Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit - Jesus offenbart erneut das Evangelium
Kapitel 11
Sünde und Fehler
Frau Padgett kommentiert die Botschaft Jesu über die Ursache des Krieges.
Sünde und Fehler
Die Sünde existiert nur, weil sie von der Menschheit erschaffen wurde, und der Mensch muss die Strafe dafür erleiden
Ich bin hier, Jesus
Ich komme heute Nacht, weil ich sehe, dass du einsam bist und Gesellschaft brauchst. Ich komme zu dir als Bruder und Freund, um dich aufzumuntern, und dich fühlen zu lassen, dass du, obwohl kein sterblicher Freund bei dir ist, einen Freund im Geiste besitzt, der dir näher steht als ein sterblicher Bruder, und der dich mit einer tiefen und bleibenden Zuneigung liebt.
Heute war ein Tag, an dem die Leute deines Landes meinen angeblichen Geburtstag feierten. Sie haben mich auch als eine Person der "Dreifaltigkeit" angebetet, woran sie glauben. Aber wie ich dir schon früher erzählt habe, ist diese Verehrung falsch und für mich abstoßend. Sie steigert nur noch mehr meine Entschlossenheit, diese Falschheit aufzudecken, und dafür zu sorgen, dass man nicht mehr daran glaubt.
Es gibt nur einen Gott, und der ist der Vater. Nur Er darf angebetet werden, denn Er alleine kann die Sterblichen vor den Folgen ihrer Sünden retten und von den Konsequenzen des tragischen Falles der ersten Eltern. Ich möchte, dass die Menschen mich nur als älteren Bruder ansehen, der erfüllt ist von der Göttlichen Liebe des Vaters, und der Ihm sehr nahe steht in den Qualitäten der Liebe und des Glaubens.
Ich bin ein spirituelles Wesen, das Kenntnis von den Eigenschaften des Vaters besitzt, die kein anderes spirituelles Wesen hat; dennoch bin ich nur eines Seiner Kinder so wie du und der Rest der Menschheit. Und dass mich meine eigenen Brüder als Gott anbeten, macht mich sehr unglücklich, weil ich sehe, dass sie so wenig über die Wahrheiten des Vaters wissen.
Morgen wird diese Anbetung und Verehrung weitergehen, und ich muss mir das mit all meinem Unbehagen ansehen und mir klar werden, dass ich nicht in der Lage bin, die Menschen in ihrem Glauben und ihrer Verehrung richtigzustellen. O, ich sage dir, die Ernte ist reif und der Arbeiter sind wenige! Aber sehr bald, so hoffe ich, wird diese Wahrheit über die Einheit Gottes, und dass ich der Bruder der Menschheit bin, ihr geoffenbart werden durch die Botschaften, die du empfangen und der Menschheit übermitteln wirst.
Die eine, große Wahrheit, die die Grundlage der Erlösung der Menschen bildet, ist die Neue Geburt und die Tatsache, dass die Göttliche Liebe des Vaters auf jeden Menschen wartet, damit er sie in seine Seele lässt und ihn zu einer Einheit mit dem Vater macht.
Ich bin sehr oft bei dir und versuche, dir die große Notwendigkeit nahezubringen, dass diese Wahrheiten veröffentlicht werden, weil die Seelen der Menschen nach der Wahrheit verlangen. Ihr Verstand ist mit den gegenwärtigen Lehren der Theologie und mit den Aussprüchen der Bibel an vielen Stellen unzufrieden. Das ist zwar beklagenswert, aber die Zeit wird kommen, wenn das Licht, für das ich zur Welt kam, um es zu offenbaren, jedem Menschen leuchten wird, der in die Reichweite meiner Lehren gelangt.
Letzte Nacht habe ich mitgelesen, als du einen Artikel gelesen hast, der sich dafür aussprach, einen großen Teil des Neuen Testaments und das Alte Testament fast zur Gänze aus den Christlichen Lehren auszuschließen, und einen Glauben zu formulieren, der ausschließlich auf meinen Aussprüchen und der Schriften einiger Bibelautoren beruht. Das ist ein Plan, der von den heutigen, denkenden Christen untersucht und in einer modifizierten Weise angenommen werden sollte.
Die einzige Schwierigkeit, diesen Plan wirksam auszuführen, und die erwünschten Resultate zu erzielen, liegt darin, dass die Bibel nicht viele meiner Aussprüche enthält, die die Wahrheiten offenbaren, und viele Aussprüche mir zugeschrieben werden, die ich nie äußerte.
Nimm zum Beispiel den Satz, über den jetzt gerade eine Kontroverse im Gange ist, und auf den sich ein anderer Artikel im erwähnten Buch bezieht; ich meine, dass ich sagte, ich sei gekommen, nicht um der Welt den Frieden zu bringen, sondern vielmehr ein "Schwert".
Nun, das erscheint zwar im Evangelium nach Matthäus, dass es von mir stamme, aber ich habe das nie gesagt, und ich habe auch keinen anderen Ausdruck verwendet, der einen Sinn wiedergeben würde, den einige der Bibelausleger nun in die Worte zu interpretieren trachten. Ich habe nie den Krieg gegen den Nächsten des Menschen gelehrt, und nie und nimmer bildete so ein Gedanke einen Teil meiner Lehren an die Jüngern oder an andere Personen.
Nein, der Militarismus ist völlig verkehrt und gegen die Vorschriften der Wahrheit. Es sollte von keinem Christen auch nur einen Augenblick lang geglaubt werden, und auch von niemandem sonst, dass ich so eine Handlung jemals befürwortet hätte.
Ich bin mir zwar darüber klar, dass die Wahrheit die Menschen entzweien wird in ihrer Ansicht über die Wahrheit, und sie kann die Menschen völlig auseinander bringen und bittere Gedanken, sogar Hass, erwecken gegen ihren Nächsten in den Seelen der Menschen, vielleicht findet sogar der Bruder Missfallen an seinem Bruder, aber das zu erreichen, bildete nie das Ziel meines Kommens zur Erde und des Unterrichtens der Wahrheit. Das ist vielmehr das Ergebnis des unvermeidlichen Konfliktes zwischen der Wahrheit und dem Fehler. Die Wahrheit kann keine Kompromisse eingehen, nicht einmal um des Friedens Willen, und der Fehler wird seine Unwahrheit nicht zugeben oder anerkennen, solange er irgendeinen Sterblichen dazu bringen kann, an ihn zu glauben und seinen Standpunkt zu verfechten.
