstand kann von sich aus nicht immer die Wahrheit erkennen, denn er ist nicht unfehlbar - sogar wenn es sich um den Verstand eines spirituellen Wesens handelt und jenes spirituelle Wesen hoch entwickelt sein sollte.

Aber so wie die Seele sich in der Göttlichen Liebe entwickelt, bedeutet diese Entwicklung, dass was zu ihr als Tatsache kommt, eine Wahrheit ist - die ewig währende Wahrheit. Die Seele lernt nicht alle Wahrheiten auf einmal, aber die Wahrheit, die sie kennenlernt, ändert sich nie und wird nie durch eine Revision verändert oder zur Seite geschoben. Nein, die Wahrheit der Seelenerkenntnis stellt sich nie als Irrtum heraus, und kein Irrtum wird je zu einem Teil der Seelenerkenntnis über die Wahrheit.

Deswegen siehst du, die große Straße zur Erkenntnis der Realität Gottes führt ausschließlich durch die Entwicklung der Seele mittels des Einfließens der Göttlichen Liebe. Das Auge der Seele ist jene innere Wahrnehmung, die keine Begründung aus Ursache und Wirkung braucht, um die Wahrheit Gottes zu erkennen und ein für alle Mal festzustellen. Wie notwendig ist es also, dass die Menschen und spirituellen Wesen jene großartige Tatsache kennenlernen, dass sie, wenn sie die Wahrheit des spirituellen Lebens erkennen wollen, versuchen müssen, die Kraft der Seele zur Wahrnehmung zu entwickeln, indem sie das Einfließen der Göttlichen Liebe in ihre Seele suchen.

Ich könnte dir vieles Wunderbare erzählen, um diese Darlegungen zu illustrieren, wenn ich die Zeit dazu hätte, aber jetzt habe ich sie nicht. Aber eines Tages werde ich das Thema detaillierter behandeln, und dann wirst du besser verstehen, was ich meine.

Nun, nachdem ich in der Fünften Sphäre gelebt und die großen und wunderbaren Wahrheiten kennengelernt hatte, die dort gelehrt werden, stieg ich zur Siebenten auf und lernte dort kennen, was "wahres" Glück bedeutete - wie ich dachte. Kein spirituelles Wesen, das nicht die Große Liebe des Vaters empfangen hat, lebt in dieser Sphäre, denn der Verstand wird sozusagen von der Seele in so großem Maße aufgesogen, dass ohne Seelenentwicklung der Verstand keine Herberge finden könnte. Ich meine, der Verstand für sich wird dann den Kräften und Wirkungen der Seelenwahrnehmungen so untergeordnet, dass er nicht mehr als bloßer Verstand bestehen kann unabhängig von der Seelenentwicklung.

In dieser Sphäre ist alles großartig und schön in einem Ausmaße, das ich nicht beschreiben kann, denn du hast keinerlei geistige Vorstellung, mit der ich die Schönheit und Pracht vergleichen kann.

Unser Zuhause ist sehr harmonisch und makellos von allem, was von anderem als der Seelenessenz und Kraft ausströmt. Es gibt keine bloße intellektuelle Seligkeit, und kein spirituelles Wesen, das nicht jene Große Liebe besitzt, kann womöglich hier glücklich sein. Aber dennoch, es existiert zwar hier all dieses Glück, aber man sagte mir, dass das Glück in den Göttlichen Sphären weit größer sei; in der folge war ich nicht zufrieden, in der Siebenten Sphäre zu bleiben, obwohl ich nicht erkennen konnte, wie mein Glück größer sein konnte, als es schon war. Dennoch, wie ich sage, war ich nicht zufrieden, in meiner Sphäre dort zu bleiben. Und man sagte mir, dass es einen Weg gäbe, um in die Göttlichen Sphären zu gelangen, und ein Weg, der so leicht war, dass seine bloße Erwähnung Zweifel hervorrief. Aber ich betet um den Glauben und die Göttliche Liebe, und bei einer Gelegenheit brachte mein Glaube die Göttliche Liebe in meine Seele in solch Überfluss, dass ich zur ersten Göttlichen Sphäre fortschritt, wo ich mich nun befinde.

Das Buch der Offenbarung in der Bibel gibt in seiner extravagantesten Beschreibung des Neuen Jerusalem keine wahre Vorstellung von der Schönheit und der Pracht dieser Sphäre wieder; und ich werde nicht versuchen, sie zu beschreiben, denn ich kann das nicht. Aber ein Mensch oder auch ein spirituelles Wesen, wer niemals die wunderbare Schönheit jener Sphäre gesehen hat, kann sich ihre Herrlichkeit nicht vorstellen.

