Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit - Jesus offenbart erneut das Evangelium
Kapitel 15
Die Wahrheiten über die spirituelle Welt: Die Sphären des Fortschrittes
Warum Jesus nicht Schlachtfelder betreut, wo die Szenen der Gemetzel geschehen. (Jesus)
Die Frau von Herrn Padgett bestätigt, dass Jesus schrieb und seine Herrlichkeit zeigte.
Die Sphären des Fortschrittes
Joseph Salyards beschreibt verschiedene Erlebnisse der spirituellen Wesen, wenn sie in der spirituellen Welt ankommen
Ich bin hier, Professor Salyards
Nun, ich in sehr glücklich, und ich wünsche, dir über einige Phasen des spirituellen Lebens zu schreiben, die ich während meiner Erfahrungen im Fortschritt beobachtet habe.
Ich habe bemerkt, dass im Moment, wenn das spirituelle Wesen in dieses Leben kommt, es sich sehr oft in einem Zustand der Finsternis befindet und sich nicht klar ist, wo es sich befindet, oder was denn seine Umgebung ist; und in vielen Fällen benötigt das spirituelle Wesen eine ziemlich lange Zeit, bis es sich bewusst wird, dass es sich nicht mehr auf Erden befindet. Aber oftmals ist das nicht der Fall, denn das spirituelle Wesen scheint sofort seine Lage und seine Umgebung zu verstehen. Ich schreibe den zuerst erwähnten Zustand der Tatsache zu, dass der Sterbliche auf Erden keinen bestimmten Glauben hatte, wie denn sein zukünftiges Leben sein könnte, und in vielen Fällen glaubte, dass die Seele mit dem Körper ins Grab ging um dort den "großen Tag der Auferstehung" zu erwarten.
Einige eurer religiösen Konfessionen predigen nun diese Doktrin, und die Folge wird sein, dass all diejenigen, die diese Doktrin glauben, den Zustand der Finsternis und das Fehlen von Kenntnis erleben werden in weitergehenden Leben, von dem ich gesprochen habe.
Die zweite Klasse spiritueller Wesen oder diejenigen, die sofort zu erkennen scheinen, dass sie von der Erde ins spirituelle Leben gewechselt sind, sind jene, die auf Erden glaubten, dass das spirituelle Wesen, wenn es den Körper verlässt, sofort in die himmlischen Sphären oder ins Gegenteil gelangt - ich meine den Ort der Bösen. Ich weiß, dass vieler dieser Klasse kaum bemerkten, dass sie sich im Himmel oder in der Hölle befanden, während einiger Zeit nach ihrem Eintritt in das spirituelle Leben.
Nun, sobald die spirituellen Wesen voll erkennen, dass sie sich nicht mehr auf Erden befinden, beginnen sie auszukundschaften, wo sie sich denn befinden. Und viele von ihnen stellen Fragen, die anzeigen, dass sie enttäuscht sind, weil sie die Erwartungen, die sie auf Erden hegten, nicht erfüllt sehen. Es ist bisweilen sehr schwierig, sie zu überzeugen, dass es keine Orte wie den Himmel oder die Hölle gibt, wie sie von den Kirchen gelehrt werden; denn unsere spirituelle Welt kann zwar der Himmel oder die Hölle für sie sein, aber der Himmel oder die Hölle, die sie hier zu finden erwarten, gibt es nicht.
Andererseits scheinen einige nicht zu verstehen, dass sie wirklich die Erde verlassen haben, denn sie sagen: "Wenn wir das irdische Leben verlassen hätten, wüssten wir nichts" (Sie zitieren Hiob und einige der Prediger: "Die Toten wissen nichts.").
Mich hat es sehr interessiert, diese verschiedenen Phasen im Glauben und Denken der verstorbenen spirituellen Wesen zu beobachten. Nun, all dies zeigt die absolute Notwendigkeit für die Sterblichen, die Wahrheit über das Leben nach dem Tode zu verstehen.
Das stellt ein gewichtiges Argument dar, warum der Spiritualismus die Sterblichen gründlicher und ernsthafter gelehrt werden sollte, und warum die falschen Doktrinen derer, die lehren, dass entweder die Toten gar nichts wissen, oder dass die verstorbenen spirituellen Wesen in den Himmel oder in die Hölle im orthodoxen Sinne kommen, nicht nur als falsch sondern auch als schädlich für die Menschheit entlarvt werden sollten.
Die Gläubigen und Lehrer des Spiritualismus sollen sich mehr anstrengen, um diese schädlichen Lehren zu widerlegen, und sie werden der Sache der Wahrheit und der Seligkeit des Menschen einen großen Nutzen erweisen.
Ich interessiere mich nicht nur für diese Phasen, sondern auch für alle anderen, die zeigen, dass die spirituellen Wesen weiterhin daran zweifeln, dass ihre orthodoxen Lehren falsch sind, sogar nachdem sie sich bewusst darüber werden, dass sie immer noch am Leben sind und als spirituelle Wesen weiterleben müssen. Einige sagen, dass sie immer noch in den Körper zurückkehren können, um den "großen Tag der Auferstehung" zu erwarten, um erlöst zu werden. Andere sagen, dass sie bald Gott sehen werden, und dass Er sie in Seine Himmel führen wird, wo sie ewige Ruhe und Frieden finden werden, von denen man sie auf Erden gelehrt hatte. Und sogar den Bösen sitzt die Furcht in den Knochen, und sie schauen, ob nicht etwa in Teufel daherkommt und sie in die Hölle schleppt, wo, wie sie glauben, die grausamsten Foltern auf sie warten.
Aus all dem kannst du verstehen, dass wir spirituelle Wesen, die wir die Wahrheit kennen, viel Arbeit zu verrichten haben, um es diesen spirituellen Wesen in Dunkelheit zu ermöglichen, dass sie verstehen und glauben, dass ihre falschen Hoffnungen und schrecklichen Ängste nicht auf der Wahrheit beruhen und sich nie erfüllen werden.
Viele spirituelle Wesen widmen sich dieser Aufgabe, und sie sind nicht notwendigerweise der höheren Ordnung; denn viele, die auf dem Erdniveau leben und keine echte spirituelle Erleuchtung besitzen, verrichten diese Arbeit.
Ich widme mich nicht, diesen dunklen spirituellen Wesen die Wahrheit zu zeigen, denn ich bin zu Höherem aufgestiegen. Meine gegenwärtige Mission ist es, die Wahrheiten über das höhere Leben zu lehren, die mich von spirituellen Wesen gelehrt wurden, die in höheren Sphären leben.
Für mich ist diese Arbeit nicht nur interessant, sondern bereitet mir auch das große Glück, das aus dem Bewusstsein kommt, ein Werkzeug gewesen zu sein, um die spirituellen Wesen dazu zu bringen, Gott zu lieben, und das Glück zu empfangen, das die Liebe Gottes uns schenkt. Ich sage dir, dass dieser Unterricht das größte ist, dem ich mich je gewidmet habe in meinem ganzen Leben. Als ich auf Erden lehrte und sah, wie sich der junge Verstand entwickelte, bereitete mir das viel Freude, weil ich wusste, dass ich etwas Gutes tat. Aber hier, wenn ich durch meinen Unterricht sehe, wie sich eine Seele entwickelt, dann werde ich mir klar, dass ich einem spirituellen Wesen das allergrößte Gut schenke, indem ich es in eine Einheit in der Liebe mit dem Vater bringe. Deswegen übersteigt mein Glück hier das auf Erden, denn die Entwicklung der Seele ist viel bedeutender als bloß die Entwicklung des Verstandes.
