Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit – Jesus offenbart erneut das Evangelium


 

 

 

Kapitel 10

Die menschliche Seele

 

 

 

Die Seele: Was sie ist, und was sie nicht ist. (Jesus)

Die Seele und ihre Beziehung zu Gott, zum zukünftigen Leben und zur Unsterblichkeit. (Matthäus)

Ein Diskurs über die Seele von Cornelius, dem ersten christlichen Nichtjuden.

Lukas erklärt das Mysterium der Geburt der Seele in einem menschlichen Wesen. Er erklärt ebenfalls, dass es so etwas wie die Reinkarnation nicht gebe.

Jesus erklärt, dass die Doktrin über die Reinkarnation falsch und völlig ohne Grundlage sei.

Wie die erlöste Seele von den Strafen befreit wird, die Sünde und Fehler über sie gebracht haben. (Jesus)

Ein Diskurs über die Devolution und Evolution des Menschen. (Lukas)

Die Notwendigkeit für die Menschen, ihre Gedanken dem Spirituellen zuzuwenden. (Lukas)

 


 

 

Die menschliche Seele

 

 

Die Seele: Was sie ist, und was sie nicht ist

 

Ich bin hier, Jesus

Ich komme heute Nacht, um dir eine Botschaft über die Seele zu schreiben, und ich werde das machen, wenn wir die nötige Verbindung herstellen können.

Nun, das Thema ist außerordentlich wichtig und schwierig zu erklären, denn es gibt auf der Erde nichts, was dem Menschen bekannt wäre, mit dem ein Vergleich hergestellt werden könnte. Im Allgemeinen können die Menschen eine Wahrheit nicht verstehen oder das Wesen einer Materie, außer wenn sie den Vergleich mit etwas ihnen Bekanntem anstellen können, und dessen Eigenschaften und Charakteristika ihnen vertraut sind. Es gibt nichts in der stofflichen Welt, was eine Basis für einen Vergleich mit der Seele liefern könnte; deswegen ist es schwierig für die Menschen, das Wesen und die Eigenschaften der Seele nur mit der intellektuellen Wahrnehmung und dem Verstand zu begreifen. Um das Wesen dieser großartigen Schöpfung zu verstehen, muss die menschliche Seele eine gewisse spirituelle Entwicklung besitzen und auch etwas, was man vielleicht unter dem Begriff Seelenwahrnehmungen kennt. Nur eine Seele kann eine Seele verstehen, und die Seele, die versucht, ihr eigenes Wesen zu begreifen, muss eine lebendige Seele sein, die ihre Begabungen zumindest in einem kleinen Ausmaß entwickelt haben muss.

Zuerst möchte ich sagen, dass die menschliche Seele ein Geschöpf Gottes sein muss und keine Ausstrahlung aus Ihm als Teil Seiner Seele. Und wenn die Menschen sprechen und lehren, dass die menschliche Seele sein Teil der Überseele sei, dann lehren sie etwas, was nicht richtig ist. Diese Seele ist bloß ein Geschöpf des Vaters, genauso wie die anderen Teile des Menschen, wie der Intellekt, der spirituelle Körper und der stoffliche Körper; und sie hatte vor ihrer Erschaffung kein Dasein. Sie bestand nicht vom Anfang der Ewigkeit an, wenn du dir vorstellen kannst, dass die Ewigkeit einen Anfang hat. Ich will damit sagen, dass es eine Zeit gab, als die menschliche Seele nicht existierte. Und ob wieder eine Zeit kommen wird, wann irgendeine menschliche Seele aufhört zu existieren, weiß ich nicht, niemand weiß das, nur Gott kennt die Tatsache.

Aber das eine weiß ich: dass wann immer die menschliche Seele teilhat an der Essenz des Vaters und dadurch selbst Göttlich wird und zum Besitzer Seiner Substanz der Liebe, dann wird sich diese Seele vollkommen bewusst, dass sie Unsterblich ist und nie wieder weniger als Unsterblich werden kann. So wie Gott unsterblich ist, so wird die Seele, die in die Substanz des Vaters verwandelt worden ist, Unsterblich. Und nie wieder kann des Dekret: "du musst des Todes sterben" über sie ausgesprochen werden.

Wie ich schon sagte, es gab einen Zeitraum in der Ewigkeit, als die menschliche Seele nicht existierte, sondern sie wurde in der Folge vom Vater erschaffen. Sie wurde zum Höchsten und Vollkommensten der gesamten Schöpfung Gottes, und zwar soweit, dass sie nach Seinem Abbild erschaffen wurde - das Einzige oder einzige Ding in Seiner ganzen Schöpfung, das nach Seinem Abbilde hergestellt wurde, und sie war der einzige Teil des Menschen, der nach Seinem Abbilde erschaffen wurde. Denn die Seele ist der Mensch; und all ihre Eigenschaften und Qualitäten (so wie der Intellekt, der spirituelle Körper, der stoffliche Körper, die Gelüste und Leidenschaften) sind bloß Anhängsel oder Ausdrucksmittel, die der Seele gegeben wurden, um ihre Begleiter in ihrem Dasein auf der Erde zu sein; und auch bedingt in ihrem Leben in der Ewigkeit. Ich meine damit, dass einige der Anhängsel die Seele in ihrem Dasein in der spirituellen Welt begleiten, ob jetzt dieses Dasein dauernd währt oder nicht.

Aber diese Seele, so großartig und wunderbar wie sie auch ist, wurde bloß als das Abbild und im Aussehen Gottes erschaffen und nicht in oder aus Seiner Substanz oder Essenz, dem Göttlichen des Universums. Und sie (die Seele) kann aufhören zu existieren, ohne dass irgendein Teil der Göttlichen Natur oder Substanz des Vaters geschmälert oder in geringster Weise betroffen wird. Und deswegen, wenn die Menschen lehren oder glauben, dass der Mensch, oder die Seele des Menschen, Göttlich sei oder Qualitäten oder die Substanz des Göttlichen besitze, sind solche Lehren und Überzeugungen falsch. Der Mensch ist bloß und einzig des Erschaffene - das Ebenbild - aber nicht ein Teil des Vaters oder Seiner Substanz und Qualitäten.

Die Seele des Menschen ist zwar von höchster Ordnung in der Schöpfung, und seine Eigenschaften und Qualitäten sind entsprechend, dennoch ist er nicht Göttlicher in seinem essenziellen Aufbau wie die niedrigeren Objekte der Schöpfung, jedes einzelne davon ist eine Schöpfung aber keine Ausstrahlung des Schöpfers.

Es ist wahr, dass die Seele des Menschen von einer höheren Ordnung in der Schöpfung ist als alles andere Erschaffene, sie ist das einzige Geschöpf, das nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurde, und sie wurde zum vollkommenen Menschen. Aber der Mensch, die Seele, kann niemals etwas Größeres oder Anderes werden als der vollkommene Mensch, außer er empfängt und besitzt die Göttliche Essenz und Qualitäten des Vaters, die er bei seiner Erschaffung nicht besaß (wenn Gott auch mit seiner Erschaffung ihm die wunderbare Gabe des Vorrechtes einräumte, diese Großartige Substanz des Göttlichen Wesens zu empfangen, und damit selbst Göttlich zu werden. Der vollkommen erschaffene Mensch konnte zum Göttlichen Engel werden, wenn er, der Mensch, es so wollte, die Gebote des Vaters befolgte und den Weg einschlug, den der Vater vorgesehen hatte, damit der Mensch diese Göttlichkeit erreichen und besitzen konnte).

Wie ich gesagt habe, die Seelen, die menschlichen Seelen, als deren Behausung Gott die stofflichen Körper vorsah, damit sie als Sterbliche leben konnten, wurden erschaffen, genauso wie in der Folge diese stofflichen Körper erschaffen wurden. Und diese Schöpfung der Seele fand lange vor dem Erscheinen des Menschen auf der Erde als Sterblicher statt. Die Seele hatte vor diesem Erscheinen ihr Dasein in der spirituellen Welt als substanzielle, bewusste Wesenheit, obgleich ohne sichtbare Gestalt und, wenn ich so sagen kann, Individualität. Aber jede hatte ihre eigenen Persönlichkeit und war verschieden und eigen von jeder anderen Seele.

