Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit - Jesus offenbart erneut das Evangelium


 

 

Kapitel 14

Die Unsterblichkeit

 

 

 

Jesus setzt seinen Diskurs über die Unsterblichkeit fort.

Herrn Padgetts Großmutter bestätigt, dass Jesus über die Unsterblichkeit schrieb.

Die Liebe Gottes bringt Unsterblichkeit im wahren Sinne des Wortes. (Lukas)

Vor dem Kommen Jesu konnte von keinem Philosophen oder religiösem Lehrer gesagt werden, dass er die Unsterblichkeit ans Licht gebracht hätte. (Henry Ward Beecher)

Johannes diskutiert die Unsterblichkeit - im Sinne eines immerwährenden Lebens - und warum die Kirchen sich weigern zu untersuchen, dass spirituelle Wesen sich mit Sterblichen verständigen können und das auch tun.

 


 

 

Die Unsterblichkeit

 

 

Nur vom Unsterblichen kann die wahre Unsterblichkeit erhalten werden

 

Ich bin hier, Jesus

Ich möchte heute Nacht über ein Thema schreiben, das wichtig ist für die Menschheit und zur Gänze erklärt werden sollte, damit sie die Wahrheit kennenlernen kann, die ihr den Weg zur Unsterblichkeit und zum Licht weist. Ich weiß, dass die Menschen die Frage nach der menschlichen Unsterblichkeit durch all die Jahrhunderte debattiert haben. Sie versuchten, die Echtheit ihrer Existenz mittels verschiedener Argumente zu beweisen und durch den Hinweis auf die Analogie in der Arbeitsweise des Universums Gottes bei der Erfüllung Seiner Pläne, wie dies durch verschiedene Schöpfungen der belebten Natur geschieht. In all diesen Diskussionen ist es ihnen nicht gelungen, die Tatsache der Unsterblichkeit endgültig und zufriedenstellend zu belegen. Und warum? Erstens, weil sie nicht verstanden, was Unsterblichkeit bedeutet; und ohne eine richtige Vorstellung dessen, was sie beweisen wollen, ist es sehr schwer, die Existenz des Gesuchten zu beweisen. Ich weiß, dass bisweilen einige der Autoren über das Thema eine ungefähre Vorstellung hatten, was Unsterblichkeit bedeutet und sie fast verstanden; und ihre Bestrebungen richteten sich darauf zu zeigen, dass aus dem inneren Bewusstsein des Menschen heraus und der Erscheinung jener Dinge in der Natur, die sterben und wieder zum Leben kommen, es gerechtfertigt ist, den Schluss zu ziehen, dass der Mensch selbst unsterblich ist, oder dass es von seinem Schöpfer beabsichtigt wurde, dass er unsterblich sei.

Aber das innere Bewusstsein des Menschen (das heißt, das Wissen um den Besitz gewisser Wünsche und Bestrebungen sowie die Erkenntnis, dass das irdische Leben zu kurz ist, um ihn jenes erreichen zu lassen, was seine Anstrengungen und Begehren anpeilen), und was er wirklich durch seine eigene geistige und moralische Entwicklung zuwege bringt (wenn das dann mit dem physischen Tod der Menschen endet und sich als ein unnützer Einsatz der Begabungen und Kräfte, die Gott ihm verlieh, herausstellt), ist unzureichend, um die Unsterblichkeit des wahren Menschen zu beweisen. Genauso wenig ist das ein Beweis für die Nutzlosigkeit der Schöpfung des Menschen, obwohl er von einem Moment zum anderen all des Erlernten und anderer Nutzen aus einem entwickelten Intellekt und des moralischen Fortschritts beraubt wird.

Es besteht ein Unterschied zwischen dem Zustand oder der Bedingung einer menschlichen Seele in der spirituellen Welt, die einfach das Leben weiterführt, das sie hatte, als sie im Fleische lebte, und dem Zustand, der nicht nur dieses Leben fortsetzt, sondern auch die Auslöschung desselben zu einer ausgesprochenen Unmöglichkeit macht - sogar für Gott, Der am Anfang des menschlichen Daseins jene Seele erschaffen hatte.

Die wahre Unsterblichkeit ist also ein Zustand oder eine Bedingung der Seele, wobei sie Kenntnis davon hat, dass sie wegen ihrer ureigenen Essenz oder Qualitäten nie aufhört zu leben - die Unmöglichkeit, dass sie je aufhört zu existieren, ist ihr bekannt und eine Tatsache.

Es ist gesagt worden, dass alles, was einen Anfang hat, ein Ende finden kann, oder dass das, was erschaffen wurde, in seine Elemente aufgelöst werden kann. Und diese Möglichkeit besteht wirklich, und kein Mensch oder spirituelles Wesen kann die Wahrheit jener Behauptung leugnen. In eurem Erdenleben entdeckt ihr, dass alles ein Ende findet, dass heißt - das heißt, in seiner individuellen und zusammengesetzten Form. Warum soll also in der spirituellen Welt dem Erschaffenen dasselbe Schicksal erspart bleiben? Die Tatsache, dass in der spirituellen Welt es Dinge gibt, die als Fortsetzung ihrer Existenz auf Erden weiter bestehen, bedeutet nicht, dass das auf Ewig so weitergehen muss.

Die bloße Änderung, die vom Tod verursacht wird, und das Verschwinden von Dingen, die einst lebten, aus dem Gesichtsfeld des Menschen, stellen nicht den Sachverhalt fest, weil sie in der spirituellen Welt weiterleben, so muss das auf ewig so weitergehen. Der Tod, der als zerstörender Engel angesehen wird, ist nur das Ergebnis des Wechsels vom Sichtbaren ins Unsichtbare; er bedeutet in keiner Weise die immerwährende Existenz des veränderten Gegenstandes.

Die Seele des Menschen ist die gleiche im Fleisch (was ihre Identität und Individualität anbetrifft), und wenn sie zu einem Bewohner der spirituellen Welt wird. Wenn sie unsterblich ist in der spirituellen Welt, dann ist sie auch im Körper unsterblich; und wenn sie ihr unsterbliches Dasein in dem einen Zustand verlieren kann, dann kann das auch im anderen geschehen.

Nehmen wir einmal an, dass die Menschen durch ihre Argumente der erwähnten Natur beweisen, dass die menschliche Seele nicht stirbt, wenn der Körper stirbt, sondern ihre Existenz weiterführt als identische, persönliche Seele in der spirituellen Welt. Dann frage ich, ob denn das die Unsterblichkeit, so wie ich sie definierte, beweist? Der Tod des Körpers und das danach weitergehende Leben der Seele bewirken keine Änderung in den Qualitäten oder in der Essenz jener Seele. Sie ist immer noch dieselbe erschaffene Seele wie zu Beginn. Warum kann es dann also nicht wahr sein, dass sie ein Ende finden kann, wenn sie doch etwas Erschaffenes ist? Das ist logisch und nicht unvernünftig.

Also sage ich, sogar wenn die Menschen zur Zufriedenheit vieler durch ihre Argumente beweisen, dass die Seele in der spirituellen Welt weiterlebt mit all ihren Begabungen und Kräften in aktivem Zustand nach dem Tod des physischen Körpers, so beweist das doch nichts, und genauso wenig ermöglichen es ihnen all diese Tatsachen, zu enthüllen und eine Beweisführung zusammenzustellen, dass die Seele unsterblich ist. Die Seele des Menschen hat nicht immer existiert; sie ist nicht ewig, aus sich selbst bestehend, oder völlig unabhängig von allem anderen, sondern hängt vom Willen Gottes ab, der sie ins Leben rief. Warum ist es also nicht vernünftig, daraus zu folgern, dass sie irgendwann im langen Zeitraum, der bevorsteht, dem Zwecke ihrer Schöpfung gedient haben und dann in die Elemente aufgelöst werden wird, aus denen sie geschaffen wurde?

