Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit – Jesus offenbart erneut das Evangelium


 

Kapitel 7

Die Göttliche Liebe des Vaters

und die Neue Geburt der Seele

 

 

Gott ist ein Gott der Liebe, und niemand kann zu Ihm kommen, wenn er nicht diese Liebe in seiner Seele empfängt. (Jesus)

Frau Padgett erzählt von ihrer großen Glückseligkeit in ihrem Fortschritt.

Wie die Seele eines Sterblichen die Göttliche Liebe empfängt, und was davon die Folge ist. Was ist eine verlorene Seele? (Jesus)

Die Göttliche Liebe: Was sie ist, und was sie nicht ist (Johannes der Apostel)

Samuel beschreibt das Glück, das zum Besitzer der Göttlichen Liebe kommt.

Christus kann in dir sein -- was das bedeutet. (Jesus)

Was ist das Größte auf der ganzen Welt? (Salomon)

Alle Sünden und Fehler werden mit der Zeit aus der menschlichen Seele ausgelöscht werden. (John Garner)

Der große Weltlehrer wird der Meister sein, wenn er wieder zu Erde kommt in Form seiner Göttlichen Offenbarungen. (George Whitefield)

Helen Padgett kommentiert die Botschaft George Whitefields.

Die Göttliche Liebe des Vaters wird den Menschen nicht nur zu einem Bewohner des Reiches des Vaters machen, sondern auch die Große Bruderschaft der Menschen auf Erden zustande bringen. (Jesus)

 

 


 

 

Die Göttliche Liebe des Vaters

und die Neue Geburt der Seele

 

 

Gott ist ein Gott der Liebe, und niemand kann zu Ihm kommen, wenn er nicht diese Liebe in seiner Seele empfängt

 

Ich bin hier, Jesus

Du bist in einem besseren Zustand heute Nacht, und ich werde meine Botschaften fortsetzen.

Gott ist ein Gott der Liebe, und niemand kann zu Ihm kommen, wenn er nicht diese Liebe in seiner Seele empfängt. Nachdem die Menschen zu Sünde und Fehler und zur Verletzung von Gottes Gesetzen neigen, können sie von der Sünde erlöst werden, indem sie diese Liebe erhalten; und das kann nur durch das Gebet und den Glauben an die Bereitschaft Gottes geschehen, diese Liebe jedem zu gewähren, der darum bittet. Ich meine damit nicht, dass man "formelle" Gebete an Gott richten muss, oder diese in Übereinstimmung mit den Überzeugungen oder Dogmen irgendeiner Kirche stehen müssen. Das Gebet ist wirksam, so wie es aus der Seele und den ernsthaften Begehren des Menschen strömt.

Die Menschen sollen also wissen, dass, wenn sie nicht das echte Verlangen der Seele nach dieser Liebe verspüren, wird Sie ihnen nicht gegeben. Rein verstandesmäßige Wünsche sind nicht ausreichend. Der Intellekt ist nicht die Eigenschaft eines Menschen, die ihn mit Gott vereint. Nur die Seele ist nach dem Abbild des Vaters erschaffen worden. Und wenn das Abbild nicht vervollkommnet wird, indem die Seele von der Göttlichen Liebe des Vaters erfüllt wird, ist die Ähnlichkeit nie komplett.

Die Liebe ist das Eine, Große in Gottes Haushalt der realen Existenz. Ohne sie wäre alles Chaos und Unglück; aber wo sie existiert, gibt es auch Harmonie und Glückseligkeit. Ich sage das, weil ich aus der persönlichen Erfahrung weiß, dass das wahr ist. Die Menschen sollen daher nicht glauben, dass Gott ein Gott ist, der die Anbetung durch die rein intellektuellen Fähigkeiten der Menschen möchte -- das ist nicht wahr. Seine Liebe ist das einzige, was Ihn und sie je verbinden kann. Diese Liebe ist nicht die Liebe, die einen Teil des natürlichen Daseins des Menschen darstellt; die Liebe, die die Menschen besitzen, die keinen Teil der Göttlichen Liebe empfangen haben, ist unzureichend, um sie in Einheit mit dem Vater zu bringen. Sie ist auch nicht jene Art von Liebe, die es ihnen ermöglichen wird, die Göttlichen Sphären zu betreten, und wie die Engel zu werden, die von der Göttlichen Liebe erfüllt sind und immer den Willen des Vaters befolgen. Diese Liebe wird nur in den Seelen jener angetroffen, die Sie durch die Vermittlung des Heiligen Geistes empfangen haben -- das einzige Werkzeug in Gottes Wirken, das eingesetzt wird, um die Erlösung der Menschheit zuwege zu bringen.

Ich habe die Einwirkung des Geistes auf die menschlichen Seelen gesehen und weiß, dass es wahr ist, was ich dir erzähle. Niemand darf sich darauf verlassen, dass irgendein anderes Werkzeug oder Mittel als der Heilige Geist es ihm ermöglichen wird, diese Liebe zu erhalten. Und niemand darf denken, dass er ohne dessen zu einem Teil des Gottesreiches werden könne, denn keine Liebe außer der Göttlichen Liebe kann ihm das Recht geben und ihn geeignet machen, jenes Reich zu betreten.

Auf Erden lehrte ich die Doktrin des Heils nur durch das Wirken des Heiligen Geistes in Erfüllung der Gebote des Vaters. Der bloße Glaube an mich oder meinen Namen ohne diese Liebe wird es nie jemandem ermöglichen, zum Besitzer jener Liebe zu werden. Daher stammt der Ausspruch, dass alle Sünden gegen mich oder sogar gegen Gottes Gebote den Menschen vergeben werden, aber die Sünde gegen den Heiligen Geist wird ihnen nicht vergeben werden weder auf Erden noch in der spirituellen Welt. Das heißt, dass solange ein Mensch die Einflüsse des Geistes zurückweist, sündigt er gehen ihn; und diese Sünde hindert ihn daran, die Göttliche Liebe zu empfangen. Daher kann ihm in dieser Lage nicht vergeben und ihm erlaubt werden, das Göttliche Reich des Vaters zu betreten.

Gottes Liebe braucht die Liebe des Menschen nicht, um Ihr eine Göttliche Essenz zu geben. Im Gegenteil, die Liebe des Menschen muss voll von der Göttlichen Liebe des Vaters eingehüllt oder absorbiert werden, um in ihrem Wesen Göttlich zu werden. Die Menschen sollen also wissen, dass ihre Liebe nicht einmal der Schatten der Liebe des Vaters ist, und solange sie sich weigern, die Liebe des Vaters zu empfangen, werden sie zwangsweise dem Vater ferne bleiben und nur das Glück genießen können, das ihnen die natürliche Liebe bereiten kann.

Ich bin so sicher, dass alle Menschen diese Liebe empfangen können (wenn sie allerdings auf dem richtigen Weg und im aufrichtigen Wunsche und im Glauben danach suchen), dass ich weiß, es ist für alle Menschen möglich, gerettet zu werden. Aber die Menschen besitzen die große Gabe des freien Willens, und der Einsatz dieser Gabe, um diese Liebe zu suchen und zu finden, scheint so schwierig zu sein, dass eine große Mehrheit der menschlichen Rasse davon abgehalten werden wird, diese große, erlösende Gnade zu erhalten.

Mein Vater hat kein Verlangen danach, dass irgendjemand in alle Ewigkeit ohne diese Liebe leben soll. Aber es wird die Zeit kommen, und zwar sehr bald schon (relativ genommen -- ed.), wann das Vorrecht, diese Liebe zu erhalten, der Menschheit entzogen wird. Die Menschen glauben vielleicht, dass die Zeit dieser Trennung nie kommen wird, aber darin sind sie im Irrtum, und sie werden das merken, wenn es zu spät ist.

Die Harmonie des Universums meines Vaters hängt nicht davon ab, dass alle Menschen die Göttliche Liebe erhalten, weil durch das Wirken der Gesetze Gottes über die Harmonie der menschlichen Seelen all Sünden und Fehler ausradiert werden, und nur die Wahrheit bestehen bleiben wird. Aber die bloße Abwesenheit der Sünde bedeutet nicht, dass alle Teile der Schöpfung Gottes von spirituellen Wesen und Menschen bevölkert werden, die gleichermaßen glücklich sind oder von derselben Art Liebe erfüllt sind. Der Mensch, der frei ist von Sünde und nur die natürliche Liebe besitzt, wird in perfekter Harmonie mit anderen Menschen stehen, die dieselbe Art Liebe besitzen. Aber er wird sich nicht in Harmonie mit jenen spirituellen Wesen befinden, die im Genuss der Göttlichen Liebe und der höchsten Glückseligkeit stehen, die daraus resultiert. Dennoch aber wird der Unterschied in der Liebe und im Grad des Glücks keinen Missklang oder Mangel an Harmonie im Universum schaffen.