Das Dasein einer Seele und ihre Anwesenheit konnte von jeder anderen Seele wahrgenommen werden, die mit ihr in Kontakt kam. Aber der spirituellen Sicht der anderen Seele war sie nicht zugänglich. Und so sind auch jetzt noch die Tatsachen. Die spirituelle Welt ist voll von diesen nicht inkarnierten Seelen, die den Zeitpunkt ihrer Inkarnation erwarten. Wir spirituelle Wesen wissen über ihre Anwesenheit und spüren sie, aber wir können sie dennoch mit unseren spirituellen Augen nicht sehen. Nicht bevor sie sich in der menschlichen Gestalt und im spirituellen Körper ansiedeln, der diese Gestalt bewohnt, können wir die individuelle Seele sehen. Und das Faktum, das ich gerade feststellte, illustriert und beschreibt in gewisser Weise das Dasein von Ihm, nach Dessen Abbild diese Seelen erschaffen sind. Wir wissen und verspüren die Anwesenheit des Vaters, doch sogar mit unseren spirituellen Augen können wir Ihn nicht sehen. Nur wenn wir unsere Seelen durch die Göttliche Essenz Seiner Liebe entwickeln, können wir Ihn mit unseren Seelensinnen wahrnehmen.

Ihr habt keine Worte in eurer Sprache um diese Seelenwahrnehmungen zu erklären. Und es gibt nichts in der erschaffenen Natur, wovon ihr Kenntnis habt, womit ein Vergleich angestellt werden könnte. Aber es ist eine Wahrheit, dass der Sehsinn der Seelenwahrnehmung für ihren Besitzer geradeso echt ist - oder ich könnte sagen, objektiv ist - wie die Sicht des sterblichen Sehsinnes für den Sterblichen.

Wenn man die Angelegenheit der Erschaffung der Seele betrachtet, könnte gefragt werden: "Wurden alle Seelen, die bereits inkarnierten oder auf die Inkarnation warten, gleichzeitig erschaffen, oder findet die Schöpfung immer noch statt?" Ich weiß, dass die spirituelle Welt viele Seelen beherbergt, so wie ich sie beschrieben habe, die ihr zeitweiliges Zuhause erwarten und die Annahme der Individualität in der menschlichen Gestalt. Aber ob diese Schöpfung schon zu Ende gegangen ist, und irgendwann die Fortpflanzung der Menschen für die Verkörperung dieser Seelen aufhören wird, weiß ich nicht. Der Vater hat mir dies nie geoffenbart, auch nicht den anderen Seiner Engel, die Ihm in Seiner Göttlichkeit und Substanz nahe stehen.

Der Vater hat mir nicht alle Wahrheiten, Funktionen und Ziele seiner schöpferischen Gesetze enthüllt, und Er hat mir auch nicht die gesamte Macht, Weisheit und Allwissenheit verliehen, wie manche glauben, aus gewissen Erklärungen der Bibel entnehmen zu können. Ich bin ein spirituelles Wesen, das sich im Fortschritt befindet, und so wie ich auf Erden in der Liebe, der Kenntnis und der Weisheit wuchs, so wachse ich immer noch in diesen Qualitäten. Die Liebe und Barmherzigkeit des Vaters kommen zu mir mit der Zusicherung, dass ich niemals in aller Ewigkeit aufhören werde, zum Urquell selbst dieser Seiner Eigenschaften fortzuschreiten, zum einzigen Gott, zum Alles-in-Allem.

Wie ich gesagt habe, die menschliche Seele ist der Mensch - zuvor, im Dasein als Sterblicher, und immerdar danach in der spirituellen Welt. Und alle anderen Teile des Menschen, wie zum Beispiel der Verstand, der Körper und der Geist, sind bloß Eigenschaften, die von ihm abgetrennt werden können, wenn die Seele in ihrer Entwicklung auf ihr Ziel zu fortschreitet, zum vollkommenen Menschen oder zum Göttlichen Engel.

Und in der letzteren Art fortzuschreiten, die Menschen wissen das vielleicht nicht, aber es ist wahr, wird der Verstand - das heißt, der Verstand wie ihn die Menschheit kennt - sozusagen nicht existent; und dieser Verstand (manche nennen ihn den fleischlichen Verstand) wird verdrängt und ersetzt durch den Verstand der verwandelten Seele und wird in Substanz und Qualität in einem gewissen Maße zum Verstand der Gottheit selbst.

Viele Theologen, Philosophen und Metaphysiker glauben und lehren, dass die Seele, der Geist und der Verstand im Prinzip ein und dasselbe seien; dass von jedem der drei behauptet werden könne, der Mensch zu sein - das Ego; und dass in der spirituellen Welt die eine oder die andere dieser Wesenseinheiten weiter existiere und den Zustand oder die Lage des Menschen nach dem Tod bestimme infolge ihrer Entwicklung oder des Fehlens der Entwicklung. Aber diese Vorstellung über jene Teile des Menschen ist falsch, denn sie haben eine ganz bestimmte und getrennte Existenz und Funktion, ob jetzt der Mensch ein Sterblicher oder ein spirituelles Wesen ist.

Während all der Jahrhunderte, als die Menschen über die Seele, ihre Qualitäten und Eigenschaften spekulierten und sie zu definieren versuchten, war es eine undurchdringliche und unbegreifliche Angelegenheit für den Intellekt, der das einzige Instrument ist, das der Mensch in Allgemeinen besitzt, um die große Wahrheit der Seele zu untersuchen. Deshalb ist die Frage der Seele nie zufriedenstellend oder zuverlässig gelöst worden; wenngleich zu einigen dieser Forscher, wenn die Inspiration ein schwaches Licht auf sie geworfen hatte, ein gewisser Einblick in das Wesen der Seele gekommen war. Aber für die meisten Menschen, die versuchten, das Problem zu lösen, sind die Seele, der Geist und der Verstand substanziell das Gleiche.

Aber die Seele, was den Menschen anbetrifft, ist etwas aus sich selbst, alleine; eine echte Substanz (wenn auch unsichtbar für die Sterblichen), der Wahrnehmer und Darsteller der moralischen und spirituellen Bedingung der Menschen, der niemals stirbt (insofern bekannt ist), und das wahre Ego des Menschen. In ihr sind das Liebesprinzip, die Gefühle, Gelüste und Leidenschaften konzentriert, und auch die Möglichkeit, das zu empfangen, zu besitzen und zu assimilieren, was den Menschen entweder in die Lage oder Situation des Göttlichen Engels oder vollkommenen Menschen erhöht, oder ihn hinabzieht in die Bedingung, die ihn für die Höllen voll Finsternis und Leiden eignet.

Die Seele ist dem menschlichen Willen unterworfen, der die größte aller Gaben ist, die dem Menschen von seinem Schöpfer bei seiner Erschaffung geschenkt wurden, und die Seele ist im Denken und im Handeln der sichere Anzeiger für die Arbeitsweise jenes Willens. In der Seele werden die Qualitäten der Liebe, Gefühle, Gelüste und Leidenschaften von der Macht des Willens zum Guten oder zum Bösen beeinflusst. Sie mag sich in einem schlafenden Zustand befinden oder stagnieren, oder sie kann aktiv sein und fortschreiten. Und ihre Energien können vom Willen zum Guten oder zum Bösen beherrscht werden; aber diese Energien gehören zu ihr und stellen keinen Teil des Willens dar.

Das Zuhause der Seele ist der spirituelle Körper, ob jetzt dieser Körper im Sterblichen eingeschlossen ist oder nicht. Sie ist niemals ohne diesen spirituellen Körper, der in seinem Aussehen und seiner Zusammensetzung von der Bedingung und dem Zustand der Seele geformt wird.

Und schließlich bestimmt die Seele oder ihre Bedingung das Geschick des Menschen, wenn er sein Dasein in der spirituellen Welt weiterführt - kein endgültiges Schicksal, denn die Bedingung der Seele ist niemals fixiert. So wie die Bedingung sich ändert, so ändert sich das Geschick des Menschen; Denn das Schicksal ist eine momentane Angelegenheit, und eine Endgültigkeit ist dem Seelenfortschritt unbekannt, bis sie zum vollkommenen Menschen wird (sie ist dann zufrieden und sucht keinen höheren Fortschritt).

