Offenbarungen der Engel der Göttlichen Wahrheit- Jesus offenbart erneut das Evangelium
Kapitel 3
Die
Wahrheiten um die Geburt
und das Leben
Jesu von Nazareth
Botschaften in diesem Kapitel:
Eine Beschreibung der Geburt Jesu und seines Lebens bis zu seinem öffentlichen Ministerium. (Jesus)
Jesus setzt seine vorige Botschaft über seine Geburt und sein Leben fort.
Prof. Josef Salyards kommentiert die Botschaft Jesu.
Jesus verkündete in der Synagoge von Nazareth, dass er der Messias sei. (Jesus)
Der Zustand der Welt, als Jesus kam zu lehren. (Jesus)
Jesus vollbrachte nicht all die Wunder, wie in der Bibel behauptet wird. (Petrus, der Apostel)
Ein spirituelles Wesen berichtet, dass es die Lehren Jesu hörte, als es auf Erden lebte. (Elameros)
Gott bestimmte nicht, dass Judas Jesus verraten solle. (Johannes)
"Warte nur, bis ich komme."-- Des Ewigen Juden Erfahrung. (Der Ewige Jude)
Johannes bekräftigt die außergewöhnliche Erfahrung des Ewigen Juden.
Was wirklich bei der Kreuzigung Jesu geschah. (Samuel, Prophet des Alten Testamentes)
Lukas, der Apostel, erklärt die Dematerialisierung des irdischen Körpers Jesu.
Die Wahrheiten um die Geburt und das Leben
Jesu von Nazareth
Eine Beschreibung der Geburt Jesu und seines Lebens bis zu seinem öffentlichen Ministerium.
Ich bin hier, Jesus.
Ich möchte dir heute Nacht über meine Geburt und mein Leben bis zur Zeit meines öffentlichen Ministeriums schreiben.
Ich wurde in Bethlehem geboren, wie du ja weißt, in einer Krippe, und als ich ein paar Tage alt war, brachten mich meine Eltern nach Ägypten, um den Soldaten Herodes' zu entkommen, die ausgesandt wurden, um mich zu zerstören, und die eine große Anzahl männlicher Kinder in einem Alter jünger als zwei Jahre töteten. Die Erzählung in der Bibel über meine Geburt, die Flucht meiner Eltern und den Mord an den unschuldigen Kindern ist im Wesentlichen richtig; und ich möchte dazu nur ergänzen, dass meine Eltern, als sie in Bethlehem ankamen, nicht genötigt waren, eine Krippe in einem Stall zu suchen, weil sie so arm waren, damit ich geboren werden konnte, denn sie wurden mit den nötigen Mitteln und mit allem, was gebraucht wurde, um meine Geburt angenehm für meine Mutter zu machen, versorgt; und tatsächlich war mein Vater nicht arm an weltlichen Gütern, was man eben damals unter Armut verstand.
Die Bibel sagt, dass die Weisen kamen und meinen Eltern, oder vielmehr mir, Opfergaben an Gold und Weihrauch brachten, aber meine Eltern haben mir erzählt, dass das nicht so viel soviel ausmachte, was den Geldwert anbetrifft, und dass die Ausgaben für die Flucht nach Ägypten von den Mitteln gedeckt wurden, die mein Vater hatte, bevor er nach Bethlehem kam.
Nach der Ankunft in Ägypten suchte mein Vater das Haus eines Juden, der sein Verwandter war, und lebte dort lange Zeit. Er arbeitete in seinem gelernten Beruf; und durch seine Arbeit unterhielt er seine Familie und, in einem gewissen Grade, finanzierte er meine Schulbildung und die meiner Brüder und meiner Schwestern, denn ich hatte vier Brüder und drei Schwestern, die alle, außer mir, in Ägypten geboren wurden.
Als ich alt genug war, besuchte ich die allgemeine Schule, die für kleine Kinder eingerichtet war, und wo Fächer unterrichtet wurden, die mit der Religion der Juden zu tun hatten, und einiges, was nicht religiöser Art war. Ich wurde niemals in der Philosophie der Ägypter oder in andern heidnischen Philosophien unterrichtet; und wenn jemand erklärt, dass ich meine religiösen Ideen oder Morallehren von irgendeinem dieser Philosophen erhalten habe, dann ist er im Irrtum.