Und wegen der großen Gabe des freien Willens an den Menschen wird die Wahrheit selbst, obwohl ihr all die Macht und das Wissen des Vaters den Rücken stärkt, niemanden zwingen, sie gegen seinen Willen zu akzeptieren. Und deswegen, weil eben der Mensch fehlbar ist und denkt und glaubt, dass etwas wahr ist oder auch nicht, so wie es ihm seine begrenzte Denkfähigkeit nahelegt, wird er nicht gewillt sein, seine Ansichten aufzugeben, bis die Wahrheit so zu ihm kommt, dass sie ihn von ihrer Realität überzeugt. Und weil die Menschen so verschieden sind in der Arbeitsweise ihres Verstandes und ihrer Vernunft, wird es zwangsweise eine Spaltung unter ihnen geben in der Ansicht, was wahr sei oder nicht. In der Folge werden Streitgespräche und Hass auftauchen und sogar Kriege zwischen ihnen, da sie an ihren entsprechenden Überzeugungen über die Wahrheit festhalten.
Diese Gefühle der Zwietracht sind zwar eine unvermeidbare Folge der Ankunft der Wahrheit, aber ich kam nicht zum Zwecke, ein "Schwert" zu bringen, sondern um den Menschen die Wahrheit zu zeigen, und sie zur Harmonie und zum Glauben an diese Wahrheiten zu bewegen. Niemals ist Hass, Zwietracht oder Krieg unter den Menschen zu rechtfertigen, ganz egal was die Ursache sein mag. Und wenn die Menschen nur die Wahrheit lernen, werden solche Gefühle oder Taten nie existieren.
Die Wahrheit ist von sich aus etwas Beständiges, sie erlaubt keine Varianten oder Modifikationen. Deswegen muss sich der Mensch der Wahrheit unterordnen und sie annehmen; sie wird sich nie der Überzeugung der Mensch anpassen. Die eine ist immer fixiert und unveränderlich, und die andere ist immer veränderlich. Und wenn die Überzeugung der Menschen sich nicht auf dem Wissen um die Wahrheit gründet, wird sie sich früher oder später verändern müssen, denn letztendlich wird die Wahrheit von den Herzen und vom Verstand der Menschen Besitz ergreifen, sodass Harmonie und Frieden in gesamten Universum Gottes herrschen werden.
Der Fehler existiert nicht, weil Gott ihn erschaffen hat oder es ihm erlaubt zu bestehen, sondern nur, weil der Mensch über einen unbeschränkten freien Willen verfügt, der seine Gedanken und Handlungen kontrolliert und beeinflusst, und der wiederum selbst von den Wünschen und Gelüsten der Sterblichen beeinflusst wird.
Ich weiß, dass gesagt wird, wenn Gott böse und fleischliche Gedanken und Begehren nicht auf der Welt erlaubte, gäbe es keinen Grund oder keine Möglichkeit für den Menschen, seinen Willen so auszuüben, dass all diese Gefühle des Hasses usw., von denen ich spreche, zu ihm kämen. Aber das bedeutet doch bloß, dass, wenn der Mensch nicht die Macht des freien Willens besäße, er keine Sünde begehen und nicht im Fehler schwelgen würde. Denn du musst wissen, dass er bei seiner Erschaffung nicht nur das Privileg und die Macht erhielt (unter gewissen Bedingungen), ein Wesen völlig frei von Sünde zu werden (die bloß die Verletzung von Gottes festgelegten Gesetzen darstellt), sondern auch das Privileg und die Macht, diese Gesetze zu übertreten. So wie er handelt, so wird er sein.
Alles in der Natur kann in ein schädliches Werkzeug verwandelt werden, wenn die Gesetze, die dessen Wirken und den Zweck festlegen, verletzt werden. Die Sünde existiert nicht als etwas Abstraktes, sondern ist das Ergebnis des Ungehorsams irgendeinem Gesetz gegenüber, das gemäß seiner Bestimmung eingesetzt werden muss; und die Menschen, die es verletzen, müssen die Konsequenzen daraus erleiden. Die Sterblichen sind sich vielleicht nicht voll bewusst, dass jedes Gesetz in sich eine Strafbestimmung für den Fall seiner Übertretung birgt, und das gilt für das geringste Gesetz des materiellen Universums wie für das höchste Gesetz des Spirituellen Reiches. Und die Strafbestimmung ist genauso gewiss in ihrem Wirken wie das Gesetz selbst.
Der Mensch mag körperlich fast perfekt erschaffen sein. Und solange er auf eine Weise lebt, dass kein physisches Gesetz verletzt wird, das zum Erhalt seiner körperlichen Vollkommenheit dient, wird er keinen Schmerz oder kein Fehlen der Harmonie in seinem Dasein erleiden. Aber sobald er dieses Gesetz verletzt, stellt sich die Strafe ein, und er leidet. Nun, das kommt nicht daher, dass Schmerz oder Leiden im abstrakten Sinne existieren, denn wenn der Mensch dieses Gesetz nicht verletzt hätte, hätte er nie erfahren, dass so etwas wie Leiden oder Schmerz existiert. Vielmehr gelangte er in den Einfluss der Strafbestimmung, als er das Gesetz übertrat, und das ist, wie ich gesagt habe, stets die Folge der Verletzung der Gesetze über die Harmonie.
Und dasselbe Prinzip gilt für das moralische und spirituelle Universum. Wie ich sagte, es gibt die Sünde und den Fehler nicht im abstrakten Sinne. Solange ein Sterblicher die Wahrheit kennt und ihr folgt, wird er nie die Existenz von Sünde und Fehler bemerken. Aber in dem Augenblick, wann das Gesetz der Wahrheit verletzt wird, stellt sich die Strafe ein, und der Mensch wird sich bewusst, dass Sünde und Fehler existieren - nicht als abstrakte Wesenseinheiten, sondern als konkrete, spürbare Tatsachen, die weiterhin bestehen bleiben, bis die Übertretung dieses Gesetzes aufhört und die Harmonie in ihrem Wirken wiederhergestellt wird; oder vielmehr, bis der Mensch in seinen Gedanken und Taten in Harmonie mit dem Wirken des Gesetzes gebracht wird.
Du siehst also, Gott erschuf nicht die Sünde und den Fehler und erlaubt auch nicht ihr Bestehen in dem Sinne, dass es sich um eine unabhängige Entität handeln würde, die nur darauf wartet, die Menschen zu beeinflussen, falsch zu handeln und seine Gesetze der vollkommenen Harmonie zu verletzen. Vielmehr, wenn die Menschen in Ausübung ihres Willens (den Gott nicht unter Zwang setzt) eines seiner Gesetze brechen und dadurch selbst mit jener Harmonie in Konflikt geraten, veranlassen sie das Entstehen einer unharmonischen Bedingung, die Schmerzen und Leiden mit sich bringt und Sünden und Fehler, die auf der Welt herrschen.
Die Menschen sollen doch einmal über die Sünde und den Fehler im abstrakten Sinne nachdenken, wenn sie das können, und dann sollen sie versuchen, sie zu beschreiben. Was ist das Ergebnis? Leere Worte.