Meine Arbeit beschränkt sich nicht nur auf den Unterricht. Ich widme mich auch der Hilfeleistung an Sterbliche, damit sie eine wahre Vorstellung über das Leben hier erlangen - ich meine den spirituellen Teil dieses Lebens. Niemand ist gänzlich ohne spirituellen Einfluss, sei es zum Guten oder zum Bösen. Viele sind empfänglich für die Einflüsse der bösen spirituellen Wesen, und deshalb ist die Arbeit der guten Wesen so viel schwieriger. Es gibt etwas in der Natur des Menschen, das ihn viel leichter zu bösen Gedanken leitet als zu guten. Das ist ein alter Ausspruch, ich weiß, aber er ist wahr. Und die Tatsache, dass er so oft und während so langer Zeit gesagt wurde, mindert nicht seine Bedeutung als Wahrheit. Solange also die Menschen diese Neigung in ihrem Wesen verspüren, ist der Kampf zwischen den guten und den bösen Einflüssen etwas ungleich. Trotzdem haben die guten Einflüsse einen Vorteil, denn was sie vermitteln, ist wahr, und die Wahrheit stirbt nie, während die Anregungen der bösen Einflüsse nur eine vergleichsweise kurze Zeit dauern.
Wenn das Stoffliche vom Spirituellen abfällt, das es einmal eingehüllt hat, dann wird dieses Wesen von vielen dieser natürlichen Tendenzen zu bösen Gedanken und Taten befreit. Diese Trennung macht zwar aus einem Teufel keinen Heiligen, aber es macht es dem spirituellen Wesen so viel leichter, sich von vielen dieser bösen Neigungen zu lösen, und macht es empfänglicher für die Einflüsse der Wahrheit und der Güte.
Du darfst aus dem nicht glauben, dass sie zu guten spirituellen Wesen werden, sobald sie sich nur ein Weilchen in der spirituellen Welt befinden, denn so ist das nicht. Viele böse spirituelle Wesen sind schon viele Jahre in der spirituellen Welt, und dennoch hegen sie immer noch ihre bösen Gedanken und Begehren und all die bösen Qualitäten wie Hass, Bosheit, Neid usw., die sie auf Erden hatten.
Ihre Aufgabe des irdischen Lebens hat ihnen den freien Willen nicht genommen - die größte Kraft oder Macht, die Gott den Menschen verlieh außer der Liebe. Und viele dieser spirituellen Wesen weigern sich, ihren Willen auf eine Weise auszuüben, die es ihnen erlauben würde, sich selbst von den bösen Gedanken und Wünschen zu befreien.
Du siehst daher, die bloße Tatsache, ein spirituelles Wesen zu werden, bedeutet nicht, dass der Sterbliche zu einem guten und heiligen Wesen wird. Nein, ich bedaure, sagen zu müssen, dass viele Menschen, die auf Erden böse waren, als spirituelle Wesen immer noch böse sind; ihr Glück, das sie zu haben glauben, ist nur jenes Glück, das sie als Menschen zu erfahren glaubten aus der Ausübung böser Gedanken und Taten heraus.
Dennoch gibt es eine große erlösende Tatsache verbunden mit ihrem finsteren und traurigen Zustand, und zwar: letzten Endes, wann immer es Gott richtig erscheint, wird all das Böse aus der spirituellen Welt verbannt werden, und alle spirituellen Wesen werden jenes Glück empfangen, das aus einer sünden- und fehlerfreien Natur kommt - nicht aus dem bloßen Fiat Gottes heraus, sondern weil die Menschen jenes suchen und tun, was die Seele von Sünde und Fehler befreit und ihr erlaubt, wieder in Harmonie mit Gottes Gesetzen zu kommen - geradeso wie, so stelle ich mir vor, es Adam und Eva im historischen Garten Eden genossen.
Dieses Glück ist zwar von einem Charakter, der viel Zufriedenheit und Frieden bringt, aber es ist nicht das wahre Glück, das Gott erwartet, all Seinen Kindern geben zu können, die um das Einfließen der Göttlichen Liebe in ihre Seele bitten und suchen.
Es gibt noch ein Gesetz in der spirituellen Welt, das vorsieht, dass kein spirituelles Wesen je zu den höchsten Sphären fortschreiten kann, bevor es sich klar wird, dass es die Liebe und Hilfe des Vaters suchen muss. Du sagst vielleicht, es gibt viele spirituelle Wesen in den höheren Sphären, die niemals diese Liebe empfangen haben, und dennoch schritten sie fort und sind nun vergleichsweise glückliche Wesen. Das ist wahr, aber ihr Fortschritt ist rein intellektuell und moralisch. Sie können nur in einem beschränkten Maße fortschreiten, und dann hört ihr Fortschritt auf, weil die Entwicklung des Verstandes und der natürlichen Liebe ihre Grenzen hat.
Aber dieser Fortschritt ist nicht der Fortschritt, von dem ich spreche. Dieser andere Fortschritt ist grenzenlos und führt zu Sphären ohne Ende, und bringt uns näher und näher zum Urquell selbst des Vaters, wenn die Göttliche Liebe an Menge in der Seele zunimmt. Mir haben das spirituelle Wesen aus den Göttlichen Sphären erzählt.
Ich werde mich heute Nacht nicht über diese große Seligkeit auslassen, denn das würde zu lange dauern, und du bist schon etwas müde, aber ich werde sagen, dass alle Menschen danach suchen sollten auf Erden und in der spirituellen Welt. Ich hatte sie nicht auf Erden, aber ich fand sie, seit ich hier bin, und nun besitze ich sie, Dank sei Gott und Seiner Liebevollen Güte. Ihr, meine Freunde, habt sie und viele andere auch, zu viele um sie alle zu nennen.
Ich höre nun auf, weil ich müde bin, und du auch rasten musst. Mit all meiner Liebe und den besten Wünschen bin ich,
Dein alter Professor,
Joseph Salyards
Was macht das spirituelle Wesen des Menschen, wenn es den stofflichen Körper für ewig verlässt?
Ich bin hier, Johannes der Apostel
Ich komme heute Nacht, um dir eine lebenswichtige Wahrheit mitzuteilen, von der ich weiß, dass sie dich interessiert.
Es ist oft die Frage gestellt worden: "Was macht das spirituelle Wesen des Menschen, wenn es den stofflichen Körper für ewig verlässt?"
Viele spirituelle Wesen, so weiß ich, haben dir über dieses Thema geschrieben, und einige von ihnen haben ihre persönlichen Erlebnisse beschrieben. Dennoch fehlen in all der Information, die du erhalten hast, einige Tatsachen, auf die nicht hingewiesen worden ist, und ich werde sie ganz kurz beschreiben.
Wenn der Geist den Körper verlässt, dann reißt die Silberschnur, wie man sie nennt, und dadurch wird jegliche Verbindung zwischen Geist und Körper auf ewig zerstört. Nie wieder kann der Geist jenen Körper betreten. Auch kein anderes spirituelles Wesen kann das, obwohl einige Spiritualisten behaupten, dass ein anderer Geist den abgestoßenen Körper bewohnen kann. Aber das ist alles falsch, denn kein spirituelles Wesen betritt je einen Körper, der einmal einem anderen spirituellen Wesen als Heim gedient hat. Und deswegen sind die Behauptungen, die von einigen weisen Männern im Osten aufgestellt worden sind, dass so etwas geschehen kann, völlig aus der Luft gegriffen.
Wenn die Silberschnur einmal zerrissen ist, kann keine Macht, die in der spirituellen Welt oder unter den spirituellen Wesen der höchsten Sphären bekannt ist, diesen Körper erneut auferwecken und Lebenszeichen hervorrufen. Wenn deswegen bei den Wundern, die in der Bibel erwähnt werden, gesagt wird, dass die Toten zum Leben erweckt wurden, muss man verstehen, dass jenes Band zwischen dem spirituellen Wesen und dem Körper nie zerrissen war.
In diesen alten Zeiten damals genauso wie heute gab es Personen die anscheinend tot waren, und, soweit es das menschliche Wissen anbelangt, waren sie tot. Aber sie waren in Wirklichkeit in einem Stadium, das man als Scheintod bezeichnen kann. Weil keine Lebenszeichen für das menschliche Bewusstsein sichtbar waren, glaubte man, dass der Tod eingetreten war; aber in keinem Fall, wo angebliche Tote zum Leben erweckt worden waren, war der Tod wirklich eingetreten.
Wie Lazarus dir schon erzählt hat, als Jesus ihm befahl herauszukommen, war er nicht gestorben, und das gleiche gilt für alle anderen angeblichen Toten, die zum Leben erweckt worden waren.