Aber zur Beruhigung der Sterblichen, die an die Unsterblichkeit der Seele glauben, möchte ich sagen, dass von der Zeit der Schöpfung des ersten Menschen an bis in die Gegenwart niemand in der spirituellen Welt Kenntnis davon hat, dass eine menschliche Seele aufgehört hätte zu existieren und in ihre Bestandteile aufgelöst worden wäre. Weiters dass es eine Unzahl von Seelen in der spirituellen Welt gibt, die sich in genau der vollkommenen Beschaffenheit befinden, wie das der Fall der Seele des ersten Menschen war, als Gott ihn erschuf und Seine Schöpfung als "Sehr Gut" erklärte.

Aber genauso wenig wie die Menschen die Gewissheit haben, dass das Leben ihrer Seelen nicht eines Tages enden wird, haben auch die spirituellen Wesen, die den Vollkommenen Zustand ihrer Schöpfung erreicht haben, nicht jene Gewissheit. Sie hegen die Hoffnung und den Glauben, dass das ihr Schicksal sei, und sie wissen auch, dass ihr Fortschritt zum vollkommenen Menschen zu Ende ist. Sie befinden sich in einer Lage, die ihren Fortschritt als vollkommene Menschen beschränkt, obgleich ihr Vergnügen als solches nicht begrenzt ist. In Gottes Universum gibt es immer etwas Neues oder Unbekanntes, was sich ihnen bietet, aber sie haben keine Kenntnis, dass sie unsterblich sind, und erkennen, dass sie vom Willen Gottes in ihrem Dasein abhängen. Für viele dieser spirituellen Wesen ist die Unsterblichkeit genauso ein Thema der Sorge und Spekulation wie für die Sterblichen auf Erden.

Bei ihren Meditationen, Studien und Argumenten bezüglich der Frage der Unsterblichkeit beginnen die Menschen nicht an der Grundlage des Themas. Sie haben keine echten Prämissen, woraus sie richtige Schlüsse ziehen können, und folglich gehen ihre Argumente fehl. Sie überlegen, dass wegen der Existenz gewisser Dinge innerhalb und außerhalb des Menschen (wobei all dies reine Schöpfungen sind), die dazu neigen, Gottes Absicht und Plan in Bezug auf den Menschen zu zeigen, deshalb der Mensch unsterblich sein müsse, um diese Absichten auszuführen. Sie bedenken dabei nicht, oder verlieren die Tatsache aus den Augen, dass all das, was sie als Basis für ihre Schlüsse verwenden, abhängige Dinge sind, die nicht aus sich selbst bestehen, und zu einer Zeit oder einer anderen die Objekte Gottes Schöpfung waren. Was Gott ins Dasein rief, das kann er auch wieder verschwinden lassen. Und wenn der Mensch das weiß, kann er nicht, und ein spirituelles Wesen auch nicht, gerechtfertigter Weise daraus schließen, dass die Seele unsterblich ist.

Aber es gibt einen Weg, wie die Unsterblichkeit der Seele, oder einiger Seelen, bewiesen werden kann, und der, wenn man die Tatsachen, die in die Beweisführung einfließen, als wahr annimmt, die Schlussfolgerung zwingend und ohne die Möglichkeit der Widerlegung festlegt.

Nun gut, um den Beweis anzutreten, was ist der einzig vernünftige Weg, um an das Thema heranzugehen?

Erstens, entdecke und stelle fest, was unsterblich ist; nächstens, suche und finde das, was zwar nicht unsterblich ist, aber auf Grund gewisser Wirkungen und Effekte dessen, was unsterblich ist, selbst unsterblich wird. Nur vom Unsterblichen kann die Unsterblichkeit erhalten werden.

Nun, das ist eine gute Stelle, um Halt zu machen, weil du müde bist. Ich bin angenehm angetan, wie du meine Botschaft empfangen hast. Glaube und bete, und alles wird gut.

Gute Nacht, mein lieber Bruder, denn du bist mein wahrer Bruder.

Dein Freund und Bruder,

Jesus

 

 


 

 

Jesus setzt seinen Diskurs über die Unsterblichkeit fort

 

Ich bin hier, Jesus

Ich möchte heute Nacht gerne meine Botschaft über die Unsterblichkeit fertigstellen. Machen wir also weiter.

Als Adam, oder wen auch immer er verkörpert, gesagt wurde, dass er, wenn er Gott ungehorsam sein würde und "von der verbotenen Frucht äße", er sicherlich sterben würde, so bedeutete das Wort "sterben" den Tod der Seele, was ihren zukünftigen Fortschritt anbetrifft, der ihr das Empfangen der Göttlichen Essenz der Liebe des Vaters sichern würde. Es bedeutete nicht den physischen Tod oder den Tod des Körpers, denn es ist offensichtlich, dass er, nachdem sein Verhängnis ausgesprochen wurde, noch viele Jahre lang im Fleische lebte.

Aber die Entwicklung seiner Seele hielt ein. Und nur nachdem ich zur Erde gekommen war und die Doktrin und Wahrheit gelehrt hatte, dass der Mensch wieder in jene Lage versetzt worden war, die Adam vor seinem Sündenfall innehatte, besaß die Menschheit wieder das Privileg, unsterblich zu werden - das heißt, die Erlaubnis zu haben und in der Lage zu sein, jenen Seelenfortschritt zu erlangen, der es ihr ermöglichte, eine Einheit mit dem Vater zu werden und ein Teil von Ihm in Seiner Liebe und Seiner Zuneigung.

Ich wollte nicht sagen, dass Adam mit dieser Göttlichen Liebe ausgestattet war, als er erschaffen wurde, sondern dass er die Ausbildung der Fähigkeiten in seiner Seele besaß, die ihn, wenn er sie richtig angewendet hätte, in jenen Einklang mit dem Vater gebracht hätte, wodurch sein Wesen Göttlich geworden wäre. Und als er gegen die Gebote des Vaters verstieß, starb er insofern, als die Möglichkeit des Erlangens des Göttlichen Wesens betroffen ist.

Was die anbelangt, die auf Erden lebten in der Zeit zwischen dem Sündenfall Adams und meiner Offenbarung der Wahrheit der Erlösung, so empfingen sie nicht dieses Wesen, oder diese Möglichkeit, und waren gezwungen, einfach als Sterbliche oder spirituelle Wesen zu leben, die die natürliche Liebe besaßen. Sie wurden nie in das Himmelreich des Vaters eingelassen, sondern lebten bloß als spirituelle Wesen, die die natürliche Liebe besaßen, die Adam und seiner Rasse geschenkt worden war.

Abraham, Isaak und die restlichen Personen, die in der Bibel als Kinder Gottes beschrieben wurden, und die seinen Geboten Folge leisteten, hatten nicht teil an dieser Göttlichen Natur und erlangten dies erst nach meinem Kommen zur Erde, als ich den Weg zu ihrem Erlangen wies.

Als ich zur Erde gesandt wurde, schickte mich Gott mit der Wahrheit über die Erlösung und vergab an den Menschen das Privileg, Seine Göttliche Essenz zu erhalten. Mein Opfer oder mein Tod brachten nicht diesen großen Segen. Nur mit meinem Kommen kamen diese Liebe und der Weg, Sie zu erhalten.