Ich bin so glücklich, dass es mir scheint, es kann kein größeres Glück mehr geben. Aber meine Mutter erzählt mir, dass es sehr wohl mehr gibt, und dass die Göttliche Liebe in den höheren Sphären viel intensiver und viel mehr von des Vaters Göttlichkeit erfüllt ist, dass ich nicht die leiseste Vorstellung davon haben kann.

Ich versuche nun, diese höheren Sphären zu erreichen, und man sagt mir, dass Glaube und Gebet um das Einfließen der Göttlichen Liebe in meine Seele die einzigen Mittel sind, die mir das ermöglichen werden. Meine Gebete erfolgen ständig und mein Glaube wächst, und ich bin mir klar, dass, wenn der Heilige Geist mich mit dieser Göttlichen Liebe erfüllt, wie ich es erwarte, ich fortschreiten werde.

Deswegen siehst du, ein großes Element in Gottes Methode, Seine erlösten Kinder glücklich zu machen, ist es, ihnen ein höheres Ziel zu setzen, nach dem sie streben können mit der Gewissheit, dass es auch erreicht werden kann.

Nun, ich habe dir einen ziemlich langen Brief geschrieben und fühle, dass ich jetzt aufhören muss, weil ich die irdische Atmosphäre für eine Weile verlassen muss. Also, mit all meiner Liebe und meinem Segen bin ich

Deine Großmutter,

Ann Rollins

 

 


 

 

Socrates schreibt über seine Erfahrungen im spirituellen Fortschritt

 

Ich bin hier, Socrates der Grieche

Ich erfuhr, dass du an mich dachtest und deine Gedanken zogen mich an.

Diese Anziehung erfolgt, wenn ein spirituelles Wesen in Verbindung mit dir steht oder ähnliche Seelenqualitäten besitzt. Die Seelenbedingung ist das große Medium der Anziehung. Ich war schon früher bei dir, und es wächst eine Verbindung aus deinen Seelenqualitäten. Ich glaube nun an die Christliche Doktrin der Unsterblichkeit der Seele, und an die Lehren Jesu als den Weg, die Göttliche Liebe des Vaters zu erhalten, so wie du; deswegen sind unsere Seelenqualitäten ähnlich.

Ich bin nun ein Jünger des Meisters, und ich glaube an seine Göttliche Mission auf Erden, obwohl er nicht zur Erde gekommen war, als ich lebte. Nachdem ich zu einem spirituellen Wesen geworden war, wurde ich mir die Wahrheit meiner Überzeugung klar, was das Weitergehen des Lebens nach dem Tode anbetrifft, und lebte in der spirituellen Welt viele, viele Jahre nachdem Jesus gekommen war, bevor ich von seiner größeren Wahrheit über die Unsterblichkeit Kenntnis erlangte und daran glaubte.

Als ich lehrte, hatte ich natürlich nur eine Hoffnung, die fast eine Gewissheit war, dass ich durch alle Ewigkeit leben würde. Aber ich hatte keine andere Basis für diese Überzeugung als die logischen Ableitungen meines Verstandes und die Beobachtung der Funktionsweise der Natur. Ich hatte gehört vom Besuch spiritueller Wesen Verstorbener, aber ich hatte in der Weise keine persönlichen Erfahrungen. Dennoch hielt ich das einfach für wahr.

Meine Überzeugung von der Wahrheit eines künftigen Fortbestehens war so stark, dass sie zu einer Gewissheit wurde. Und deshalb tröstete ich Plato und meine anderen Freunde und Schüler, als ich starb, indem ich ihnen nahelegte, sie dürften nicht sagen, Socrates würde sterben, sondern vielmehr, sein Körper würde sterben und seine Seele würde ewig in den Elysischen Gefilden weiterleben. Sie glaubten mir, und Plato vertiefte meine Überzeugung im Nachhinein.

Und Socrates starb nicht! Sobald sein Odem den Körper verließ (was nicht sehr schmerzhaft war, obwohl der tödliche Schierling sein Werk sicher und rasch verrichtete), kam er als lebende Wesenseinheit in die spirituelle Welt und voll Glück, das ihm die Erkenntnis der Wahrheit seiner Überzeugung brachte.

Mein Eintritt in die spirituelle Welt war nicht finster, sondern voll Licht und Glück, denn ich wurde von einigen meiner Schüler empfangen, die vor mir hinüber gewechselt und die in ihrer intellektuellen Entwicklung weit vorangeschritten waren. Ich dachte damals, dass mein Empfangsort der Himmel der guten spirituellen Wesen wäre, denn es gab gute Wesen, die mich empfingen und zu meinem Heim brachten. Ich dachte dann, dass ich mich im Zuhause der Gesegneten befand. Und ich blieb dort für viele Jahre und genoss den Gedankenaustausch und das Fest der Vernunft.

Und als ich weiterlebte, stieg ich weiter auf, bis ich zuletzt die höchste intellektuelle Sphäre betrat und ein schönes und helles spirituelles Wesen wurde (so sagte man mir) und die Themen eines entwickelten Geistes lehrte.