Wenn dieses Band einmal reißt, dann treten gewisse chemische Gesetze in Kraft, die den stofflichen Körper betreffen, und gewisse spirituelle Gesetze, die den Geist betreffen, und es wird für das spirituelle Wesen absolut unmöglich, wieder in den Körper einzutreten. Und wie man dir mitgeteilt hat, wir alle, Sterbliche und spirituelle Wesen und auch die Engel unterliegen Gesetzen, die keine Ausnahme kennen und niemals in ihrem Wirken variieren.
Deshalb sage ich, wenn sich einmal das spirituelle Wesen und der Körper trennen, dann ist das für die Ewigkeit. Das spirituelle Wesen wird dann von sich aus ein separates Gebilde, das zur Gänze und ausschließlich den Gesetzen unterworfen ist, die den spirituellen Körper regeln.
Mit dem Eintritt des spirituellen Körpers in die spirituelle Welt kommt auch die Seele, die immer noch in diesem spirituellen Körper eingeschlossen ist und in einem gewissen Maße von diesem kontrolliert wird. Der letztere wird aber auch in gewisser Weise von der Seele kontrolliert.
Der spirituelle Körper hat nicht von sich aus die Macht, seinen Aufenthaltsort oder seine Bestimmung, was den Ort anbetrifft, auszuwählen, denn das Gesetz der Anziehung, das in dieser Besonderheit gilt, wirkt auf die Seele, und der Zustand der Seele bestimmt ihren Aufenthaltsort. Und nachdem der spirituelle Körper die Seele umhüllt, muss er dorthin gehen, wohin das Gesetz der Anziehung die Seele schickt, damit sie dort lebt.
Der Verstand und die vernunftmäßigen Begabungen und die Sinne haben ihren Sitz im spirituellen Körper, aber das Gesetz, von dem ich spreche, wirkt nicht auf diese Eigenschaften. Das ist augenscheinlich für jedes spirituelle Wesen, das aus der Beobachtung und aus der Erfahrung weiß, dass die kombinierte Kraft all dieser Fähigkeiten das spirituelle Wesen keinen Schritt auf dem Weg des Fortschrittes bewegen kann, wenn diese Fähigkeiten nicht in ihrem Einfluss auf die Seele deren Zustand geändert haben (und das kann auf dem Gebiet des bloßen geistigen und moralischen Voranschreitens erfolgen).
Ich wiederhole also, der Zustand der Seele bestimmt den Aufenthaltsort und das Aussehen des spirituellen Körpers. Dieses Gesetz der Anziehung arbeitet so genau, dass es in seinem Wirken keine Chance gibt zu intervenieren und den spirituellen Körper an einen Ort zu stellen, der ihm nicht zusteht auf Grund des Wirkens dieses Gesetzes.
Wenn also der spirituelle Körper die spirituelle Welt betritt, denn muss er zu jenem Ort gehen und ihn einnehmen, den ihm sein eingeschlossener Seelenzustand bestimmt. Keine Vermittlung von Freunden, keine Liebe von Eltern, vom Ehegatten oder Kind können dieses Geschick abwenden; wenn auch eine Zeit lang, bis die Seele wirklich zu ihrer Bedingung erwacht ist, dass das irdische Leben zu Ende gegangen ist, diese Verwandten oder Freunde den spirituellen Körper nahe dem Ort seines Eintrittes ins spirituelle Leben zurückhalten können, obwohl dieser Platz eine schönere Umgebung und mehr Glück enthalten mag als der Bestimmungsort. Aber diese Situation währt nicht lange, denn das Gesetz arbeitet; und wenn die Seele voll das Bewusstsein erlangt, hört sie den Ruf und muss gehorchen.
Du siehst also, Freunde und geliebte Wesen im spirituellen Leben empfangen den Neuankömmling mit Liebe, Freundlichkeit und Trost; aber der Abschied muss kommen, und jede Seele muss ihr Heim finden, wie es ihre eigenen Qualitäten bestimmen. Und dennoch ist der Trost echt; denn in vielen Fällen, wenn das nicht geschähe, würde das einsame spirituelle Wesen Furcht und Verwirrung erleben und all die unsagbaren Gefühle, verlassen zu sein.
Dann kommt eine Zeit, wenn jede Seele auf sich alleine gestellt ist, und in ihrer Schwäche oder Stärke erkennen muss, dass keine andere Seele ihr die Sorgen oder die Lasten abnehmen oder für sie leiden kann. Und somit wird der Ausspruch Wirklichkeit, dass jede Seele ihr eigener Buchhalter ist und allein verantwortlich für ihren Zustand.
Natürlich können in vielen Fällen liebevolle Freunde die Seele an ihrem Aufenthaltsort besuchen und Trost, Hilfe, Aufmunterung und Belehrung leisten. Aber in einigen Fällen kann das nicht geschehen, denn wenn diese Seele dann nackt vor sich selbst liegt und alle Verunstaltungen, Sünden und böse Eigenschaften augenscheinlich werden, baut sie um sich selbst eine Mauer auf, die die guten Freunde und liebevollen Helfer davon abhält, ihr zu erscheinen.
Und so kommt das große Gesetz der Anziehung wieder zur Wirkung; denn diese höher entwickelten Freunde können zwar nicht zu jener Seele gelangen, aber andere spirituelle Wesen, die eine ähnliche Seele und Qualitäten besitzen, werden zu Gefährten und leisten die Hilfe, wie ein Blinder eben die Blinden führen kann in ihrem Herumirren.
Die von mir oben beschriebene Bedingung ist das Schicksal einiger Seelen kurz nach ihrer Verwandlung zu spirituellen Wesen, und sie ist beklagenswert. Und du könntest glauben, dass diese Seelen vom liebevollen Einfluss der helfenden spirituellen Wesen Gottes verlassen sind und alleine gelassen werden an ihren öden Wohnorten; aber das ist nicht der Fall. Sie sind zwar der Anwesenheit dieser höheren spirituellen Wesen beraubt, aber die Einflüsse der Liebe und des Mitleides fließen von diesen Wesen, und irgendwann einmal werden sie von den Einsamen vernommen. Und wenn diese Einflüsse verspürt werden, beginne die armen Seelen zu erwachen, was nach und nach ihre Abgrenzungsmauer zum Verschwinden bringt, bis eines Tages die höheren spirituellen Wesen finden, dass sie ihre Anwesenheit diesen Unglücklichen manifestieren können.
Außerdem hat jedes spirituelle Wesen, ganz gleich wie tief gesunken es sein mag, eine Arbeit zu verrichten, auch wenn diese unbedeutend erscheinen mag. Und unter jenen spirituellen Wesen ähnlicher Bedingung gibt es einige, die ein wenig weiter fortgeschritten sind als die anderen. Auf Grund eines Gesetzes, das die weiter Fortgeschrittenen veranlasst, den Niedrigeren zu helfen, wird den letzteren oft aus ihrer misslichen Lage geholfen.
Nun, was ich zuletzt geschrieben habe, trifft natürlich auf die spirituellen Wesen zu, die böse und verdorben sind und ohne jegliche Seelenentwicklung im Sinne der Güte. Aber ein ähnliches Prinzip gilt für die Bedingung aller spiritueller Wesen im Erdniveau, wenngleich sie mehr Gelegenheit finden, Hilfe zu erhalten und fortzuschreiten, je höher sie sich in diesem Niveau befinden.
Über diese letzteren und das Wirken der geistigen Gedanken und moralischen Qualitäten auf die Lage und den Fortschritt der Seele werde ich dir später schreiben.
Ich habe für heute Nacht genug geschrieben, und beim Abschied gebe ich dir all meine Liebe und meinen Segen und wünsche dir eine gute Nacht.
Dein Bruder in Christus,
Johannes
Die Großmutter von Herrn Padgett beschreibt mehrere Sphären und die verschiedenen Arten spiritueller Wesen, die sie bewohnen
Ich bin hier, Ann Rollins
Nun, mein lieber Enkel, ich bin hier und möchte heute Nacht eine Weile über einiges schreiben, was wahr ist, und dir die Wirkungsweise Gottes Liebe unter den Menschen und spirituellen Wesen zeigen.