Deswegen sage ich, Gott hat die Sünde und den Fehler nicht erschaffen, sondern gab dem Menschen jene große Gabe des freien Willens, frei und nicht Seiner Kontrolle unterworfen, und damit wurde der Mensch das verantwortungsvolle Wesen, das er ist. Aber als er den Menschen diese Gabe verlieh, verzichtete er nicht auf Seinen Willen oder ordnete diesen dem Willen der Mensch unter, er übertrug den Menschen auch nicht die Macht, Seine unveränderlichen Gesetze zu ändern oder zu modifizieren, was Er Selbst nicht tun wird. Und in den Grenzen, innerhalb derer der Mensch seinen Willen ausüben kann - das heißt, wenn diese Ausübung nicht mit dem Willen Gottes oder mit Seinen Gesetzen in Konflikt kommt - Kann der Mensch diesen Willen sozusagen völlig frei von Strafdrohung und ohne persönliche Verantwortung entfalten. Aber wenn er den Willen Gottes verletzt oder eines Seiner Gesetze übertritt in der Ausübung jenes Willens, dann wird der Mensch zwar in seiner Willensentfaltung nicht kontrolliert, aber für die Übertretung muss er die Strafe verbüßen, die die Gesetzesverletzung in Wirkung ruft.
Gott hat bestimmt, dass sein Universum harmonisch in seinem Wirken sein soll, und dass niemand diese Harmonie zerstören oder mit ihr in Konflikt geraten soll; und niemand kann das. Aber nachdem der Mensch ein Teil jener Harmonie ist, zieht jede seiner Handlungen, die dazu neigt, der Harmonie entgegenzuwirken (was aber nicht die allgemeine Harmonie stört, sondern nur seine eigene Situation) die entsprechende Strafe nach sich.
Wenn ein Mensch, der diese Harmonie verletzte (und deswegen selbst unharmonisch wurde), wieder die Harmonie erreicht, dann gibt es für ihn keine Sünde und keinen Fehler. Wenn jeder Mensch das täte, dann gäbe es überhaupt keine Sünde und keinen Fehler in Gottes gesamten Universum.
Ich wiederhole also, es gibt keine abstrakte Sünde und keinen abstrakten Fehler im gesamten Universum. Sie erscheinen nur, wenn der Mensch bei der Ausübung seines Willens mit der Harmonie der Gesetze Gottes in Konflikt gerät. Es ist gegenstandslos, was die Ursache des Konfliktes sein mag; zu welchem Zweck der Wille des Menschen ausgeübt worden ist, oder aus welchem Grunde der unharmonische Zustand geschaffen wurde. Der Effekt ist derselbe, denn Harmonie und Fehlen der Harmonie können nicht gemeinsam bestehen unbeachtet ihrer Ursache. Es spielt keine Rolle, ob in dem einen Falle die Ursache verzeihlich oder der Person sogar offensichtlich aufgezwungen erscheint. Die Entschuldigung oder anscheinende Rechtfertigung der Ursache wird das Unharmonische nicht mit Gottes Gesetzen der Harmonie vereinigen und im Einklang damit arbeiten lassen.
Und deswegen steht jener Mensch, dessen Willen auf die erwähnte Weise entschuldigt werden kann auf Grund der Veranlagung, der Umwelt oder des Fehlens einer angemessenen geistigen oder moralischen Bildung, genauso außerhalb der Harmonie mit dem verletzten Gesetz wie der Mensch, der das Gesetz absichtlich bricht. Die Strafe muss in jedem der Fälle auf die gleiche Weise vollzogen werden, denn das einzige Heilmittel ist die Wiederherstellung der Harmonie.
Aber es besteht schon ein Unterschied zwischen den Personen der unfreiwilligen Art, nennen wir das mal so, und der freiwilligen Art: Die ersteren werden es leichter und schneller zuwege bringen, diesen harmonischen Zustand zu erreichen als die letzteren.
Der Mensch darf also Gott nicht anklagen, weil er die Sünde und den Fehler in der Welt zulässt, denn diese existieren nur, weil sie der Mensch durch den unrechtmäßigen Einsatzes seines Willens ins Dasein ruft.
Alle Sünden und Fehler ziehen ihre Leiden nach sich. Und wenn es keine Leiden gäbe, und es den Menschen gestattet wäre, ihren Willen unbeachtet der Gesetze auszuüben, die das Universum regeln, und ohne Strafrisiko, dann wäre das einzige Ergebnis Anarchie, die überall in Gottes Universum herrschen würde, wo Menschen leben, und ebenso im spirituellen Universum.
Der Wille jedoch und die Freiheit seiner unbeschränkten Ausübung verbleiben beim Sterblichen, wenn er seinen stofflichen Körper verlässt.
Also, mit all meiner Liebe wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein Bruder und Freund,
Jesus
Gott liebt alle Seine Kinder. Seine Liebe und Sorge gelten allen, auch wenn einige seiner Liebe und Barmherzigkeit Fremde sind
Ich bin hier, Jesus
Ich war heute Nacht mit dir beim Treffen und hörte, was der Prediger sagte, und er erklärte einige Wahrheiten. Er sagte auch einiges, was nicht wahr ist, zum Beispiel: "Nur wer sich bekehrt hat, ist ein Sohn Gottes."
Alle Menschen sind Kinder Gottes. Seine Liebe und Sorge gelten allen, und sie sind im alle lieb. Ansonsten hätte er ihnen nicht Seine Liebe wieder geschenkt und ihnen das Privileg gegeben, Bewohner Seines Himmlischen Reiches zu werden.
Die Tatsache, dass sie Sünder sind, macht sie nicht weniger Seine Kinder, die er so gerne erlösen und mit der Göttlichen Liebe erfüllen möchte. Und wenn der Prediger sagt: "Diejenigen, die Sünder sind, sind nicht Söhne Gottes", so sagt er nicht die Wahrheit; denn alle sind Seine Söhne - einige, um das reine Leben und die Seligkeit zu genießen, die ihnen die Läuterung ihrer natürlichen Liebe bringen wird, und andre, um sich am Göttlichen Reich zu erfreuen und es zu bewohnen, welches ihnen die Neue Geburt bringen wird. Aber alle sind sie Seine Söhne, obwohl einige abgeirrt sind und Seiner Liebe fremd geworden sind, geradeso wie es mit dem verlorenen Sohn geschah, der das Haus seines Vaters verließ und in ein weit entferntes Land zog.
Diese Doktrin, dass die Sünder keine Kinder Gottes seien, ist verdammenswert und schädlich, und sie wird viele dazu bringen, die Hoffnung aufzugeben, jemals etwas anderes zu werden, als Kinder des Verderbens, oder wie es die Orthodoxen ausdrücken, des Teufels.
Die Barmherzigkeit des Vaters gilt allen. Wenn gewisse Seiner Kinder es vorziehen, nicht die Göttliche Liebe zu suchen und zu erhalten, die, wenn sie besessen wird, aus ihnen Engel machen wird, sind sie dennoch Seine Kinder. Und wenn die Zeit erfüllt wird oder vor dem Zeitpunkt des Großen Endes werden sie reine und glückliche Wesen werden, so wie es die ersten Eltern waren vor ihrem Sündenfall.