Adam wurde nicht unsterblich erschaffen, sondern er hatte nur die Möglichkeit der Unsterblichkeit. Und nach seinem Tod hörten die Menschen auf, diese Möglichkeit zu besitzen, bis Gott sie ihnen mit meinem Kommen zur Erde sandte. Und wenn gesagt wurde, so wie in Adam alle Menschen sterben, so werden in mir alle Menschen zum Leben erweckt, so soll das bloß bedeuten, dass, als Adam der Sünde erlag, dasjenige, was einen Teil seines Daseins formte und es ihm ermöglichte, unsterblich zu werden, ihm genommen wurde; das heißt, er starb, was diese Möglichkeit und dieses Privileg anbelangt, und er war nicht mehr fähig, jenen Seelenzustand zu erlangen, der in befähigte, eine Einheit mit dem Vater zu werden, oder an Seiner Göttlichkeit teilzuhaben. Und in diesem Tode verblieb die Situation der Menschheit, bis ich, so wie ich sage, kam und mit mir das wiederhergestellte Geschenk der Seeleneigenschaft brachte, die es dem Menschen wieder ermöglichte, unsterblich zu werden.

Als diese Gabe den Menschen verliehen wurde, wurde sie auch allen geschenkt, die damals in der spirituellen Welt lebten. Aber sie konnten sie nur auf den Weg erlangen, der für die Menschen zum Erlangen bereitgestellt worden war.

Versteh mich: alles, was durch Adams Sündenfall verloren ging, wurde durch mein Kommen durch das wieder verliehene Geschenk erneuert; es umfasste jedes spirituelle Wesen, das je gelebt hatte als Sterblicher, und jeden Sterblichen, der hiernach lebte bis zur Gegenwart.

Mein Kommen selbst oder der Tod oder meine Hinrichtung durch die Juden erneuerten nicht für die Menschheit jene Bedingung, die in Adam bestand, bevor er der Sünde erlag. Ich war nur ein Bote Gottes, der mit der Gabe ausgeschickt wurde, und ich sollte die Wahrheit ihrer neuerlichen Schenkung an die Menschheit und die spirituellen Wesen lehren. Und nach meinem Tod, als ich zur Hölle abstieg, wie die Bibel sagt (aber dieser Ausspruch gibt nicht richtig das Ziel meines Gehens wieder, denn die wahre Bedeutung ist, dass ich in die Welt der spirituellen Wesen ging), verkündigte ich den spirituellen Wesen die Wahrheit der erneuten Vergabe dieses wiederhergestellten Lebens, das durch Adams Ungehorsam verloren gegangen war. Alle spirituellen Wesen, gut und böse, besitzen nun diese erneute Möglichkeit, das Göttliche Wesen zu erreichen, von dem ich gesprochen habe, oder die Unsterblichkeit.

Du siehst also, als Adam "starb", erfolgte der Tod der Seelenqualität oder der Möglichkeit, was in der Folge das Erlangen der Unsterblichkeit unmöglich machte.

Wenn die Bibel von jenen Menschen in den alten Zeiten spricht, die Gottes Propheten und geliebte Kinder waren und mit Ihm "wandelten", so bedeutet das bloß, dass sie eine so hohe Entwicklung in ihrer natürlichen Liebe erreicht hatten, dass sie nach ihrem physischen Tod jene Sphären in der spirituellen Welt bewohnen konnten, die diese reinen spirituellen Wesen von Sterblichen nahe zum Vater brachten und außerordentlich glücklich machten (ich meine jenes Glück, das nicht teilhat an der Göttlichen Natur). Sie befanden sich nicht in derselben Bedingung der Seeleneigenschaften wie Adam vor dem Sündenfall, denn sie besaßen nicht diese Möglichkeit; und jegliche Interpretation einer Stelle in der Bibel, die einem Menschen oder spirituellen Wesen zu jener Zeit das Erwerben der Göttlichen Essenz des Vaters zuschreibt, ist falsch und irreführend.

So wie ich gesagt habe, mein Tod oder Blutopfer, wie es in den Glaubensbekenntnissen und in der Andacht in den Kirchen betont wird, hatte nichts auch nur im geringsten Maße mit der Wiederherstellung dieses Großen Gefallens Gottes an die Menschheit zu tun. Sie waren bloß das Ergebnis des Glaubens und der Handlungen von Menschen der Jüdischen Nation, die meine Erklärungen über die Wahrheit nicht ertragen konnten. Mein Tod usw. besänftigten nicht den "Zorn" Gottes gegen die Menschen. Sondern nur aus Seiner Eigenen Großen Liebe heraus zu Seinen Geschöpfen schenkte Gott diese Gabe, oder dieses Privileg der Seele, welches der Mensch durch Adams Ungehorsam verloren hatte.

(Frage)

Es handelt sich um den Ungehorsam zu glauben, dass er nicht von Gott abhängig war in Bezug auf die Seelenqualität oder Möglichkeit, die es ihm erlaubte, am Göttlichen Wesen des Vaters teilzuhaben. Der "Baum des Guten und Bösen" versinnbildlichte bloß die Kenntnis, die Gott für Sich Selbst reserviert hatte, denn wenn ihre Existenz Adam bekannt gewesen wäre, so hätte ihn das Versuchungen ausgesetzt, die seine Seelenqualitäten zerstören würden, von denen ich sprach. Und als Adam "von der Frucht dieses Baumes aß " - das heißt, als er Gott ungehorsam war und das Wissen über jenes suchte, was ihn den Versuchungen aussetzte, die ihn dazu bringen konnten aufzuhören, gut zu sein - entzog Gott Adam die Möglichkeit, eine Einheit mit Ihm und unsterblich zu werden. Es stellte eine direkte Strafe wegen seines Ungehorsames dar, und als Ergebnis blieb der Mensch bloß ein Mensch, sowohl als Sterblicher als auch als spirituelles Wesen.

Ich glaube nicht, dass jemals gesagt wurde, wenn Adam "vom Baum des Lebens äße" würde er für immer leben und wie die Götter werden, denn er war bereits der Empfänger des "Baumes des Lebens " in jener Eigenschaft seiner Seele, die bei ihrer richtigen Entwicklung ihn wie die Götter machen konnte. Und hier musst du verstehen, dass mit dem Wort "Götter" nur diejenigen gemeint werden konnten, die das Göttliche Wesen des Vaters besaßen. Es gibt nur einen Gott, und alle anderen Lebewesen der spirituellen Welt sind bloß jene, die die gottähnlichen Qualitäten der Liebe und des Gehorsams besitzen; niemand davon ist ein Gott. Die Engel Gottes sind bloß die spirituellen Wesen, die ich zuletzt beschrieben habe.

Wenn gesagt wurde, dass der Mensch nur ein wenig niedriger als die Engel erschaffen wurde, so heißt das, dass die Engel ihr Göttliches Wesen in einem mehr oder weniger starken Ausmaße vervollkommnet haben, aber der Mensch hatte nur die Möglichkeit in seiner Seele, die es ihm erlaubte, jene Entwicklung zu erreichen, die ihn so vollkommen machen würde, dass er wie ein Engel würde. Aber dieser Ausspruch gilt für niemanden, der nach Adam und vor meinem Kommen geboren wurde, als ich die Verkündigung brachte, dass Gott diese Göttliche Eigenschaft für die Menschen wieder bereitgestellt hatte, die Adam verwirkte.