Adam und Eva (oder wen sie verkörpern) hatten nicht diese Göttliche Liebe, nur die natürliche Liebe, die zu ihrer Schöpfung als menschliche Wesen gehörte, und dennoch waren sie vergleichsweise glücklich. Aber ihr Glück war nicht wie das der Engel, die in den Göttlichen Himmeln leben, wo nur die Göttliche Liebe des Vaters existiert. Sie waren Sterbliche, und als die Versuchung sie überkam, war die Liebe, die sie besaßen, nicht ihn der Lage, ihr zu widerstehen, und sie unterlagen.

Auch wenn daher der Mensch hiernach ewig leben und frei von Sünde und Fehler sein kann, wird er dennoch den Versuchungen unterworfen sein, der die natürliche Liebe nicht unbedingt widerstehen kann. Ich meine, dass sein Wesen bloß das Wesen sein wird, das auch Adam und Eva hatten -- nicht mehr und nicht weniger.

Sogar unter diesen Bedingungen kann er den Versuchungen widerstehen, die auf ihn lauern; dennoch wird er immer der Gefahr ausgesetzt sein, vom Zustand seiner Glückseligkeit zu fallen, und somit mehr oder weniger unglücklich zu werden. Das ist die Zukunft der Menschen, die die Göttliche Liebe nicht empfangen haben.

Aber das spirituelle Wesen, das diese Göttliche Liebe besitzt, wird sozusagen ein Teil der Göttlichkeit Selbst, und wird nie der Versuchung oder dem Unglück unterworfen sein. Er wird frei sein von allen Kräften, die es womöglich gibt, um ihn in das Unglück zu stürzen -- so als ob er ein Gott wäre. Ich meine, dass diese Göttlichkeit ihm durch keine Macht, keinen Einfluss oder kein Instrument im gesamten Universum Gottes genommen werden kann.

Diese Liebe macht aus einem sterblichen, sündigen Menschen ein unsterbliches, von Sünden freies spirituelles Wesen, dem es bestimmt ist, in alle Ewigkeit zu leben in der Gegenwart und in Einheit mit dem Vater.

Wenn die Menschen doch nur nachdächten und sich klar würden über die Wichtigkeit, die Göttliche Liebe zu erlangen, wären sie nicht so nachlässig in ihren Gedanken und Begehren, was jenes anbetrifft, was ihre zukünftige Lage für immer bestimmt.

Die Wichtigkeit dieser Wahrheiten kann den Menschen nicht ausdrücklich genug nahegebracht werden. Wenn für sie die Zeit kommt, in die spirituelle Welt überzugehen, wird ihre Situation umso besser sein, je mehr sie über diese Wahrheiten nachgedacht haben und je mehr Wissen sie darüber erworben haben.

Die spirituelle Welt wird ihnen nicht so sehr helfen, eine tiefere Einsicht in diese spirituellen Angelegenheiten zu erhalten, denn die Menschen sind verschieden und haben ihre Meinungen in dieser Welt genauso wie auf Erden. Natürlich sind sie nicht all den Versuchungen ausgesetzt, um in ihren Leidenschaften und Gelüsten zu schwelgen wie im Fleische. Aber was ihre Meinungen über spirituelle Themen anlangt, sind die Gelegenheiten hier nicht größer, außer in einem: Wegen der Freiheit von vielen Gelüsten und fleischlichen Einflüssen wenden sie vielleicht eher ihre Gedanken den höheren Angelegenheiten zu, und werden sich auf diese Weise früher oder später bewußt, dass nur die Neue Geburt in der Liebe des Göttlichen sie völlig vor den logischen Folgen bewahren kann, die vom ausschließlichen Besitz der natürlichen Liebe kommen.

Ein spirituelles Wesen ist nur ein Mensch ohne seinen irdischen Körper und die Belastungen, die die erdgebundenen Verpflichtungen ihm auferlegen. Sogar als spirituelles Wesen behalten manche diese Sorgen lange zurück, nachdem sie herüberkommen, und dann werden sie davon befreit, indem sie die Strafe für ein gebrochenes Gesetz zahlen.

Nun ja, ich habe lang geschrieben und muss aufhören. Also, mit meinem Segen und meiner Liebe, wünsche ich dir eine gute Nacht.

Dein spiritueller Nächster,

Jesus

  


 

 

Frau Padgett erzählt von ihrer großen Glückseligkeit in ihrem Fortschritt

 

Ich bin hier, Helen

War das nicht eine wunderbare Botschaft des Meisters? Sie war so voll von Information, die den Menschen zu denken geben und sie anregen müsste, die Göttliche Liebe zu erhalten, von der er sprach. Ich bin glücklich, dir sagen zu können, dass ich Sie jetzt in einem beträchtlichen Maße besitze; und je mehr ich von Ihr bekomme, desto glücklicher bin ich. Ich dachte, ich wäre glücklich, als ich die Dritte Sphäre betrat, und dann noch mehr in der Fünften, und dann im höchsten Maße in der Siebenten, aber wirklich, ich wußte nicht, was Glückseligkeit ist, bis ich zu meinem jetzigen Zuhause in den Göttlichen Himmeln kam (Anmerkung des Herausgebers: In der Zweiten, Vierten und Sechsten Sphäre befinden sich jene spirituellen Wesen, die ihre natürliche Liebe in einen reinen Zustand entwickeln, aber die nicht die Göttliche Liebe besitzen. Die spirituellen Wesen, die ihre Seelen entwickeln, indem sie den Besitz der Göttlichen Liebe erlangen, bleiben nicht lange in der Zweiten, Vierten und Sechsten Sphäre, sondern schreiten zur Dritten, Fünften und Siebenten Sphäre fort, und dann weiter in die Göttlichen Himmel). Und ich nehme an, wenn ich höher aufsteige, wird auch die Glückseligkeit in jeder folgenden, fortschreitenden Sphäre viel größer sein als in der, woher ich kam.

Aber natürlich war der Meister der große Lehrer, dessen Liebe und Kraft mir mehr geholfen haben als alle anderen. Er ist so wunderbar in seiner Liebe und Weisheit, dass ich ihn fast anbete, obwohl er sagt, dass ich nur Gott anbeten darf, und ich folge seinen Weisungen.

Meine Erfahrungen hier sind so wunderbar, dass ich mir kaum darüber klar werde, was das denn alles bedeutet. Mein Zeit in der spirituellen Welt ist so kurz gewesen, und dennoch, die wunderbare Kenntnis spiritueller Wahrheiten, und die große Glückseligkeit, die ich empfangen habe, lassen mich aus dem Staunen nicht herauskommen, dass es so etwas überhaupt gibt.

Du hast heute Nacht viel schreiben müssen, und ich glaube, ich höre besser auf. Also, gute Nacht,

Deine Dich liebende Frau,

Helen

  


 

 

Wie die Seele eines Sterblichen die Göttliche Liebe empfängt, und was die Folge davon ist. Was ist eine verlorene Seele?

 

Ich bin hier, Jesus

Ich komme heute Nacht um dir zu sagen, dass du dich in einem besseren Zustand befindest als du es vorige Nacht warst, und, um genau zu sein, wie du schon ein paar Nächte lang es nicht warst. Ich möchte dir eine Botschaft über die Frage schreiben, wie die Seele eines Sterblichen die Göttliche Liebe empfängt, und was Ihre Wirkung ist, auch wenn der Verstand danach in jenem Glauben schwelgen kann, der zur Verhinderung des Seelenwachstums führt. Ebenso, was ist ein verlorene Seele?

Wie du weißt, das Einfließen dieser Liebe wird durch die Schenkung des Heiligen Geistes in Antwort auf ernste Gebete und aufrichtiges Verlangen bewirkt. Ich meine, Gebete und die Sehnsucht nach der Liebe selbst, und nicht Gebete um materiellen Nutzen, nach dem die Menschen öfter und natürlicher bitten und sich ihn wünschen. Die Gebete der Sterblichen um jenes, was sie zum Erfolg und Glück in ihrer natürlichen Liebe bringen kann, werden auch beantwortet, wenn es so am besten ist. Aber das sind nicht die Gebete, die die Göttliche Liebe bringen oder den Heiligen Geist veranlassen, mit den Menschen zu arbeiten.

Wenn die Gebete der ehrlichen, ernsten Seele zum Vater aufsteigen, wird die Seele dem Einfließen dieser Liebe geöffnet. Die Seelenwahrnehmungen werden schärfer und gelangen in bessere Verbindung mit den Bedingungen oder Einflüssen, die die Anwesenheit dieser Liebe immer begleiten. Dementsprechend wird Ihr Eintritt in die Seele leichter, und ihr Empfang leichter bemerkbar für die Sinne der Seele. Je ernster das Gebet und je aufrichtiger das Verlangen, desto früher kommt der Glaube. Und mit diesem Glauben kommt das Bewusstsein, dass die Göttliche Liebe die Seele durchwirkt.