Und dieser Prediger besitzt zwar eine große Menge der Göttlichen Liebe in seiner Seele und sucht aufrichtig nach mehr auf dem richtigen Weg, aber seine Überzeugungen und Lehren über das Schicksal und die zukünftige Situation derer, die diese Liebe empfangen und zu einer Einheit mit dem Vater werden können, sind ganz falsch. Dieser Fehler wird dazu neigen, seinen eigenen Fortschritt in der Seelenentwicklung und seine Annäherung an das Reich Gottes zu verzögern.
Er ist von diesen Überzeugungen natürlich wegen seines Studiums und seiner Interpretation einiger Erklärungen in der Bibel besessen. Deswegen lehrt er, was er wirklich glaubt, und was nach seinem eigenen Bewusstsein richtig ist. Trotzdem ist es falsch, und er wird die Folgen dieser falschen Überzeugungen und Lehren tragen müssen.
Seine Unwissenheit wird zwar nicht die Strafen des Gesetzes hervorrufen, die für den bewussten Irreleiter oder Lehrer falscher Doktrinen gelten, aber sie wird ihm auch nicht die Strafe des Gesetzes ersparen, das fordert, die Wahrheit und nur die Wahrheit zu glauben und zu lehren. Er muss sich von diesen falschen Überzeugungen befreien, auch wenn er etwas der Göttlichen Liebe in seiner Seele besitzt; denn wann immer Unwahrheit im Glauben im Herz und in der Seele des Menschen existiert, so gerät dies in Konflikt mit dem Einfließen der Liebe und dem Fortschritt jener Seele zu einer perfekten Einheit mit dem Vater.
Die Wahrheit besteht aus sich selbst. Sie kann keine Beziehung mit der Unwahrheit eingehen, auch wenn die Unwahrheit das Ergebnis der Unwissenheit ist; denn jede Unwahrheit ist das Ergebnis der Unwissenheit und muss aus den Herzen der Menschen entfernt werden, bevor jene Harmonie zwischen Gott und dem Menschen existieren kann, welche das Wesen der Wahrheit erfordert. Wenn also niemand ein Sohn Gottes sein könnte, der nicht die vollkommene Harmonie erlangt hat, welche die Wahrheit unbedingt verlangt, dann hätte Gott keine Söhne unter den Menschen. Der unterschied zwischen der Bedingung eines Sünders und eines Menschen, der die Neue Geburt erfahren hat, liegt nur darin, dass der eine nicht begonnen hat, in seiner Seele die Essenz der Wahrheit zu bergen, während der andere in einem gewissen Ausmaße diese Essenz besitzt. Alle könne diese Essenz besitzen, und zwar in einer gewaltigen Menge. Einige haben vielleicht nie die Essenz der Göttlichen Wahrheit; aber niemand wird letztlich ohne die Essenz der Wahrheit bleiben, die zum vollkommenen Menschen führt.
Die Wahrheit des Daseins des Engels und die Wahrheit des vollkommenen Menschen sind beides Wahrheiten, obwohl die erstere von einer höheren Ordnung und Natur ist als die andere.
Unsere ersten Eltern waren Kinder Gottes - Seine Eigenen Geschöpfe, gut und vollkommen - und nach ihrem Sündenfall waren sie nicht weniger Seine Kinder; denn Seine Liebe zu ihnen war so groß, dass Er zur Vervollkommnung Seines Planes ihnen jenes Privileg wieder schenkte, Seine Göttliche Liebe zu empfangen, und mich sandte, um diese Tatsache zu verkünden und den Menschen den Weg zu zeigen, wie diese Große Liebe erlangt werden konnte. Der Tod, der während all der langen Jahrhunderte bestanden hatte, wurde durch das potentielle Leben ersetzt, und ich wurde zum Weg, zur Wahrheit und zum Leben; und die Unsterblichkeit wurde zu einer Möglichkeit für die Menschen.
Deshalb sind alle Menschen Söhne Gottes in einer Weise oder der anderen, was davon abhängt, ob ein Mensch in dem einen Fall sich von der Sünde abkehrt und mit der Vollkommenheit seiner natürlichen Liebe und dem Zuhause, das dem vollkommenen Menschen gehört, zufrieden ist, oder ob er im anderen Falle das Einfließen der Göttlichen Liebe in seine Seele sucht, was ihn befähigt, in die Göttlichen Himmel einzutreten und die Gewissheit der Unsterblichkeit zu erlangen.
Als der Vater diese Göttliche Liebe dem Menschen schenkte, gab es niemanden, auch kein spirituelles Wesen, der sein Sohn genannt werden konnte, wenn es notwendig wäre, so wie der Prediger sagte, dass die Menschen oder spirituellen Wesen die Göttliche Liebe empfangen und sich bekehren hätten müssen vor dieser neuerlichen Schenkung. Niemand hatte diese Liebe empfangen, die das einzige oder die einzige Macht in Gottes gesamten Universum ist, die den Menschen bekehren kann von Toten in der Gesetzesübertretung und der Sünde zum Göttlichen Engel. Aber Gott liebte alle seine Kinder. Er übertrug ihnen diese Große Gabe nicht weil sie sich bekehrt hatten oder frei von Sünde waren, sondern weil sie die Kinder waren, die Er erschaffen hatte und immer noch liebte. Wenn Gott nur die Rechtschaffenen geliebt hätte, hätte es niemanden gegeben, der der Gegenstand Seiner Güte gewesen wäre. Er hätte keine Söhne oder Kinder Seiner Liebe besessen.
Und jetzt, wo er diese Gabe neuerlich geschenkt hat und einige der Menschensöhne Sie empfangen haben und besitzen, und sie in einer harmonischeren Beziehung zu Ihm stehen, ist es nicht wahr, dass jene, die Seine Söhne und Kinder vor Ihrer Schenkung waren, weniger Seine Söhne und Kinder sind, weil sie nicht danach gesucht oder sich diese Gabe angeeignet haben. Nein, die Liebe des Vaters ist so groß und weit und tief, dass sie alle Kinder auf Erden umfasst und auf ihren Ruf wartet, um ihnen geschenkt zu werden. Aber das verlorene Schaf ist genauso Sein Kind wie die neunundneunzig, die sicher in der Hürde weilen. Und wenn auch das verlorene Schaf die Hürde nie findet oder betritt, wo jene Schutz gefunden haben, die Seine Göttliche Liebe besitzen, so bleibt dennoch jenes Schaf der Gegenstand Seiner Liebe.
Gott ist Liebe - und die Liebe kennt keine Beschränkungen in ihren Höhen und Tiefen. Sie existiert in den höchsten Himmeln und reicht hinunter bis in die tiefsten Höllen, und Sie wird auf ihre eigene Weise und in ihrer eigenen Zeit ihre eigene Erfüllung bewirken. Alle Menschen werden in Harmonie mit dem Willen des Vaters gelangen, der vollkommen ist. Und wenn auch einige, und ich kann sagen, die große Mehrheit der Menschen, nicht die Einladung annehmen wird, zu Engeln Seines Göttlichen Reiches zu werden, was nicht verpflichtend ist, so werden sie dennoch Seinen Willen erfüllen, indem sie in der Zukunft, früher oder später, frei von Sünde und Fehler ihrer eigenen Schöpfung werden und so rein und vollkommen, wie sie es waren, als sie erschaffen wurden und der Vater sie als "Gut" bezeichnete.