Nun, in eurer Umgangssprache und auch in eurer theologischen und philosophischen Terminologie sagt man, dass Sterbliche, die in das spirituelle Leben überwechseln, Geister seien, und in gewisser Weise ist das wahr. Aber diese Sterblichen sind keine nebulösen, gestaltlosen und unsichtbare Existenzen. Sie haben eine Realität in der Substanz, realer und dauerhafter als es der Mensch als Sterblicher hat, und sie sind in der Gestalt und dem Aussehen sichtbar und greifbar und den spirituellen Sinnen zugänglich. Wenn also die Menschen von Seele, Geist und Körper sprechen, würden sie, wenn sie den wahren Sinn der Begriffe verstünden, sagen: Seele, spiritueller Körper und materieller Körper. Es gibt einen Geist, aber der ist etwas ganz Verschiedenes vom spirituellen Körper und auch von der Seele.

Der Geist ist kein Teil des spirituellen Körpers, sondern er ist ausschließlich eine Eigenschaft der Seele. Ohne die Seele könnte er nicht existieren. Er hat keine Substanz im Gegensatz zur Seele, und er ist nicht sichtbar, auch nicht für die spirituelle Sicht. Nur der Effekt seines Wirkens kann gesehen und verstanden werden. Und er hat keinen Körper, keine Gestalt oder Substanz; dennoch ist er real und mächtig. Und wenn er existiert, wirkt er unablässig, und er ist eine Eigenschaft aller Seelen.

Was ist dann also der Geist? Einfach dies: die aktive Energie der Seele. Wie ich gesagt habe, die Seele besitzt ihre Energie, die sich im Schlafzustand befinden oder aktiv sein kann. Wenn sie schläft, existiert der Geist nicht; wenn sie aktiv ist, ist der Geist gegenwärtig und offenbart diese Energie in der Handlung. Deswegen führt es zum Fehler und weg von der Wahrheit, wenn man den Geist mit der Seele verwechselt.

Man hat gesagt, dass Gott Geist sei, was in gewisser Weise wahr ist; denn Geist ist ein Teil der Qualitäten Seiner Großen Seele, und zwar der Teil, den er benützt, um Seine Gegenwart im Universum zu offenbaren. Aber zu sagen, dass Geist Gott wäre, ist nicht wahr, außer man akzeptiert den Vorschlag als richtig, dass der Teil gleich dem Ganzen sei. Im Göttlichen Haushalt ist Gott ganz aus Geist, aber der Geist ist nur der Bote Gottes, durch den er die Energien Seiner Großen Seele manifestiert.

Und das Gleiche gilt für den Menschen. Geist ist nicht Mensch-Seele, aber Mensch-Seele ist Geist, denn er ist das Werkzeug, mittels dessen die Seele des Menschen ihre Energien, Kräfte und Gegenwart offenbaren kann.

Gut, ich habe genug geschrieben für heute Nacht, aber irgendwann werde ich kommen und dieses Thema vereinfachen. Aber behalte dies in deinem Gedächtnis: dass Seele Gott ist; Seele ist der Mensch; und alle Manifestationen, wie der Geist und der spirituelle Körper, sind bloß Hinweise auf die Existenz der Seele - des wahren Menschen.

Mit meiner Liebe und meinem Segen wünsche ich dir eine gute Nacht.

            Dein Bruder und Freund,

             Jesus

  

 


 

 

Die Seele und ihre Beziehung zu Gott, zum zukünftigen Leben und zur Unsterblichkeit

 

Ich bin hier, Matthäus (der Jünger)

Ich habe dir schon lange nicht geschrieben, und ich möchte ein paar Worte über Themen sagen, das die Seele und ihre Beziehung zu Gott, zum zukünftigen Leben und zur Unsterblichkeit betrifft.

Die Seele ist ein Abbild der Großen Seele des Vaters, und hat teil an Charakteristika dieser Großen Seele, außer dass sie nicht notwendigerweise in sich die Göttliche Liebe birgt, die die Seele eines Sterblichen oder spirituellen Wesens zu einem Teilhaber der Göttlichkeit macht. Die Seele kann im Menschen und im spirituellen Wesen in allen empfänglichen Qualitäten vorliegen, und dennoch niemals die Göttliche Essenz besitzen und von Ihr erfüllt werden, was notwendig ist, um den Menschen oder das spirituelle Wesen zu einem neuen Geschöpf zu machen - das heißt, zum Gegenstand der Neuen Geburt.

Nur von Sterblichen oder spirituellen Wesen, die diese Göttliche Liebe des Vaters empfangen haben, kann man sagen, dass sie Unsterblich sind; alle anderen können leben oder vielleicht auch nicht. Es ist uns noch nicht geoffenbart worden, ob das Leben oder das Dasein jener spirituellen Wesen, die die bewusste Kenntnis der Unsterblichkeit nicht besitzen, in alle Ewigkeit fortbestehen wird oder auch nicht. Aber wenn sie weiterleben, so geschieht das, weil Gott es so wünscht, dass sie weiterleben. Aber ihr Dasein wird Änderungen unterworfen sein, und wenn solche Änderungen stattfinden, so weiß nur Gott, welcher Art sie sein werden; während im Gegensatz dazu die Seele, die die Unsterblichkeit erworben hat, nie sterben kann. Ihr Status in Bezug auf ein Leben in alle Ewigkeit ist fixiert. Und nicht einmal Gott selbst kann diese Existenz zerstören, weil sie der Besitzer jener Göttlichkeit ist, die Gott Unsterblich macht.

"Die Seele, die sündigt, in der Sünde soll sie sterben" bedeutet, dass die Qualitäten, die für sie nötig sind, damit sie ein Teil der Unsterblichkeit werden kann, niemals zu ihr kommen können; deswegen liegt sie in Bezug auf diese Qualitäten im Sterben und ist tot.

Die Seele selbst wird leben, denn kein spirituelles Wesen könnte womöglich ein Dasein führen ohne Seele. Und wenn die Menschen versuchen zu lehren, dass, wenn der Geist des Lebens den Körper verlässt, die Seele stirbt, dann erklären diese Menschen nicht die Wahrheit. Die Seele wird leben, solange das Dasein des spirituellen Wesens fortdauert, und bis die große Änderung (wenn es eine geben sollte) zu jenem spirituellen Wesen kommt.

Deshalb müssen alle Menschen glauben, dass die Seele, die Gott den Menschen gab, genauso ein Teil des Menschen ist wie der spirituelle oder physische Körper. Die Seele ist der höchste Teil des Menschen, und sie ist der einzige Teil, der irgendwie dem Großen Vater ähnelt, Der in der Gestalt kein Körper oder spiritueller Körper ist, sondern Der Seele ist. Und die menschliche Seele, wie ich sagte, ist ein Abbild dieser Großen Seele.

Daraus siehst du, wenn wir vom Zerstören der Seele sprechen, dann heißt das nicht, dass die Seele, die zu jedem spirituellen Wesen gehört, zerstört werden wird, sondern die Möglichkeit jener Seele, die Göttliche Liebe und Natur des Vaters zu empfangen, wird zerstört.

Selbstverständlich kann die Seele ausgehungert und in eine Lage der Stagnation versetzt werden, so dass all ihre empfänglichen Kräfte sozusagen sterben, und nur ein großes Wunder oder eine ungewöhnliche Hilfestellung kann sie erwecken. Aber zu sagen, dass die Seele jemals stirbt, ist falsch.

Wenn ich das sage, will ich damit nicht die Möglichkeit einer großen Änderung im spirituellen Wesen oder im Sterblichen ausschließen, wobei dieser Sterbliche oder dieses spirituelle Wesen zerstört wird. In diesem Falle wird die Seele aufhören, als individuelle Seele oder Wesenseinheit zu existieren. Ich weiß nicht, was dann das Geschick einer Seele wäre, wenn es dazu kommt, und kann deswegen keine Vorhersage erstellen. Aber wenn es so eine große Änderung nicht gibt, wird die Seele weiterleben, aber nicht als Unsterbliche Seele, die die Essenz der Göttlichkeit besitzt (außer sie hat die Neue Geburt erfahren).

Gott, die große Überseele, wird nicht die Seele irgendeines Menschen zu Sich rufen im Sinne, jenen Menschen seiner Seele zu entledigen. Aber Seine Beziehung zu jener Seele wird bloß die des Schöpfers zur Schöpfung sein, immer dem Willen des Schöpfers unterworfen; wogegen die Beziehung Gottes zu der Seele, die die Neue Geburt erfahren hat und deswegen die Göttliche Natur empfangen hat, nicht nur die des Schöpfers zum Erschaffenen ist, sondern auch die zu einem Wesensgleichen, sofern die Qualität der Unsterblichkeit betroffen ist. Die Seele des Menschen erlangt dann ein Dasein aus sich selbst, und hängt nicht von Gott ab in ihrem Weiterbestehen.