Meine Erziehung, was diese religiösen Angelegenheiten anbetrifft, stammte von den Lehren des Alten Testamentes oder vielmehr von jüdischen Lehrern, deren Schulbuch das Alte Testament war.
Meine Entwicklung in der Kenntnis der Wahrheiten, die ich während meines öffentlichen Ministeriums lehrte, wurde von meiner inneren spirituellen Veranlagung verursacht; und mein Lehrer war Gott, Der durch Seine Engel und durch meine Seelenwahrnehmungen diese Wahrheiten zu mir kommen ließ, oder besser gesagt, ihre Kenntnis, und ich erhielt sie auf keine andere Weise.
Ich wurde nicht mit der Kenntnis geboren, dass ich Gottes Sohn war, der zur Erde gesandt worden war, um diese großen Wahrheiten zu lehren, oder dass ich die neuerliche Schenkung der Großartigen Gabe der Unsterblichkeit, und wie man sie erlangen konnte, der Menschheit verkünden sollte. Sondern die Kenntnis meiner Mission kam zu mir, nachdem ich erwachsen geworden war und häufige Kommunionen mit Gott durch meine spirituellen Sinne hatte.
Ich war niemals in der Gegenwart der jüdischen Priester, um ihnen das Gesetz auszulegen und ihnen Fragen zu stellen, als ich etwa zwölf Jahre alt war, wie es die Bibel darstellt. Und nicht vor meinem ersten Erscheinen als Erwachsener versuchte ich, Priester oder Laien zu zeigen, dass ich der Bote des Vaters war, der von ihm gesandt wurde, um die Frohbotschaft der erneut verliehenen Unsterblichkeit zu verkünden, und Seiner Großen Liebe, die notwendig war, um alle Menschen eine Einheit mit Ihm werden zu lassen und ihnen ein Zuhause in Seinem Reiche zu geben.
Ich war niemals ein sündiger Junge oder Mann, und ich wusste in meinem Herzen nicht, was Sünde war; und es klingt vielleicht eigenartig, ich versuchte niemals anderen diese Wahrheiten zu lehren, bis Johannes der Täufer meine Mission verkündete.
In den Tagen meiner Kindheit war ich gleich wie andere Jungen, und beschäftigte mich mit den Kinderspielen und hatte die Gefühle eines Kindes, und ich dachte niemals, dass ich etwas anderes sei als ein Kind. In keiner Weise war ich verschieden von andern Kindern, außer in der Besonderheit, die ich genannt habe, und jedweder andere Bericht über mich, ist falsch.
Meine Lehren waren jene, die mir der Vater von Anfang an aufgetragen hatte, aber deren ich mir erst dann bewusst wurde, als ich eine enge Kommunion mit dem Vater einging, und von Ihm meine Mission erfuhr. Du musst also glauben, dass ich sowohl ein Menschensohn als auch ein Gottessohn war, und das im wörtlichen Sinne. Ich wäre meinem Auftrag nicht treu gewesen, hätte ich erklärt, dass ich nur der Sohn Gottes sei, denn das stimmt nicht, und die Menschen sollten das nicht so lehren.
Ja, Ich weiß, man sagt, dass meine Mutter von dem Zweck meiner Geburt unterrichtet worden sei, und welch gesegnete Frau sie wäre, aber das ist nicht wahr. Meine Mutter, wie sie mir selbst gesagt hat, hatte keinen Grund anzunehmen, dass ich verschieden von anderen Menschenkindern wäre. Die Geschichte vom Engel Gottes, der zu ihr kam und ihr erzählte, dass sie sich einfügen müsse, ein Kind zu gebären, das von Gott oder von Seinem Heiligen Geist gezeugt werde, und dass sie, als Jungfrau, schwanger werden sollte und das Kind gebären, ist nicht wahr; denn sie hat mir niemals in ihrem ganzen Leben erzählt, dass sie diesen Besucher gehabt hätte. Und ich weiß, dass sie genauso überrascht wäre wie viele Menschen, dass so etwas wie die Geburt eines Kindes durch eine Jungfrau stattfinden könne. Du siehst also, die Bibelerzählung, wie ich gezeugt wurde, und aller Begleitumstände, stimmt nicht.