Des Menschen größter Feind ist derjenige, der sich seines Besitzes der Göttlichen Liebe bewusst ist und damit sozusagen zu einem Göttlichen Sohn des Vaters wird, und der an die Fehler in der Bibel und die falschen Auslegungen ihrer Wahrheiten glaubt und erklärt, dass alle andersartigen in der Menschheit von Gott "gehasst" würden, sie der Gegenstand Seines "Zorns" und ihnen die ewige Verdammnis und immerwährende Höllenqual gewiss seien.
Es ist beklagenswert, dass solche Überzeugungen und Erklärungen existieren und weiter erfolgen, besonders seitens derer, die es sich vornehmen, die Massen auf den Weg zu Gottes Wahrheiten und Plänen für die Seligkeit der Menschen zu führen und zur Erlösung von dem Bösen und den Sünden, die ihnen so viel Leid bereiten.
Aber all dies zeigt die Macht und Blindheit der Überzeugung, die auf dem Fehler und auf Lehren ferne der Wahrheit basiert. Und es erscheint vielleicht seltsam, diese Anführer der Unwissenden können etwas der Göttlichen Liebe in ihren Seelen bergen. Aber ihre vernunftmäßigen und intellektuellen Überzeugungen sind so fixiert und unbeweglich, dass sogar der Besitz dieser Liebe es ihnen nicht erlauben wird zu verstehen, dass die Liebe des Vaters allen gilt, und dass der Zorn keinen Teil Seines Wesens bildet, sondern in Wirklichkeit eine Eigenschaft der sündigen Menschen ist, den jene Gläubigen Ihm zuordnen.
Wenn man von Gott sagen kann, dass Er etwas hasst, dann hasst er die Sünde; aber Er liebt den Sünder, der das Geschöpf Seines Willens ist, und der so unglücklich ist, das erschaffen zu haben, was ihn befleckt, und was ihn in die Irre führt, nicht nur weg vom Vater sondern auch von seiner eigenen perfekten und reinen Schöpfung.
Nun, ich habe genug für heute Nacht geschrieben, und ich hoffe, dass, was ich gesagt habe, sich nicht nur für den Sünder, sondern auch für den Menschen, Prediger oder Laien als nützlich erweist, der etwas von der Göttlichen Liebe besitzt und verkündet, dass nur er oder andere wie er Kinder Gottes sind.
Wie Paulus sagte: "Sie sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht"; und wenn das geschieht, dann werden sie solche Beweise und Offenbarungen der Liebe des Vaters sehen, dass sie erkennen werden, dass sie und ihre sündigen Brüder alle Söhne des Vaters sind, obwohl einer der Erbe des Göttlichen Reiches und der Göttlichen Essenz des Vaters sein kann, während der andere nur der Erbe der reinen natürlichen Liebe und des vollkommenen Menschen sein wird, wie es der sogenannte "Adam" vor seinem Sündenfall war.
Ich muss nun aufhören, aber dabei sage ich dir, dass du nicht zulassen darfst, dass, was irgendwer dieser orthodoxen Gläubigen sagt, deinen Glauben an unsere Mitteilungen stört; denn sie wissen nur, was ihnen die Bibel erzählt, und du kennst die Wahrheiten, die wir erklären.
Ich werde bald kommen und dir eine Botschaft über eine Wahrheit schreiben, die ich schon lange schreiben möchte. Glaube, dass ich dich liebe, und dass ich bei dir bin, für dich bete und dir helfe mit meinem Einfluss.
Gute Nacht, und möge der Vater dich segnen.
Dein Bruder und Freund,
Jesus
Was der Mensch tun kann, um Krieg und das Böse aus der Seele der Menschen zu entfernen. Jesus kam niemals, um ein "Schwert" zu bringen, sondern um Frieden durch seine Lehren zu bescheren
Ich bin hier, Jesus
Ich möchte dir mitteilen, dass ich heute Abend mit dir in der Kirche war. Ich hörte die Predigt des Priesters und war etwas überrascht, als er erklärte, so wie er das beschrieb, dass alle Kriege, Verfolgungen und Gewalttätigkeiten, die die Menschheit seit meinem Kommen verübt hat, meinem Kommen und meinem Lehren zugeschrieben werden können. Ich kann natürlich diese Unterstellung nur bedauern und feststellen, dass der Prediger die Ursache dieser Kriege und Verfolgungen falsch verstanden hat. Und die Schuld daran auf meine Wahrheiten zu schieben, oder die Wahrheiten, die ich lehrte, ist nicht nur eine Ungerechtigkeit mir gegenüber sondern auch ein großer Schaden, der den Wahrheiten und dem Ziele meiner Mission für die Menschheit zugefügt wird.
Ich versuchte niemals, durch Gewalt oder Zwang eine menschliche Seele zu veranlassen, an meine Wahrheiten zu glauben oder mein Anhänger zu werden, innerhalb oder außerhalb der Kirche.
Meine Mission auf Erden war es, den Menschen den Weg zur Liebe des Vaters zu weisen, und ihnen die Große Gabe dieser Liebe zu verkünden; ebenso, die irrigen Überzeugungen und die Unwissenheit darüber niederzureißen und zu zerstören, die damals unter den Menschen herrschte, was denn notwendig sei, um diese Liebe des Vaters und die eigene Erlösung zu suchen und zu erlangen. Und insofern die moralischen und spirituellen Wahrheiten, die ich lehrte, den falschen Überzeugungen und Praktiken der Menschen entgegenstanden, gab es notwendigerweise einen Konflikt in den Gedanken und im Leben jener, die mir nachfolgten, und jener, die an ihrem verwurzelten Glauben festhielten. In diesem Sinne brachte ich ein "Schwert" auf die Welt. Aber es war nicht das Schwert, das nach Blutvergießen, Mord und Verfolgung schreit; es war das Schwert, das die Seelen der Menschen durchbohrt, worin der große Konflikt ausgefochten werden sollte und muss.