Wenn die Göttliche Liebe einmal eine Herberge in der Seele findet, wird sie (die Seele) sozusagen eine veränderte Substanz (im Ausmaße, in dem sie die Liebe empfängt und teilhat an der Essenz der Liebe). Und so wie das Wasser gefärbt werden kann durch einen Zusatzstoff, der nicht nur sein Aussehen sondern auch seine Eigenschaften verändert, so verändert die Göttliche Liebe das Aussehen und die Eigenschaften der Seele. Und die Veränderung der Eigenschaften geht danach immer weiter. Die natürlichen Eigenschaften der Seele und die Essenz der Liebe werden eins und verschmelzen, und die Seele wird völlig verschieden in ihrer Zusammensetzung von dem, wie sie vor dem Einfließen der Liebe war -- aber dies nur in dem Maße, wie die Liebe empfangen wurde.

Wenn die Liebe in Ihrer Menge wächst, werden die Änderung und die Umwandlung entsprechend größer. Schließlich kann und wird die Umwandlung so groß werden, dass die ganze Seele zu etwas aus dieser Göttlichen Essenz wird -- ein Wesen der Göttlichkeit -- und teilhat an Seiner ureigenen Natur und Substanz.

Wenn diese Liebe einmal in die Seele eintritt und diese wirklich besitzt und die erwähnten Veränderungen bewirkt, dann verläßt Sie die Seele oder löst sich von ihr nie wieder. Ihr Charakter der Göttlichen Essenz verwandelt sich nie zurück in den der reinen natürlichen Liebe. Und in dem Maße, wie Sie anwesend ist, verlieren die Sünde und der Fehler ihr Dasein. Das ist deswegen so, weil es für diese Essenz und die Sünde und den Fehler ebenso unmöglich ist, denselben Ort in der Seele zur gleichen Zeit einzunehmen, wie es zwei materiellen Objekten unmöglich ist, denselben Platz zur selben Zeit einzunehmen, wie eure Philosophen sagen.

Die Göttlichkeit weicht nie dem nicht Göttlichen. Der Mensch arbeitet auf die Aneignung des Göttlichen hin, wenn er den Weg einschlägt, der für die Erhaltung der Göttlichen Natur vorgesehen wurde. Und wenn er vorwärts schreitet und ein Stück des Göttlichen erlangt, ganz gleich wie klein es auch sein mag, kann er nie wieder kehrt machen und sich selbst von der Anwesenheit dieser verwandelnden Essenz befreien.

Aber das bedeutet nicht, dass der Mensch nicht das Bewusstsein über die Existenz dieser Essenz in seiner Seele verlieren kann, denn das geschieht oft. Das Schwelgen in seinen fleischlichen Gelüsten und bösen Wünschen bringt ihn in eine Situation, in der er aufhört, sich der Anwesenheit der Göttlichen Liebe in seiner Seele bewusst zu sein. Und für ihn scheint es dann, als ob er die Veränderung, von der ich spreche, nie erfahren hätte.

Diese Liebe kann niemals vom Bösen, in dem der Mensch schwelgen mag, oder von den geistigen Überzeugungen, die er erwirbt, ausgelöscht werden, aber der Fortschritt dieser Liebe in seiner Seele kann gestoppt werden und stagnieren, als ob die Liebe nicht mehr länger existierte. Und Sünde und Fehler können wieder wie die einzigen beherrschenden Elemente seines Lebens oder Daseins erscheinen. Dennoch kann die Liebe, wenn man sie einmal besitzt, nicht von Sünde und Fehler aus der Seele hinausgedrängt werden, unbeachtet der Tiefe und Intensität, die diese beiden erreichen mögen.

Ich weiß, es kommt der intellektuellen Denkweise des Menschen vielleicht seltsam vor, und scheint nicht im Einklang damit zu stehen, was mir in meinen Lehren zugeschrieben wird, nämlich dass eine Seele verloren gehen kann. Nichtsdestoweniger kann eine Seele, die einmal diese Göttliche Essenz empfangen hat, nicht verloren gehen, auch wenn ihr Erwachen aus ihrem schlafenden Zustand und ihr Vergegenwärtigen der Anwesenheit und des Lebens dieser Liebe durch Sünde, Fehler und fehlgeleitetem Glauben beträchtlich verzögert werden kann. Und viel Leiden und Finsternis können der Seele bevorstehen, die von diesem Zustand geplagt ist.

Aber man darf mich hier nicht missverstehen, dass ich damit meine, eine Seele könne nicht verloren gehen, denn das kann wirklich passieren. Viele Seelen wurden verloren und werden noch verloren gehen, und viele werden sich dessen klar werden, wenn es zu spät ist.

Nun, was ist eine verlorene Seele? Natürlich keine, die der Mensch wirklich verliert im Sinne, deren beraubt oder von ihr getrennt zu werden, oder sogar, dass sie verloren ginge, was das verlorene Bewusstsein über sie anbetrifft. Denn er mag vielleicht manchmal glauben, er habe seine Seele verloren im Sinne, dass er keine mehr besitze, aber dabei liegt er falsch. Die Seele, die der Mensch ist, kann nie von ihm getrennt werden. Und solange er im physischen oder im spirituellen Körper lebt, bleibt seine Seele bei ihm. Und dennoch, er mag zwar eine Seele haben, bewusst oder auch nicht, und gleichzeitig hat er sie verloren. Das klingt vielleicht paradox für den Verstand eines Sterblichen oder spirituellen Wesens, aber es ist wahr. Was ist dann also eine verlorene Seele? Als Gott dem Menschen eine Seele gab, wurde diese Seele nach dem Abbild, aber nicht in der Substanz, ihres Schöpfers erschaffen. Und gleichzeitig wurde ihm das Vorrecht geschenkt, dass diese Seele zur Substanz des Vaters werden konnte und in gewisser Weise Göttlich, und das Recht und die Fähigkeit erhalten konnte, im Göttlichen Reich des Vaters zu leben, wo alles aus Seiner Göttliche Essenz und Natur besteht.

Als die ersten Eltern dieses Vorrecht durch ihren Ungehorsam verwirkten, verloren ihre Seelen die Möglichkeit, zu dieser Göttlichen Natur und eine Einheit mit dem Vater in Seinem Reiche zu werden. Sie verloren dadurch nicht ihre natürliche Seele, die einen Teil ihrer Schöpfung darstellte, sondern jenen Teil ihrer Seele, der die Möglichkeit hatte, die Essenz der Göttlichkeit und Unsterblichkeit zu erwerben, die der Vater besitzt.

So wie ich dazu gesagt habe, dieses große Privileg wurde der Menschheit erneut gewährt, als ich zur Erde kam, und die verlorene Seele wurde wieder zum Gegenstand der Genesung des Menschen; und nun besitzt er das Vorrecht, das die ersten Eltern vor ihrem Sündenfall genossen. Aber die Menschen können es auch verlieren, so wie diese es verloren. So wie die Seelen der ersten Eltern verlorengegangen waren, bis sie die Göttliche Essenz des Vaters empfingen, genauso kann es den Menschen heute gehen. Ihre Seelen sind verloren, bis sie die Göttliche Essenz empfangen. Und so wie die ersten Eltern ihr Vorrecht, dass ihre Seelen zu einer lebendigen, Göttlichen Substanz wurden, durch ihren Ungehorsam und ihre Ablehnung verwirkten, so werden nun die Menschen ihr Vorrecht verwirken, ihre Seelen davor zu retten, von der Göttlichen Einheit mit dem Vater getrennt zu bleiben, durch denselben Ungehorsam und dieselbe Ablehnung.

Die verlorene Seele ist so wirklich wie die Wahrheit der unveränderlichen Gesetze des Vaters. Und nur durch die Wirkung der Göttlichen Liebe kann die verlorene Seele zu einer wiedergefundenen Seele werden.

Die Menschen mögen glauben und lehren, dass ein Teil des Göttlichen in ihnen sei, der ihre Seelen fortschreiten und sich entwickeln lässt, bis sie den Zustand der Göttlichkeit erreichen, die sie zu einem Teil der Göttlichkeit des Vaters macht. Aber wenn sie das denken, liegen sie ganz falsch. Der Mensch ist zwar die höchste Schöpfung Gottes, die vollkommenste und nach seinem Abbilde erschaffen, aber im Menschen befindet sich nichts vom Göttlichen. Und weil er nichts vom Göttlichen in sich birgt, ist es ihm völlig unmöglich, zu einem Besitz des Göttlichen fortzuschreiten. Er kann von sich aus, ganz gleich wie seine Entwicklung sein mag, nie größer, vollkommener oder von einer höheren Natur werden, als er es bei seiner Erschaffung war.