Ich traf viele Wesen großer Geisteskraft und Schönheit, und mein Glück lag jenseits meiner irdischen Vorstellungskraft. Viele meiner alten Freunde und Schüler kamen herüber, und unsere Treffen waren immer fröhlich. Plato kam, und Cato, und andere.

Und die Zeiten vergingen, und ich führte mein Leben intellektuellen Genusses und Profits weiter mit vielen spirituellen Wesen, die in ihrer Vernunft und Verstandeskraft entwickelt waren, bis unser Dasein ein ständiges Fest brillanten und bedeutenden Gedankenaustausches wurde. Ich durchwanderte die Sphären auf der Suche nach Kenntnis und Information ohne Grenzen und fand das Prinzip vieler Gesetze der spirituellen Welt.

Ich fand spirituelle Wesen in vielen Sphären, die sagten, die alten Hebräischen Propheten und Lehrer zu sein. Und sie lehrten immer noch über ihren Hebräischen Gott, der, wie sie behaupteten, der einzige Gott des Universums war, und der ihre Nation als Sein auserwähltes Volk erkoren hatte. Aber ich fand nicht, dass sie sehr verschieden vom Rest von uns waren - ich meine, was sie als spirituelle Wesen der heidnischen Nationen bezeichneten. Sie waren uns im Intellekt nicht überlegen, und sie lebten in keiner höheren Sphäre als wir. Und ich konnte nicht erkennen, dass ihre Moral besser gewesen wäre als die unsrige.

Niemand, den ich finden konnte, hatte irgendeinen Gott gesehen, und ich auch nicht. Es wurde also die Frage, wer oder was Gott war, zu einer reinen Spekulation, und ich zog es vor, den Gott meiner eigenen Vorstellung zu haben, als den Gott, den sie behaupteten zu haben.

Mein Leben ging in dieser Weise viele lange Jahr fort, bis ich auf meinen Wanderungen herausfand, dass es eine Sphäre gab, die ich nicht betreten konnte (die Göttlichen Sphären). Ich begann, Erkundigungen einzuziehen, und man sagte mir, dass es sich um eine der "Seelensphären" handelte, worin der große Regent oder Meister ein spirituelles Wesen namens Jesus war; dieser hatte seit meiner Ankunft in der spirituellen Welt ein Neues Königreich eingerichtet und war der auserwählte Sohn Gottes, indem er lebte und sein Dasein fand. Außerdem, dass nur jene, die die Göttliche Liebe dieses Gottes erhalten hatten, diese Sphäre betreten und zu Bewohnern davon werden konnten. Ich erfragte dann mehr Information, und als ich meine Suche fortsetzte, erfuhr ich, dass jene Liebe den Menschen und spirituellen Wesen zur Zeit der Geburt Jesu auf Erden geschenkt worden war, dass Sie allen frei zur Verfügung stand, die Sie auf dem Weg suchten, den er lehrte, und dass er der größte wahre Sohn diese Gottes war. Und dass auf keinem anderen Weg als dem, der durch diesen Sohn gezeigt wurde, diese Liebe erhalten oder die Seelensphären betreten werden konnten.

Ich dachte dann über diese neue Offenbarung nach und ließ viele Jahre vorbeiziehen, bevor ich überzeugt wurde, dass ich etwas lernen und profitieren konnte, indem ich diesen Weg und diese Liebe suchte. Und nach einer Weile begann ich die Suche.

Aber du musst wissen, dass wir, die wir in den Sphären leben, wo der Verstand unsere Studien bereitstellt und unsere Freude bedeutet, nicht die sogenannte Seelensphäre betreten konnten. Doch die Bewohner jener Seelensphäre konnten zu unserer Sphäre ohne Schwierigkeiten gelangen, und traf manchmal einige dieser Bewohner und sprach mit ihnen. Und bei einer Gelegenheit traf ich einen namens Johannes, der ein höchst wunderschönes und leuchtendes Wesen war. In unserem Gespräch erzählte er mir von dieser Göttlichen Liebe seines Gottes und von der großen Liebe und der Mission Jesu; und er zeigte mir einige der Wahrheiten, die von Jesus gelehrt wurden, und den Weg, die Göttliche Liebe zu erhalten. Er drängte mich auch, sie zu suchen.