Keine Nation kann spiritueller sein in ihrer Regierung oder in ihrem Umgang mit anderen Nationen als die Personen, die sie bilden. Keine Nation kann größer sein oder anders als die Personen, die sie kontrollieren, ganz gleich, ob diese Kontrolle in einer oder in mehreren Personen konzentriert ist, oder ob es sich um eine weltliche oder religiöse Führung handelt. Der Regent kann, wenn er nicht mein wahrer Jünger ist (auch wenn er das behaupten mag), mir nicht die Folgen für seine Taten und Handlungen in die Schuhe schieben, wenn er seine Gedanken, Wünsche und Ambitionen in die Tat umsetzt. Der gegenwärtige Krieg (der 1. Weltkrieg), von dem der Prediger mit solchem Entsetzen und Wehklagen gesprochen hat, ist nicht die Folge davon, dass ich als Bilderstürmer oder Zerstörer von Sünde und Fehler zur Welt kam, sondern weil es die Menschen ablehnten, von meiner Friedenslehre kontrolliert oder überzeugt zu werden. Sie handelten so aus der Sünde heraus und wegen der bösen Wünsche und amoralischen Ambitionen, die sie besaßen, und denen sie es erlaubten, sie zu kontrollieren. Das "Schwert", von dem er behauptet, dass ich es in die Welt gebracht hätte, rief nicht diese sündigen und unmenschlichen Wünsche und Ambitionen hervor, um sich in der Gestalt des Krieges auszudrücken und all dem Übel, das ihm nachfolgt. Nein, dieser Krieg bildet keinen Teil meiner Kriegführung oder des Planes des Vaters, um die Erlösung zur Menschheit zu bringen.
Die Ursache ist dies und nur dies: die Verwirklichung der Wünsche jener Menschen, die diese Nationen anführen, nach mehr Macht und Territorium und nach der Unterjochung anderer Nationen, zusammen mit ihrem sündigen Begehren nach dem, was sie Ruhm nennen, und der Befriedigung ihrer Ambitionen. Wenn sie meine Kriegführung verstanden hätten, hätte jeder dieser Menschen seinen Feind in sich selbst gefunden und nirgendwo sonst; und der große Krieg wäre ein Krieg der Seele und nicht der Nationen.
Jede Nation behauptet, dass ihr Krieg gerecht sei, und dass Gott auf ihrer Seite stehe, und betet zu Gott, damit er bei der Überwindung der Feinde helfe. Aber ich möchte hier feststellen (und das mag die erstaunen, die denken, dass, wenn sie sich im Recht glauben und zu Gott um den Erfolg beten, ihre Gebete erhört werden), dass Gott nur die Gebete der Rechtschaffenen oder Sünder hört, die um Barmherzigkeit und Erlösung beten. Niemals in der gesamten Geschichte der Menschheit hat Gott die Gebete von Menschen oder Nationen erhört, dass er dazu beitrage, andere Menschen oder Nationen zu zerstören, und das trotz der Berichte im Alten Testament, dass Gott angeblich oftmals den Juden geholfen habe, ihre Feinde zu vernichten.
Wenn die Menschen nur einen Augenblick lang nachdenken, dass Gott ein Gott der Liebe ist, und dass alle Völker Seine Kinder sind und in der ganz gleichen Weise Seine Liebe und Sorge empfangen, dann werden sie erkennen, dass es Ihm Seine Liebe nie erlauben würde, das Glück oder das Wohlbefinden einer Klasse Seiner Kinder zu opfern, um den Wunsch nach Rache, den Hass oder überschießenden Gerechtigkeitssinn, wie sie das sehen, einer anderen Klasse Seiner Kinder zu befriedigen.
Bei jedem Glauben dieser Art haben die Menschen Gott und Sein Wesen falsch verstanden. Was die Menschen anbelangt und auch andere Geschöpfe, so werden Seine Kräfte durch unabänderliche Gesetze geregelt, und diese Gesetze nehmen nicht Rücksicht auf das Ansehen von Personen. Der Mensch hat einen freien Willen erhalten, den er rechtschaffen oder sündig anwenden kann, und Gott zwingt diesem Gebrauch nicht Seine Kontrolle auf. Aber der Wille ist dem Gesetz unterworfen, wenn er richtig oder falsch eingesetzt wird, und in der Folge werden Strafen oder Belohnungen erteilt, je nachdem ob das Gesetz verletzt oder befolgt worden ist.
Dieser Krieg, von dem so viele Sterbliche glauben und erklären, er sei eine Strafe, die den Menschen wegen ihrer Sünden und ihrem Ungehorsam auferlegt worden ist - das heißt, er wurde von Gott speziell wegen dieses Zustandes des Menschheit verursacht, und einige Exegeten der Bibel lehren, dass er vor Jahrhunderten prophezeit wurde - dieser Krieg, sage ich, ist in Wirklichkeit das Ergebnis des Zustandes und Wirkens der menschlichen Seele und Gedanken, die natürlichen Folgen der Ursachen, die die Menschen selbst geschaffen haben, und die genaue Arbeitsweise der Gesetze, die diese Ursachen in Wirkung setzten. Und unter ähnlichen Bedingungen, wo dieselben Ursachen bestehen, werden die Gesetze unverändert arbeiten, und Kriege werden wieder und wieder ausbrechen, bis die Ursachen beseitigt werden.
Gott hört nie auf, die Menschheit zu lieben, und sich um sie zu sorgen. Er wünscht sich immer, dass die Menschen glücklich sind und in einer Einheit mit Ihm, und dass sie ihren Willen in Übereinstimmung mit Seinem Willen und Seinen Gesetzen ausüben. Aber genauso gewiss ist es, dass er nie versucht, die Menschen gewaltsam oder durch Zwang dazu zu bringen, ihren Willen so auszuüben, wie sie das freiwillig nicht täten. Würde er das tun, dann wären die Menschen nicht mehr die größte Seiner Schöpfungen und unfähig, Ihm jene freiwillige Liebe und den Gehorsam zu geben, die einzig annehmbar für Ihn sind.
Aber aus dem, was ich gesagt habe, darf nicht der Schluss gezogen werden, dass der Vater dem Leiden und dem Unglück, das der Krieg über die Menschheit bringt, gleichgültig gegenübersteht, denn das ist nicht der Fall. Und wenn Er in Seiner Weisheit sähe, dass es zum bleibenden Wohle der Menschen wäre, die in den gegenwärtigen Krieg verstrickt sind, dass er einfach eingreife mit Seiner Macht, um den Krieg zu einem Ende zu zwingen, dann täte er das. Aber in Seiner Weisheit sieht Er, dass es ein Gut gibt, das er Mensch besitzen sollte, und das größer und ewiger ist als ihr rein physisches und materielles Gut. Und dieses größere Gut kann von ihnen nicht dadurch erreicht werden, dass er den Krieg schlagartig zu einem Ende bringt ohne Rücksicht auf ihre Seelen, Gedanken und Wünsche. Das Gesetz der Abgeltung muss für Nationen ebenso gelten wie für Personen, auch wenn die Unschuldigen offenbar wie die Schuldigen leiden.
Wie es nun auf Erden um die Menschen bestellt ist - das heißt, in ihrem Zustand der Sünde und des Ungehorsams zu den Gesetzen ihres Daseins - kann keine genaue Gerechtigkeit erwartet werden, und sie wird auch nicht erhalten, denn diese Gerechtigkeit ist dem Gutdünken des Menschen unterworfen und nicht der Weisheit Gottes. Ein Mensch wird von seinem Begehren beeinflusst, das wiederum seinen Willen kontrolliert und sich in seinen Taten und Handlungen ausdrückt, die unweigerlich ihre Folgen nach sich ziehen. Diese Folgen können nur verhindert werden, wenn es die Taten nicht gibt; und diese, wenn der Wille anders ausgeübt wird; und dieser, wenn sich die Wünsche ändern. Wenn der Mensch das also so begehrt und möchte, wird Gott sein Gesetz der Abgeltung nicht außer Kraft setzen und Folgen hervorrufen, die nicht die Konsequenz dieses Begehrens und Wollens sind.