Das, so weiß ich, ist ein Thema, das nicht leicht zu verstehen ist für den Verstand des Sterblichen. Aber wenn du die Seelenwahrnehmungen zusätzlich zu deinem natürlichen Verstand empfangen haben wirst, wird es nicht so schwierig sein, die genaue Bedeutung meiner Darlegungen aufzufassen.

Ich bin dein Bruder in Christus,

             Matthäus

 

 


 

 

Ein Diskurs über die Seele von Cornelius, dem ersten christlichen Nichtjuden

 

Ich möchte nur ein Wort über die Seele sagen. Ich habe gehört, was Matthäus sagte, und es scheint mir, dass er das, was die Seele ist, nicht so klar, wie es wünschenswert ist, beschrieb.

Meine Vorstellung von der Seele ist, dass sie der Teil des Daseins des Menschen ist, der für ihn bestimmt, welches sein Geschick sein wird. Sie ist das echte Denken, Wollen und der bewusste Teil vom Menschen. Der Intellekt des Menschen kann sterben (das erscheint unrealistisch, aber ist wahr), und der Mensch würde aufhören, als bewusstes Wesen zu existieren, wenn sein Intellekt die einzige Begabung wäre, die ihm seine Existenz bewusst werden lässt. Die Seele jedoch kann niemals sterben, soweit wir wissen. Sie besitzt als Qualitäten und Elemente all die Wahrnehmungen und die Vernunft, die er Intellekt hat und noch viele mehr. Die Seele ist die einzige Möglichkeit oder der einzige Teil des Menschen, der die Aufgabe des Wissens, Denkens und Erkennens erfüllt, wenn der Mensch zur Siebenten Sphäre gelangt. Und folglich, wenn diese Seelenqualitäten oder Wahrnehmungen nicht entwickelt wurden durch das Erreichen der Göttlichen Liebe, kann ein Mensch oder spirituelles Wesen nicht die Siebente Sphäre betreten, denn er wäre völlig unfähig, dort zu leben, zu verstehen oder irgendetwas zu tun in jener Sphäre ohne diese Liebe.

Die Seele braucht keine Instruktionen von den rein physischen Sinnen, denn diese Sinne sind nicht geeignet, um im Wirken der Seelenbegabungen eingesetzt zu werden. Und deswegen ist ein Mensch, der diese Seelensinne niemals pflegt, wie ich sagen möchte, nicht in der Lage, die höheren spirituellen Angelegenheiten der Göttlichen Sphären zu verstehen.

Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben, aber ich komme bald wieder.

Dein Bruder in Christus,

Cornelius,
            Der erste christliche Nichtjude

 

 


 

 

Lukas erklärt das Mysterium der Geburt der Seele in einem menschlichen Wesen. Er erklärt ebenfalls, dass es so etwas wie die Reinkarnation nicht gebe

 

Ich bin hier, Lukas

Ich möchte dir heute Nacht über das Geheimnis der Geburt einer Seele in ein menschliches Wesen berichten.

Alle Seelen sind, bevor sie einen menschlichen Körper betreten, echte, lebendige Existenzen, die nach dem Ebenbild der Großen Seele Gottes erschaffen wurden, obgleich sie nicht die Qualitäten und Möglichkeiten jener Seele besitzen; und sie haben auch nicht die Form einer individuellen Persönlichkeit, die sie dann erwerben, nachdem sie zu einem Teil der Zusammensetzung oder Gestalt des sterblichen und spirituellen Körpers eines menschlichen Wesens geworden sind.

In ihrem Dasein, bevor sie zu einem Bewohner des sterblichen Körpers geworden ist, ist sich die Seele ihrer Existenz und ihrer Beziehung zu Gott und zu anderen Teilen der Großen Seele bewusst, und ganz besonders des doppelten Charakters ihres Wesens; und damit meine ich die geschlechtlichen Unterschiede der beiden Teile der Seele, die in der Weise, wie sie vereint sind, eine komplette Seele bilden.

Wenn der Zeitpunkt für diese Seele kommt, ein Bewohner des sterblichen Rahmens zu werden, trennen sich die beiden Teile, von denen ich spreche, und zur selben Zeit betritt nur ein Teil einen Sterblichen, niemals beide Teile denselben Sterblichen. Diese Trennung ist notwendig für die Individualisierung eines jeden Teiles dieser vollständigen Seele, aber die beiden Teile verlieren nie jene Wechselbeziehung oder Bindungseigenschaften, die vor ihrer Trennung existierten, und die danach weiterbestehen. Und in der fernen Zukunft, wenn das Werk der Individualisierung abgeschlossen ist, werden die beiden Teile wieder zusammenkommen und sich zu einem vollständigen Ganzen vereinigen.

Diese Trennung kann länger oder kürzer dauern, das hängt von der ähnlichen Entwicklung dieser entsprechenden Qualitäten ab, die unbedingt nötig ist, damit diese Wiedervereinigung in der ursprünglichen Einheit stattfinden kann.

Wie ich gesagt habe, vor ihrer Trennung ist sich die Seele ihres Daseins bewusst. Und wenn sie ihr doppelter Charakter verlässt oder vielmehr, wenn sie zu zwei separierten Hälften wird, kehrt diese Seele nicht wieder zu jenen Teilen zurück, bevor sie nicht wieder in die spirituelle Welt eintritt. Aber um dieses Bewusstsein wiederzuerlangen, ist es nicht notwendig, dass beide Teile gleichzeitig ins spirituelle Leben zurückkehren. Denn wenn ein Teil zu einem spirituellen Wesen wird, frei vom physischen Körper, und der andere Teil im sterblichen Körper bleibt, dann kann jener Teil, der in die spirituelle Welt kommt, ein Erwachen zu diesem Bewusstsein erfahren, was von bestimmten Umständen und Entwicklungen abhängt.

Es geschieht oft, dass beide Teile in die spirituelle Welt zurückkehren, und dennoch für eine lange Zeit als spirituelle Wesen leben, ohne dieses Bewusstsein aus verschiedenen möglichen Gründen wiederzugewinnen. Die Entwicklungslage der beiden Hälften kann so grundverschieden sein, dass die Wiederherstellung dieses Bewusstseins völlig unmöglich sein kann. Und sehr oft ist es der Fall, wenn diese beiden individuellen Hälften informiert werden, dass sie Seelengefährten voneinander sind, schenken sie dem keinen Glauben und leben in äußerster Gleichgültigkeit gegenüber dieser Tatsache weiter.

Aber letztendlich wird ihnen ihre Beziehung bewusst, denn ihre Entwicklung, ganz gleich ob intellektuell oder spirituell, wird zum Erwachen des Bewusstseins neigen, das immer in ihnen ruht, wenn auch latent.

Nun, was nun die Bestandteile dieser Seele oder ihre Gestalt und Form vor der Trennung zum Zwecke anbetrifft, zum Bewohner eines sterblichen Körpers zu werden, so sind wir spirituelle Wesen darüber nicht informiert und wissen das nicht. Wir sehen oft die Empfängnis und die Geburt eines Kindes und werden uns klar, dass eine Seele ihre fleischliche Hülle erhielt. Aber wir können diese Seele nicht sehen, wie sie dieses Zuhause aus sterblicher Umwelt betritt, weil sie für uns unsichtbar ist und keine Gestalt hat. Aber nach ihrer Ansiedlung im menschlichen Körper können wir sie wahrnehmen und ihr Dasein erkennen, denn dann nimmt sie eine Gestalt an; und jene Gestalt ist in den verschiedenen Inkarnationen unterschiedlich - das heißt, in der Inkarnation in verschiedenen Menschen.

Wir haben die Seele Gottes nie gesehen, obwohl wir wissen, dass es diese Große Überseele gibt. Deswegen können wir die Seele nach dem Ebenbild der Großen Seele nicht sehen, bis sie, wie ich sage, einen individuellen Charakter annimmt.