Was mir seltsam vorkam, es war nicht eine der intellektuellen Eigenschaften erforderlich, um diese Liebe zu suchen - nur die Sehnsucht und die Wünsche meiner Seele, und die Ausübung meines Willens. Es schien alles so einfach - so leicht - dass ich zu zweifeln begann, ob denn das, was man mir gesagt hatte, denn auch wirklich so stimme, und ich zögerte, dem Rat jenes spirituellen Wesens, Johannes, zu folgen. Aber er war so liebevoll, und sein Ausdruck war so wunderbar, dass ich mich entschloss, es zu wagen. Und ich begann, zu diesem Gott zu beten, und versuchte, den Glauben auszuüben, wie man mir das gesagt hatte. Nach einer Weile, was mich wohl am meisten überraschte, beschlichen mich neue und unsagbare Gefühle, und mit ihnen ein Gefühl des Glücks, das ich nie zuvor erlebt hatte. Das bewegte mich zu denken, dass da etwas Wahres an dem, was man mir gesagt hatte, sein müsse, und ich betete fester weiter und glaubte mit mehr Sicherheit. Ich setzte diese Anstrengungen fort, bis ich letztlich das große Erwachen erlebte, in mir eine Liebe zu besitzen, die nie zuvor in meiner Seele gewesen war, und ein Glück, das all meine intellektuellen Unternehmungen mir nicht gewähren hatten können.

Nun, es ist nicht notwendig, dir in weiteren Einzelheiten von meiner Erfahrung zu berichten, wie ich die Liebe erhielt und entwickelte. Aber ich wurde von ihr erfüllt, und schließlich betrat ich die Große Sphäre der Seele - und was ich sah, liegt fern jeder Beschreibung.

Ich traf Jesus, und ich hatte keine Idee, dass es so ein glorreiches, großartiges und liebevolles spirituelles Wesen geben konnte. Er war so anmutig und schien so interessiert an meinem Wohlergehen und Fortschritt in den Wahrheiten, die er lehrte, zu sein. Kannst du dann erstaunt sein, dass ich ein Christ bin und sein Jünger?

Danach lernte ich, was wahre Unsterblichkeit bedeutet, und dass ich einen Teil dieser Unsterblichkeit forme. Ich sehe, wie unzulänglich meine Idee und meine Lehre über die Unsterblichkeit war. Nur die Göttliche Liebe kann den spirituellen Wesen die Unsterblichkeit geben, und alles was weniger ist, ist bloß der Schatten einer Hoffnung, so wie ich sie hatte.

Ich lebe nun in einer Sphäre, die keine Nummer hat, aber sie liegt hoch oben in den Göttlichen Himmeln und nicht weit von einigen der Sphären, wo die Jünger des Meisters leben. Ich befinde mich immer noch im Fortschritt; und das ist die Schönheit und Pracht der Seelenentwicklung - es sind der Seelenentwicklung keine Grenzen gesetzt, wogegen meine intellektuelle Entfaltung beschränkt war.

Ich muss nun Schluss machen, denn ich habe mehr geschrieben als ich tun hätte sollen. Aber ich werde irgendwann in der nicht allzu fernen Zukunft wiederkommen und dir von einigen Wahrheiten, die ich kennengelernt habe, berichten.

Dein Freund und Bruder,

Socrates,

Der einstige griechische Philosoph und jetzige Christ

 

 


 

 

Plato, der Schüler Socrates', ist nun ein Christ

 

Ich möchte einer sein, der dir von der Wahrheit erzählt, die du kennenlernen willst.

Ich bin einer unter den ersten großen Philosophen des antiken Griechenlands und war als Plato bekannt. Ich war ein Jünger Socrates' und ein Lehrer seiner Philosophie mit einigen Zusätzen.

Er war nicht nur ein großartiger Philosoph, sondern auch der netteste und beste Mensch seiner Zeit. Seine Lehren über die Unsterblichkeit waren jenen anderer Lehrer weit überlegen. Und niemand hat ihn seither übertroffen in seinen Vorstellungen über das Schicksal der Seele oder über deren Qualitäten, außer der große Meister, der die große Wahrheit über die Unsterblichkeit kannte und ans Licht brachte.

Socrates und ich sind beide Jünger des Meisters und Bewohner seiner Himmlischen Sphären, wo nur jene, die die Göttliche Liebe des Vaters empfangen haben, leben können. So wie ich Socrates auf Erden folgte, so folgte ich ihm im Wissen über die Neue Geburt und im Besitz der Großen Liebe, die uns die Unsterblichkeit bringt.

Ich kann heute Nacht nicht viel mehr sagen, weil du zu müde bist, um meine Gedanken zu empfangen. Aber irgendwann werde ich wiederkommen und über diese Große Wahrheit schreiben und wie sehr es an meiner Philosophie mangelte in ihrem Versuch, die Unsterblichkeit zu lehren.

Ich sehe, dass du viele Botschaften von spirituellen Wesen empfangen hast, die höher stehen als ich, und die mehr über diese Göttlichen Wahrheiten wissen, dennoch glaube ich, dass meine Erfahrung in der Lehre über dieses Thema vielleicht nützlich sein kann.

Ich werde jetzt aufhören zu schreiben, aber ich wünsche dir eine gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

Plato

 

 


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