Aber Gott ist immer gewillt, dass diese bösen Folgen nicht existieren. Und durch den Einfluss Seiner Liebe und des Heiligen Geistes ruft Er die Menschen auf, den Weg kennenzulernen, wie die Möglichkeit vermieden wird, dass diese Folgen sie heimsuchen, als Individuen oder als Nationen. Er hat diesen Weg vorbereitet und klärt die Menschen darüber auf, wie und wodurch die Ursachen, die diese schädlichen Konsequenzen nach sich ziehen, völlig vernichtet werden können, und wie verhindert werden kann, dass sie sich jemals wieder einstellen und die beklagenswerten Folgen bringen, wie sie jetzt im gegenwärtigen Krieg geoffenbart werden.
Gott wird sich nicht mittels bloßen Dekretes einmischen, um die eine oder andere Seite derjenigen gewinnen zu lassen, die in diesem Krieg voll Blutvergießen und Metzelei verstrickt sind. Das Gesetz der Abgeltung muss wirken. Und was die Führer der betroffenen Nationen gesät haben, das müssen die Nationen ernten; und dabei müssen die Unschuldigen unter dieser Ernte leiden, so wie die Dinge stehen, denn das Gesetz kann seine Erfüllung nicht bewerkstelligen, wenn nicht alle in seinem Aktionsradius die Auswirkungen spüren.
Aber der Vater und das Heer seiner Engel und der spirituellen Wesen der Menschen arbeiten daran, diese schreckliche Katastrophe zu einem Ende zu bringen. Du hast lange geschrieben, und es ist schon spät, ich werde also die weitere Betrachtung des Themas auf ein andermal verschieben.
Glaube, dass ich bei dir bin und dich liebe, und dass ich dich unterstützen werde in deinem Wunsche, mein Werk zu vollbringen.
Dein Bruder und Freund,
Jesus
Frau Padgett kommentiert die Botschaft Jesu über die Ursache des Krieges
Ich bin hier, Deine wahre, treue und Dich liebende Helen
Du hast heute Nacht eine wunderbare Botschaft vom Meister empfangen, und sie wird bei vielen eine Überraschung hervorrufen, darüber besteht kein Zweifel, die glauben, dass Gott bei jedem Gebet einen besonderen Sündenablass gewährt ohne Rücksicht auf die Wirkungsweise seiner Gesetze.
Aber der Meister hat klar herausgestrichen, dass dieser Glaube falsch ist, und dass der Mensch selbst Gott daran hindern kann, seine Gebete zu erhören. Ich meine damit nicht, dass das für Ihn nicht möglich wäre, wenn er sich entschließen sollte, Seine Macht einzusetzen, sondern dass der Mensch durch seinen eigenen Willen und seine Taten sich selbst in eine Bedingung setzt, die Gott dazu zwingen würde, Seine Eigenen Gesetze zu verletzen, um entsprechend der Bitten im Gebet zu reagieren, und Er wird das nicht tun.
Ich weiß, dass du die Botschaft sehr interessant finden wirst, aber nicht so sehr wie die, die nachfolgt. Denn die eine setzt den Menschen in die Situation, von sich selbst abzuhängen ohne Hoffnung auf Hilfe vom Vater, und die andere wird zeigen, dass der Vater nicht nur gewillt und bereit ist, den Menschen in ihren Nöten zu helfen, sondern wird auch den Weg zeigen, wie er helfen wird und die absolute Gewissheit, dass die Hilfe erfolgen wird.
Deine wahre, treue und Dich liebende
Helen
Gott setzt Sein Gesetz der Abgeltung nicht außer Kraft, wenn er die Gebete des Menschen erhört
Ich bin hier, Elias, der Prophet des Alten Testaments (Elijah)
Ich werde heute Nacht eine kurze Botschaft schreiben, weil es schon spät ist, und du müde bist.
Nun, ich möchte dir sagen, dass die Botschaft, die du von Meister erhieltst, einige der wichtigsten Wahrheiten über die Beziehung Gottes zum Menschen enthält in seinem weltlichen oder materiellen Leben.
Jede Wahrheit, die geäußert wurde, birgt in sich ein Element, das zeigt, dass der Mensch erwarten und wissen muss, dass Gott nicht Sein Gesetz der Abgeltung in seinen Folgen und Resultaten außer Kraft setzen wird. Er wird den Menschen nur helfen, die Ursachen zu beseitigen, die so sicher ihre Folgen nach sich ziehen. Und je eher die Menschen dies wissen und gründlich verstehen, umso besser werden sie fähig sein, die Folgen der Sünde und der Gesetzesverletzung zu vermeiden und zu verstehen, dass kein Gebet von Gott erhört werden wird, das verlangt, Seine Gesetze in ihren Wirkungen aufzuheben oder beiseite zu schieben.
Er wird Gebete erhören, wenn um die Beseitigung der Ursachen gebetet wird, aber niemals, wenn es sich um die Folgen handelt.
Die Menschen sollten diese Wahrheit erfahren und in ihren Gebeten darum bitten, dass jene Ursachen aus ihren Taten, Handlungen und Wünschen beseitigt werden, die (in Übereinstimmung mit dem Gesetz der Abgeltung) Ergebnisse nach sich ziehen, die ihnen schaden.
Ich könnte über das Thema eine lange Botschaft schreiben, aber ich werde das nicht tun, weil du dich nicht im geeigneten Zustand befindest, sie zu empfangen.
Ich werde bald wiederkommen und mehr schreiben.
So, mit meiner Liebe wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein Bruder in Christus,
Elias
Die größte Sünde ist jene gegen den Heiligen Geist, der die Göttliche Liebe in die Seele trägt
Ich bin hier, Judas Iskariot
Ich komme heute Nacht, um eine kurze Botschaft zu schreiben, denn es hat mich interessiert, was du und deine Freunde über die "größte Sünde" gesagt habt.
Nun, für mich bedeutete während einer langen Zeit die größte Sünde des gesamten Universums Gottes mein Verrat Jesu an die Juden. Und sie war eine echte, lebendige und fürchterliche Sünde, so riesengroß, dass ich mein Leben nicht ertragen und mich den Erinnerungen an diese schreckliche Tragödie nicht stellen konnte. Aber seitdem mir diese Sünde vergeben worden ist, und ich zu einem erlösten Kind des Vaters geworden bin und zu einem Bewohner der Göttlichen Himmel und Besitzer der Unsterblichkeit, ist mir klar geworden, und ich weiß nun, dass meine Sünde nicht die größte war, obwohl ich lange Jahre darunter litt, nachdem ich zu einem spirituellen Wesen geworden war.
