Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit – Jesus offenbart erneut das Evangelium


 

Kapitel 6

Der Heilige Geist

 

 

Botschaften in diesem Kapitel:

Viele, die glauben, die Taufe durch den Heiligen Geist erhalten zu haben, sind nur in der Läuterung ihrer natürlichen Liebe fortgeschritten. Jesus erklärt den Unterschied zwischen Gottes Geist und dem Heiligen Geist.

Lukas stellt fest, was der Heilige Geist sei, und erklärt, dass das Mysterium der Dreifaltigkeit ein Mythos ist. Er erklärt auch, was man unter dem Geist des Menschen verstehe.

Ein spirituelles Wesen und ehemaliger Pastor bestätigt Lukas’ Darstellungen. Er bedauert, auf Erden nicht die Wahrheit gelehrt zu haben.

 

 


 

 

Der Heilige Geist

 

 

Viele, die glauben, die Taufe durch den Heiligen Geist erhalten zu haben, sind nur in der Läuterung ihrer natürlichen Liebe fortgeschritten. Jesus erklärt den Unterschied zwischen Gottes Geist und dem Heiligen Geist

 

Ich bin hier, Jesus

Ich will dir kurz über ein Thema schreiben, das dich interessieren wird und diejenigen, die meine Botschaft lesen.

Worüber ich heute Nacht schreiben möchte, ist die Situation jener, die glauben, sie hätten das Einfließen oder die Taufe des Heiligen Geistes empfangen, wenn sie in Wirklichkeit nur einen Schritt auf der Läuterung ihrer natürlichen Liebe vorangekommen sind und zu einer Harmonie mit den Gesetzen ihrer Schöpfung, was sie veranlasst zu glauben, dass, was sie erlebten, das Ergebnis der Schenkung der Liebe gewesen sein müsste, die der Heilige Geist den Sterblichen bringt. So viele Menschen schwelgen in diesem Fehler; und aus dem Glückszustand, den ihr Erlebnis ihnen bereitet, und der aus der Zunahme der Harmonie erwächst, glauben sie fest, dass der Heilige Geist von ihrer Seele Besitz ergriffen habe und das Glück verursache. Aber mit dieser Schlussfolgerung täuschen sie sich selbst und werden ihren Fehler erkennen, wenn es zu einem Erwachen im spirituellen Leben kommt.

Der Heilige Geist ist jener Teil des Geistes Gottes, der Seine Anwesenheit und Fürsorge durch die Übertragung Seiner Göttlichen Liebe in die Seelen der Menschen ausdrückt. Diese Liebe ist das höchste, größte und heiligste all Seiner Besitztümer und kann nur vom Heiligen Geist an die Menschen weitergeleitet werden; und der Name wird verwendet, um Ihn klar vom bloßen Geist zu unterscheiden, der das Wirken von Gottes Seele auf die Menschen in anderen Gebieten und für andere Zwecke demonstriert. Sein schöpferischer Geist, Sein Geist der Fürsorge und der Geist, der Seinen Gesetzen und Planungen Wirksamkeit verleiht bei der Verwaltung des Universums, sind nicht der Heilige Geist, obwohl sie ebenfalls ein Teil von Gottes Seele sind und genauso nötig, um Seinen Kräfte und der Ausübung der Energien Seiner Seele Ausdruck zu geben. Diese spirituellen Energien behandeln dasjenige im Universum, was nicht in Zusammenhang mit der Seele Gottes und den Seelen der Menschen steht. Aber wann immer man vom Heiligen Geist spricht, sollte damit nur jener Teil des Geistes Gottes gemeint werden, der die Seelen der Menschen in die Substanz der Seele Gottes in Ihrer Qualität der Liebe verwandelt.