Du siehst also, der Verlust der Unsterblichkeit bedeutet nicht den Tod des stofflichen Körpers, sondern den Tod jener Qualität oder Möglichkeit der Seele, die es dem Menschen erlaubte, wie der Vater zu werden in gewissen Seiner Göttlichen Eigenschaften. Und genauer gesagt, der bloße Besitz dieser Qualität der Seele bedeutet nicht Unsterblichkeit, oder vielmehr macht einen Menschen oder ein spirituelles Wesen nicht unsterblich, sondern gibt ihm nur diese Seelenqualität und die Möglichkeit, dass er bei richtiger Entwicklung unsterblich werden kann.

In der Zukunft werden alle Menschen, sei es als Sterbliche, oder sei es als spirituelle Wesen, jene Seelenqualität oder Möglichkeit besitzen, bis der große Tag des Gerichts sie wieder jenen wegnimmt, die ihre Seelen bis zu jener Zeit nicht vervollkommnet haben in den Genuss der Göttlichen Natur, wie ich es erklärt habe. Wenn jener Tag kommt, werden diejenigen, die nicht die Göttliche Essenz in ihren Seelen besitzen, für immer des Privilegs dieser Großen Gabe enthoben oder der Möglichkeit, jemals die Göttliche Essenz zu erhalten, oder in anderen Worten, die Göttliche Liebe des Vaters. Und nach jener Zeit wird es jenen spirituellen Wesen, die niemals das Göttliche Wesen erworben haben, erlaubt werden, rein als spirituelle Wesen zu leben und sich ihrer natürlichen Liebe zu erfreuen, geradeso wie Adam nach dem Sündenfall und genauso wie alle spirituellen Wesen und Menschen, die zwischen jenem Zeitpunkt und meinem Kommen bloß in ihrer natürlichen Liebe lebten. Das ist der "zweite Tod". Der Tod Adams war der erste, und der große Tag des Gerichts wird den zweiten verkünden. Und danach wird der Mensch nie wieder die Gelegenheit finden, an der Göttlichen Essenz des Vaters teilzuhaben und "wie einer der Götter" zu werden (Anmerkung des Herausgebers: Jesus erklärte in "Offenbarungen über das Neue Testament #3", empfangen durch Dr. Daniel G. Samuels, dass die Göttliche Essenz weiterhin noch für eine gewisse Anzahl von Jahrhunderten in der Zukunft weiterfließen wird aus der Quelle (dem Urquell des Wesens des Vaters), und deshalb ist es vorstellbar, dass diese Liebe weiter strömen wird in einer Folgen von Ebbe und Flut, oder auch nicht, so wie der Vater es wünscht; und wenn dies zutreffen sollte, dann ist es auch vorstellbar, dass das Privileg an die Menschheit, die Gabe neuerlich zu empfangen, irgendwann einmal in der Zukunft erneut vom Vater geschenkt werden könnte.)

Die Menschen mögen in ihrem beschränkten Verstand ohne Ende hin und her überlegen und sagen, dass Gott seine Geschöpfe nicht dem zweiten Tod aussetzen und sie damit jenes großartigen Segens berauben würde, teilzuhaben an Seinem Göttlichen Wesen und an der großen Seligkeit, die mit damit verbunden ist. Aber dies Überlegungen oder die daraus folgenden Schlüsse werden die Tatsache nicht ändern. Was ich dir sage, ist Tatsache, und wenn es zu spät ist, werden viele Menschen zu ihrem Leidwesen erkennen, dass es wahr ist.

Und die Menschen werden nicht gerechtfertigt werden, wenn sie sich darüber beklagen. Jetzt ist die Gelegenheit, und sie wird in der Zukunft allen Menschen und spirituellen Wesen gegeben werden, um Kinder des Vaters zu werden im Sinne von Engeln und der Göttlichkeit. Und wenn sie es ablehnen, so zu werden, haben sie keine Grundlage, worauf sie ihre Anschuldigung der Ungerechtigkeit gegen den Vater oder gegen Seine Liebe stützen können.

Er wird immer noch ihr Vater sein, auch wenn sie diese Großartige Gabe nicht annehmen, und sie werden auf Grund der ihnen geschenkten natürlichen Liebe vergleichsweise glücklich sein. Aber sie werden nicht an Seinem Himmelreich teilhaben. Sie werden wie die Gäste sein, die zum Hochzeitsmahl eingeladen wurden, und die aus verschiedenen Gründen ablehnten teilzunehmen. Sie wurden zwar nicht anderer Nahrung und ihres Lebensunterhaltes beraubt, aber sie konnten nie an den köstlicheren Gerichten teilhaben, die der Gastgeber für sie beim Fest bereitgestellt hatte, und danach hatten sie nie wieder die Gelegenheit dazu.

Viele meiner Gleichnisse in der Bibel illustrieren diese große Wahrheit, wenn man sie richtig versteht. Und damals verstanden die Menschen meine Gleichnisse, als ich auf Erden weilte. Aber nun verhärten die Menschen ihre Herzen und verschließen ihren Verstand der Wahrheiten dieser Gleichnisse und meinen Lehren.

Natürlich werden letzten Endes alle diese Menschen von der Sünde und dem Fehler befreit werden; Tatsache ist, dass Sünde und Fehler völlig vernichtet werden, und die Menschen und spirituellen Wesen werden vergleichsweise glücklich leben. Aber sie werden im Tode und nicht im Leben leben, insofern das Leben der Seele mit ihrer Möglichkeit betroffen ist, Göttlich zu werden und sich an der großen Seligkeit zu erfreuen, die die Göttliche Liebe des Vaters schenkt.

Du siehst also, die Unsterblichkeit ist keine Eigenschaft des stofflichen oder spirituellen Körpers, oder der unqualifizierten Seele, sondern jener Seelenqualitäten, die es der Seele ermöglichen, in ihrem Wesen Göttlich zu werden. Und Unsterblichkeit heißt nicht bloß kontinuierlich weiterzuleben, denn jedes spirituelle Wesen und jede Seele lebt vielleicht in alle Ewigkeit in ihrer individualisierten Form. Und wenn in der Bibel gesagt wird, dass ich die Unsterblichkeit ans Licht brachte, so bedeutet das nicht, dass ich den Menschen bloß zeigte, dass sie ewig als spirituelle Wesen weiterleben würden. Vielmehr bedeutet das, dass sie für immer im Reiche des Vaters leben würden als Göttliche Wesen, und dass man ihnen nie dieses großartige und wahre Leben wegnehmen könne, das nur in jenem Reiche existiert.

Denkt also darüber nach, du und dein Freund, was ich geschrieben habe. Und dort, wo ich mich nicht klar ausgedrückt habe, will ich versuchen, eure Seelen und euren Verstand zu erleuchten durch die Inspiration meines Wissens und meiner Macht. Ihr seid beide als Medien begabt und der Inspiration sehr zugänglich. Und nachdem eure Seele auf die Wahrheit eingestellt zu sein scheinen und ihr beide ernsthaft nach der Wahrheit sucht, werde ich mit all meiner Kraft versuchen, euch mit derartigen intellektuellen Gedanken und spirituellen Wahrnehmungen zu inspirieren, dass ihr diese Wahrheiten in all ihrer Nacktheit sehen könnt, Angesicht zu Angesicht, und nicht durch einen Spiegel ein dunkles Bild.

Ich muss nun aufhören. Ich gebe dir meinen Segen und den Segen des Vaters.

Dein Freund und Bruder,

Jesus

 

 


 

 

Herrn Padgetts Großmutter bestätigt, dass Jesus über die Unsterblichkeit schrieb

 

Ich bin hier, Deine Großmutter

Nun, mein Sohn, der Diskurs des Meisters ist wunderbar. Niemals zuvor hat er die echten, inneren Wahrheiten der Unsterblichkeit den Sterblichen erklärt und andere Wahrheiten ähnlicher Natur.