Das Göttliche kommt von oben. Und wenn es einmal in die Seele eines Menschen eingepflanzt worden ist, dann kann es keine Grenzen für Seine Erweiterung und Entwicklung geben, nicht einmal in den Göttlichen Himmeln. Daher sollen alle Menschen diese Liebe suchen, und es wird keine verlorenen Seelen geben. Aber leider, viele werden das nicht tun, und die spirituellen Himmel werden voll sein von verlorenen Seelen, die der Göttlichen Essenz des Vaters entbehren.

Ich habe genug geschrieben für heute Nacht, und ich bin erfreut über die Weise, wie du meine Botschaft empfangen hast. Bete weiter zum Vater um immer mehr Seiner Göttlichen Liebe, und deine Gebete werden erhört werden. Du wirst bald mit der Gewissheit merken, die aus dem bewussten Besitz der Göttlichen Essenz stammt, dass deine Seele nicht verloren ist und es nie sein wird.

Mit meiner Liebe und meinem Segen wünsche ich dir eine gute Nacht, und Gott segne dich.

Dein Bruder und Freund,

Jesus

  


 

 

Die Göttliche Liebe: Was sie ist, und was sie nicht ist, und wie sie erlangt werden kann

 

Ich bin hier, Johannes, der Apostel Jesu

Ich komme heute Nacht, um dir nur ein paar Worte zu sagen, und diese bezüglich der Liebe - der Göttlichen Liebe des Vaters, die er der Menschheit neuerlich schenkte, als der Meister kam.

Diese Liebe ist das Größte auf der ganzen Welt und das einzige, was den Menschen zu einer Einheit mit dem Vater bringen und die menschliche Seele verwandeln kann, wie sie seit ihrer Erschaffung bestand, in eine Göttliche Substanz erfüllt von der Essenz des Vaters. Es gibt sonst nichts im gesamten Universum Gottes, was den Menschen zu einem neuen Geschöpf und zu einem Bewohner des Reiches des Vaters machen kann. Und wenn die Menschen diese Liebe besitzen, dann besitzen sie alles, was sie nicht nur zu vollkommenen Menschen sondern auch zu Göttlichen Engeln macht.

Die Menschen werden dann die Moralvorschriften der Brüderlichen Liebe verstehen und auch die Einheit des Vaters, und sie müssen fortan nicht mehr nach anderer Hilfe suchen, um jene Qualitäten in das Leben der menschlichen Rasse zu bringen, die ihr Frieden und guten Willen bescheren.

Dann wird jeder wissen, dass jeder andere sein Bruder ist; und er wird fähig sein, anderen das zu tun, was er will, das die anderen ihm tun, und das ohne Anstrengung oder Opfer seinerseits. Denn die Liebe bewirkt Ihre eigene Erfüllung, und Ihr ganzer Nutzen fließt zum Nächsten, so wie der Tau vom Himmel fällt. Neid, Hass, Begierde und Eifersucht und andere böse Eigenschaften des Menschen werden verschwinden, und nur Friede, Freude und Glückseligkeit werden bestehen bleiben.

Die Göttliche Liebe liegt in so reicher Menge vor, dass Sie alle Menschen besitzen können, wenn sie Sie einfach suchen und Ihr Einfließen in die Seele ehrlich herbeisehnen. Aber der Mensch muss verstehen, dass das nicht geschieht, weil er darauf das Recht hätte oder es ihm aufgezwungen würde, sondern es geschieht als Antwort auf das aufrichtige, ernste Gebet einer Seele, die erfüllt ist von der Sehnsucht nach Ihrem Kommen.

Diese Liebe kommt nicht durch die Befolgung von Moralvorschriften oder aus den guten Taten und der Ausübung der natürlichen Liebe eines Menschen zu seinem Nächsten, denn niemand kann Sie sich womöglich durch Taten, Handlungen oder eine Herzensgüte verdienen, die er besitzen mag.

All das ist wünschenswert, bewirkt seine eigene Belohnung und bringt die Glückseligkeit und den Frieden als Ergebnis der guten Gedanken und liebenswerten Taten; aber all das bringt nicht die Große Liebe in die Seele des Menschen. Nur der Vater bringt diese Liebe. Und nur wenn die Seele sich dem Empfang öffnet, kann diese Liebe ihr Heim in jener Seele finden.

Sie ist bedeutender als der Glaube oder die Hoffnung, denn Sie ist die wahre Substanz des Vaters, während Glauben und Hoffnung Qualitäten sind, die der Mensch aus eigener Kraft besitzen kann und ihm gegeben werden, damit er die Möglichkeit erkennen kann, diese Liebe zu erreichen. Sie sind jedoch bloß Mittel zum Zweck; Sie - die Göttliche Liebe - ist das Ziel und die Erfüllung ihrer Existenz.

Aber die Menschen dürfen nicht glauben, dass jede Liebe die Göttliche Liebe ist, denn Sie ist ganz verschieden in Ihrer Substanz und Qualitäten von jeglicher anderen Form der Liebe.

Alle Menschen besitzen die natürliche Liebe als Teil ihres Hab und Guts, und sie müssen nicht darum beten, dass sie ihnen geschenkt wird; obwohl sie schon von der Sünde beschmutzt wurde und von diesem Makel befreit werden muss. Und der Vater ist immer gewillt und bereit, den Menschen zu helfen, diese Läuterung zu erreichen.

Aber die Göttliche Liebe bildet keinen Teil der menschlichen Natur, Sie kann auch nicht besessen oder erlangt werden, außer man sucht nach Ihr. Sie kommt von außen und entsteht nicht innen.

Sie ist das Ergebnis Ihrer Erwerbung durch jeden einzelnen und nicht der Gegenstand eines allgemeinen Besitzes. Sie kann von allen besessen werden, Sie kann auch nur von einigen wenigen besessen werden; und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er sie erlangen möchte oder nicht. Gott erwägt nicht das Ansehen einer Person; es gibt auch keine gepflasterte Straße, um diese Liebe zu erhalten. Alle müssen denselben Weg verfolgen, und dieser Weg ist derjenige, den Jesus lehrte: die Öffnung der Seele, damit diese Liebe darin eine Herberge finden kann, was nur durch das aufrichtige Verlangen und die Sehnsucht nach Ihrem Einfließen zustande gebracht werden kann.

Diese Liebe ist das Leben der Göttlichen Himmel und der einzige Schlüssel, der die Tore aufsperren wird; und wenn der Sterbliche darin eintritt, werden alle anderen Formen der Liebe von Ihr absorbiert. Für Sie gibt es keinen Ersatz, und Sie ist von Sich aus etwas ganz Besonderes. Sie besteht aus der Essenz des Göttlichen, und das spirituelle Wesen, das Sie besitzt, ist selbst Göttlich. Sie kann dir gehören, Sie kann jedem gehören oder auch nicht. Du musst diese Frage für dich selbst entscheiden. Nicht einmal der Vater kann dir die Entscheidung abnehmen.

Zum Abschluss möchte ich wiederholen, dass Sie das Größte im gesamten Universum Gottes ist; und nicht nur das Größte sondern auch die Summe von allem. Denn von ihr fließt alles, was Frieden und Glückseligkeit beschert.

Ich werde heute Nacht nichts weiter schreiben, und mit meiner Liebe zu dir und dem Segen des Vaters wünsche ich dir eine gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

Johannes

  


 

 

Samuel beschreibt das Glück, das zum Besitzer der Göttlichen Liebe kommt

 

Ich bin hier, Samuel, Prophet des Alten Testaments

Ich komme, um dir zu schreiben, dass ich bei dir in Liebe bin und hoffe, dass du deinen gegenwärtigen Segen und deine Glückseligkeit finden mögest.

Ich weiß, dass die Sorgen des Lebens dich daran hindern, den Einfluss der Großen Liebe wahrzunehmen, die dich umgibt und bereit ist und darauf wartet, deine Seele gänzlich zu erfüllen. Aber wenn du mehr zum Vater betest und deinen Glauben ausübst, wirst du entdecken, dass deine Sorgen nachlassen und Friede zu dir kommt in so großer Menge und Schönheit, dass du dich wie ein neuer Mensch fühlst.

Wie Johannes sagte, mit diesem Glauben wird die Liebe in deine Seele fließen, und du wirst die Freuden unseres Himmlischen Daseins in gewissem Maße fühlen. Denn die Liebe, die du besitzen kannst, ist dieselbe Liebe in ihrem Wesen wie diejenige, die wir unser Eigen nennen, und die uns alle zu Engeln und zu Bewohnern des Reiches des Vaters gemacht hat. Glaube nur, und du wirst merken, wie diese Liebe darauf wartet, von deiner Seele Besitz zu ergreifen und dich so glücklich zu machen, dass sogar die Sorgen, die dich quälen, dir den großen Frieden nicht nehmen können, der jedes Verständnis übersteigt.