Ich hörte den Diskurs des Predigers Sonntag abends über die Arbeit des Heiligen Geistes, wie sie vom Neuen Testament dargestellt wird, und sah, dass seine Folgerungen aus dem Inhalt völlig falsch und weit entfernt von der Wahrheit waren. Es sagte dazu, dass die Auswirkungen der Arbeit des Heiligen Geistes sich nicht nur auf eine Weise zeigen würden, und nicht jedermann, dem Er geschenkt wurde, sei von derselben Kraft erfüllt, Seine Anwesenheit und Seinen Besitz zu offenbaren. Nun, bei all den Hinweisen auf Seine Existenz in den bekannten Fällen muss verstanden werden, dass Er in Seinem Wirken auf jene Bedingungen und Zustände beschränkt ist, die ihren Ursprung in der Göttlichen Liebe des Vaters haben, die der Menschheit geschenkt wurde, als ich ins Leben kam; und dass jene Hinweise auf eine spirituelle Wirkung, die keinen Bezug auf diese Liebe haben, kein Beweis für die Anwesenheit des Heiligen Geistes sind. Im Neuen Testament wird vermerkt, als der Heilige Geist zu Pfingsten meinen Jüngern verliehen wurde, kam Er "wie mit dem Lärm eines gewaltigen, brausenden Windes" (was dir schon vorher erklärt worden ist), der "das Zimmer rüttelte", wo die Jünger versammelt waren, und sie mit Seinen Kräften erfüllte. Das heißt bloß, dass die Göttliche Liebe in ihre Seelen kam und zwar in einer so enormen Menge, dass sie in ihren Seelen dermaßen aufgerüttelt wurden, um zu glauben, das Gebäude, in dem sie sich versammelt befanden, wäre davon betroffen. Aber dabei waren sie im Irrtum, denn die Folge der Anwesenheit des Heiligen Geistes ist es nicht, Dinge der unbelebten Natur zu beeinträchtigen, sondern sie beschränkt sich ganz auf die menschlichen Seelen.

Und der Prediger muss wissen, dass die Menschen nicht notwendigerweise vom Heiligen Geist erfüllt sind, nur weil sie Kräfte besitzen, um die geistigen oder materiellen Angelegenheiten ihres Lebens zu bewältigen. Ein großer Teil der körperlichen Heilungen von Sterblichen wird durch spirituelle Kräfte verursacht, die nicht in Verbindung mit dem Heiligen Geist stehen oder von ihm ausgehen. Um den Beweis dafür zu finden, brauchen sich die Menschen nur an das Alte Testament erinnern, das voll ist von Beispielen, wo Menschen von ihren Krankheiten geheilt und andere wunderbare Dinge vollbracht wurden, zu einer Zeit, als der Heilige Geist vom Besitz durch die Menschen ausgeschlossen war. Dennoch wurden all diese Wunder (als die man sie damals betrachtete) von Menschen zustande gebracht, die behaupteten, mit Gottes Geist beschenkt worden zu sein. Dieser Geist Gottes wirkt immer noch zum Guten und zur Glückseligkeit der Menschheit und wird weiter wirken, bis die Menschen in Harmonie mit sich selbst kommen, so wie sie ursprünglich erschaffen wurden.

Ich verstehe den Hintergedanken des Priesters, warum er versucht, den Zuhörern zu zeigen und sie davon zu überzeugen, dass sie nicht glauben oder schließen dürften, weil sie nicht jene Kräfte besitzen, die die Bibel beschreibt, dass sie meine Jünger besaßen, nachdem ihnen der Heilige Geist verliehen worden war, dass sie (seine Zuhörer) diesen Segen nicht hätten. Seine Absichten und Bemühungen sind lobenswert und ergaben sich aus dem Wunsch, dass seine Zuhörer nicht den Mut verlieren und nicht enttäuscht sein sollten in ihrer Anstrengung, das Einfließen jener Liebe zu erlangen, die der Heilige Geist den Menschen bringt. Aber andererseits waren seine Lehren gefährlich und irreführend für diese Zuhörer. Denn die logische Folge derartiger Lehren ist es, die Menschen in den Glauben oder die Überzeugung zu führen, dass sie die Kraft und den Tröster besäßen, wenn das nicht der Fall ist, und so zu verhindern, dass sie diesen Tröster suchen und erhalten auf dem einigen Weg, wie er erhalten werden kann.

Der Heilige Geist hat grundsätzlich nichts zu tun mit großen geistigen oder physischen Errungenschaften. Es ist völlig falsch und irreführend zu sagen, dass ein Mensch, der ein großer Erfinder, Philosoph oder Chirurg ist, der Taten vollbringt, ohne zu wissen, woher die Inspiration oder Anregung stammt, dies zu tun, deswegen in Besitz des Heiligen Geistes sei.