Ich weiß, dass sich die Menschen oft über das Dasein der Seele vor ihrer Inkarnation gefragt haben, und welche Qualitäten und Eigenschaften sie habe in ihrer früheren Existenz. Und was diese Besonderheiten anbetrifft, so möchte ich sagen, dass wir spirituelle Wesen, obwohl wir Bewohner der Göttlichen Himmel des Vaters sind, wenig darüber wissen; trotzdem wissen wir, dass die Seele - und ich beziehe mich auf die vollständige Seele in Einheit - ein Dasein vor ihrer Individualisierung führt. Du fragst vielleicht, wieso wir das denn wissen. Nun, es wird schwierig sein, dir das so zu erklären, dass du es verstehen kannst. Aber ich kann dir das eine sagen: dass wir spirituelle Wesen der höheren Seelenentwicklung mittels unserer Seelenwahrnehmungen die Existenz dieser Seelen als Ebenbilder der Großen Seele verstehen können. Und die Eigenschaften dieser Abbilder sind so, dass wir diese Seelen oder ihre Eigenschaften zwar nicht sinnlich, wie du sagen würdest, sehen können, wir uns aber dennoch ihrer Existenz bewusst sind. Um einen Vergleich anzustellen, der etwas hinkt: Du verstehst, dass der Wind weht, dennoch kannst du ihn nicht sehen.

Und wir verstehen weiters, und das ist das Ergebnis unserer Beobachtungen, wenn die Seele - und denk daran, dass ich mich auf die beiden Hälften beziehe, wenn ich Seele sage - einmal inkarniert und eine individuelle Gestalt annimmt, dann verliert sie danach nie wieder diese Individualität. Daraus folgt, sie kehrt nie wieder zu ihrem Zustand der früheren Existenz zurück und kann nie wiedergeboren werden in das Dasein irgendeines menschlichen Wesens.

Es gibt keine Reinkarnation. Alle Theorien und Spekulationen der Menschen über diese Frage, die zum Schluss kommen, dass eine Seele, die einmal inkarnierte, wiedergeboren werden könne, sind falsch. Denn die Inkarnation einer Seele ist nur ein Schritt in ihrem vorgesehenen Fortschritt von einer gestaltlosen, unsichtbaren Existenz zu einem glorreichen Engel oder einem vollkommenen spirituellen Wesen. Auf dem Weg dieses Fortschrittes kehrt eine Seele nie um. Sie schreitet immer fort, obwohl bisweilen eine Stagnation eintreten kann. Aber sie lebt weiter als individuelles spirituelles Wesen, bis sie ihr Ziel erreicht in Erfüllung des Planes des Vaters für die Vervollkommnung Seines Universums.

Das ist ein aus mehreren Gründen schwierig zu behandelndes Thema, unter anderem wegen der Tatsache, dass wir spirituelle Wesen, unbeachtet der Größe unserer Entwicklung, nicht die Information zur Verfügung haben, um eine vollständige und erschöpfende Beschreibung der Seele und ihrer Qualitäten vor ihrer Inkarnation abzugeben; und ihr Sterbliche seid nicht in der Lage, die volle Wahrheit zu begreifen, wie wir sie euch zu übermitteln versuchen.

Ich habe diese Anstrengung unternommen, um dir eine leise Idee über die Seele zu geben, weil du dich in einer guten Verfassung befindest, meine Gedanken zu empfangen. Aber ich werde mir klar darüber, als wie unzureichend sich mein Versuch herausstellt. Aber du kannst daraus verstehen, dass die Seele ein Dasein führt, bevor sie ein Zuhause im physischen Körper findet; dass sie von einem doppelten Charakter ist und ein Bewusstsein über die Beziehung ihrer beiden Hälften hat; dass sie nach der Erfahrung des Lebens als Sterblicher und nach der Erreichung der Individualität in die spirituelle Welt zurückkehrt; dass sie irgendwann einmal wieder das Bewusstsein darüber erlangt, und dass die beiden Hälften wieder zu einer Einheit werden, es sei denn, dass in der Entwicklung dieser getrennten Teile Hindernisse entstanden sind, die diese Vereinigung verhindern. Und weiters, dass diese Seele nie wieder ihre Schritte rückwärts richtet in ihrem Fortschritt, und dass sie nie wiedergeboren wird.

Ich werde nun Schluss machen, und mit meiner Liebe und meinem Segen wünsche ich dir eine gute Nacht.

            Dein Bruder in Christus,

             Lukas

 

 


 

 

Jesus erklärt, dass die Doktrin über die Reinkarnation falsch und völlig ohne Grundlage sei

(Botschaft aus "Offenbarungen über das Neue Testament")

 

Ich bin wieder hier, um dir über ein Thema zu schreiben, das Interesse bei dir, dem Doktor und anderen geweckt hat, und es handelt sich dabei um den Artikel über die Reinkarnation. In den Padgett Botschaften haben mehrere Mitteilungen die Falschheit und Absurdität dieser Lehre behandelt, die vorgibt, dass die menschliche Seele von einem fleischlichen Körper in andere wiedergeboren werden könne, und das oftmals hintereinander über längere Zeitperioden, und dass die Seele in der Folge die Gelegenheit fände, ihr Begehren zu sündigen zu vermindern, und somit schließlich die Läuterung im Fleische erzielen könne.

Wenn du die Frage etwas näher untersuchst, wirst du die Unmöglichkeit erkennen, dass die Seele von der spirituellen Welt wieder im Fleische wiedergeboren wird, weil ganz einfach die Seele bei diesem vermeintlichen Phänomen den spirituellen Körper ablegen müsste, um in einen menschlichen Körper eindringen zu können, weil die Seele in einem spirituellen Körper eingeschlossen ist, der von einer stofflichen Natur ist aber nicht aus grober Materie, wie sie in der sogenannten materiellen Welt vorkommt. Und dieser spirituelle Körper, der die Hülle und den Schutz für die Seele darstellt, ist dasjenige, was der Seele ihre Individualität als bewusste Wesenseinheit gibt, und er bleibt bei der Seele, solange sie lebt. In der spirituellen Welt ist noch nie jemand seiner Seele beraubt worden. Und kein spiritueller Körper, der hypothetischer Weise seiner Seele entkleidet worden wäre, ist je gestorben oder aufgelöst worden oder aus seinem Lebensraum verschwunden, außer in dem Sinne, dass er von einer Sphäre zu einer anderen aufsteigt, während er entweder zur Sechsten Sphäre (oder dem Spirituellen Paradies) oder zu den Göttlichen Himmeln und zur Unsterblichkeit fortschreitet.

Soweit wir heute in der spirituellen Welt wissen, kann das spirituelle Wesen, das heißt, der spirituelle Körper und die Seele, in alle Ewigkeit leben, wenn Gott es so wünscht, auch wenn es nicht das Bewusstsein der Unsterblichkeit hat aus dem Besitz der Göttlichen Liebe heraus; und es wird sicherlich in alle Ewigkeit weiterleben - die Seele und ihr untrennbar verbundener spiritueller Körper - wenn es die Göttliche Liebe, die Unsterblichkeit und die Einheit mit dem Vater besitzt.

Weil die Seele nicht von ihrem spirituellen Körper entfernt oder von ihm weggerissen oder in irgendeiner anderen Weise von ihm getrennt werden kann, wenn sie einmal in die spirituelle Welt gekommen ist, wäre es gleichfalls unmöglich für den spirituellen Körper, den Körper eines anderen menschlichen Wesens zu betreten. Denn nur eine Seele ohne spirituellen Körper kann in einen menschlichen Körper eindringen. Und wenn dieser Körper stirbt, manifestiert die Seele ihren spirituellen Körper. Die Doktrin der Reinkarnation ist deshalb völlig ohne Grundlage. Denn es ist unmöglich, lass mich das wiederholen, für eine Seele mit ihrem spirituellen Körper, einen menschlichen Körper zu betreten und im Fleische wiedergeboren zu werden.

Wenn ein menschliches Wesen im Fleische stirbt, hat seine Seele unter normalen Umständen den Zweck ihrer Erschaffung bereits erreicht; das heißt, das Annehmen eines individuellen Charakters und die Schöpfung von Empfängern für Seelen. Und in seinem spirituellen Körper sitzt in der Größe, im Aussehen und im Wesen die komplette Schöpfung ohne die fleischliche Hülle.