Ich war irgendwie beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, mit der er schrieb, und vom starken Bemühen in seinen Gedanken und von der Liebe, das sein Schreiben begleitete. Du musst die Botschaft ernsthaft studieren, denn sie enthält Wahrheiten, die nirgendwo sonst aufscheinen, soweit mir bewusst ist. O, der großartige Segen des Vaters an Seine Kinder! Wie dankbar wir sein sollten, dass wir in einer Zeit leben, wo diese große Gabe wieder der Menschheit gegeben wurde und wir das Privileg genießen, daran teilzuhaben!

Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben, denn du bist von deinem Schreiben ganz schön erschöpft.

Also, mit all meiner Liebe und den besten Wünschen für dein Wohlergehen bin ich

Deine liebevolle Großmutter,

Ann Rollins

 

 


 

 

Die Liebe Gottes bringt Unsterblichkeit im wahren Sinne des Wortes

 

Ich bin hier, Lukas der Apostel

Ich war heute bei dir, als du dem Vortrag des Predigers zuhörtest über das Thema Unsterblichkeit. Ich sah, dass du bemerktest, dass er keine wahre Vorstellung hatte, was der Ausdruck bedeutet, und dachte, wie sehr es dir am Herzen liegen würde, ihn über dein Wissen darüber aufzuklären. Nun, ich verstehen, was du dabei gefühlt hast, und ich stimme deinem Wunsche völlig zu und hoffe, dass du irgendwann einmal die Gelegenheit finden magst, über das Thema zu diskutieren und ihm deine Ansicht über die Wahrheit mitzuteilen.

Es ist das Thema so vieler Predigten und Theorien, die von Predigern und anderen verkündet werden, und doch hat keiner von ihnen ein wahres Verständnis, was denn die Unsterblichkeit ist. Sie verstehen sie nur im Sinne eines fortbestehendes Lebens, und versuchen zusätzlich, durch Argumente und Rückschlüsse die Vorstellung des niemals Endenden anzuhaften - das heißt, dass das weitergehende Leben so eingerichtet ist, dass es niemals zu Ende gehen kann - und damit befriedigen sie ihre Sehnsucht und Wünsche. Aber du siehst, dieser Schluss ist bloß das Wunschkind der Prediger. Sie haben keine wahre Grundfeste, worauf sie ihre Rückschlüsse aufbauen können. Und was das Leben im Allgemeinen anbelangt, so wären sie wohl nicht bereit, die wichtigen Dinge des Lebens, die ihr Eingreifen erfordern, oder lebenswichtige Schlüsse auf etwas zu gründen, was keine bessere Basis hat als bloß ihre Wünsche.

Nein, die Menschheit weiß wirklich nicht, was Unsterblichkeit ist. All die Argumente, die sie vorbringen können im Versuch, die Unsterblichkeit zu beweisen, sind unzureichend, um den klaren, kühlen und unvoreingenommenen Verstand von ihrer Richtigkeit zu überzeugen.

Wie in der Botschaft, die du von Jesus erhalten hast, gesagt wird, kann die Unsterblichkeit nur um Unsterblichen abgeleitet werden. Und alle Argumente, die nur danach trachten zu zeigen, dass etwas unsterblich sein muss wegen der Wünsche oder Absichten Gottes, reichen nicht. All die Tatsachen, die sie als Prämissen vorlegen, genügen nicht, um logisch die gewünschten Rückschlüsse zu beweisen, und die Menschen können nicht von dieser Denkweise abhängen.

Es ist völlig ausgeschlossen, die Unsterblichkeit von etwas abzuleiten, was selbst nicht unsterblich ist. Das mittels Argumente oder Schlüsse zu versuchen, ist eine reine Zeitverschwendung in der Ausübung der Vernunft.

Wie gesagt worden ist, nur Gott ist unsterblich. Das bedeutet, dass die Qualitäten und das Wesen Gottes unsterblich sind. Und wenn es Ihm möglich wäre, Qualitäten zu besitzen, die nicht einer Natur wären, die am Unsterblichen teilhat, denn wären diese Qualitäten nicht unsterblich sondern dem Wandel und der Auflösung unterworfen. Unter den Qualitäten Seines Wesens befindet sich jene große und wichtige Liebe - ohne sie, könnte Gott nicht sein. Sein Dasein wäre weniger als das eines Gottes; und weil das so ist, muss diese große Qualität der Liebe unsterblich sein. Und worin immer diese Eigenschaft eintritt und wovon sie ein Teil wird, das wird notwendigerweise unsterblich, und auf keine andere Weise kann es unsterblich werden.

Diese Liebe Gottes bringt also Unsterblichkeit im wahren Sinne des Wortes. Wenn Sie in eine menschliche Seele eintritt und von ihr Besitz ergreift, wird die Seele unsterblich, und in keiner anderen Weise kann die Unsterblichkeit erlangt werden.

Nicht alle Dinge in Gottes Schöpfung sind unsterblich, denn früher oder später erfüllen sie den Zweck ihrer Erschaffung. Ihre Existenz ist nicht mehr länger nötig, und sie lösen sich in ihre Elemente auf, woraus sie bestanden. Der physische Körper des Menschen ist aus diesem Grunde nicht unsterblich. Nach einem kurzen Leben auf Erden löst er sich auf und existiert nicht mehr. Sein spiritueller Körper ist zuerst einmal von diesem vorübergehenden Charakter, und es kann gut sein, dass er im Laufe der Ewigkeit seine Aufgabe erfüllt haben und aufhören wird zu existieren. Wir wissen das nicht. Wir haben auch nicht die Gewissheit, dass das nicht wahr ist, denn der spirituelle Körper hängt von der fortbestehenden Existenz der Seele in seinem eigenen Dasein ab. Nicht alle Seelen werden einen Teil der Göttlichen Liebe des Vaters empfangen, welche das einzige ist, was die Unsterblichkeit in sich selbst birgt, und so kann es sein, dass irgendwann in der Zukunft jene Seele ohne die Liebe aufhört zu existieren, und kein Geschöpf des Vaters mehr sein wird.

Aber dies wissen wir: dass, was immer an der Göttlichen Liebe des Vaters teilhat, birgt zwangsweise in sich das Unsterbliche. Es kann nicht mehr sterben wie die Liebe selbst, und deswegen muss es unsterblich sein.

Wenn also die Menschen sprechen oder lehren, dass alle Menschen unsterblich sind, dann sagen sie etwas, was sie nicht wissen - nur Gott Selbst kennt die Tatsachen. Aus dem reinen Nachdenken heraus jedoch können die Menschen zurecht sagen, dass jene Menschen oder Seelen, die die Göttliche Liebe nicht erlangen, nicht unsterblich sind.

Nun liegt zwar die Frage nach der Unsterblichkeit des Menschen immer noch im Zweifel und ist nie als Tatsache bewiesen worden, dennoch wissen wir, dass jene unter der Menschheit, deren Seelen diese Unsterbliche Göttliche Liebe empfangen haben, unsterblich sind und niemals aufhören können zu existieren. Der große Trost oder Segen, den dieser Fortschritt jenen Seelen bringt, ist es zu wissen, dass sie unsterblich sind, weil sie jene Qualität oder jenes Wesen Gottes besitzen, das unsterblich ist; und weil das letzere kein Ende haben kann, so kann auch das, worin die Unsterbliche Liebe eintritt und eine Bleibe findet, kein Ende haben.