Ich habe schon viele Jahre in der spirituellen Welt verbracht und besitze diese Liebe schon eine lange Zeit. Ich weiß aus der eigenen Erfahrung, was Sie bedeutet, und welch große Freude sie Ihrem Besitzer bereiten kann. Du kannst dich also ruhig darauf verlassen, was ich dir verspreche, und die Gewissheit spüren, die mir mein Wissen gibt. Ich bin nun ein vollkommen erlöstes Kind des Vaters, und ich weiß, dass Seine Göttliche Liebe in der Seele den Menschen oder das spirituelle Wesen in die Essenz des Vaters verwandelt. Wenn diese Liebe in die Seele eines Menschen eintritt, wächst sie wie Hefe im Teig und arbeitet unaufhörlich, bis die ganze Seele von Ihr durchwirkt ist und Sünde oder Fehler gänzlich daraus verbannt sind.

Die Liebe bewirkt alles, was sich der Mensch wünschen oder vorstellen kann und noch mehr. Die Beschreibung Paulus' der Liebe und der wunderbaren Eigenschaften und Zustände, die von Ihr ausströmen, beinhaltet nicht alle Ihrer Eigenschaften und die daraus folgende Glückseligkeit.

Aber ich darf heute Nacht nicht noch mehr schreiben, denn es ist schon spät, und du wirst bereits müde. Glaube also, was ich dir gesagt habe, und versuche, meinem Rat zu folgen, und du wirst bald jenen Frieden und die Glückseligkeit erfahren, die nur diese Liebe in die Seelen der Menschen bringen kann.

Ich werde bald wiederkommen und dir noch eine Botschaft schreiben, die der Menschheit von Nutzen sein wird.

Mit meiner Liebe und meinem Segen wünsche ich dir eine gute Nacht.

Dein Bruder in Christus,

Samuel

  


 

 

Christus kann in dir sein -- was das bedeutet

 

Ich bin hier, Jesus

Ich möchte dir heute Nacht in Bezug darauf schreiben, was der Prediger rät, nämlich wie "Christus in dir sein kann".

Ich weiß, dass es fast ein allgemeiner Brauch unter den Predigern der orthodoxen Kirche ist, ihre Hörern zu lehren, dass der Weg zum Heil darin bestünde, Christus in sich zu empfangen, und dadurch würden sie in Einheit mit dem Vater kommen können und aufhören, der Sünde und dem Bösen ausgesetzt zu sein. Nun gut, diese Lehre stellt die wahre Grundlage des Heils für die Göttlichen Himmel dar, wenn die Prediger und die Menschen verstehen, was "Christus in dir" wirklich bedeutet. Wenn das nicht richtig verstanden wird, wird die Tatsache, dass die Prediger oder Leute glauben, sie hätten Christus in sich, nicht die vermeintlichen oder gewünschten Ergebnisse erzielen.

Viele, und ich möchte sagen die meisten, dieser bekennenden Christen haben Vorstellung über den Sinn des Ausdruckes, die ganz und gar nicht mit der wahren Bedeutung dieses Seelenzustandes übereinstimmen. Sie meinen, alles, was nötig ist, wäre, an Jesus als ihren Heiland zu glauben, der sie durch seinen Tod und sein Opfer rettete, und wenn sie so glaubten, hätten sie Christus in sich, und sonst wäre nichts erforderlich. Sie haben keine Idee vom Unterschied zwischen Jesus, dem Menschen, und Christus, dem Geist der Wahrheit, oder genauer gesagt, dem Geist, der die Existenz der Göttlichen Liebe in der Seele offenbart.

Christus ist kein Mensch im Sinne, dass er Jesus wäre, der Sohn des Vaters, sondern Christus ist jener Teil Jesu, oder vielmehr jene Qualität, die zu ihm kam, nachdem er die Göttliche Liebe voll in seiner Seele empfing und in die ureigene Essenz des Vaters in Seiner Liebe verwandelt wurde. Somit ist Christus kein Mensch sondern die Offenbarung dieser Liebe, wie sie Jesus geschenkt und zu einem Teil seines Daseins wurde. Wenn die Menschen den Ausdruck verwenden, "wir haben Christus in uns", und wenn sie da seinen Sinn richtig verstünden, wüssten sie, dass er (der Ausdruck) nur bedeutet, dass sich die Göttliche Liebe des Vaters in ihren Seelen befindet.

Die wahllose Verwendung der Worte "Jesus" und "Christus" verursacht viele Missverständnisse unter diesen Christen in Hinsicht auf eine Anzahl von Sprüchen in der Bibel.

Jesus wurde der Christus nur, weil er der erste war, der die Göttliche Liebe in seiner Seele empfing und Ihre Anwesenheit offenbarte. Und dieses Christusprinzip ist eines, das alle Menschen besitzen können, was sie in der Folge zu einer Einheit mit dem Vater in Seiner Substanz der Liebe und der Unsterblichkeit macht.

Es wäre dem Menschen Jesus unmöglich, in einen Sterblichen einzudringen oder zu einem Teil von ihm zu werden; und es wäre genauso unmöglich für Christus, als der Mensch Jesus - obwohl vollkommen und frei von Sünde - zu einem Teil von irgendjemandem zu werden.

Nein, der Sinn des Ausspruches, Christus in sich zu haben, ist es, die Liebe des Vaters in der Seele zu besitzen, was nur durch das Wirken des Heiligen Geistes als das Instrument des Vaters erreicht werden kann, das die Liebe in die Seele bringt.

Vielen, die die Ermahnungen der Prediger diesbezüglich hören, kommt der Ausdruck nur wie ein Mysterium vor, das sie rein verstandesmäßig akzeptieren, weil sie durch diese Anerkennung fühlen, dass sie diesen Christus besitzen - und dieses Mysterium ist für sie der einzige Hinweis auf die Wahrheit der Liebe des Vaters.

Gute Nacht,

Dein Freund und Bruder,

Jesus

  


 

 

Was ist das Größte auf der ganzen Welt?

 

Ich bin hier, Salomon des Alten Testamentes

Ich komme nur, um dir zu sagen, dass ich dir schon sehr bald eine neue Botschaft schreiben möchte, die eine große Wahrheit des Vaters vermittelt. Ich werde jetzt nicht mehr schreiben, aber komme bald wieder.

(Was ist das Größte auf der Welt?)

Gebet und Glaube seitens der Sterblichen, und Liebe - die Göttliche Liebe - seitens Gottes. Die letztere wartet, und die ersteren bewirken Ihren Eintritt in die menschlichen Seelen.

Keine andere Wahrheit ist so groß und bedeutsam für die Menschen.

Lass das, was ich dir sage, tief in dein Gedächtnis sinken und mach die Probe; aber versuche, und dann versuche noch einmal, und hör niemals auf zu versuchen. Die Liebe wird zu dir kommen, und mit Ihr der Glaube ... Und dann das Wissen ... Und dann der Besitz.

Ich könnte darüber noch lange schreiben, aber ich darf nicht, weil du müde bist.

Mit meiner Liebe und meinem Segen, wünsche ich dir eine gute Nacht, und möge die Liebe des Vaters dich erfüllen.

Dein Bruder in Christus,

Salomon

  


 

 

Alle Sünden und Fehler werden mit der Zeit aus der menschlichen Seele ausgelöscht werden

 

Ich bin hier, John Garner

Ich bin hier, um dir zu sagen, dass Gott Liebe ist, und dass alle Menschen Seine Kinder sind und der Gegenstand Seiner Güte und Sorge. Nicht einmal der übelste Sünder entzieht sich den Grenzen seiner Sorge und Liebe. Er ist kein Gott, der eine Aussöhnung oder ein Opfer braucht, sondern Er ruft vielmehr alle Seine Kinder, damit sie zu Ihm kommen und gratis teilhaben am großen Fest der Liebe, das er für sie bereitet hat, und die Glückseligkeit genießen, die Seine Gegenwart bereitet.

Also, mein Freund, denke nicht einen Augenblick lang, dass die Tore der Barmherzigkeit oder der Eintritt in die Wonnen Seines Himmlischen Zuhauses verschlossen werden, wenn der Körper stirbt. Denn ich sage dir, dass der Tod des Körpers nur der Übergang in ein höheres Leben ist, wo es mehr Gelegenheiten gibt. Aber was auch immer ich sage, die Seele, die diese Liebe auf Erden zu erlangen sucht, hat einen großen Vorsprung über diejenige, die wartet, bis der Geist den Körper verlässt, bevor sie die Liebe des Vaters sucht. Der beste Zeitpunkt für die Sterblichen, um dieses Große Geschenk anzustreben, ist jetzt, und kein anderer Zeitpunkt ist so günstig! Gottes Liebe steht jedem Sterblichen zur Verfügung, auch wenn er von den Leidenschaften und Gelüsten besessen ist, die das Fleisch ihm auflastet. Und wenn ein Sterblicher gegen die Versuchungen ankämpft, die diese Bürden ihm bereiten, und sie überwindet, denn ist er stärker, wenn er die spirituelle Welt betritt, und fähiger fortzuschreiten, als wenn er die große Anstrengung aufschiebt, bis er zu einem rein spirituellen Wesen geworden ist. Es gibt zwar kein Ende der Bewährung, wenn der Sterbliche in die spirituelle Welt eintritt, aber die Bewährung auf Erden ist die angebrachte Zeit, um den Großen Preis zu suchen.