Diese Seele taucht in der spirituellen Welt beladen mit unharmonischen Eigenschaften des irdischen Lebens auf. Aber nachdem sie die Gelegenheit hat, diese unharmonischen Qualitäten auszumerzen, und in der spirituellen Welt eine geläuterte Seele zu werden, indem sie ihren Willen und moralische Kraft ausübt und bereut, oder ein Göttlicher Engel durch das Gebet zum Vater um Seine Göttliche Liebe und Barmherzigkeit, was die Seele in die ureigene Essenz des Vaters verwandelt, ist es absolut unnötig für die Seele, in das Fleisch zurückzukehren, um noch einmal eine Chance zur Läuterung zu erhalten; denn der liebende und barmherzige Vater hat bereits einen Plan bereitgestellt, der es der Seele - dem wahren Menschen - ermöglicht, die Läuterung zu erreichen. Und hier zeigt sich Gott barmherziger, als er es gewesen wäre, wenn er fortwährende Prüfungen im Fleisch zum Zwecke der Läuterung vorgeschrieben hätte. Denn der Mensch, der so seine Seele zu reinigen versuchte, würde gleichzeitig mit dem sündigen Einfluss des Fleisches kämpfen müssen; und seine endgültige Läuterung würde unabsehbar lang aufgeschoben werden oder bis zum absoluten Ende der Zeit vielleicht nie zustande gebracht werden. Du kannst daraus sehen, dass Gott Seine Liebe zu Seinen erschaffenen Kindern zeigte, indem er ihnen einen Weg bereitete, sich von ihren Sünden zu reinigen, während sie frei sind von den verderblichen Einflüssen des Fleisches (die den schmerzlichen Prozess zur Läuterung nur behindern und schwieriger machen würden).

Was die Aussprüche im Neuen Testament anbelangt, möchte ich zu allererst feststellen, dass ich die Wiedergeburt nicht im Sinne hatte, als ich meine Jünger, besonders Petrus, fragte: "Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?" Ich stellte diese Frage einzig und allein, damit sie erklärten, ob sie mich als den Messias betrachteten, wie das einige von ihnen bereits taten, wenngleich nicht im spirituellen Sinne oder im genauen Verständnis, dass ich in meiner Seele die Unsterblichkeit zur Erde gebracht hatte.

Du hast wieder richtig gedacht, dass ich sagte: "Doch ich sage euch: Einer wie Elias ist schon gekommen" und nicht: "Doch ich sage euch: Elias ist schon gekommen." Denn ich bezog mich auf Johannes den Täufer, der in seiner Art zu predigen, seinem Temperament und sogar in einer Kleidung und Nahrung ganz wie Elias war. Aber damit hörte die Ähnlichkeit auch schon auf. Denn beide führten ihr eigenes Leben, sind individuelle Seelen und beide leben in den Göttlichen Himmeln zur gleichen Zeit; und das ist eine physische Unmöglichkeit im Falle der Reinkarnation. Denn wenn Elias Johannes der Täufer wäre, dann wären in dieser Doktrin nur eine Seele und ein spiritueller Körper betroffen.

(Frage)

Das blind geborene Kind hat nicht gesündigt, auch seine Eltern nicht, sondern es leidet an der Blindheit wegen eines körperlichen Defektes der Mutter, der die perfekte Entwicklung des Fetus in ihrem Leib verhinderte; und so hat dieser Defekt die perfekte Manifestation Gottes schöpferischen Werkes verhindert. Dieser Defekt ist einer von vielen, der die unvollkommene Welt des Fleisches unterworfen ist. Und das ist der Grund, warum die Läuterung der Seele im Fleische eine Angelegenheit zahlloser Jahrhunderte wäre und eine ärgere Strafe als die schlimmsten Höllen in der spirituellen Welt in ihrer Dauer.

(Frage)

Das Zitat aus Offenbarung 3,12: "und er soll nicht mehr hinausgehen" in Bezug auf den "Tempel meines Gottes" ist eine Anspielung auf die Seele, die die Göttliche Liebe in dem Ausmaße besitzt, dass die Unsterblichkeit ein bewusster Besitz geworden ist und ihr Zuhause für immerdar die Göttlichen Himmel sind, obwohl der Autor selbst sehr wenig davon verstand und eine geläuterte Seele im Sinne hatte, die ihren Lebensraum in der Sechsten Sphäre findet, nicht eine Göttliche Seele.

            Jesus der Bibel

 

 


 

 

Wie die erlöste Seele von den Strafen befreit wird, die Sünde und Fehler über sie gebracht haben

 

Ich bin hier, Jesus

Wenn sich die Seele in einem Zustand voll Sünde und Fehler befindet, steht sie dem Einfließen des Heiligen Geistes nicht offen. Um in eine empfängliche Lage für diese Einflüsse zu gelangen, muss sie ein Erwachen zu ihrer gegenwärtigen Situation der Unterjochung durch das Böse erfahren. Und bis dieses Erwachen zu ihr kommt, besteht keine Möglichkeit, Gottes Liebe in ihr zu empfangen, und ihre Gedanken den Wahrheiten Gottes und der Lebensführung zuzuwenden, die ihr zu einem Fortschritt in Richtung auf eine Befreiung aus ihrer Situation verhilft.

Ich möchte nicht, dass die Menschheit glaubt, dass irgendeine Seele gezwungen sei, in dieser Situation der Sklaverei unter der Sünde zu bleiben, bis der Heilige Geist zu ihr kommt reich beladen mit der Liebe des Vaters. Die Aufgabe des Heiligen Geistes ist es nicht, die Seele des Menschen aufzuwecken, um sich der Sünde und des Todes klar zu werden, sondern bloß, dieser Seele die Liebe zu bringen, wenn sie (die Seele) bereit ist, Sie zu empfangen.

Das Erwachen muss andere Ursachen haben, die sowohl den Verstand als auch die Seele beeinflussen und beide dazu bringen zu erkennen, dass die Lebensführung des Menschen nicht korrekt ist oder nicht in Übereinstimmung mit den Forderungen der Gesetze Gottes oder mit dem wahren Verlangen ihrer eigenen Herzen und Seelen.

Bis dieses Erwachen kommt, ist die Seele wahrhaftig tot, was das Bewusstsein über die Existenz der Wahrheit ihrer Erlösung anbetrifft. Und dieser Tod bedeutet ein Verbleiben in den sündigen und bösen Gedankengängen und in der Lebensführung, die nur zur Verdammnis und zum Tod für viele lange Jahre in der Zukunft leiten kann.

Aber um dem Thema meines Diskurses näher zu kommen, möchte ich sagen, dass die Seele, die in Sünde und Fehler lebt, früher oder später die Strafe dafür bezahlen muss; und es gibt kein Entkommen aus der Begleichung der Strafe, außer durch die Erlösung, die der Vater in der Neuen Geburt vorgesehen hat. Diese Strafen sind die natürliche Folge des Wirkens der Gesetze Gottes, und sie müssen durchgestanden werden, bis das volle Strafausmaß beglichen ist. Obwohl ein Mensch zu einem höheren Niveau der Herrlichkeit der Seele aufsteigen und sehr glücklich sein kann, muss er dennoch alles auf Heller und Pfennig begleichen und sich so von der Strafe befreien.

Mit viel Liebe bin ich

Dein Freund und Bruder,

             Jesus

 

 


 

 

Ein Diskurs über die Devolution und Evolution des Menschen

 

Ich bin hier, Lukas, der Autor des Dritten Evangeliums, das einmal bestand.

Nun, Ich möchte einige Zeilen über das Thema schreiben, das in dem Buch behandelt wurde, das du heute Nacht gelesen hast. Ich meine das Buch über die Erschaffung und den Sündenfall des Menschen.

Nun, der Mann, der das Buch geschrieben hat, ist bemüht, die Bibeldoktrin über die Schöpfung und den Sündenfall des Menschen mit der wissenschaftlichen Evolutionstheorie in Einklang zu bringen und zu zeigen, dass diese beiden Standpunkte nicht antagonistisch sind, oder dass der eine benutzt werden kann, um den anderen zu belegen.

Aber das ist ihm nicht gelungen, und es kann ihm auch nicht gelingen, aus dem folgenden Grund, wenn es schon keine anderen gäbe: dass der Mensch sich nicht vom Säugetier oder vom niedrigeren Tier entwickelte, sondern immer ein Mensch war, das Geschöpf Gottes, vollkommen in seiner Erschaffung und ganz natürlich.