Die Argumente des Predigers waren kräftig, und wenn man die normale menschlichen Denkweise und seine Vernunft in Erwägung zieht, dann können sie die Menschen überzeugen, dass die Unsterblichkeit eine bewiesene Tatsache für die gesamte Menschheit sei. Aber wenn man die Angelegenheit richtig analysiert und die wahren Regeln für die Suche nach der Unsterblichkeit anwendet, dann wird es sich zeigen, dass die Beweislage nicht überzeugend ist - die Hoffnung ist stärker als die Tatsache, und die Menschen besitzen nicht die Zusicherung, dass die Unsterblichkeit ihnen ihre begehrten Arme der Gewissheit entgegenstreckt.

Nun gut, ich dachte, ich schreibe dir diese kurze Botschaft über die Frage, über die du und der Priester meditiert habt, in der Hoffnung, dass er nicht von der Kraft seiner Argumentation abhängen würde, um die Tatsache der Unsterblichkeit zu erläutern, sondern dass er sehen und sich überzeugen würde, dass der einzige Weg, sich die wahre Unsterblichkeit zu sichern und sie zu erwerben, die Suche nach dieser Göttlichen Liebe und ihr Erlangen ist, wobei die Seele in die ureigene Essenz und das Wesen Gottes in der Liebe verwandelt wird.

Ich freue mich, dass ich dir wieder schreiben kann, und dass dein Zustand jetzt so viel besser ist als früher, was uns eine gute Verbindung erlaubt. Bete mehr zum Vater und glaube, und du wirst in eine Bedingung kommen, die wir so sehr herbeisehnen.

Ich werde jetzt nicht weiter schreiben. Gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

Lukas

 

 


 

 

Vor dem Kommen Jesu konnte von keinem Philosophen oder religiösem Lehrer gesagt werden, dass er die Unsterblichkeit ans Licht gebracht hätte

 

Ich bin dein Freund und Bruder in Liebe und im Wunsch nach dem Reiche. Ich bin das spirituelle Wesen von Henry Ward Beecher.

Ich lebe in der Siebenten Sphäre, wo sich dein Vater jetzt befindet; und weil ich ihn dort getroffen habe, komme ich heute Nacht, um dir kurz zu schreiben.

Er hat mir von dir erzählt, und wie leicht du die Mitteilungen der spirituellen Wesen empfängst, und ich möchte, dass du erfährst, dass ich, obwohl ich nicht mehr länger der gleiche bin wie auf Erden, immer noch dasselbe Verlangen verspüre, den Menschen die Gedanken zu vermitteln, die in mir entstehen in Bezug auf Gott und die Beziehung der Menschen zu Ihm und Seinem Reich.

Ich glaube nun an Jesus, wie ich das auf Erden nie getan habe. Es mag dich überraschen zu erfahren, dass ich auf Erden, unbeachtet dessen, was ich meinen Leuten predigte, in meinem Herzen Jesus bloß als einen Menschen, ein Juden, betrachtet habe, der nicht sehr verschieden war von anderen großen Reformatoren , die auf Erden gelebt und die moralischen Wahrheiten gelehrt hatten, die dazu führten, die Menschen zu bessern und korrektere und rechtschaffenere Leben zu führen.

Aber seit ich in der spirituellen Welt bin und die Erfahrungen gemacht habe, die das Leben mir hier bereitet hat, und seit ich den Weg zur Göttlichen Liebe des Vaters und in sein Reich gefunden habe, habe ich erfahren und weiß nun, dass Jesus mehr war als bloß ein Reformator. Er war nicht nur ein guter und gerechter Lehrer und führte sein Leben dementsprechend, sondern er war auch der wahre Sohn Gottes und Sein Bote, um der Welt die Wahrheiten über die Unsterblichkeit und die Göttliche Liebe des Vaters zu bringen und den Weg, wie man das erreichen konnte. Er war wahrhaftig der Weg, die Wahrheit und das Leben, wie kein Lehrer vor ihm das je gewesen ist.

Ich weiß, es wird gelehrt, und ich selbst glaubte das, als ich auf Erden war, dass viele religiöse, heidnische Lehrer zu Unsterblichkeit der Seele der Menschheit verkündeten und zu lehren versuchten; und wie die Menschen die Bedeutung des Wortes "Unsterblichkeit" verstanden, waren die Lehren mehr oder weniger befriedigend. Aber nun sehe ich, dass ihre Vorstellung der Unsterblichkeit bloß ein weitergehendes Leben war nach dem sogenannten Tod. Wie verschieden doch die Bedeutung in diesen Lehren vom wahren Sinne des Wortes ist!

Unsterblichkeit bedeutet so viel mehr als bloßes Weiterleben. Es bedeutet nicht nur weiterleben, sondern auch ein Leben, das die Göttliche Liebe oder Essenz des Vaters in sich birgt, was das spirituelle Wesen, welches jene Liebe besitzt, selbst Göttlich und frei von jeglicher Art des Todes macht.

Kein spirituelles Wesen besitzt die Unsterblichkeit, weil es einfach in der spirituellen Welt fortlebt und sich nicht vorstellen kann, dass das Weiterleben jemals unterbrochen werden oder zu einem Ende kommen kann. Kein spirituelles Wesen weiß dies sicher, denn es ist als Tatsache niemals bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden, bis die Ewigkeit endet. Diese spirituellen Wesen sind nicht anders in ihrer Essenz und Möglichkeiten von dem, was sie im Fleische waren, und sie haben nicht mehr Grund zu glauben, unsterblich zu sein, als sie auf Erden hatten.

Eine Spekulation und eine bewiesene Tatsache sind zwei völlig verschiedene Dinge. Aber bei einigen spirituellen Wesen, genauso wie bei einigen Menschen, wird die Spekulation zu einer fast ebenso großen Gewissheit wie die bewiesene Tatsache. Aber es gibt keine Rechtfertigung, sich auf Schlüsse zu verlassen, die aus der reinen Spekulation stammen. Im großen Gefüge der Ewigkeit kann oder wird das spirituelle Wesen oder der Mensch, der das tut, sich nicht nur im Irrtum finden sondern über alle Maßen überrascht sein, was den dieses Gefüge für Möglichkeiten hervorbringt.

Deswegen sage ich, dass vor dem Kommen Jesu die Unsterblichkeit nicht ans Licht gebracht worden ist, Und das hätte auch gar nicht geschehen können, denn sie existierte für die Menschheit damals nicht.

Als ich die wahre Bedeutung des Wortes kennenlernte, war ich genauso überrascht, wie es die Menschen sein werden, die diese Mitteilung lesen oder von ihrer Bedeutung hören. Die Hoffnung Socrates' und Platos oder Pythagoras' war nur eine Hoffnung, die von den Überlegungen eines großartigen Verstandes gestützt und von einer beträchtlichen Entwicklung der Seelenqualitäten ergänzt wurde. Aber wenn alles gesagt worden war, war es doch nur Hoffnung - das Wissen fehlte. Und sogar wenn sie erlebt hätten, dass spirituelle Wesen Verstorbener wiederkämen und sich mit ihnen verständigten, und dass es den Tod des Geistes oder der Seele nicht gäbe, dann hatte diese Erfahrung doch nichts über die Tatsache hinaus bewiesen, dass das Leben eben weiterging.

Nachdem der Wandel ein Gesetz in der spirituellen Welt und auf Erden ist, konnten sie nicht mit sicherem Wissen sagen, dass es in der spirituellen Welt nicht einen Wandel geben würde, der das Weiterbestehen des Daseins abbrechen oder außer Kraft setzen würde.