Alles hat mittelbar oder unmittelbar seine Existenz, Wirkung und sein Wachstum im Geist Gottes, und nur in jenem Geiste. Und dieser Geist wird in der Erfahrung der Menschen auf mannigfaltige Weise erlebt. Deswegen sagen die Menschen, sie leben und bewegen sich und haben ihr Dasein in Gott, was einfach heißt, sie leben und bewegen sich und haben ihr Dasein im Geiste Gottes. Dieser Geist ist die Quelle des Lebens, des Lichts und der Gesundheit und zahlreicher anderer Segnungen, die der Mensch besitzt, und deren er sich erfreut -- der Sünder genauso wie der Heilige, der Arme geradeso wie der Reiche, der Unwissende ebenso wie der Erleuchtete und Gebildete -- und jeder einzelne hängt von diesem Geist in seinem Dasein und Wohlbefinden ab. Das ist der Geist, den alle Menschen in einem mehr oder weniger großen Ausmaße besitzen. Und der brillante Prediger, Lehrer oder Redner, der diesen Geist in einem größeren Maße als sein weniger begnadeter Bruder besitzt, hängt vom selben Geist ab. Er ist universell in seiner Existenz und Wirkung, ist allgegenwärtig und kann von den Menschen im folgenden Sinne erworben werden: insoweit es ihr geistiges Aufnahmevermögen zulässt. Und das zeigt weiter auf, dass Gott durch und mittels dieses Geistes immer bei den Menschen ist -- in den tiefsten Höllen ebenso wie in den höchsten Himmeln des vollkommenen Menschen. Er wirkt ständig, unaufhörlich und ist immer abrufbereit für die Menschen, ganz gleich ob dieser Ruf geistig oder spirituell erfolgt. Er ist es, der das Universum kontrolliert, von dem die Erde des Menschen einen winzig kleinen Teil bildet. Das ist der Geist Gottes.

Der Heilige Geist ist zwar ein Teil des Geistes Gottes, aber er ist so unterschiedlich, wie die menschliche Seele unterschiedlich ist von allen anderen Schöpfungen Gottes. Er ist jener Teil von Gottes Geist, der ausschließlich mit der Beziehung zwischen der Seele Gottes und der Seele des Menschen zu tun hat. Das Subjekt Seines Wirkens ist die Göttliche Liebe der Seele des Vaters, und das Objekt seiner Funktion ist die menschliche Seele; und das große Ziel, das durch sein Wirken erreicht werden soll, ist die Verwandlung der menschlichen Seele in die Substanz der Liebe des Vaters, wobei die Unsterblichkeit notwendigerweise dazukommt. Das ist das große Wunder des Universums; und so hoch, geheiligt und barmherzig ist die Verwandlung, dass wir jenen Teil von Gottes Geist, der so wirkt, den Heiligen Geist nennen.

Dass also kein Lehrer oder Prediger lehre, oder kein Zuhörer glaube, dass jeder Teil von Gottes Geist, der auf die Herzen, Gedanken und Gefühle des Menschen wirkt, der Heilige Geist sei, denn das ist nicht wahr. Seine Aufgabe ist das Heil der Menschen in dem Sinne, sie in Harmonie mit Gott zu bringen, wobei die ureigene Seele des Menschen zu einem Teil der Seele Gottes wird in ihrer Substanz und nicht bloß im Abbild. Und ohne dieses Wirken des Heilige Geistes, können die Menschen diese Vereinigung nicht erreichen.

Ich habe dir zuvor schon geschrieben, wie dieser Heilige Geist arbeitet, den Weg, wie Er den Menschen die Göttliche Liebe des Vaters bringen kann, und was notwendig ist für Sein Einfließen. Der beschriebene Weg ist der einzige Weg, und die Menschen dürfen nicht glauben und in der Sicherheit des Glaubens ausruhen, dass jedes Wirken von Gottes Geist das Wirken des Heiligen Geistes sei.

Es sei denn, daß jemand von Neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Und das ist nur durch das Wirken des Heiligen Geistes möglich.

O Prediger, auf dem eine große Verantwortung ruht, lerne die Wahrheit kennen und führe dann die Menschen auf den Weg zum Heil!