Die Sünde kann sowohl aus der Unterlassung als auch aus der aktiven Handlung entstehen, und mein Verrat am geliebten Meister war scheußlich, aber sogar in meinem Falle und soweit auf mich anwendbar war meine größere Sünde, nicht nach der Göttlichen Liebe des Vaters zu suchen. Wir wussten darüber, denn der Meister hatte uns gelehrt, dass diese Liebe uns offen stand und auf uns wartete, damit wir Sie suchten und erhielten. Aber ich hatte Sie nicht auf dem richtigen Weg gesucht, und natürlich hatte ich Sie auch nicht erhalten. Und in diesem Versäumnis war ich nicht der einzige der Jünger, der dieser Sünde schuldig war.
Nein, sogar wir, die wir so lange mit dem Meister zusammen waren, verstanden nicht voll die Bedeutung, diese Große Liebe zu erlangen. Wir waren mehr interessiert an der Errichtung seines Reiches auf Erden und, wie wir dachten, eines materiellen Reiches, das von den spirituellen Kräfte kontrolliert würde, die in Jesus manifestiert wurden und in uns als seine Jünger. In unserer Vorstellung war das Materielle wichtiger als das Spirituelle. Und wir erwarteten, dass diese große Macht kommen und der Meister zu unserem König würde.
Wie ich sage, er hatte uns gelehrt, dass diese Göttliche Liebe uns offen stand, und dass wir Sie durch das Gebet und die aufrichtige Suche erlangen konnten. Aber für uns gab es da so viele wichtige Dinge zu erledigen - die, wie ich sage, mehr im Zusammenhang mit unserem irdischen Leben standen - dass wir die Große Gabe, nach der wir suchen sollten, vernachlässigten. Und folglich, in meinem Falle, musste ich lange leiden, bevor ich zur Tatsache erwachte, dass es noch nicht zu spät war, nicht einmal für mich, Sie zu erlangen.
Meine Sünde des Verrates war mir vergeben worden, da ich mir bewusst wurde, dass mich die Erinnerung daran verließ, und dass ich Fortschritte machte auf dem Weg, meine Seele in ihrer natürlichen Liebe zu läutern; dass ich, das spirituelle Wesen des einstigen Mörders, zum Glück und zum Licht kam.
Und dann kamen zu mir die Erinnerungen, was der Meister mir über diese Große Liebe erzählt hatte, und nach einer Weile hatte ich ein genügendes Erwachen erlebt, um mich die Anstrengung wagen zu lassen, diese Liebe zu erhalten. Und als jenes Erwachen zu mit kam, kamen auch meine Gefährten aus den alten Tagen zu mir, die zu den höheren Sphären aufgestiegen waren, und halfen mir in ihrer Schönheit und außerordentlichen Liebe fortzuschreiten und zu beten, bis letztlich die Liebe zu mir kam. Dann wurde mir bewusst, dass mir nicht nur die Sünde des Mordes gänzlich vergeben worden war, sondern auch jene größere Sünde, es abzulehnen und zu verabsäumen, nach der Göttlichen Liebe zu suchen.
Die Sünde des Mörders oder irgendeines anderen Gesetzesbrechers, die nicht das Zurückweisen des Einfließens dieser Liebe bedeutet, kann und wird dem Menschen verziehen werden, und er wird lauter und selig in seiner natürlichen Liebe werden. Aber diese Vergebung wird ihn nicht zu einem Bewohner der Göttlichen Himmel machen oder zu einem Erben der Unsterblichkeit; während die Vergebung der Sünde, den Heiligen Geist zurückzuweisen, ihm nicht nur die Erinnerungen und Flecken aller anderen Sünden nehmen, sondern ihm auch die Pforten der Göttlichen Himmel öffnen wird und ihm ein Zuhause im Reich des Vaters geben wird.
Und daher siehst du, jede Sünde mit Ausnahme der Sünde gegen den Heiligen Geist kann dem Menschen vergeben werden, was ihn in der Folge zum vollkommenen Menschen macht. Aber all diese Sünden könnten ihm einhundert Mal verziehen werden, wenn das geschehen könnte, und er würde doch nicht zu einem Göttlichen Engel werden.
Und ich brauche dir nicht zu erklären, weil du das aus dem, was ich geschrieben habe, entnehmen kannst, dass die größte Sünde auf der ganzen Welt die Sünde gegen den Heiligen Geist ist; die Sünde, es zu unterlassen oder zu verweigern, dass der Heilige Geist die große Göttliche Liebe des Vaters zur und in die Seele des Menschen bringt. Diese Sünde ist die größte nicht nur wegen der Folgen, die sie nach sich zieht, sondern auch weil sie unverzeihlich bleibt, solange der Mensch ihre Vergebung nicht zulässt.
Wenn die Sünde des Mordes und ähnliches begangen wird, dann endet die Sünde, und nur ihre Konsequenzen müssen erlitten und die Strafe beglichen werden. Aber die Sünde gegen den Heiligen Geist ist eine fortwährende Sünde, die jeden Tag, jede Stunde und jede Minute begangen wird und nie ein Ende findet, bis der Sterbliche das Einfließen der Göttlichen Liebe sucht und Sie empfängt. Wie dir schon oftmals geschrieben wurde, ja, die große Mehrheit der Menschen und spirituellen Wesen wird für immer diese Sünde begehen. Und in ihren Folgen für sie wird sie sozusagen die unverzeihliche Sünde.
Weil wir uns sehr für dich interessieren und beschlossen haben, dass du nicht von diesen Göttlichen Wahrheiten abirren sollst, haben meine spirituellen Brüder der Göttlichen Sphären es für angebracht erachtet, dass ich dir über das Thema schreibe, besonders weil die Welt die Sünde, die ich begangen habe, als die ärgste Sünde der Weltgeschichte betrachtet; und dass ich dir erkläre, dass die größte Sünde der Welt diejenige gegen den Heiligen Geist ist.
Wir alle wissen das, und während ich schreibe, musst du glauben, dass wir alle, der Meister auch, erklären, dass die Sünde, die ich nenne, die größte Sünde ist, denn es ist wahr.
Und nun werde ich ein bisschen persönlicher, und zu eurer Erbauung und zu eurem Trost möchte ich euch sagen, dass ihr drei nicht schuldig befunden werdet, diese große Sünde gegangen zu haben, denn ihr habt viel der Göttlichen Liebe in euren Herzen und Seelen. Und der Heilige Geist ist oft bei euch, um eure und auch unsere Gebete zu beantworten. Denn wir alle beten für euch, damit die Liebe des Vaters eure Seelen erfülle, so gleichmäßig wie die Hefe, die in den Teig geknetet wird.
Ich habe länger geschrieben, als ich es vorhatte, und werde nun aufhören. Aber sei dir gewiss, dass du unsere Liebe und den Segen des Vaters besitzt.
Dein Bruder in Christus,
Judas