Nimm einmal das kleine Kind, wenn sein Verstand sich noch nicht genügend entwickelt hat, um zu verstehen, dass es so etwas wie den Tod des physischen Körpers gibt. Es glaubt, wenn es überhaupt darüber nachdenkt, dass es für immer auf Erden leben wird. Und so ist es mit jenen Philosophen, die die Hoffnung auf ein zukünftiges, weitergehendes Leben hegten; auch mit den spirituellen Wesen, die wissen, dass es ein weitergehendes Leben gibt. Sie leben nach dem Tode und glauben deshalb, dass jenes Leben ein fixer Zustand sein muss und zwangsweise ewig weitergehen muss. Wie ich sage, es ist nicht bewiesen worden, dass dieses Leben für immer weitergeht; aber andererseits ist ebenso wenig bewiesen, dass das nicht so ist.

Deswegen kann kein spirituelles Wesen sagen, dass es unsterblich sei, wenn es nicht an der Göttlichen Essenz teilhat. Und vor dem Kommen Jesu kann man von keinem Philosophen oder Religionslehrer sagen, dass er die Unsterblichkeit ans Licht gebracht hätte.

Die Hoffnung und die Spekulation existieren als Kinder des Wunsches, aber das Wissen fehlt, und Gewissheit kann so nicht geschaffen werden. Die Unsterblichkeit, an die die Menschen glaubten und in deren Glauben sie Trost fanden, war also die Unsterblichkeit, die von der Hoffnung erschaffen und von der Spekulation bewiesen wurde. Und die Erfahrungen der Menschen, die sich mit spirituellen Wesen verständigen, zeigten, dass der Tod die Individuen nicht vernichtet hatte. Aber Hoffnung, Spekulation und Erfahrung brachten nicht Wissen hervor.

Als Jesus kam, brachte er mit sich nicht nur Hoffnung sondern auch Wissen um die Wahrheit. Nicht viele Menschen haben den Grund oder die Basis für diese Kenntnis verstanden oder erfasst, und die Begabung der Vernunft der Menschen war unzureichend, den wahren Grund für dieses Wissen zu zeigen. Und es mag seltsam erscheinen, die Studenten und Kommentatoren der Bibel haben niemals die wahre Grundfeste offenbart, worauf dieses Wissen basiert.

Ich gestehe, dass ich in meinem Leben zwar ein großartiger Student der Bibel war, aber ich verstand nie die wahre Bedeutung, wie oder in welcher Weise Jesus die Unsterblichkeit ans Licht gebracht hatte. Ich dachte, so wie das jetzt viele andere tun, dass sein Tod und die Auferstehung dasjenige waren, was die Realität der Unsterblichkeit der Menschheit bewies. Aber dies zeigte nicht mehr, wie ich nun sehe, als die zahlreichen Beispiele, die im Alten Testament und in den weltlichen Schriften der Philosophen und Adepten Indiens und Ägyptens angeführt sind, dass es ein Dasein nach dem sogenannten "Tod" gab.

Viele, die die Tatsache bestreiten, Jesus habe die Unsterblichkeit ans Licht gebracht, basieren ihre Argumente auf diese andere Tatsache, dass er eben nur einer von vielen war, die starben und danach zu den Sterblichen kamen und zeigten, dass sie immer noch lebten als spirituelle Wesen. Deswegen sage ich (und wie ich auch auf Erden glaubte), die bloße Tatsache der Auferstehung Jesu beweist nicht die Unsterblichkeit.

Was habe ich dann also gelernt über die Unsterblichkeit, seit ich in der spirituellen Welt bin? Meine Fähigkeit zu Überlegen ist nun viel größer als auf Erden, meine Wahrnehmung ist schärfer, und meine Erfahrung mit den Gesetzen der spirituellen Welt hat mit großes Wissen vermittelt; aber all das hätte mir von sich aus keine Kenntnis über die Unsterblichkeit gegeben, hätte nicht Jesus mir das selbst erklärt und es mir an seiner eigenen Lage demonstriert, und an der vieler spiritueller Wesen in den höheren Sphären. Nun, wegen meiner gegenwärtigen Seelenentwicklung bin ich im Besitz dieser Kenntnis.

Nur der Vater ist unsterblich. Und nur diejenigen, denen er seine Eigenschaften der Unsterblichkeit gibt, können unsterblich werden wie er. Seine Liebe ist das große Prinzip der Unsterblichkeit. Damit meine ich die Göttliche Liebe des Vaters und nicht die natürliche Liebe des Geschöpfes. Und wer diese Göttliche Liebe besitzt, wird sozusagen ein Teil von Ihr; oder Sie wird ein Teil von ihm, und in Ihrem Wirken macht Sie ihn wie den Vater. In anderen Worten, ein spirituelles Wesen, welches diese Göttliche Liebe besitzt, wird zu einem Teil der Göttlichkeit selbst und folglich unsterblich; und es gibt keine Möglichkeit, dass er jemals dieses Elementes der Göttlichkeit beraubt würde.

Kein spirituelles Wesen ist unsterblich, wenn es eine Möglichkeit gibt, es dieser Unsterblichkeit zu berauben. Sogar Gott selbst wäre nicht unsterblich, wenn man Ihn dieser großen Qualität berauben könnte. Und geradeso wie es unmöglich ist, diese großartige Eigenschaft dem Vater wegzunehmen, genauso unmöglich ist es für das spirituelle Wesen, der einmal diese Göttliche Liebe des Vaters erhalten hat, seine Unsterblichkeit zu verlieren.

Deswegen siehst du also, die Unsterblichkeit kommt zu einem spirituellen Wesen nur mit dem Besitz der Göttlichen Liebe; und diese Liebe wird nicht jedem spirituellen Wesen verliehen, sondern nur denjenigen, die sie auf dem Weg suchen, den Jesus der Menschheit gezeigt hat.

Der Tod bringt nicht die Unsterblichkeit zum Sterblichen. Weil sein spirituelles Wesen überlebt, bedeutet das noch lange nicht, dass die Unsterblichkeit zu einem Teil seines Daseins als spirituelles Wesen wird.

Deshalb sage ich, als Jesus die Kenntnis über die Schenkung der Göttlichen Liebe des Vaters unter gewissen Bedingungen an die Sterblichen der Welt verkündete, und den Sterblichen auch den Weg zeigte, wie diese Große Gabe erhalten werden konnte, brachte er die Unsterblichkeit und das Leben ans Licht. Und vor ihm hat kein Mensch oder spirituelles Wesen diese Großen Gaben ans Licht gebracht.

Ich habe nun teil an der Göttlichen Liebe in einem gewissen Ausmaße, und ich habe die Möglichkeit vor mir liegen, Sie in höchstem Grade zu erlangen, wie es der Meister allen versprochen hat, die nach Ihr in Wahrheit und im Glauben suchen.

Ich hatte eigentlich nicht vor, jetzt eine so lange Botschaft zu schreiben, und weil ich vom Thema begeistert bin, finde ich, dass ich deine Zeit und Freundlichkeit länger ausgenützt habe, als ich mir bewusst war.

Ich danke dir hiermit für deine Geduld und werde nun aufhören. Aber ich hoffe, ich werde die Ehre haben, irgendwann einmal wieder kommen zu dürfen, um dir zu schreiben.