Mein Vater Josef hat wirklich niemals angenommen, dass ich nicht sein Kind wäre; und die Geschichte des Engels, der zu ihm kam und ihm sagte, er dürfe sie nicht wegschicken wegen des Anscheins, ist nicht wahr, denn er hat in all meinen Gesprächen mit ihm nie angedeutet, dass ich nicht sein Kind sei.
Zwischen meinem zwölften Lebensjahr und meinem öffentlichen Ministerium lebte ich zuhause bei meinen Eltern und half meinem Vater in seiner Zimmerei; und während all dieser Zeit fiel nie der leiseste Hinweis seinerseits, dass ich nicht sein Kind oder verschieden von anderen Kindern wäre, außer dass ich nicht sündigte.
Als ich begann, diese Göttliche Liebe in meiner Seele zu empfangen, kam ich dem Vater sehr nahe, und diese Beziehung ließ mich erkennen, dass ich von Gott gesandt worden war, um einen Auftrag zu erfüllen und eine große und wichtige Wahrheit zu verkünden; und schließlich erzählte mir die Stimme meiner Seele, dass ich der wahre Sohn meines Vaters sei, und ich glaubt daran und begann, die Wahrheiten über das Geschenk Seiner Liebe und die Erlösung der Menschen zu lehren und zu predigen.
Ich kannte Johannes den Täufer als ich als Kind heranwuchs - er war mein Cousin und wir spielten oft zusammen. In späteren Jahren diskutierten wir die Wahrheit meiner Mission und wie man sie der Welt bekanntmachen sollte.
Johannes war ein großartiges Medium und sah in seiner Vision, wer ich war und was mein Auftrag auf Erden darstellte; Als schließlich die Zeit kam, verkündete er deshalb mein Kommen. Er war sich klar über den Unterschied in unseren Missionen und sprach davon, nicht wert zu sein, meine Schuhriemen zu lösen; aber trotzdem, er verstand meine Mission und die große Wahrheit des erneuten Geschenkes der Unsterblichkeit an die Menschen durch den Vater nicht voll.
Ich wurde erst der Christus, als ich von meinem Vater gesalbt wurde, und das geschah zum Zeitpunkt meiner Taufe durch Johannes. Ich als Christus bin verschieden von mir als Jesus. "Christus" bedeutet das Prinzip, dass der Vater mir übertragen hat, das mich zu einer Einheit mit Ihm machte im Besitz dieser Großen Liebe. Christus ist jene Liebe selbst, durch mich als Menschen geoffenbart. Dieses Christusprinzip ist universell und überall, genauso wie der Heilige Geist, ich aber bin an meinen jeweiligen Aufenthaltsort gebunden, geradeso wie du.
Einfach so als Jesus habe ich niemals jenes große Geschenk versprochen das die Bibel erwähnt, wie: denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen; denn für mich wäre es unmöglich, überall gleichzeitig zu sein. Aber Christus, der keine Form oder Beschränkungen kennt, ist überall gegenwärtig, und kann folglich mein Versprechen in dieser Hinsicht erfüllen. Christus ist heute genauso lebendig wie er es immer war. Er wurde nie gekreuzigt und starb niemals, Jesus aber schon.
Gut, ich glaube, du bist zu schläfrig um weiterzumachen. Nun, weil du Schlaf brauchst. Mir ist kein spezieller Einfluß bekannt, der auf dich ausgeübt wird, um dich schläfrig zu machen.
Ich werde bald weitermachen.
Dein Bruder und Freund,
Jesus.
Jesus setzt seine vorige Botschaft über seine Geburt und sein Leben fort.
Ich bin hier, Jesus.
Ich werde meinen Brief über meine Geburt und mein Werk fortsetzen, so wie ich ihn gestern Nacht begonnen habe.