Ich habe ziemliche Erfahrung damit, obwohl ich noch nicht eine sehr lange Zeit in der spirituellen Welt bin, so wie wir die Zeit messen (was wir natürlich nicht tun, sondern ich verwende den Ausdruck bloß, damit du verstehst, was ich meine).
Ich befinde mich, wie ich dir gesagt habe, in der Zweiten Göttlichen Sphäre, wo sich auch deine Ehefrau und deine Mutter befinden. In dieser Sphäre sind alle Bewohner spirituelle Wesen, die durch die Göttliche Liebe und die Große Barmherzigkeit des Vaters und durch die Große Gabe der Unsterblichkeit erlöst worden sind, über die dir Jesus vorige Nacht geschrieben hat.
Ich bin nun in meinen Seelenqualitäten so entwickelt, um zu erkennen, dass ich einen Teil der Göttlichen Natur des Vaters forme, und dass ich jene Qualitäten Seiner Natur besitze, die mich unsterblich machen, und diese Unsterblichkeit kann mir nie mehr weggenommen werden. Und was ich hier sage, trifft auf alle Bewohner dieser Sphäre zu.
Natürlich wirst du verstehen, dass es noch mehr Liebe gibt, die wir erhalten können, denn unser Fortschritt in der Göttlichen Liebe endet nie, bis wir in die Gegenwart selbst des Vaters kommen und fähig sind, Ihn mit unseren Seelenwahrnehmungen zu sehen.
Du kannst diese Phase, so wie du jetzt bist, unmöglich verstehen, aber wenn du zum Ort kommst, wo ich mich jetzt befinde, wirst du das verstehen. Und in gewisser Weise ist es dir sogar jetzt schon möglich, dies zu verstehen, während du dein irdisches Leben führst, aber nicht in dem Ausmaße, wie wenn du zu einem spirituellen Wesen wirst und in dieser Sphäre lebst.
Deine Mutter und Ehefrau besitzen nun diese Qualität der Seelenwahrnehmung, aber sogar unter uns besteht ein Unterschied im Auffassungsvermögen. Und man sagt mir, dass meine Seelenwahrnehmungen, wenn ich höher aufsteige und mehr der Göttlichen Liebe empfange, klarer und befriedigender für mich werden.
Wenn du uns also sagen hörst, dass wir erlöst sind und im Besitz eines Teiles der Göttlichen Essenz des Vaters sind, musst du verstehen, dass das relativ ist, und dass wir nicht perfekt sind. Sogar der Meister ist nicht perfekt, so wie Gott perfekt ist, wie er uns sagt. Aber er schreitet fort in der Erwerbung dieser Liebe und in der zunehmenden Kraft seiner Seelenwahrnehmungen.
Bis wir die Erste Göttliche Sphäre erreichen, besitzen wir nicht eine ausreichende Menge dieser Liebe, um uns zu Teilhabern der Göttlichen Natur des Vaters zu machen in dem Ausmaße, dass die gesamte natürliche Liebe von der Göttlichen Liebe aufgesogen wird; denn alle unterhalb jener Sphäre besitzen mehr oder weniger jener natürlichen Liebe, was bewirkt, dass sie ihre weltlichen Gefühle beibehalten. Ich meine jenes, was dazu neigt, ihren Fortschritt zu hemmen.
Selbstverständlich verlässt und die natürliche Liebe zu unseren Verwandten oder Freunden nie, auch nicht wenn wir die Göttlichen Sphären erreichen. Aber wenn wir zu Bewohnern jener Sphären werden, interessieren wir uns nicht mehr für die Angelegenheiten der Erde oder der Politik.
Die Siebente Sphäre trennt jene spirituellen Wesen, die sozusagen bloß die intellektuellen oder moralischen Qualitäten in höchstem Grade entwickelt haben, von jenen, die zusätzlich zur geistigen und moralischen Entwicklung ihre Seelen durch die Göttliche Liebe des Vaters ausgebildet haben.
Kein spirituelles Wesen, das nicht diese Liebe besitzt, kann zu einem Bewohner der Siebenten Sphäre werden. Wenn du also von einem deiner spirituellen Freunde oder Bekanntschaften hörst, oder von irgendeinem anderen spirituellen Wesen, dass es in der Siebenten Sphäre lebt, dann weißt du, dass diese Wesen die Göttliche Liebe empfangen haben und ihnen nur ein Bisschen fehlt, um sie die Erste Göttliche Sphäre betreten zu lassen, eine Einheit mit dem Vater zu werden und somit die Unsterblichkeit zu erlangen.
In der Sechsten Sphäre werden die geistigen und moralischen Fähigkeiten im höchsten Ausmaße entwickelt, und es ist nicht notwendig für das spirituelle Wesen, seine Seele in einem größeren Ausmaße zu entwickeln, um zu einem Bewohner dieser Sphäre zu werden. In anderen Worten, es handelt sich um eine Sphäre, die speziell jenen spirituellen Wesen gegeben wird, die sich mehr um die Verbesserung ihres Verstandes und ihrer moralischen Eigenschaften gekümmert haben als um die Entwicklung ihrer Seelen durch den Empfang der Göttlichen Liebe des Vaters. Diese Sphäre birgt großes Glück für die spirituellen Wesen der geistigen und moralischen Blüte, und sie ist die höchste Stufe, die diese in ihrem Fortschritt in der spirituellen Welt erreichen können.
Natürlich können diese spirituellen Wesen auch eine bessere Seelenentwicklung erlangen, denn die Göttliche Liebe steht allen zu und wartet auf alle Kinder Gottes. Aber meine Beobachtung ist es, dass die spirituellen Wesen, wenn sie einmal ihr Glück in der rein geistigen Betätigung oder in der Entwicklung ihrer moralischen Natur finden und in diese Sphäre gelangen, selten unzufrieden genug mit ihrer Situation des Glücks werden, um nach mehr zu streben. Tatsächlich wird die Mehrheit von ihnen nicht glauben, dass es eine größere Seligkeit gibt, die sie erlangen können, und deswegen entsteht jene lähmende Zufriedenheit, die sie beherrscht.
Ich weiß, es ist ein wenig schwierig für dich zu verstehen, was ich zu erklären trachte, aber was ich gesagt habe, ist wahr. Am Tag der Trennung werden diese spirituellen Wesen die Tatsache erkennen; aber dann wird es zu spät sein, um ihre Nachlässigkeit oder das Fehlen des Seelenbegehrens nach ihrer Entwicklung durch das Einfließen der Göttlichen Liebe in ausreichender Menge wieder gut zu machen, was notwendig ist, um es ihnen zu erlauben, Bewohner des Göttlichen Reiches zu werden.
(Frage: Was geschieht, wenn ein spirituelles Wesen zum ersten Male die spirituelle Welt betritt?)
Nun, wenn ein spirituelles Wesen die spirituelle Welt betritt, bestimmt seine mentale, moralische oder spirituelle Entwicklung den Ort, wo es zuerst leben soll. In der großen Mehrzahl der Fälle ist das erste Zuhause der spirituellen Wesen das Erdniveau; und in diesem gibt es eine Anzahl von Ebenen, die relativ höher oder niedriger sind als die anderen. Wenn sich also ein spirituelles Wesen auf dem Erdniveau wiederfindet, entdeckt es auch, dass seine Situation nicht so sehr verschieden ist von der auf Erden. Dieselben Vorstellungen über Recht und Unrecht, dieselben Überzeugungen, Gefühle und Wünsche herrschen vor.
Manchmal dauert diese Situation viele Jahre lang; und in anderen Fällen kommt der Wechsel vergleichsweise rasch. Wenn die spirituellen Wesen herüberkommen, hängt diese Änderung der Lage oft von Freunden oder Verwandten ab, die versuchen zu helfen und sie zu belehren. Wenn diese spirituellen Helfer selbst in Richtung auf geistige Errungenschaften entwickelt sind, denn werden sie sich natürlich bemühen, den Neuankömmling auf dieselbe Linie des Denkens und des Strebens zu leiten. In gleicher Weise werden die moralisch entwickelten Helfer die Frage der Moral zur besonderen Beachtung durch den Neuankömmling herausstreichen. Und so ist es mit den spirituellen Helfern oder jenen, die die Liebe des Vaters in ihre Seelen erhalten haben, und denen diese Liebe das wichtigste in der ganzen spirituellen Welt ist. Natürlich werden sie sich bemühen, das spirituelle Wesen über diese Liebe zu unterrichten und über Ihre Weiterentwicklung.