Ich werde jetzt nicht mehr schreiben, komme aber bald wieder und überbringe eine neue Botschaft.

Glaube, dass ich dich liebe, und bin,

Dein Freund und Bruder,

Jesus

  


 

 

Lukas stellt fest, was der Heilige Geist ist, und erklärt, dass das Mysterium der Dreifaltigkeit ein Mythos sei. Er erklärt auch, was man unter dem Geist des Menschen verstehe

 

Ich bin hier, Lukas

Ich komme heute Nacht, um dir eine Botschaft über die Wahrheit zu schreiben, was der Heilige Geist ist.

Ich weiß, dass die orthodoxen Ihn im Allgemeinen für einen Teil der "Dreifaltigkeit" halten und so katalogisieren, er sei eins und gleich mit Gott, dem Vater, und nicht nur eine Manifestation des Vaters als Geist; somit sei er zwangsweise identisch mit dem Vater, obwohl er eine verschiedene und bezeichnende Persönlichkeit hätte.

Die orthodoxen Prediger und theologischen Schriftsteller lehren, dass es eine Tatsache sei, dass alle drei eins seien, gleichbedeutend und existierend, und jene Tatsache sei das "große Mysterium Gottes". Weiters, dass der Mensch nicht versuchen dürfe, das "Mysterium" auszuloten, denn die geheiligten Angelegenheiten Gottes gehörten nur Ihm, und es sei nicht recht, dass der Mensch diese "Geheimnisse" untersuche.

Nun gut, diese Erklärungen und Ermahnungen sind sehr weise, soweit die menschliche Weisheit reicht, und erspart es den Professoren dieser Mysterienlehren, versuchen zu müssen, etwas zu erklären, was sie nicht erklären können. Denn es ist ihnen unmöglich, etwas zu enträtseln, was als angebliche Tatsache gar nicht existiert.

Während all der Jahrhunderte haben studierte Menschen versucht, dieses "große Mysterium", wie sie es nannten, zu verstehen, und schlugen dabei fehl. Nachdem die frühen Kirchväter denselben Misserfolg erlitten beim Versuch, dieses Mysterium zu verstehen, und auf Grund dessen festlegten, dass die Erklärung der Doktrin ein "Geheimnis Gottes" sei, das nicht von den Menschen untersucht werden dürfe, übernahmen auch alle anderen Forscher der Kirche die Ermahnung der alten Väter, dass Gottes Geheimnis nicht untersucht werden dürfe, als sie sich von der Aussichtslosigkeit der Suche überzeugten. Denn dieses Geheimnis gehöre Gott Alleine, und sowohl der sündige Mensch als auch der erlöste müssten das zur Kenntnis nehmen, so behaupteten sie.

So wurde also von Anfang an in der Kirche nach dem Tod Jesu und der Apostel diese Doktrin der "Dreifaltigkeit" festgelegt -- einer in drei und drei in einem, dennoch aber nur einer -- und das wurde zum lebenswichtigen Eckpfeiler ihrer sichtbaren Kirchenexistenz. Natürlich tauchten von Zeit zu Zeit Männer auf, die erleuchteter waren als ihre Zeitgenossen in der Kirche, versuchten, die Wahrheit der Doktrin zu widerlegen, und erklärten, es gebe nur einen Gott, den Vater.

Aber sie waren die Minderheit, und standen nicht mit den Mächtigen in Bunde, also wurden ihre Ansichten Verworfen, und das "Mysterium" wurde das "geheiligte Symbol der Wahrheit" der Kirche -- unerklärlich und deswegen gewisser und mit Anspruch auf mehr Glaubwürdigkeit. Und es scheint eine Tendenz der menschlichen Geisteshaltung zu sein (zumindest derjenigen, die an die Bibel als inspiriertes Wort Gottes glauben), alles mit einem Beigeschmack des Mysteriösen als das Wunderbarere und Wichtigere und Schätzenswertere willkommen zu heißen und zu ermuntern, eher als das zu begrüßen, was ein Mensch wirklich verstehen kann, wie es einfach ist.