Ich weiß, ich schreibe wie einige eurer Zeltlager-Prediger, aber was ich sage, ist trotzdem wahr; und selig ist der Sterbliche, der sich dessen bewusst wird und dementsprechend handelt.

Jesus arbeitet jetzt unter den Sterblichen genauso, wie er es auf Erden tat; und obwohl sie nicht seine körperliche Gestalt sehen oder seine liebevolle Stimme hören können, wie sie segnet und bittet, wird dennoch der Einfluss seiner Liebe verspürt, und die Überzeugungskraft seiner spirituellen Stimme wird in den Herzen der Menschen vernommen.

Er ist immer noch der Heiland der Menschen, so wie er es auf Erden war, und seine Mission wird nicht aufhören, bis das Himmlische Reich verschlossen wird.

Es ist auch bestimmt, dass Sünde und Fehler vom Angesicht der Erde ausgelöscht werden und von der spirituellen Welt. Und der Mensch wird triumphieren und siegreich über die Sünde und über all das bleiben, was ihn vom Guten und von der Rechtschaffenheit ablenkt. Die Menschen, die nur ihre natürliche Liebe besitzen, werden in Harmonie gelangen und als Brüder und Freunde in Frieden und Glück leben. Und die spirituellen Wesen, die die Göttliche Liebe besitzen, werden wie die Engel Gottes und werden ewig leben in der Wonne der Göttlichen Himmel.

Ich fordere also alle Menschen auf, die Göttliche Liebe des Vaters zu suchen, und in Seiner Gegenwart für immer zu leben.

Ich muss nun aufhören. Aber bevor ich gehe, lass mich dir sagen, dass ich mit dem Meister an der großen Aufgabe arbeite, die Menschen zu ermuntern, diese Liebe zu suchen, um sie zu einer Einheit mit dem Vater zu machen.

Als Dein Bruder in Christus wünsche ich dir eine gute Nacht.

John Garner

P.S. Ich war ein Christlicher Prediger in England zur Zeit der Reformation.

 

 


 

 

Der große Weltlehrer wird der Meister sein, wenn er wieder zu Erde kommt in Form seiner Göttlichen Offenbarungen

 

Ich bin hier, George Whitefield

Ich war heute Nacht mit dir beim Gebetstreffen und hörte, was der Prediger sagte, und mich haben besonders seine Ideen über das Kommen des großen Weltlehrers interessiert. Ich sah, dass seine Vorstellung, was die Größe in diesem Bezug ausmacht, aus seiner Einschätzung der menschlichen Größe erwuchs.

Der Lehrer wird kein großer Prediger oder ein großartiges Beispiel körperlicher Entwicklung sein oder ein Mensch mit einer wunderbaren Stimme, sondern jemand, der der Welt die Wahrheiten des Vaters offenbaren kann, was die Beziehung des Menschen zum Vater und den Plan anbetrifft, der für die Erlösung und Aussöhnung des Menschen mit dem Vater bereitgestellt wurde.

Es ist eine Tatsache, und ich weiß, worüber ich schreibe, dass die Regenerierung der menschlichen Seele eher durch die stille Meditation der Sterblichen über die Wahrheiten des Vaters und durch die leise Sehnsucht der Seele erfolgt als durch die Emotionen, die aus den flammenden und überzeugenden Reden der Prediger und Evangelisten erwachsen. Diese letzteren mögen die toten Seelen zur Erkenntnis erwecken, dass sie eine Aussöhnung mit Gott suchen müssen, aber diese Emotionen bringen die Seele nicht so oft in Verbindung oder Einklang mit dem Vater, wie es die stille Meditation erreicht, von der ich spreche. Es müssen eben die wahre Sehnsucht und das Begehren nach der Liebe des Vaters vorhanden sein. Und in diesem Falle ergibt sich das Verlangen nicht aus den Emotionen, die so, wie ich erwähnt haben, erzeugt werden, und besonders dann, wenn die Emotionen aus der Furcht entstehen, die die Darstellung eines zornigen und rachsüchtigen Gottes schafft. Nein, in der Stille seines Zimmers zu Hause, wo der Sterbliche sozusagen alleine ist mit Gott, und sein Verlangen zum Vater steigen lässt, damit ihm Seine Liebe geschenkt werde, aus der Liebe heraus, die er für den Vater empfindet; da ist es, wo und wann die Göttliche Liebe als Antwort und in Ihrer regenerierenden Kraft zu ihm kommt.

Nur der Sterbliche und Gott müssen alleine sein. Aufregung oder Magnetismus, die der Prediger dem Sterblichen bereiten mag, schaffen kein wahres Verlangen oder Begehren. Und wenn der Prediger annimmt, dass der große Weltlehrer ein Mensch sein muss mit diesem großen persönlichen Magnetismus oder gar mit einer Stimme, die die Gefühle der Sterblichen zum Vibrieren bringen kann aus Emotion oder Aufregung, dann liegt er im Irrtum.

Auf Erden hat Jesus (so sagt man mir) nie versucht, auf diese Weise Emotionen oder Aufregung zu schüren; sondern seine Lehren waren wie die stille, leise Stimme, die in deine Seele kommt und sie zu einer Betrachtung der Liebe des Vaters führt in all der Kraft des Verlangens einer Seele, die danach hungert und trachtet.

Daher sage ich, dass die Vorstellung des Predigers über diesen Lehrer falsch ist. Und außerdem wird es zwar eine Offenbarung der Wahrheit geben, aber keinen Weltlehrer, sondern nur jemanden, der die Wahrheiten enthüllt, die offenbart werden. Der Meister selbst wird der große Lehrer sein, der neuerlich zur Erde in Form seiner Offenbarungen kommt.

Ich wünschte, ich könnte kommen und diese Wahrheiten verkünden, aber ich kann nicht. Nur mittels eines Sterblichen können meine Gedanken bekannt gemacht werden. Und es werden auch nicht meine Gedanken sein, genauso wenig wie es die Gedanken irgendeines Sterblichen sein werden; denn was ich versuchen werde, dem Verstand und dem Bewusstsein der Menschen nahezubringen, werden nur jene Wahrheiten sein, die ich von derselben Quelle erfahren habe, aus der die Offenbarungen kommen werden.

Natürlich müssen diese Wahrheiten den Menschen gepredigt und gelehrt werden. Das wird nicht durch einen großen Lehrer erfolgen sondern durch viele Prediger, die die Wahrheit daraus erfahren werden, was der Meister offenbart. Und niemand wird von sich aus behaupten können, der große Lehrer zu sein. Die größten werden diejenigen sein, die am meisten der Göttlichen Liebe in ihren Seelen und das größte Wissen über die Wahrheiten besitzen.

Ich hörte auch, wie der Prediger sagte, dass er an jegliche Wahrheit glauben würde, die durch Wunder bestätigt werde, so wie sie zur Zeit Jesu vollbracht wurden - sofortige Heilungen, usw. Nun, du musst nicht überrascht sein von so einer Demonstration, denn all das wird sicherlich stattfinden. Wenn ein Mensch eine genügende Menge der Göttlichen Liebe in seiner Seele empfängt, wird mit Ihr eine Macht und eine Kenntnis der Gesetze zu ihm kommen, die die Beziehung der spirituellen Wesen zu den materiellen Organismen regeln, sodass er fähig sein wird, dieselben Taten zu vollbringen, die als Wunder bezeichnet werden. Und weiters wird es einige Leute geben, die die Macht haben und sie zeigen werden zur Bestätigung der Wahrheiten, die du empfängst.

Die spirituellen Wesen, die nun daran arbeiten, die Menschen zu informieren und sie von diesen Wahrheiten zu überzeugen, haben beschlossen, dass sogenannte "Wunder" zur Bestätigung der Neuen Offenbarung erfolgen sollen. Der Meister ist der Anführer dieser Bewegung, und er wird nicht ruhen, ehe diese große Demonstration erfolgt ist; oder er wird vielmehr unaufhörlich an diesem Ziel arbeiten. Und er wird nicht versagen, wenn die menschlichen Elemente seinen Anleitungen folgen.