Du siehst also, viel hängt von den Helfern ab, die das neue spirituelle Wesen antrifft, wie sie auf sein Eintreffen in der spirituellen Welt warten, und von den Instruktionen, die diese spirituellen Helfer ihm erteilen. Aber mehr hängt von der Lage des spirituellen Wesens selbst ab. Wie ich gesagt habe, wenn es in die spirituelle Welt kommt, bringt es all seine Überzeugungen, Wünsche und Gefühle mit; und diese Qualitäten werden mehr oder weniger die Richtung seines Fortschrittes beeinflussen. Es ist einfacher, ein spirituelles Wesen zu beeinflussen, das bereits auf Erden ein Erwachen zur Liebe Gottes erfahren hat, auch wenn das in einem bescheidenen Ausmaß erfolgte, was ihn ermuntert, jene Gedanken zu verfolgen, die es auf spirituelle Wege leiten, als jemanden zu überzeugen, der dieses Erwachen nie erlebte.
Und so steht es um ein spirituelles Wesen, das auf Erden seine Studien ganz den geistigen Zielen widmete und alle Gedanken in Bezug auf Gott oder religiöse Angelegenheiten ausschloss. Solch ein spirituelles Wesen wird sich natürlich zu jenem hingezogen fühlen, was es als eine Fortsetzung seiner irdischen Gedanken betrachtet, oder was es ihm erlauben, die Entwicklung dieser Gedanken weiterzuführen; und folglich stellen sie seine "Schätze" dar, denen zwangsweise seine größte Zuneigung gilt. Und aus diesen Gefühlen werden seine Wünsche erwachsen, die, wenn nicht etwas Größeres dazwischenkommt, es dazu leiten wird, den Kurs dieser Wünsche zu verfolgen.
Und dasselbe Prinzip gilt für jede Bedingung des spirituellen Wesens: geistig, moralisch oder spirituell.
Nun zum Kern deiner Frage. So ein spirituelles Wesen, das der natürlichen Neigung seiner Bedingung folgt, wie ich das erklärt habe, wird in seinem Fortschritt versuchen, in jene Sphäre zu gelangen, wo die größten Möglichkeiten für die Entwicklung der spezifischen Phase seiner Bedingung geboten werden, die seine Hauptantriebskraft bildet. Und das steht in Übereinstimmung mit einem spirituellen Gesetz.
Das spirituelle Wesen, das die Entwicklung seiner geistigen Fähigkeiten vor allem anderen sucht, wird natürlich jene Sphäre suchen, wo diese Qualitäten die beste Gelegenheit finden, sich zu entfalten. Und so geschieht es mit dem Moralisten und dem spirituellen Wesen voll religiöser Gedanken.
Nun hat Gott in Seiner Großen Weisheit und Güte diese verschiedenen Sphären vorbereitet und hat sie dem Zweck ihrer Schöpfung angepasst. Und all die spirituellen Wesen haben die Wahl, wo sie eintreten und leben möchten. Aber natürlich ist nicht nur eine Sphäre ihrer Art vorbereitet, sondern es gibt mehrere, damit es einen Aufstieg seitens jener spiritueller Wesen geben kann, die diese verschiedenen Bedürfnisse und Neigungen haben.
Die Zweite, Vierte und Sechste Sphäre sind geeignet für jene spirituellen Wesen, die mehr qualifiziert sind oder mehr ersehnen, in ihren geistigen und moralischen Errungenschaften fortzuschreiten, oder vielmehr jene Qualitäten zu entwickeln, die sie besitzen, und die zu ihrer geistigen und moralischen Natur gehören.
Selbstverständlich müssen die spirituellen Wesen bei ihrem Fortschritt von der niedrigsten zu den entsprechend höheren Sphären, die ich erwähnt habe, durch alle dazwischenliegenden Sphären kommen. Aber sie halten sich dort nicht auf oder versuchen, sich häuslich einzurichten, oder bleiben dort wegen ihrer Entwicklung, denn in diesen dazwischenliegenden Sphären wird den Qualitäten, die diese spirituellen Wesen entfalten möchten, nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, und diese Wesen würden nicht viel Nutzen aus einem Aufenthalt in diesen Sphären ziehen. Aber die Tatsache, dass diese spirituellen Wesen durch die dazwischenliegenden Sphären gehen, bedeutet nicht, dass sie dadurch zusätzlich Liebe erhalten oder irgendeine Seelenentwicklung, denn das Gegenteil ist wahr. Somit kann ein spirituelles Wesen in der Dritten Sphäre, das die Göttliche Liebe besitzt, mehr Seelenentwicklung besitzen als jemand, der in der Sechsten Sphäre wohnt und diese Göttliche Liebe nicht besitzt.
Und so sind im Gegensatz zur Zweiten, Vierten und Sechsten Sphäre, die ich genannt habe, die Dritte, Fünfte und Siebente Sphäre geeignet und speziell vorbereite für die spirituellen Wesen, die die Entwicklung der Göttlichen Liebe in ihren Seelen suchen. Und in diesen letztgenannten Sphären ist die Göttliche Liebe das Größte, was gesucht und erworben wird.
Die spirituellen Wesen jener Sphären können genauso hoch in ihren mentalen und moralischen Fähigkeiten entwickelt sein wie die zuvor beschriebenen, und oft sind sie das sogar in größerem Ausmaße; denn mit der Seelenentwicklung in der Göttlichen Liebe (wenn dir das auch seltsam vorkommt) kommt geistige und moralische Entwicklung. Aber diese Entwicklung ist nicht die Hauptsache, wonach diese spirituellen Wesen suchen. Bei ihnen ist jeder Wunsch und jedes Bestreben ihrem großen Bemühen untergeordnet, diese Göttliche Liebe im höchsten Ausmaße zu erhalten. Diese spirituellen Wesen suchen immer danach, und sie werden nie zufrieden im Gegensatz zu jenen, die bloß die geistige Entwicklung und die der natürlichen Liebe suchen.
Wie ich gesagt habe, über die Sechste Sphäre hinaus können diese rein geistigen und moralischen Suchenden nicht fortschreiten, wenn sie nicht nach der Göttlichen Liebe suchen; und in der Sechsten Sphäre wird der Zenit der Seligkeit des Verstandes erreicht.
Die Sechste Sphäre ist reicher an Bewährung im Sinne, dass viel mehr jener spirituellen Wesen ein Erwachen zur Notwendigkeit erleben, diese Seelenentwicklung zu suchen, als die spirituellen Wesen der niedrigeren Sphären - denn wenn einige dieser spirituellen Wesen lange Zeit dort verweilten, beginnen sie sich der Beschränkungen ihrer geistigen Seligkeit bewusst zu werden. Und es mag dir seltsam vorkommen, aber sie kommen dazu häufig, wenn sie sich die Tage ihrer Kindheit in Erinnerung rufen, als man sie lehrte und sie glaubten, dass Gott sie liebte, und dass Seine Liebe das Größte auf der Welt wäre. Hier siehst du also den Ausspruch Jesu veranschaulicht, wie du wahrscheinlich nie darüber nachgedacht hast: "Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."
Viele dieser spirituellen Wesen haben keine Kindheitserinnerungen dieser Art, und hier setzt die Arbeit der höheren spirituellen Wesen ein, die durch die Große Liebe des Vaters erlöst wurden.
Aus all dem wirst du sehen, wie Gott den unabhängigen Willen Seiner Geschöpfe anerkennt und respektiert. Er zwingt sie nicht, Seine Liebe zu suchen, sondern wartet, bis sie durch ihre eigene Erfahrung lernen, dass das, was sie einst für völlig ausreichend für ihr Glück hielten, nicht ausreichend ist; und wenn sie diese Unzulänglichkeit erkennen, werden sie unzufrieden; und mit der Unzufriedenheit kommt der Wunsch, das große Unbekannte, das Ersehnte kennenzulernen, was letzten Endes sie dazu bringt, sich ihre Abhängigkeit von einer höheren Quelle der Seligkeit einzugestehen, die nicht aus ihnen selbst strömt.