Nirgendwo, nicht einmal in der Bibel, steht ein Ausspruch Jesu über die Dreiheit Gottes geschrieben, bestehend aus dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Und es ist eine Tatsache, dass Jesus niemals so eine Doktrin auf Erden lehrte, sondern nur dies: dass der Vater Gott sei, der einzige Gott; dass er, Jesus, Sei Sohn sei und die erste Frucht der Auferstehung von den Toten; und dass der Heilige Geist Gottes Bote sei, um die Göttliche Liebe zu bringen, und somit sei er der Tröster.

In einigen der Evangelien (wie sie nun in der Bibel enthalten sind und als kanonisch übernommen wurden), so weiß ich, wird wirklich gesagt, dass die "Dreieinigkeit" aus dem "Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist" bestehe -- diese drei sind angeblich eins -- aber die Evangelien enthalten nicht die Wahrheit diesbezüglich, und sie sind nicht dieselben Evangelien, die ursprünglich geschrieben wurden. In Laufe der Jahre wurde zu diesen originalen Evangelien hinzugefügt und aus ihnen herausgestrichen während des Abschreibens und der Anfertigung von Kopien der Abschriften, was vor der Anerkennung derselben geschah.

Die übernommenen Evangelien wurden aus vielen Schriften zusammengesetzt; und weil die Redakteure in diesen frühen Jahren Meinungsverschiedenheiten hatten, wie sie die Menschen eben haben, wenn es um religiöse Wahrheiten geht, wiesen die Mächtigeren von ihnen an, die die Autorität hatten festzulegen, was von den zu kopierenden Manuskripten akzeptiert werden sollte entsprechend ihrer Interpretationen, dass die Kopien in Übereinstimmung mit ihren Ideen und, so kann ich wohl sagen, Wünschen gemacht werden mussten. Dann verkündeten sie und erklärten, dass diese Elaborate echte Kopien der Originale wären, und als diese Kopien immer weiter angefertigt wurden, zerstörte man die vorhergehenden Exemplare.

Deswegen wurden die frühesten existierenden Manuskripte dieser Evangelien viele Jahre, nachdem die Originale geschrieben und zerstört worden waren, angefertigt.

Und ich, Lukas, der ich ein Evangelium schrieb und vertraut bin mit dem gegenwärtigen Evangelium, das mir zugeschrieben wird, sage hiermit, dass es viele essentielle Erklärungen darin gibt, die ich niemals schrieb, und die nicht wahr sind; und viele Wahrheiten, die ich schrieb, sind darin nicht enthalten -- und das Gleiche gilt für die anderen Evangelien.

In keinem unserer Evangelien schien das "Mysterium" der Dreieinigkeit auf, und das schlicht und einfach, weil es so ein Mysterium nicht gibt. Wir lehrten nicht, dass es eine Gottheit bestehend aus drei Persönlichkeiten gebe, sondern nur einen Gott, den Vater. Jesus war ein Menschensohn im natürliche Sinne und ein Gottessohn im spirituellen Sinne; aber er war nicht Gott oder ein Teil von Gott in irgendeinem Sinne, außer dass er die Göttliche Liebe des Vaters besaß, und in diesem Sinne war er ein Teil Seiner Essenz. Der Heilige Geist war nicht Gott, sondern bloß Sein Werkzeug; ein Geist -- der Heilige Geist.

Wie man dir mitgeteilt hat, existierte die menschliche Seele vor der Schöpfung des Menschen im Fleisch und war der einzige Teil des Menschen, der nach dem Abbilde Gottes geschaffen wurde. Sie lebte in diesem ursprünglichen Zustand ohne Individualität, aber sie hatte eine Persönlichkeit und ähnelte der Großen Seele des Allmächtigen, die Gott Selbst ist. Und die Seele, die dem Menschen gegeben wurde, war kein Teil jener Großen Seele -- nur ihr Gleichnis.

Einige von euch Sterblichen haben gesagt, dass die menschliche Seele einen Teil der "Überseele" forme, was die Seele Gottes heißt, aber das ist nicht wahr. Wenn in irgendeiner unserer Mitteilungen gesagt worden ist, dass die menschliche Seele ein Teil der Seele Gottes sei, und ich meine, als sie vor ihrer Inkarnation existierte, dann darf unser Ausspruch nicht so interpretiert werden.