Nun, ich darf heute Nacht nicht noch mehr schreiben. Aber weil ich interessiert bin an diesem großen Werk und sah, dass die Vorstellung des Predigers von diesem großen Weltlehrer falsch ist, erachtete ich es als weise, dir zu schreiben, wie ich das gemacht habe. Was ich geschrieben habe, ist nicht das Ergebnis meiner persönlichen Überzeugung oder Meinung, sondern das Ergebnis dessen, was diese hohen spirituellen Wesen beschlossen haben, was geschehen soll. Und im Hintergrund all dessen steht der Wille und die Hilfe des Vaters. Denn in Seiner Liebe und Barmherzigkeit wünscht Er zu sehen, dass alle Menschen zu Seinen wahren Kindern werden, erlöst von den Sünden und dem Bösen ihrer gegenwärtigen menschlichen Lage.

Mit all meiner Liebe und als Mitarbeiter wünsche ich dir eine gute Nacht und unterzeichne,

Dein Bruder in Christus,

George Whitefield

(Prediger aus England zur Zeit John Wesleys - ed.)

  


 

 

Helen Padgett kommentiert die Botschaft George Whitefields

 

Ich bin hier, Deine wahre, treue und Dich liebende Helen.

Nun, mein Liebling, ich sehe, dass du einen sehr glücklichen Abend gehabt hast, und das ist nicht zum Verwundern, dann es waren viele spirituelle Wesen da, erfüllt von der Liebe des Vaters, und hüllten dich in ihren Einfluss.

Whitefield hat dir auch geschrieben, und er nahm sehr ernst, was er dir schrieb. Was er sagte, ist wahr, und du kannst dein vollstes Vertrauen auf die Wahrheit dessen setzen, was er dir schrieb.

Wie er gesagt hat, wir stimmen alle damit überein: der einzige große Weltlehrer wird der Meister sein. Und seine Lehren werden durch die Botschaften erfolgen, die du empfängst. Es wird eine große Verantwortung in der Verbreitung dieser Wahrheiten liegen, um so der Welt nicht nur die Wahrheit sondern auch die Identität des großen Lehrers bekanntzumachen. Es ist nicht vernünftig, wenn die Menschen glauben, dass irgendein Mensch so einfach so ein Lehrer sein kann, wie das der Prediger ausdrückte, denn nur der, der die Wahrheit besitzt, kann sie auch lehren. Und niemand auf der ganzen Welt besitzt diese Wahrheit und wird sie nicht besitzen, außer er lernt sie durch die Offenbarungen des Meisters kennen.

Ich weiß, es ist schwierig für dich zu glauben, dass das wirklich geschehen kann. Aber das ist nicht das Wunder, wie du das nennst, denn dieses ist die Verwandlung der menschlichen Seele in die Göttliche Seele als Ergebnis der Macht des Heiligen Geistes in Seinem Wirken. Nein, das Wunder - das große Wunder - ist die Verwandlung des Menschlichen ins Göttliche.

Gute Nacht, mein lieber Ehemann.

Deine wahre, treue und Dich liebende

Helen

  


 

 

Die Göttliche Liebe des Vaters wird den Menschen nicht nur zu einem Bewohner des Reiches des Vaters machen, sondern auch die Große Bruderschaft der Menschen auf Erden zustande bringen

 

Ich bin hier, Jesus

Die Göttliche Liebe wurde dem Menschen nie als vollkommenes und fertiges Geschenk übertragen, weder zur Zeit seiner Erschaffung noch seit meinem Kommen zur Erde, sondern als Gabe, die auf die eigenen Anstrengungen des Menschen und sein Verlangen, Sie zu erhalten, wartet. Ohne sein Bemühen wird er Sie nie besitzen, obwohl Sie sich immer nahe bei ihm befindet und darauf wartet, seinem Ruf zu folgen.

Man muss verstehen, dass die Göttliche Liebe des Vaters eine völlig verschieden Art Liebe ist von der Liebe, die der Vater dem Menschen zur Zeit seiner Erschaffung schenkte, und die der Mensch in einem mehr oder weniger reinen Zustand seitdem immer besessen hat.

Wenn man dann also versteht, was diese Liebe ist, und dass der Mensch danach suchen muss, und welchen Effekt sie auf die Seele des Menschen ausübt, ist es sehr wichtig, dass der Mensch Ihre Erwerbung zum einen, großen Ziel seiner Bestrebungen und Wünsche macht. Denn wenn er Sie in einem gewissen Grade besitzt, bringt Sie ihn in Einheit mit dem Vater, er hört auf, nur ein Mensch zu sein und erlangt eine Seelennatur, die ihn Göttlich macht. Er erwirbt viele Eigenschaften des Vaters, und die wichtigste davon ist natürlich die Liebe. Und das bringt ihn dazu, sich völlig seiner Unsterblichkeit bewusst zu sein.

Die reine moralische Güte oder der Besitz der natürlichen Liebe im vollsten Ausmaße wird dem Menschen nicht die Göttliche Natur übertragen, die ich erwähnt habe, noch werden gute Taten, Nächstenliebe oder Freundlichkeit von sich aus die Menschen zum Besitz dieser Liebe führen. Aber der wahre und tatsächliche Besitz dieser Liebe wird immer selbstlos zur Nächstenliebe, zu guten Taten und zur Freundlichkeit führen und schließlich zur Bruderschaft der Menschen auf Erden, wozu die rein natürliche Liebe nicht führen kann oder sie nicht herstellen kann.

Ich weiß, die Menschen predigen von der Vaterschaft Gottes und der Bruderschaft der Menschen und drängen die Menschen zu versuchen, ihre Gedanken, Liebestaten, Selbstaufopferung und Nächstenliebe zu pflegen, damit auf diese Weise die höchst wünschenswerte Einheit des Lebens und des guten Zweckes seitens der Menschen zustande gebracht würde. Und auf Grund dieser natürlichen Liebe können sie sich selbst ein großes Werk bereiten, indem sie diese Bruderschaft zustande bringen. Aber die Kette, die sie vereint, kann nicht stärker sein als die natürliche Liebe, aus der sie geschmiedet ist, und wenn der Schatten der Ambition und materieller Wünsche auftaucht, wird die Bruderschaft sehr geschwächt werden oder gar völlig zugrunde gehen. Und die Menschen werden erkennen, dass ihr Fundament nicht auf Fels gebaut war sondern eher auf nachgiebigem Sand, der den Oberbau nicht stützen konnte, als die Stürme aus der menschlichen Ambition und der Begierde nach Macht und Größe und vielerlei anderen materiellen Werten gegen ihn peitschten. Deshalb sage ich, dass ein großer Bedarf an etwas mehr besteht als nur an der natürlichen Liebe des Menschen, um ihm zu helfen, eine Bruderschaft zu gründen, die unter allen Bedingungen und unter allen Menschen fest bleibt und nicht wankt.

Daher hat sich diese natürliche Liebe unter den günstigsten Umständen (d.h.. im Garten Eden - ed.), als unzulänglich erwiesen, um die Glückseligkeit und Freiheit von Sünde und Fehler für den Menschen zu bewahren. Was kann also von ihr erwartet werden, wenn die Situation so ist, dass diese Liebe von ihrem reinen Zustand degeneriert ist und beschmutzt wurde von all den Tendenzen der Menschen, das zu tun, was nicht nur die Gesetze Gottes sondern auch alles andere verletzt, was andererseits den Menschen helfen würde, eine echte Bruderschaft zu formen?

Wie ich dazu in meinen Schreiben gesagt habe, es wird eine Zeit kommen, wenn diese natürliche Liebe wieder in ihrem ursprünglichen Zustand hergestellt werden wird, rein und frei von Sünde, und wenn diese Bruderschaft in einem Grad der Vollkommenheit bestehen wird, der alle Menschen glücklich macht. Aber diese Zeit liegt noch weit entfernt und wird auf Erden überhaupt nicht eintreffen, bevor die Neue Geburt und die Neuen Himmel erscheinen. Und in der Zwischenzeit wird der menschliche Traum von der großen Bruderschaft unerfüllt bleiben.

Ich weiß, dass die Menschen erwarten, dass irgendwann in der fernen Zukunft dieser Traum von einer idealen Bruderschaft auf Erden verwirklicht werden wird mittels der Erziehung, von Übereinkommen und des Predigens moralischer Wahrheiten, und dass all die Seelen voll Hass und Gedanken an Krieg und Unterdrückung der Schwachen durch die Starken verschwinden werden. Aber ich sage dir, wenn die Menschen von dieser rein natürlichen Liebe und all den großen Gefühlen und Impulsen, die aus ihr entstehen mögen, um diesen so wünschenswerten Zustand herzustellen, abhängen, werden sie Enttäuschungen erleben und den Glauben an die Güte der Menschen verlieren. Und bisweilen wird ein Rückschritt erfolgen nicht nur in dieser Liebe sondern auch im Verhalten der Menschen zueinander und im Verhalten der Nationen zueinander.