So, mein lieber Sohn, habe ich in meiner unvollkommenen Weise versucht, dir eine Beschreibung der verschiedenen Sphären und ihres Charakters und des Zwecks ihrer Erschaffung zu geben.
Du musst glauben, was ich dir gesagt habe, denn es ist wahr. Wenn du glaubst, wirst du den großen Vorteil sehen, wenn du danach strebst, die Sphären der Seele zu betreten, oder die Göttlichen Himmel; denn wenn du das tust, wirst du nicht nur die Entwicklung deiner Seele erreichen, sondern auch die Entwicklung deiner geistigen Qualitäten, und auch deiner moralischen Natur. Und daher wirst du den großen Ausspruch in der Bibel verstehen: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen."
Nun, ich habe dir einen langen Brief geschrieben und muss nun aufhören. Also, mit all der Liebe einer ergebenen Großmutter wünsche ich dir eine gute Nacht.
Ann Rollins
Das Schicksal des Menschen, der nicht die Göttliche Liebe in seiner Seele birgt, und der nur mit der natürlichen Liebe und dem Glauben an die Credos und Dogmen der Kirchen stirbt
Ich bin hier, Jesus
Ich komme heute Nacht zu dir, um dir zu sagen, dass du ich in einem besseren Zustand zu schreiben befindest, als du es schon einige Zeit nicht warst, und ich halte es fürs beste, dir eine Botschaft mitzuteilen.
Nun gut, ich werde über das Thema schreiben: "Das Schicksal des Menschen, der nicht die Göttliche Liebe in seiner Seele birgt, und der nur mit der natürlichen Liebe und dem Glauben an die Credos und Dogmen der Kirchen stirbt."
Ich weiß, viele Menschen glauben, dass es die Glaubensbekenntnisse der Kirchen sind, was notwendig ist, um die Menschheit zu erretten (ich meine das in Bezug auf die Taufe und die Beachtung der Sakramente und in Bezug auf den Glauben, dass die Menschen in meinem Namen gerettet werden können) - dass diese ausreichen, und dass sie alles sind, was notwendig ist, um ihnen den Eintritt in das Himmelreich zu sichern. Sie ruhen in dieser Überzeugung mit einem Gefühl der Sicherheit, dass nichts sonst erforderlich sei oder auf andere Weise gesucht oder erworben werden sollte. Die große Mehrheit der bekennenden Christen befindet sich in diesem Zustand der Überzeugung; deswegen wird die größere Anzahl der Menschheit nicht das Himmelreich betreten oder Göttlich in ihrem Wesen werden.
Ich habe dir bereits erzählt, was diejenigen erwartet, die die Göttliche Natur des Vaters besitzen, und nun werde ich meine Botschaft auf die Zukunft dieser großen Mehrheit beschränken.
Wie du vielleicht weißt, der Fluss kann niemals höher hinauffließen, als seine Quelle ist, und genauso wenig kann diese Mehrheit eine Vollkommenheit und ein Glück erreichen, das größer ist als das, das der Mensch besaß vor dem Augenblick seines Falles vom Zustand seiner perfekten Schöpfung. Deswegen spielt es keine Rolle, wie groß sein Fortschritt sein mag in Bezug auf seine natürliche Liebe oder seine moralischen und geistigen Qualitäten, er kann den ersten erschaffenen Menschen nie übertreffen, wie er vor seinem Sündenfall war. Und die einzig mögliche Zukunft für diese große Mehrheit ist die Bedingung und die Entwicklung, die im perfekten Menschen Gottes erster Schöpfung existierte.
Ich weiß, man sagt, dass der Mensch in sich einen Teil der Göttlichkeit des Vaters berge, und dass er diese Göttliche Substanz aus eigener Kraft entwickeln könne, bis er selbst Göttlich wird und vom Wesen des Vaters. Aber das ist nicht wahr. Es ist nicht möglich, die Göttliche Liebe oder irgendeine Essenz des Göttlichen aus etwas zu entwickeln, was nichts vom Göttlichen Wesen in sich selbst birgt. In der spirituellen Welt, und ich meine die Spirituellen und die Göttlichen Himmel, herrschen Gesetze; und sie sind geradeso gewiss in ihrem Wirken wie die Gesetze der materiellen Welt. Und ein fundamentales Gesetz lautet, dass aus Gleichem nur Gleiches entstehen kann, obwohl in der stofflichen Welt es erscheinen mag, dass das Derivat nicht gleich den Ausgangsprodukten ist. Aber das ist nur das Erscheinungsbild; denn in der Substanz und in der Essenz existiert die Gleichheit und kann nicht ausgelöscht werden.
Dies gilt auch für die wahre Bedingung der menschlichen Seele. Wenn sie nur die natürliche Liebe besitzt - die erschaffene Liebe - dann wird die Entwicklung dieser Liebe zu etwas führen, was unmöglich größer oder anders sein kann als die natürliche Liebe in ihrer Zusammensetzung. Und ganz egal wie groß die Vollkommenheit werden kann, das Göttliche Element fehlt; und all die Beschränkungen sind inhärent im erschaffenen Wesen und kontrollieren immer noch dieses Wesen und formen einen Teil von ihm.
Der Entwicklung dieser natürlichen Liebe ist eine Grenze gesetzt, ebenso dem Glückszustand - und darüber hinaus kann das Wesen nicht gelangen. Und diese Grenze stellen nur die Qualitäten und die Herrlichkeit dar, die der erste Mensch besaß, bevor er von der Sünde verunreinigt und durchsetzt wurde. Der Verstand des Wesens ist auch begrenzt in seinem Fortschritt, den er erzielen kann beim Erwerben von Wissen; denn dieser Verstand, der erschaffen wurde, ist an die Schranken gebunden, die die Schöpfung setzt.
Deswegen sage ich, so ein Mensch kann niemals höher fortschreiten in jenen Qualitäten oder Eigenschaften, mit denen er ausgestattet worden war, wie er als der vollkommene Mensch war, weder spirituell noch geistig, außer er sucht und erlangt die Göttliche Liebe. Wenn spirituelle Wesen kommen und schreiben, dass das Leben in dieser spirituellen Welt immer im Fortschritt begriffen ist, dann haben diese Wesen, die schreiben, niemals jene Grenze erreicht, von der ich spreche; deshalb scheint für sie der Fortschritt endlos zu sein. Aber dieser Glaube ist gut so, denn er spornt sie an, sich immer mehr um den Fortschritt zu bemühen.
Es gibt viele spirituelle Wesen in diesem perfekten Zustand in der höchsten Sphäre der natürlichen Liebe oder der Vergeistigung, aber es gibt spirituelle Wesen, die bereits eine ungeheure Zahl von Jahren in der spirituellen Welt leben, und die du uralte Wesen nennen kannst. Diese Wesen haben die Beschränkungen erfahren, von denen ich schreibe; sie können zwar die Zielrichtung ihrer Forschung ändern und die Quelle ihres Glücks, aber ihr Fortschritt hat ein Ende. Deswegen überkommt sie oft eine Unzufriedenheit gefolgt von der Erkenntnis, dass es über und jenseits ihrer Sphäre irgendetwas geben müsse, was erlangt werden kann und das ihren vollkommenen Zustand und ihre Entwicklung übersteigt.
Als Ergebnis dieser Unzufriedenheit horchen viele dieser spirituellen Wesen in ihren Momenten der Unrast auf jene Wesen, die die Göttliche Essenz besitzen, und die keine Beschränkung im Fortschritt kennen; denn diese letzteren spirituellen Wesen befinden sich in der höchsten Sphäre der vollkommenen natürlichen Liebe immerzu und versuchen, ihnen den Weg zu einer höheren Entwicklung und Seligkeit in den Göttlichen Sphären zu weisen.