Das Ego Gottes, so kann man sagen, ist die Seele. Und von dieser Seele strömen alle geoffenbarten Eigenschaften Gottes, wie zum Beispiel die Macht, die Weisheit und die Liebe, nicht aber Eifersucht, Zorn oder Hass, wie einige der Autoren der Bibel gesagt haben; denn er besitzt keine solchen Eigenschaften.

Das Ego des Menschen ist die Seele, und in ihrer erschaffenen Reinheit und Vollkommenheit strömte seine Seele all die geoffenbarten Eigenschaften aus, die zu ihm gehörten, wie zum Beispiel Macht, Liebe und Weisheit; und weder Eifersucht, noch Hass noch Zorn stellten Eigenschaften von ihm dar vor seinem Sündenfall.

Man sagt, dass der Mensch aus Körper, Geist und Seele besteht, und das ist wahr. Aus deiner Lebenserfahrung weißt du, was der Körper ist, und ich habe dir gesagt, was die Seele ist. Nun erhebt sich die Frage, was ist der Geist?

Ich weiß, es hat über Jahrhunderte große Meinungsverschiedenheiten gegeben unter den Theologen und anderen weisen Menschen, was denn der Geist sei. Einige vertraten die Ansicht, der Geist und die Seele seien dasselbe; andere, dass der Geist das wahre Ego des Menschen sei, und die Seele wäre etwas von weniger Bedeutung und ihm untergeordnet; und dann gab es noch andere Ansichten, und alle lagen sie falsch. Denn wie ich gesagt habe, die Seele ist das Ego; und alles Andere in Verbindung mit dem Menschen, und was einen Teil seiner Schöpfung darstellt (als diese "Sehr Gut" geheißen wurde), ist der Seele untergeordnet und nur ihr Werkzeug, um sich selbst auszudrücken.

Wie Jesus dir gesagt hat, der Geist ist die aktive Energie der Seele und das Werkzeug, wodurch sich die Seele selbst offenbart. Und diese Definition gilt für den Geist eines Menschen, wenn er als Sterblicher lebt und auch, wenn er zu einem Bewohner der spirituellen Welt wird. Der Geist ist untrennbar von der Seele und hat keine andere Aufgabe im Dasein eines Menschen, als es den Begabungen der Seele zu ermöglichen, ihre Aktivitäten zu offenbaren. Der Geist ist nicht das Leben, aber er kann zu einem Beweis des Lebens werden. Er ist der Hauch des Lebens.

Nachdem der Mensch nach dem Abbild seines Schöpfers erschaffen wurde, und nachdem der Geist nur die aktive Energie der Seele darstellt, könnte man das Prinzip der Übereinstimmung anwenden, von dem eines eurer früheren Medien behauptete, dass es existiere, und somit annehmen, was auch ganz richtig ist, dass der Heilige Geist die aktive Energie der Großen Seele des Vaters sei. Und wie wir aus unserer Erfahrung und Beobachtung wissen, wird der Heilige Geist als Bote des Vaters eingesetzt, um Seine Göttliche Liebe zu den Menschen zu befördern. Und ich möchte damit nicht die Aufgabe des Heiligen Geistes auf die Menschheit im Fleische beschränken, denn er befördert diese Große Liebe auch zu den Seelen der Kinder des Vaters und schenkt sie ihnen, wenn sie spirituelle Wesen sind ohne Körper aus Fleisch und Knochen, und in der spirituellen Welt wohnen.

Und somit ist es auch eine Wahrheit, dass der Heilige Geist nicht Gott ist und Teil der Dreifaltigkeit. Er ist nur sein Bote der Wahrheit und der Liebe, der aus Seiner Großen Seele strömt, um Liebe, Licht und Glückseligkeit zur Menschheit zu bringen.

Ich habe länger geschrieben, als ich eigentlich vorhatte, aber ich hoffe, dass viele Sterbliche die Wahrheit durch meine Botschaft empfangen, und dass sie glauben, dass der Heilige Geist kein Teil der Dreifaltigkeit ist, dass das "Mysterium der Dreifaltigkeit" ein Mythos ohne Substanz ist, und dass es keine Wahrheit in Gottes Universum gibt, zu der der Mensch nicht herzlich eingeladen ist, sie zu suchen, zu verstehen und zu besitzen.

Ich werde nun Schluss machen. Dabei lasse ich dir meine Liebe und meinen Segen und werde zum Vater beten, dir den Heiligen Geist zu senden mit Seiner Überfülle der Göttlichen Liebe.