Es gab nichts Übernatürliches in ihm, und er besaß niemals das Wesen eines "Superman," von dem er zum Zeitpunkt seines Ungehorsames fiel. Er war nie mehr oder weniger als die perfekte Schöpfung seines Herstellers, obwohl er in seinen Eigenschaften und in der Ausübung seines Willens degenerierte.

Die Evolution oder die Doktrin der Evolution hat ihre Grenzen. Ihr Begründer und seine Anhänger sind entweder gänzlich oder in modifizierter Weise nicht in der Lage, die Doktrin bis zum Sündenfall des Menschen zurückzuverfolgen. Wenn sie deshalb versuchen, vor die Zeit zu forschen, als der Mensch völlig degeneriert schien und ein Produkt tierischer Vorfahren, geraten sie auf das Gebiet der Spekulation, und das Wissen hört auf zu existieren.

Der Mensch wurde mit keiner der Göttlichen Qualitäten erschaffen, wie der Autor das zu glauben scheint, sondern er war bloß der natürliche Mensch, den du heute siehst (ohne die Perversion seiner seelischen Qualitäten). Und Läuterung bedeutet einfach, jenes aus der Seele zu entfernen, was die Abweichung von der perfekten Verfassung seiner Schöpfung bewirkte. Das heißt, als er erschaffen wurde, befand sich der Mensch in vollkommener Harmonie mit dem Willen Gottes und Seinen Gesetzen. Und wenn er wieder in diese Harmonie der Einheit mit den Gesetzen zurückfindet, wird er sich in derselben vollkommenen Situation befinden wie vor dem Sündenfall.

Deshalb ist die Idee, die der Autor darlegt, dass der Mensch mit irgendetwas des Göttlichen in ihm erschaffen wurde, was ihn vor einem Zustand körperlicher Unvollkommenheit rettete, und dass er diese Göttlichen Qualitäten verlor, als er in jene unvollkommene Verfassung abrutschte, völlig falsch.

Die große Wahrheit in Zusammenhang mit der Erschaffung des Menschen ist, dass der Mensch vollkommen erschaffen wurde. Was die Ordnung seiner Schöpfung anbelangt oder die Qualitäten seiner Moral oder seines physischen Wesens, so war kein Fortschritt möglich, denn der nächste Schritt im Fortschritt des Mensch wäre das Göttliche gewesen.

Deshalb siehst du, dass der Mensch so wunderbar und perfekt erschaffen wurde, dass er nur ein wenig niedriger als die Engel war. Und mit Engeln meine ich die Seelen der Menschen, die aufhörten, im Fleisch zu leben, teilhaben an der Göttlichen Liebe und zu einem Teil des Vaters in Seiner Göttlichkeit der Liebe geworden sind. Ich meine nicht die Seelen in der spirituellen Welt, die nur eine Entwicklung ihrer moralischen Qualitäten erfahren haben. Diese letzteren sind nur Menschen, wenn sie geläutert worden sind und in Harmonie mit den Gesetzen und dem Willen Gottes stehen, die vollkommen in ihrem Wesen und ihren Organismen geworden sind, so wie sie es zur Zeit der Erschaffung des Menschen waren.

Der vollkommene Mensch besitzt jene Qualitäten und Eigenschaften, die zum Zeitpunkt seiner Erschaffung ihm gehörten, und er kann nicht weiter fortschreiten oder höher oder größer werden, als er es zu jenem Zeitpunkt der Schöpfung war. Er wurde als Schöpfung vollkommen erschaffen; und jenseits des Vollkommenen kann es nichts Größeres geben, was aus den Qualitäten und Möglichkeiten allesamt entwickelt wird, die ihn vollkommen machten. Und um fortzuschreiten muss in das menschliche Wesen von außen die Göttliche Liebe kommen - die diese Qualitäten und Möglichkeiten ergänzt (diese Liebe, wie du verstehst, stellt keinen Teil oder keine Methode der Evolution dar).

Als die ersten Eltern der Sünde erlagen, zerstörten sie die Harmonie ihres Daseins mit den Gesetzen Gottes. Und ihnen wurde auch die große Möglichkeit entzogen, in ihrem Wesen der Liebe und Unsterblichkeit Göttlich zu werden so wie der Vater. Aber als rein erschaffene Menschen fielen sie von der Vollkommenheit, nicht von der Göttlichkeit. Sie wurden durch den Sündenfall auch nicht der Möglichkeit beraubt, in ihren physischen Körpern ewig zu leben, denn diese Körper wurden nur zum Zwecke erschaffen, es den Seelen zu erlauben, ihre Individualität zu erlangen, und danach sollten die Körper sterben und in ihre Bestandteile aufgelöst werden.

Der physische Körper war nie dazu bestimmt, für immer zu leben. Und den Menschen war es nie bestimmt, für immer auf Erden zu leben. Denn eine größere und weitere Welt war als ihr ewiges Zuhause vorgesehen worden, wo die Dinge echt sind, und nur das Spirituelle existiert. Die Erde ist nur das Abbild der Realitäten in der spirituellen Welt und existiert nur als Kinderstube für die Individualisierung der Seele.

Damit du nicht missverstehst, was ich ausdrücken möchte, denk immer daran, dass die Seele der Mensch ist - das Ego - und als der Mensch fiel, war es nicht der physische Teil des Menschen, der fiel, außer in dem Maße, wie dieser von der Seele beeinflusst wird. Vielmehr war es die Seele, die fiel. Und das "Todesurteil" richtete sich nicht gegen die körperlichen Fähigkeiten, sondern gegen die der Seele. Und deshalb kannst du sehen, wenn der Mensch wieder zum vollkommenen Menschen wird, ist es nicht nötig, dass der physische Körper wieder in seinem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt wird.

Auch wenn das nicht gegen die physischen Gesetze des Universums wäre (oder, um das genauer auszudrücken, gegen die Gesetze, die den stofflichen Teil des Universums kontrollieren), dass der materielle Körper des Menschen auferweckt wird und wieder die Seele beherbergt, so wäre das nicht notwendig. Denn die Seele besitzt ihren spirituellen Körper, der ihre Individualität offenbart. Es besteht keine Notwendigkeit für die Auferstehung des physischen Körpers, und es wird keine derartige Auferstehung geben, denn Gott macht niemals etwas Unnützes.

Wie ich sage, der Mensch hörte nie auf, der Mensch der Schöpfung Gottes zu sein, obwohl er degenerierte und pervertierte, und zu einem Zeitpunkt in der Geschichte seines Daseins entwickelte er sich in einem Maße zurück, mit Ausnahme der maßgebenden Qualitäten seiner Schöpfung, dass er tiefer schien als die unvernünftigen Tiere. Aber er war immer der Mensch Gottes Schöpfung und niemals ein Tier niedriger Ordnung.

Die Wissenschaftler schließen aus ihren geologischen Untersuchungen und Forschungen, aus dem Fund von Fossilien und Spuren des Urmenschen und aus ihren biologischen Theorien, dass der Mensch einen niedrigeren Status der Intelligenz und Lebensführung besaß; und sie können zurecht zu diesem Schluss gelangen. Sie können auch folgern, dass er sich allmählich aus dieser Situation und Lage entwickelte, und sie können daraus anscheinend korrekte Theorien ableiten. Dennoch, wenn sie versuchen, weiter zurück zu gehen, gelangen sie ins Reich der Spekulation und verlieren sich im Dunkeln des Mysteriums. Sie können zurecht die Evolution des Menschen von dem Punkt an behaupten, wo sie ihn beim Zurückverfolgen jener Evolution verlieren, aber sie können nichts über seine Devolution vor jener Zeit wissen. Und daher sind ihre Spekulationen gegenstands- und substanzlos.

Nein, der Mensch entwickelte sich nicht aus dem niedrigeren Tier sondern nur aus sich selbst, als er den Tiefpunkt seines Falles erreichte. In diesem Zusammenhang lautet die Geschichte und Erfahrung des Menschen wie folgt: er wurde vollkommen erschaffen; er sündigte; er fiel vom Zustand seiner erschaffenen Vollkommenheit; sein Zustand zum Tiefpunkt seines Falles war in einigen Phasen schlimmer als der des unvernünftigen Tieres; nach langen Jahrhunderten begann er aus dieser niedrigen Basis wieder aufzusteigen und machte Fortschritte, worüber die Wissenschaftler durch ihre Entdeckungen Hinweise fanden; und seither war er Gegenstand ihrer "Evolution."