Es mag dich überraschen, aber es ist eine Tatsache, dass diese spirituellen Wesen der natürlichen Liebe gewöhnlich nicht den spirituellen Wesen der Göttlichen Sphären Gehör schenken während der Phase ihres Fortschrittes, besonders wenn sie sich ihrer Vollkommenheit nähern. In der Befriedigung und im Glück, das sie empfinden während dieses Fortschrittes, glauben sie, dass es keine anderen Methoden fortzuschreiten geben kann, die wünschenswerter oder großartiger wären als diejenigen, die sie verfolgen. Und nur wenn sie dazu kommen, die Unzufriedenheit, von der ich spreche, zu erleben, dann werden sie zur Tatsache erwachen oder zustimmen, zur Tatsache erweckt zu werden, dass es einen Weg geben kann, der zu Dingen jenseits ihres Horizontes und ihrer Vollkommenheit führt, die sie erworben haben.
So wie ich sage, je höher der Fortschritt dieser spirituellen Wesen und je weiter sie sich vom Erdniveau entfernen, desto schwieriger wird es, sie zu überzeugen, dass es einen Zustand der Vollkommenheit und der Seligkeit gibt, der das übersteigt, was sie suchen, und einen anderen Weg als den, den sie verfolgen.
Wenn diese spirituellen Wesen in ihrer natürlichen Liebe und in der Entwicklung ihres erschaffenen Verstandes fortschreiten, erleben sie viel Glück und Befriedigung. Und in jeder Phase des Fortschrittes werden diese Erlebnisse immer größer, sodass sie sich leicht vorstellen können, dass es keinen überlegeneren Weg gibt als den, auf dem sie wandern. Deswegen wird, wenn sie das einmal glauben, die Schwierigkeit, sie vom Gegenteil zu überzeugen, fast unüberwindlich. In der Folge widmen die spirituellen Wesen der Göttlichen Sphären und jene der Spirituellen Sphären, die in der Göttlichen Liebe fortschreiten, den Großteil ihrer Zeit und ihrer Bemühungen, spirituelle Wesen von diesen höheren Wahrheiten zu überzeugen, während sie sich noch auf dem Erdniveau befinden, und bevor sie das Glück, das ich erwähnt habe, erleben.
Das Leben auf Erden und jenes auf dem Erdniveau der spirituellen Welt sind jene Phasen, wenn die Seelen der Sterblichen und spirituellen Wesen die beste Gelegenheit finden, jene Wahrheiten kennenzulernen und zu glauben, die ihnen den Weg zum Fortschritt weisen, der ohne Grenzen und Beschränkungen ist. Darin also liegt die Bedeutung, dass die Menschen diese Wahrheiten kennenlernen, und ebenso die spirituellen Wesen, bevor sie die Genugtuung und den Stolz erleben, so möchte ich einmal sagen, die der Fortschritt in der Entwicklung ihrer natürlichen Liebe und ihrer geistigen und moralischen Qualitäten ihnen bringt.
Bis der Zeitpunkt kommt, wenn der Vater dem Menschen und dem spirituellen Wesen das Privileg entzieht, diese Göttliche Liebe und Essenz zu erlangen, wenn also der zweite Tod kommt, werden diese spirituellen Wesen und alle Wesen und Sterblichen die Gelegenheit haben, den Weg zu den Göttlichen Sphären und zur Unsterblichkeit zu suchen und zu finden. Aber nach dieser Zeit wird dieses Privileg nicht mehr existieren. Jene spirituellen Wesen also, die nicht den Weg dieses Privilegs gefunden und verfolgt haben, werden nur vollkommene Wesen sein, so wie es die ersten Eltern waren. Sie werden keine Gewissheit der Unsterblichkeit besitzen, nicht einmal eines fortbestehenden Lebens, und jene Unzufriedenheit und die Sehnsucht nach etwas Unbekanntem wird sie erfüllen.
Sie werden bloß erschaffenen Wesen in ihrem spirituellen Körper, ihrer Seele und ihrem Verstand bleiben. Und nachdem die ersten Eltern all diese Qualitäten besaßen, die diese erneuerten Mensch ihr eigen nennen, und dennoch der Sünde erlagen, warum kann es dann nicht sein, dass diese letzteren auch erliegen, und dass dann eine Änderung im individualisierten spirituellen Wesen kommt, die diese Individualität zerstört und sie in ihre Elemente auflöst wie vor der Schöpfung?
Niemand weiß, ob so eine Änderung stattfindet - ob das vollkommene spirituelle Wesen immer dieselbe Individualität beibehält, oder ob die Seligkeit dieses Wesens immer existieren wird. Und genauso wenig weiß niemand, ob alles so weitergeht wie jetzt.
Warum sollten also die Kinder Gottes nicht eher jenen Kurs auswählen, der zur Göttlichkeit und zur Gewissheit der Unsterblichkeit und zum Fortschritt führt, als jenen, der zum begrenzten Fortschritt, zur begrenzten Seligkeit und zur Ungewissheit über die Unsterblichkeit leitet?
Ich habe für heute Nacht genug geschrieben. Ich komme bald wieder. Denk also daran, dass ich dich liebe und bei dir bin, um zu versuchen, dir spirituell zu helfen, und dass ich zum Vater bete, dass er dich segne.
Gute Nacht.
Dein Bruder und Freund,
Jesus
Warum Jesus nicht Schlachtfelder betreut, wo die Szenen der Gemetzel geschehen
Ich bin hier, Jesus
Natürlich sind die Szenen, in denen ich dargestellt wurde, reine Phantasiegebilde und sollen dem Beobachter den Glauben oder den Gedanken nahelegen, dass ich wegen meiner Lehren über den Frieden und die guten Absichten an die Menschen notwendigerweise interessiert an dem wäre, was gegen meine Lehren verstößt, und dass ich folglich bei den Schlachtfeldern und bei der Zerstörung des menschlichen Lebens anwesend wäre. (Jesus teilte diese Botschaft am 2. November 1916 mit.)
Aber vielleicht überrasche ich dich, wenn ich dir sage, dass ich diese Szenen nicht besuche, denn mein Auftrag als spirituelles Wesen ist es nicht, jenen zu helfen, die in der Schlacht fallen und zur spirituellen Welt kommen als Opfer der Zerstörung des Krieges und des Mordens von menschlichen Wesen. Es gibt viele spirituelle Wesen, deren Pflicht es ist, auf jene spirituellen Wesen achtzugeben, die so plötzlich in die spirituelle Welt geschickt wurden, und ihnen zu helfen, damit sie sich über ihre geänderten Bedingungen klar werden, und sie zur Erkenntnis zu leiten, dass sie keine Sterblichen mehr sind. Diese spirituellen Wesen werden speziell für diese Arbeit abgestellt, und sie trösten die unglücklichen spirituellen Wesen und helfen ihnen, sich vom Schock ihrer gewaltsamen und plötzlichen Verwandlung zu erholen.
Diese Arbeit, wie du sagen könntest, ist materiell und hilft diesen spirituellen Wesen, von ihren spirituellen Begabungen Besitz zu ergreifen, unbeachtet dessen, ob sie jetzt für den Himmel oder die Hölle geeignet sind. In anderen Worten, sie arbeiten, um das Kommen dieser spirituellen Wesen so frei wie möglich von den Ängsten zu machen, die diese plötzliche Verwandlung hervorrufen kann. Diese Arbeit ist notwendig und stellt einen Teil des Planes des Vaters für das Wohlbefinden und das Glück Seiner Kinder dar unabhängig davon, ob sie Seine Liebe und Barmherzigkeit kennen oder nicht.
Aber meine Arbeit ist verschieden. Ich kümmere mich nur um die Seelen von Menschen, unabhängig von ihrer spirituellen Bedingung - das heißt, von der Bedingung als rein spirituelle Wesen. Auf den Schlachtfeldern stehen die Seelen der Menschen im Allgemeinen dem Einfluss meiner Lehren nicht offen; und meine Arbeit ist nicht unter den physisch Toten, sondern unter den Lebendigen, die in einem Zustand des geistigen und seelischen Gleichgewichts stehen, um die Einflüsse meiner Anregungen und Liebe zu empfangen. Nein, das Schlachtfeld ist nicht mein Arbeitsplatz, und das Töten von Menschen und das Gemetzel des Krieges ziehen mich nicht an oder geben mir die Möglichkeit, das große Werk zu verrichten, zu dem ich die spirituellen Wesen leite, die die Realität und die Notwendigkeit kennen, die Göttliche Liebe zu erlangen.