Gute Nacht und Gott segne dich, bis ich wiederkomme.

Dein Bruder in Christus,

Lukas

  


 

 

Ein spirituelles Wesen und ehemaliger Pastor bestätigt Lukas’ Darstellungen. Er bedauert, auf Erden nicht die Wahrheit gelehrt zu haben

 

Ich möchte nur ein Wort sagen, weil ich sehr interessiert bin an den Wahrheiten in der Botschaft, die Lukas dir soeben geschrieben hat. Ich war in der Kirche anwesend, wo der Geistliche über das Thema Paradies referierte, und wo Lukas auch anwesend war. Und als ich merkte, dass etwas, was der Prediger sagte, Lukas das Thema für eine Botschaft nahelegte, und weil ich sehr interessiert bin an den Menschen in jener Kirche, ich war dort nämlich einmal ein Pastor, möchte ich nur ein paar Worte zu dem, was Lukas ausdrückte, hinzufügen.

Ich habe die Doktrin, die der Prediger heute Nacht verkündete, oft erklärt, als ich dort ein Geistlicher war. Ich glaubte eben einmal, dass diese Doktrinen wahr wären, und ich weiß, dass der Prediger gleich ehrlich ist in seiner Überzeugung.

Aber leider, mein Glaube war falsch. Und so wie es mich einige Jahre des Leidens und der Enttäuschung gekostet hat, bis ich diese Fehler verlernte und die Wahrheit erlernte, wird auch er das Gleiche durchmachen müssen, außer er lernt die Wahrheit vor der Zeit, bevor er seinen physischen Körper verlässt.

Und das Gleiche trifft auf viele seiner Glaubensgemeinschaft zu, die ernste und überzeugte Suchende nach der Wahrheit sind -- viele von ihnen haben die Göttlich Liebe des Vaters in ihren Seelen. Das Traurige daran ist, dass es keine Möglichkeit gibt, ihn oder sie mit der Wahrheit zu erreichen, denn ich weiß, sie würden keinen Pfifferling darauf geben, was du ihnen sagen könntest, und würden dich als Betrüger oder schwachsinnig erachten. Aber nichtsdestoweniger, in der Zukunft öffnet sich vielleicht ein Weg, damit die Wahrheit diese Leute erreichen kann. Weil mir ihr Interesse so am Herzen liegt, und fühle, dass der Einfluss meiner Lehren immer noch bei dieser Gemeinschaft weilt und nur Irrtum und Glauben, an was nicht wahr ist, verursacht, möchte ich gerne meine Bestätigung zu dem hinzufügen, was Lukas gesagt hat. Und wenn diese Botschaft sie je erreichen sollte, hoffe ich, dass meiner Botschaft das auch gelingt.

Es stellt einen Teil meiner Strafe für das Unterrichten falscher Doktrinen dar, daran zu arbeiten, dass meine Leute diese Irrlehren verlernen. Wenn ich sie daher auf diese Weise erreichen könnte, würde mir das nicht nur große Freude bereiten, sondern mir auch viel meiner Strafe der Reue ersparen. Ich werde nicht versuchen zu wiederholen, was Lukas gesagt hat, denn ich könnte das nicht klarer machen; aber ich möchte meinen Leuten schon sagen, dass, was er gesagt hat, wahr ist, und sie daran glauben müssen.

Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben. Ich danke dir für deine Freundlichkeit, mich schreiben zu lassen.

Nun, ich lebe in der Siebenten Sphäre und bin sehr glücklich in meiner Liebe und meiner Umgebung. Aber ich bin mir klar darüber, dass ich schon viel weiter fortgeschritten wäre, hätte ich die Wahrheit gekannt, wie ich sie jetzt kenne. Ach, ich sage dir, die Behinderung des Seelenfortschritts durch ein Leben voll falschen Glaubens ist etwas Fürchterliches!

Ich wünsche dir eine gute Nacht und Gott segne dich.

Dein Bruder in Christus,

N____________

(Immer wenn der volle Name nicht von den spirituellen Wesen angegeben wird, die durch Herrn Padgett schrieben, geschah das, weil lebende Angehörige Einwände erheben könnten. -- der Herausgeber.)

 


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