Aber die Wissenschaftler und alle Menschen müssen wissen, dass während all der Jahrhunderte des Abstiegs und Aufstiegs der Mensch immer ein Mensch war, die größte Schöpfung Gottes - und die am tiefsten gefallene.

Nun gut, ich habe genug geschrieben für heute Nacht. Aber weil ich bei dir war, als du gelesen hast, und die falsche Vorstellung des Buchautors sah und auch die der Wissenschaftler, auf die er sich bezog, hielt ich es für ratsam, dir die paar unvollständigen Wahrheiten über das Thema zu schreiben.

Ich werde bald kommen und schreiben.

Mit meiner Liebe und meinem Segen wünsche ich dir eine gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

             Lukas

 

 


 

 

Die Notwendigkeit für die Menschen, ihre Gedanken dem Spirituellen zuzuwenden

 

Ich bin hier, Lukas des Neuen Testaments

Ich möchte gewisse Wahrheiten erklären in Bezug auf die Notwendigkeit für die Menschen, ihre Gedanken dem Spirituellen zuzuwenden, und das Materielle in ihrem Leben weniger Zeit und Gedanken in Anspruch nehmen zu lassen.

Zu allererst ist das Ewige wichtiger als das Zeitliche, das nur kurz Bestand hat, obwohl das Zeitliche notwendig ist, um einem Menschen Unterhalt zu gewährleisten, solange er auf Erden lebt.

Ich möchte nicht verstanden werden, dass ich damit sagen will, diese Materiellen Dinge seinen nicht notwendig und wichtig für den Menschen, dass er sie erwirbt und sie zu ihrem besten Nutzen verwendet, denn sie sind eine Notwendigkeit in seiner irdischen Existenz. Und es ist nicht nur ein Privileg sondern auch eine Verpflichtung für den Menschen, diesen materiellen Gaben den bestmöglichen Nutzen zu geben, und sich selbst in die Lage zu bringen, die es ihm ermöglicht, diese Dinge zum Äußersten zu genießen, die für sein materielles Wohlbefinden und Glück bereitgestellt worden sind. Und weiters ist es seine Pflicht, alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Gebrauch und die Anwendung dieser Dinge so zu gestalten, dass der größtmögliche Nutzen und Vorteil aus der sachgemäßen Anwendung gezogen werden kann.

Und was das betrifft, verstehe ich, dass der Mensch einen Teil seiner Gedanken und einen Teil seiner Zeit ihnen und den Mitteln und Methoden widmen muss, wodurch die besten Ergebnisse zuwege gebracht werden können. Wenn der Mensch das tut, verstößt er nicht gegen die Gesetze des Vaters oder gegen die Anforderungen, die die Gesetze seines eigenen Daseins stellen.

Die Entdeckungen der Erfinder sind wünschenswert, und die Arbeit der Menschen, um diese Entdeckungen zu machen, ist lobenswert; und genauso steht es mit den Bemühungen des Kaufmannes, des Mechanikers und des Finanziers, um in ihren verschiedenen Unternehmen Erfolg zu haben, und in der Folge Geld zu verdienen, und es für ihr Wohlbefinden und ihren Unterhalt einzusetzen.

Aber diese Dinge, oder die Gedanken und Bemühungen, um diese Ergebnisse zu erzielen, helfen der Seelenentwicklung nicht weiter, nicht einmal der Entwicklung der spirituellen Seite des menschlichen Wesens. Und wenn der Mensch diesen Zwecken den größten Teil seiner Lebenszeit widmet, und er dann diese Lasten ablegt und in das Land der spirituellen Wesen kommt, wird er herausfinden, dass er wirklich sehr arm ist - dass der ewige Teil seines Wesens wenig Entwicklung erfahren hat, und dass seine Seele nur für einen Ort geeignet ist, wohin diejenigen unweigerlich gehen müssen, die ihre Reichtümer auf Erden angehäuft haben.

Die Anhäufung von Geld und das Erreichen von Berühmtheit oder sozialer Position übt eine derartige Anziehung auf den Menschen aus, dass er, wenn er sich dem einmal hingibt, und besonders, wenn er dabei erlebt, was er Erfolg nennt, natürlich seine gesamte aktive Zeit und all seine Gedanken diesen Bemühungen widmet. Und folglich misst er sehr wenig seiner kurzen Zeit auf Erden den Gedanken und Bestrebungen nach dem Höheren zu.

Wenn die Sterblichen, besonders jene, die sich so eifrig und beständig für den Erfolg engagieren, den ich gerade erwähnt habe, nur die Lage derer mit ähnlichen Vorstellungen über die Karriere sehen und kennenlernen könnten, die sich ähnlichen Zielen auf Erden hingaben und nun in der spirituellen Welt leben, würden sie die völlige Unsinnigkeit dieser Bemühungen erkennen und den großen Schaden, der die Seele umbringt, den der sogenannte "Erfolg" auf Erden jenen spirituellen Wesen eingebracht hat.

Wir können zwar annehmen, dass viele dieser spirituellen Wesen nicht absichtlich Böses tun oder Schaden verursachen und nicht in die Situation kamen, auf die ich mich berufe, auf Grund des Bösen oder des verursachten Schadens, aber dennoch befinden sie sich in einer stagnierenden und geschrumpften Verfassung der Seele und der spirituellen Eigenschaften, und all das, weil sie die Entwicklung ihrer Seele verabsäumten oder die Pflege ihrer spirituellen Qualitäten, während sie ernstlich das Materielle im Visier hatten.

Ihre Sünde war eine Unterlassungssünde. Sie zieht ihre Folge mit Sicherheit nach sich, und sie ist die häufigste unter den Menschen, die zu viel ans Materielle denken oder überhaupt nicht denken oder allem gegenüber gleichgültig sind, und denen es genügt, in einer Atmosphäre oder einem Zustand vegetativer Zufriedenheit zu leben.

Das Gesetz wirkt genau gleich im Falle des Menschen, der sein spirituelles Wesen vernachlässigt, weil er am Materiellen haftet, wie im Falle, wo der Mensch schuldig dieser Unterlassung ist aus der Gleichgültigkeit heraus oder aus der Zufriedenheit mit dem Vergnügen, das dieses Materielle ihm bereitet. In beiden Fällen sind die Folgen dieselben: Die Seele stagniert, und die spirituellen Qualitäten liegen brach. Und der nachlässige Mensch wird seinen Platz in der spirituellen Welt voll Finsternis und Leiden antreffen.

Das Leben ist kurz, und die Zeit verrinnt rasch, auch wenn ein Mensch seine angemessene Zeit von dreimal zwanzig und einmal zehn Jahren lebt. Und es gibt keinen Ort in Gottes ganzem Universum, wo es so wichtig ist, dass der Mensch seinen Weg zum ewigen Fortschritt in Angriff nimmt, wie im Erdenleben. Hier sollte die Seele erwachen und mit Gedanken und Bestrebungen nach dem Spirituellen genährt werden.

Wenn also auf Erden so der Anfang gesetzt wird, ist es für den weitergehenden Fortschritt der Seele in der spirituellen Welt so viel leichter. Wenn nicht, kann das Erwachen um Jahre verzögert werden, und der Fortschritt, der folgt, kann sehr langsam sein, und ist es auch in der Regel.

Deswegen sage ich, die Menschen sollen nicht so viel ihrer Zeit den vergänglichen Dingen widmen, während sie in der zeitlichen Welt lebt leben, bis der Sterbliche zu einem spirituellen Wesen wird. Gedanken sind Dinge; und wenn man sie auf die spirituelle Entwicklung des Menschen anwendet, sind sie Dinge von größter Bedeutung. Ein kleiner Gedanke kann eine Seele in einen schlafenden, kaum lebenden Zustand versetzen oder sie zum Wachsen und zu etwas Schönem und voll Harmonie mit den spirituellen Möglichkeiten ihres Besitzers aufblühen lassen. Und wie gesagt worden ist, wo deine Schätze sind, dort wird auch dein Herz sein. Und so werden es deine Gedanken sein, die die menschliche Seele zur Finsternis oder zum Licht leiten.

Mit all meiner Liebe wünsche ich dir eine gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

            Lukas

 


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