Als ich zufriedengestellt war, von meinem Vater auserwählt worden zu sein, sein Werk zu verrichten, der Welt das Geschenk seiner Großen Gabe der Göttlichen Liebe zu erklären, das in Seiner Natur lag, und das das bedeutendste Prinzip jener Natur darstellte, begann ich mein Ministerium, und arbeitete fortwährend für die Erlösung der Menschheit auf Erden bis zu meinem Tod am Kreuz. Ich war damals nicht so vollkommen wie jetzt, und meine Kenntnis der Wahrheiten des Vaters war nicht so groß wie jetzt.
Trotzdem sollen die Menschen wissen, dass das, was ich lehrte, wahr ist, auch wenn ich nicht die ganze Wahrheit lehrte, und dass sie lernen werden, dass ich der wahre Sohn meines Vaters und der spezielle Bote bin, durch den diese Großen Wahrheiten der Menschheit gelehrt werden sollten.
Als ich auf Erden lebte, war ich nicht so erfüllt von der Liebe des Vaters wie jetzt, und hatte nicht die Macht, den Menschen zu spüren zu geben, dass jene Liebe das einzige ist, was sie mit dem Vater aussöhnen kann, und sie zu einer Einheit mit Ihm macht, so wie ich es jetzt bin. Die Menschen müssen also daran glauben, dass ich ihnen die echten Wahrheiten mitteile, die ihnen den Weg zur Liebe des Vaters und zu ihrer eigenen Erlösung zeigen.
Es liegt dir daran zu erfahren, wie es denn geschah, dass die Weisen mit ihren Geschenken und ihrer Anbetung zu mir kamen, wenn ich nicht von Gott speziell erschaffen wurde, um Sein Sohn und Repräsentant auf Erden zu werden.
Nun, die Weisen kamen, aber ihr Kommen beruhte nicht auf ihrer Kenntnis, dass ich ein von Gott erschaffenes Kind wäre, oder dass ich nicht ein natürliches Kind wäre. Sie kamen, weil sie Astrologen waren und zu der Zeit einen neuen und hellen Stern am Himmel sahen, der für sie das Zeichen war, dass ein wichtiges Ereignis stattgefunden hatte. Und weil sie das Alte Testament studierten, worin solch ein Stern als Ankündigung der Geburt eines Heilands angeführt wurde, schlossen sie daraus, dass es sich um jenen Stern handle, und meine Geburt (die so bescheiden war, wie sie erwarteten) diejenige sei, auf die sich die Schriften bezogen; und in der Folge, dass ich der erwähnte Christus sei. Aber außer ihrer Kenntnis als Astrologen und der Heiligen Schrift hatten sie keine Ahnung, dass ich der Christus war, der geboren werden sollte. Und wenn behauptet wird, dass sie Nachricht von Gott oder seinem Engel erhielten, so ist das unrichtig.
Ich weiß das, weil ich diese Männer nach meinem Kommen in die spirituelle Welt getroffen habe und mich mit ihnen unterhielt, und sie erzählten mir, was ich jetzt schreibe. Also, ich war schon der Christus, auf den sich die Bibel bezog -- ich meine, die Prophezeiungen des Alten Testamentes-aber jene weisen Männer hatten kein anderes Wissen darüber als das, was ich dir erzählt habe.
Ich weiß, dass ich vom Vater gesandt wurde, um den Auftrag auszuführen, den ich schließlich verrichtete, und dass von Anfang an die Absicht bestand, mich als Christus zu salben, aber all das wusste ich nicht, bevor ich erwachsen wurde, und von meiner Mission durch einen Engel und meine innere Stimme erfuhr.
Meine Mutter oder mein Vater oder meine Brüder wussten das nicht. Und sogar nachdem ich meine Mission verkündet und die wunderbaren Kräfte, die mir verliehen worden waren, gezeigt hatte, glaubten sie nicht an meine Mission, sondern dachten, dass ich von Sinnen sei - das heißt, wie ihr sagt, verrückt mit der Idee, der Auserwählte meines Vaters zu sein. Die Bibel selbst zeigt, dass das ihre Einstellung war.