Ich bin etwas von meinem Thema abgeschweift, aber ich dachte, es wäre am besten, dem Menschen zu zeigen, dass seine Abhängigkeit von sich selbst, das heißt, seine Abhängigkeit von dieser natürlichen Liebe, unzureichend und unzulänglich ist, um ihn in einen Zustand der Glückseligkeit zu bringen, sogar auf Erden, und deswegen völlig unzulänglich ist, ihn in das Himmelreich zu bringen.

Die Göttliche Liebe, von der ich spreche, ist von Sich aus nicht nur fähig, einen Menschen zu einem Bewohner des Reiches des Vaters zu machen, sondern ist auch ausreichend, ihn zu befähigen, jene große Bruderschaft zuwege zu bringen und zu verwirklichen im vollen Ausmaße seiner Träume, sogar auf Erden.

Diese ureigene Liebe des Vaters ändert nie Ihr Wesen und bewirkt überall und unter allen Umständen dieselben Ergebnisse, indem sie die Seelen der Menschen auf Erden verwandelt, ebenso wie die der Bewohner der spirituellen Welt, nicht nur in das Abbild sondern auch in die Substanz der Göttlichen Natur. Sie kann in mehr oder weniger Menge besessen werden, das hängt vom Menschen selbst ab; und dieser Besitzstand bestimmt den Seelenzustand und ihre Nähe zum Reiche des Vaters, ganz gleich ob sich die Seele jetzt im Fleisch oder in einem spirituellen Wesen befindet.

Der Mensch muss nicht warten, bis er zu einem spirituellen Wesen wird, um diese Liebe zu suchen und zu erhalten. Denn die Seele auf Erden ist die gleiche Seele wie in der spirituellen Welt, und ihre Fähigkeit, diese Liebe zu erhalten, ist hier wie da gleich groß. Auf Erden gibt es natürlich eine Reihe von Umständen, Gegebenheiten und Beschränkungen, die dem Menschen das freie Wirken der Seele behindern, was das Verlangen und den Glauben anbetrifft, die nicht existieren, nachdem der Mensch zu einem Bewohner der spirituellen Welt geworden ist. Dennoch und trotz dieser Rückschläge und Stolpersteine des Erdenlebens kann die Seele des Menschen die Göttliche Liebe unbeschränkt und in einer Menge empfangen, die ihn zu einem Neuen Geschöpf macht, wie die Heilige Schrift feststellt.

Der Besitz dieser Göttlichen Liebe bedeutet ebenso die Abwesenheit jener Wünsche und Begierden des sogenannten natürlichen Menschen, die Eigensucht, Lieblosigkeit und andere Qualitäten verursachen, aus denen Sünde und Fehler entstehen, und die die Existenz jener echten Bruderschaft verhindern, die sich die Menschen so ehrlich wünschen als Vorbote von Frieden und gutem Willen. Und je mehr der Göttlichen Liebe in die Seele eines Menschen gelangt, desto geringer sind die bösen Tendenzen und Wünsche, und desto mehr gibt es dann von der Göttlichen Natur und Qualitäten.

Der Vater ist reine Güte, Liebe, Wahrheit, Verzeihung und Freundlichkeit, und die Seelen der Menschen erhalten diese Eigenschaften, wenn sie die Göttliche Liebe empfangen und besitzen. Wenn der Mensch ehrlich ist und voll Glauben und diese Eigenschaften besitzt, dann verlassen sie ihn nie oder verändern sich. Und wenn sich die Bruderschaft auf sie gründet, wird sie auf Fels gebaut sein und weiterleben und reiner und fester werden in ihrem Band. Und in den großen Ergebnissen, die aus ihr fließen werden, wird sich die Göttliche Natur des Vaters als Eckpfeiler befinden, der nie wankt oder sich ändert und keine Enttäuschungen beschert.

Eine Bruderschaft, die so geschaffen und vereint ist, ist, wie ich sage, die einzig wahre Bruderschaft, die dem Menschen eine Art Himmel auf Erden bereiten und Kriege, Hass, Hader, Selbstsucht und das Prinzip von Mein und Dein abschaffen wird. Das Mein wird zum Unser abgewandelt, und die gesamte Menschheit wird zu echten Brüdern werden ohne Ansehen der Rasse, Religion oder intellektueller Errungenschaften. Alle werden als Kinder des Einen Vaters angesehen werden.

So wird also die Anwesenheit dieser Liebe auf die Seelen der Menschen auf Erden wirken; und wenn diese Seelen ihre fleischliche Hülle verlassen, werden sie ihr Heim im Reiche Gottes finden als Teil der Göttlichkeit des Vaters und Teilhaber Seiner Unsterblichkeit. Aber nur diese Göttliche Liebe wird die Seelen der Menschen für dieses Reich eigenen, denn alles in diesem Reich hat teil an der Göttlichen Natur und nichts, was nicht jene Qualität besitzt, kann womöglich dort eintreten.

Die Menschen müssen daher verstehen, dass kein bloßer Glaube, Kirchenzeremonie, Taufe oder irgendetwas der Art ausreicht, der Seele zu ermöglichen, ein Bewohner des Reiches zu werden. Die Menschen können sich selbst täuschen und tun das auch in ihren Überzeugungen, dass vielleicht irgendetwas fast wie oder anders als die Göttliche Liebe ihnen den Eintritt in das Reich sichern könne.

Überzeugungen mögen den Menschen helfen, den Besitz diese Liebe zu suchen und anzustreben; aber wenn die Göttliche Liebe nicht wirklich von den Seelen der Menschen besessen wird, dann können sie zu keinen Teilhabern an der Göttlichen Natur werden und die Glückseligkeit und den Frieden im Reich des Vaters genießen.

Wenn der Weg, diese Liebe zu erlangen, so leicht und die Freude durch Ihren Besitz so groß ist, überrascht es, dass die Menschen mit leeren Hülsen von Formalitäten zufriedengestellt sind und mit der Genugtuung und Täuschung reiner Lippenbekenntnisse und verstandesmäßiger Überzeugungen.

So wie ich gesagt habe, diese Liebe wartet auf jedermann, um Sie zu besitzen, der Sie aufrichtig mit echtem Seelenverlangen sucht. Sie bildet keinen Teil des Menschen, aber Sie umgibt ihn und hüllt jeden ein. Gleichzeitig aber formt sie keinen Teil von ihm, bis sein Verlangen und seine Gebete die Seele geöffnet haben, sodass Sie einfließen und ihn mit Ihrer Gegenwart erfüllen kann.

Der Mensch wird nie gezwungen, Sie zu empfangen, so wie er nie gezwungen wird, anderes gegen seinen Willen zu tun. Aber im letzteren Falle, wenn er sich weigert, die Göttliche Liebe in seine Seele fließen zu lassen in Ausübung des freien Willens, muss er die Strafe dafür in Kauf nehmen, das heißt, den völligen und absoluten Verlust jeglicher Möglichkeit, zu einem Bewohner des Reiches Gottes, oder Himmelreiches, zu werden und des Verlustes jeglichen Bewusstseins der Tatsache seiner Unsterblichkeit.

Die Menschen sollen ihre Gedanken und Bestrebungen an Gott richten, und in Wahrheit, aufrichtig und im Glauben zum Vater um das Einfließen in ihre Seelen Seiner Göttlichen Liebe beten, und sie werden immer finden, dass der Vater ihnen Seine Liebe schenken wird entsprechend dem Ausmaße ihres Begehrens und Verlangens. Dieses Verlangen ist das Medium, um ihre Seelen dem Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen, der, wie ich vorher geschrieben habe, der Bote Gottes ist, um Seine Göttliche Liebe von Seinem Urquell der Liebe zu den Seelen der betenden und strebenden Menschen zu befördern.

Auf keine andere Weise kann die Göttliche Liebe vom Menschen besessen werden. Es ist immer eine individuelle Angelegenheit zwischen dem jeweiligen Menschen und dem Vater. Kein anderer Mensch, Gesellschaft, Kirche, spirituelles Wesen oder Engel kann dem einzelnen die Arbeit abnehmen. Und was ihn anbelangt, so ist nur seine Seele betroffen. Und nur seine Bestrebungen, seine Gebete und sein Wille können die Seele dem Einfließen dieser Liebe öffnen, die ihn zu einem Teil Ihrer eigenen Göttlichkeit macht.

Natürlich können die Gebete und freundlichen Gedanken und liebevollen Einflüsse guter Menschen, Göttlicher spiritueller Wesen und Engel den Seelen der Menschen helfen, sich an Gottes Liebe zu wenden und in ihrem Besitz fortzuschreiten, und das geschieht auch. Aber was die Frage anlangt: "Wird ein Mensch zum Besitzer dieser Liebe oder nicht?", das hängt von jedem einzelnen ab.

So mein lieber Bruder, ich wünsche dir mit all meiner Liebe und meinem Segen eine gute Nacht.

Dein Bruder und Freund,

Jesus

 


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