Mich interessiert der Frieden und die brüderliche Liebe der Menschen untereinander, und meine Lehren auf Erden und in der spirituellen Welt erfolgen, um diesen Frieden zustande zu bringen. Aber die Kriege zwischen den Nationen oder der Hass der Schlachten werden nie den Frieden erreichen ganz einfach wegen der Gräuel und der Verwüstung, die aus diesen Kriegen und Schlachten strömen. Die Menschen glauben vielleicht, wenn die Menschheit auf diese Zerstörung schaut, dann wird sie sie mit derartigem Schrecken und Grauen betrachten, dass niemals wieder ein Krieg stattfinden wird, und dass nur der Frieden folgen und für immer das Erbe der Menschen sein wird. Aber ich sage dir, dass sie sich dabei im Irrtum befinden, denn all das wird innerhalb von ein paar Jahren vergessen werden. Und dann, weil eben die Herzen der Menschen gleich sind und all der Hass, der Neid und die Ambition, die in den Herzen und im Geist der Verantwortlichen für die vergessenen Kriege waren, immer noch dort sind, werden sich die Ereignisse wiederholen, und die Tatsache, dass die Menschen immer noch im selben fleischlich Geist und Begehren leben, wird bewiesen werden.
Solange die Menschen in ihrer Bedingung der Sünde verbleiben und nur auf etwas zählen können, was einige die "Bruderschaft des Menschen" nennen, um sie davor zurückzuhalten, ihre Ambitionen zu befriedigen, oder ihre Wünsche zu erfüllen, angebliche Ungerechtigkeiten zu rächen, werden Kriege ausbrechen und der Schrecken dieser Konflikte wird neuerlich im Antlitz der Erde erscheinen.
Die Menschen werden schreien: "Frieden! Frieden!" Aber die Welt wird keinen Frieden kennen, und die armen Menschen werden immer wieder die Folgen des Wirkens dieser bösen Natur erleiden.
Und deshalb kannst du verstehen, dass es mich nicht so sehr interessiert, dass der Friede zu den Menschen kommt als Folge der Gräuel des Krieges, sondern ich möchte, dass er als das zwangsweise Resultat der Verwandlung der Herzen und Seelen der Menschen von der Sünde zur Reinheit kommt - von der bloßen natürlichen Liebe zur Göttlichen Liebe. Denn wenn diese letztere Liebe sich in der Seele der Menschen befindet, dann werden sie nicht vom Krieg, vom Hass und fleischlichen Gelüsten ablassen wegen des Grauens, das diese Dinge oft begleitet; sie werden vielmehr davon ablassen wegen der Liebe, die in den Seelen existiert, und die Kriege einfach nicht zulässt. Die Liebe wird regieren, und die Menschen werden den Hass und all das, was jetzt einen Teil ihres Daseins bildet, vergessen.
Meine Arbeit ist es, die Menschen vom gefallenen Menschen zum Besitzer der Göttlichen Liebe zu verwandeln. Ich versuche auch, die Menschen zu lehren, dass sie ursprünglich eine Liebe besaßen, die sie in ihrem reinen Zustande weg von Krieg und Hass geführt hätte; und dass ihre einzige Rettung, abgesehen vom Besitz der Göttlichen Liebe, darin besteht, diese reine Liebe wieder zu erlangen - die gereinigte natürliche Liebe. Aber es mag einigen wirklich seltsam vorkommen, es ist schwieriger für den Menschen, den Zustand der Läuterung in dieser natürlichen Liebe zu erlangen, als die größere Läuterung zu erzielen, die mit dem Besitz der Göttlichen Liebe kommt.
Ich sehe schon, viele Jahrhunderte werden vergehen, ehe der Mensch diesen Zustand der Läuterung der natürlichen Liebe erreicht, der es ihm ermöglicht zu sagen, dass wegen dieser Liebe nie wieder Kriege ausbrechen können und Friede herrschen muss. Deswegen besteht für ihn die große Notwendigkeit zu wissen, dass nur mit dem Kommen der Göttlichen Liebe Kriege und Hader gebannt werden - individuell und national.
Wenn also geschrieben steht oder in Bildern dargestellt wird, dass ich mich auf den Schlachtfeldern befinde, um den Menschen die Schrecken des Krieges zu zeigen, oder dass ich über das Niedermetzeln von Menschen weine, dann sind diese Schriften oder Darstellungen falsch.
Meine Aufgabe ist es, die Seelen der Menschen als Individuen zu erreichen, und sie zur Liebe des Vaters zu leiten. Und mein Weinen oder meine Trauer erfolgen, wenn die Menschen nicht auf die Stimme hören, die zu ihnen allen kommt und sie auffordert, sich zum Vater und zum Leben zu wenden.
Ein toter Körper ist von geringer Folge im Vergleich zu einer toten Seele, und es gibt so viele, die in die spirituelle Welt kommen und ihre toten Seelen mitbringen.
Wenn die Leichen auf dem Schlachtfeld liegen, so weiß ich, dass es dort nichts gibt, was meine Hilfe oder mein Mitleid braucht. Zu der Zeit sind die Seelen, die diese Körper verlassen, nicht in der Lage, meiner Hilfeleistung zuzuhören oder ihr zukünftiges Dasein zu bedenken. Du siehst also, es gibt keinen Grund, warum ich die Schlachtfelder besuchen oder versuchen sollte, diesen neugeborenen spirituellen Wesen zu helfen, wie du sie beschreiben könntest.
Der physische Tod bedeutet nicht viel im Angesicht der Ewigkeit. Und während ich das weiß, ist er für den gewöhnlichen Sterblichen eines der bedeutendsten Erlebnisse seiner Existenz, dennoch ist er, wie ich sage, von vergleichsweise geringer Bedeutung.
Aber die Bedeutung des Todes der Seele und die große Notwendigkeit, danach zu streben, dass diese Seele zum Leben erwacht!
Nun gut, ich habe jetzt genug geschrieben und werde Schluss machen.
Ich sehe deinen Freund bei dir, und ich muss ihm sagen, dass ich oft bei ihm bin, und ich freue mich, dass er vom Tode zum Leben auferstanden ist. Das Schlachtfeld, wo er den Kampf der Seele ausgefochten hat, ist größer und fürchterlicher in seinem Aussehen und seinen Hinweisen auf Gemetzel und Zerstörung als das Schlachtfeld, das nun die physischen Körper so vieler Menschen zerstört. Ich meine, dass die ganze Welt das Schlachtfeld im Kampf der Seele bildet. Und wenn die Menschen nur die Folgen des Seelenkrieges sehen könnten, so wie sie die Folgen jenes Krieges sehen können, der nun die ganze Welt zerrüttet, dann würde sie verstehen, dass es nicht der "große Krieg" ist, der verursacht, dass so viele tote Seelen die spirituelle Welt betreten.
Gib ihm meine Liebe und meinen Segen. Ich werde bald wiederkommen und dir eine Botschaft über die Wahrheit schreiben.
Also, mit all meiner Liebe und meinem Segen bin ich
Dein Bruder und Freund,
Jesus
Die Frau von Herrn Padgett bestätigt, dass Jesus schrieb
Ich bin hier, Deine wahre, treue und dich liebende Helen
Was für eine wunderbare Botschaft des Meisters du empfangen hast, und wie ernst er beim Schreiben war. Die Herrlichkeit seines Aussehens hat sogar uns geblendet, und die Liebe, die sein Wesen selbst zu besitzen schien, lag über unserem Begriffsvermögen. Er war wahrlich der geliebte Sohn des Vaters, und die anwesenden spirituellen Wesen wurden von seiner Liebe überflutet, dass sie an seiner Herrlichkeit teilzuhaben schienen. O, mein Liebling, das war alles so wunderbar!
Deine wahre, treue und dich liebende
Helen