Mit meinen besten Wünschen bin ich

Hochachtungsvoll,

Henry Ward Beecher

 

 


 

 

Johannes diskutiert die Unsterblichkeit - im Sinne eines immerwährenden Lebens - und warum die Kirchen sich weigern zu untersuchen, dass spirituelle Wesen sich mit Sterblichen verständigen können und das auch tun

 

Ich bin hier, Johannes der Apostel

Ja. Ich komme, um dir zu erzählen, dass ich dich bei deinem Kirchenbesuch begleitete, und als die Prediger ihre Ideen verkündeten, was denn die Unsterblichkeit bedeute, legte ich dir Gedanken nahe, die zeigten, wie unbefriedigend ihre Gedankengänge und Rückschlüsse waren. Natürlich was der Priester am Morgen über die Gründe sagte, dass angenommen werden kann, die Unsterblichkeit müsse das Schicksal des Menschen sein, hatte in sich eine beträchtliche Überzeugungskraft und barg auch Trost; und ich bin froh, dass er die Frage so behandelt hat, wie er das tat. Aber als schließlich alles gesagt worden war, so stellte es sich als bloße Hoffnung und Glaube heraus - das Wissen fehlte. Und die Menschen erfahren so oft, dass sich ihre Hoffnungen nicht erfüllen.

Wie bedauerlich das doch ist, die Menschen können die Wahrheit über die Unsterblichkeit kennen - und ich betone kennen - wenn sie nur danach suchen, aber sie werden nicht suchen, obwohl sie der Suche offen steht sogar ohne die Information, die unsere Botschaften dir geben (und wenn ich über die Unsterblichkeit in diesem Schreiben rede, dann meine ich das weitergehende Leben nach dem Tod des physischen Körpers).

Die Unsterblichkeit, wie sie dir erklärt worden ist, kann natürlich nur von den Lehren in unseren Mitteilungen erfahren werden. Aber die Unsterblichkeit im vorhergehenden Sinne - der Weiterbestand des Lebens - kann als Wissen erworben werden, und zwar zur Befriedigung dieser orthodoxen Prediger, wenn sie nur mit einer offenen Einstellung suchen, losgelöst von Glauben, der sie abhält, irgendetwas als wahr anzuerkennen, was nicht in der Bibel steht.

Es ist vor einer langer Zeit als Tatsache festgestellt worden, dass am Anfang, sogar vor der Ära der Bibel, spirituelle Wesen oder Engel sich mit den Menschen verständigten. Und die Bibel enthält viele Beispiele, wo derartige Vorkommnisse aufgezeigt werden. Aber die orthodoxen Lehrer anerkennen zwar all diese Beispiele als wahr, aber sie sagen, all diese Ereignisse wären durch ein besonderes Eingreifen Gottes bewirkt worden; und in gewisser Weise ist das richtig. Aber diese Ursache gilt auch für alle Beispiele von Verständigung mit spirituellen Wesen, die seit dieser biblischen Manifestationen stattgefunden haben.

Wie wir dir oftmals gesagt haben, das Gesetz - das unveränderliche Gesetz - regelt das gesamte Universum Gottes, und nichts geschieht aus Zufall. Und deswegen ist jedes Beispiel einer Verständigung mit spirituellen Wesen das Ergebnis des Wirkens eines Gesetzes, das in einer geordneten Weise seine Funktion ausübt. Kein spirituelles Wesen könnte sich mitteilen, und kein Sterblicher könnte die Botschaften empfangen, wenn das Gesetz nicht auf eine Weise wirkt, um dies zu erlauben oder hervorzurufen.

Und hier muss ich feststellen, dass dasselbe gesetzliche Prinzip, das es dem bösen spirituellen Wesen erlaubt, sich mitzuteilen oder sich zu offenbaren, es dem höher entwickelten spirituellen Wesen erlaubt, dasselbe zu tun. Es gibt kein besonderes Gesetz für den einen oder den anderen.

Euer Land ist voll von Sterblichen, die Kräfte in sich entwickelt haben, die es den spirituellen Wesen erlauben, mit ihnen in Verbindung zu treten und dadurch bekanntzugeben, dass die angeblichen Toten am Leben sind und in der Lage, diese Tatsache den Sterblichen zu erklären. Dieser Tatbestand ist zur Zufriedenheit von Menschen der unterschiedlichsten Art und Charaktere bewiesen worden - dem Wissenschaftler und dem Menschen normaler Intelligenz, und sogar weniger, und dem offen eingestellten orthodoxen Prediger genauso wie dem Ungläubigen.

Und all das sind keine bloßen Zufälle, sondern wurden geplant, um dem Menschen zu zeigen, dass er ein lebendiges, niemals sterbendes Wesen ist (soweit bekannt ist), weder im Fleisch noch außerhalb. Und was so eingerichtet und vorbereitet ist zum Troste des Menschen, sollte nicht misstrauisch oder angsterfüllt angesehen werden, weil es gegen den Willen Gottes wäre.

Nein, dieses große Privileg ist ein Teil der Güte Gottes zum Menschen, und er muss das so verstehen und Wissen zu seiner Hoffnung und seinem Wunsch nach fortbestehendem Leben fügen. Deshalb sage ich in Bezug auf diese Führer der Gläubigen bei den orthodoxen Altären, wenn sie die Wahrheit über diese Unsterblichkeit oder das Weiterbestehen des Lebens nach dem Tode des Körpers lernen, werden sie Gewissheit erlangen, worüber sie bisher nur Hoffnung hatten - und diese, unterstützt von ihrem Glauben an das, was ihnen ihre Bibel erzählt, ist die Wahrheit.

Natürlich können diese Hoffnung und der Glaube so stark werden, dass ihre Zweifel an der Frage beseitigt werden. Aber sogar dann handelt es sich nicht um Wissen. Dieser Glaube und die Hoffnung wird zur Bedeutungslosigkeit verblassen, wenn die Mutter, die über ihr jüngst verstorbenes geliebtes Kind trauert, seine Stimme hört, wie es zu ihr sagt, dass es immer noch am Leben sei und sie immer noch liebt und sich nach ihr sehnt, und dass es bei ihr sei und ihre Liebe zu ihm spüre.

Aber diese Lehrer werden nicht suchen, oder wenn sie das tun, und wenn sie ihre Hoffnung und ihren Glauben in Wissen verwandelt sehen, dann werden sie ihrer Herde nicht die Wahrheit mitteilen. Und warum nicht? Weil die Glaubensbekenntnisse und Dogmen und die Stahlbänder der falschen Überzeugungen es ihnen verbieten. Sie werden über die Pressefreiheit predigen, und wenn es notwendig ist, werden sie ihr Leben für diese Sache hingeben. Wenn sie es jedoch mit dieser Frage von höchster und lebenswichtiger Bedeutung zu tun haben, dann fürchten sie sich davor, die Wahrheit zu suchen; oder wenn sie die Wahrheit suchen und finden, dann haben sie Angst, die Freiheit ihres Glaubens von den Fesseln ihres Glaubensbekenntnisses zu erklären.

Was für eine Verantwortung sie tragen, und welche Antwort sie geben werden müssen! Sie vergraben das Talent, das ihnen gegeben worden ist, und die Abrechnung wird bitter sein!

Aber eines Tages, und zwar bald, wird diese Wahrheit sie mit so überwältigender Kraft heimsuchen, dass ihre Credos zerbröckeln werden; und zu er Hoffnung und zum Glauben wird ihnen das Wissen kommen; und mit dem Wissen die Freiheit; und mit der Freiheit die Perle des Großen Preises, die so lange vor ihnen versteckt geblieben ist in der Schale der Angst und der Blindgläubigkeit.

Ich fühlte, dass ich dir diese paar Worte sagen musste, um dich bei deiner Arbeit zu ermutigen, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Also, mit all meiner Liebe und meinem Segen bin ich

Dein Bruder in Christus,

Johannes

 

 


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