Das heißt, ich bin der Christus der Bibel, und das auserwählte Instrument des Vaters, um die großen Wahrheiten bekanntzugeben, die ich verkündete, und die ich durch dich verkünden werde, aber ich bin nicht der eingeborene Sohn Gottes im Sinne, wie man das im Allgemeinen versteht. Und noch viel weniger bin ich Gott. Wie ich gesagt habe, es gibt nur einen Gott, und ich bin bloß Sein Sohn und Lehrer, der zur Welt gesandt wurde, um die Schenkung der Gabe der Unsterblichkeit an die Menschheit und den Weg, wie sie erlangt werden könne, zu lehren.
Ich werde weiter von mir berichten, wenn wir in unseren Schriften fortschreiten. Kein Mensch soll glauben, dass ich von der "Jungfrau Maria" geboren wurde, oder dass ich vom Heiligen Geist gezeugt wurde, oder dass ich Gott sei, denn all das ist falsch.
Ich werde nun aufhören. Mit all meiner Liebe und meinem Segen, und dem Segen des Vaters, wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein Freund und Bruder,
Jesus.
Prof. Josef Salyards kommentiert die Botschaft Jesu.
Ich bin hier, Dein alter Professor.
Ich bin sehr glücklich und möchte dir sagen, dass du dich in einem weit besseren Zustand zu schreiben befindest als damals, als ich begann, dir zu schreiben. Ich bin so froh darüber, denn das zeigt eine Verbesserung deines körperlichen und geistigen Befindens.
Ich habe mich sehr für die letzte Botschaft des Meisters interessiert, weil sie Fakten vorlegt, die nicht mit der biblischen Geschichte und damit übereinstimmen, was mich als Glaube gelehrt wurde. Selbstverständlich kennt er die Wahrheit, und wenn er uns etwas erzählt, dürfen wir nie einen Augenblick daran zweifeln, auch du nicht.
Und wenn du schließlich seine Erklärungen analysierst und genau betrachtest, wirst du sie vernünftiger finden als die Bibelgeschichte. In seinen Erklärungen gibt es nichts, was wundersam wäre oder einen Glauben erforderte, der jenseits der Vernunft liegt. Alles ist so natürlich und in Übereinstimmung mit der Vorgangsweise der Natur, wie sie bei der Geburt jedes anderen menschlichen Wesens beobachtet wurde.
Seine Erklärung darüber, wie und wann ihm die Erkenntnis kam, dass er der Auserwählte Gottes war, um die Frohbotschaft der Wiederherstellung der Unsterblichkeit und der Göttliche Liebe des Vaters, die auf die Menschheit warte, zur Erde zu bringen, so glaube ich, ist ganz neu und wird die meisten Menschen überraschen. Aber wie vernünftig sie ist! Hätte er von seiner Geburt an gewusst, dass er der Christus war, der den Juden verheißen worden war, wäre es dann nicht unmöglich anzunehmen, dass er die ganzen dreißig Jahre lang im Dunkeln blieb, seine Mission nicht bekanntgab und sein Verkündigungswerk der Frohbotschaft an die Menschheit nicht begann und sie erst später verkündete? Es scheint völlig unglaublich, dass er das nicht gemacht hätte.
Die Zeit vom fünfundzwanzigsten bis zum dreißigsten Lebensjahr ist wichtig im Leben eines Mannes, und vieles Großartige ist in jenem Lebensabschnitt vom bloßen Menschen zustande gebracht worden; und es ist unvernünftig anzunehmen, dass jemand, der von Kindheit an die Kenntnis besaß, der besondere Bote Gottes zu sein, ausgestattet mit all der Macht und dem Wissen der Wahrheit, die Jesus nach dem Beginn seines öffentlichen Ministeriums zeigte, während der Jahre, die ich erwähnte, in der Abgeschlossenheit geblieben wäre, und der Welt nicht diese großen Besitztümer zugute kommen hätte lassen. Nein, für mich steht die Geschichte im Einvernehmen mit der Vernunft, und ich muß sie glauben. Jedenfalls ist die Tatsache, dass er sagt, sie sei wahr, ausreichend.
Nun, ich hatte gehofft, meinen Diskurs über die Gesetze der spirituellen Welt schon früher fortzusetzen, aber deine Zeit war so ausgefüllt, dass ich mich nicht einmengen konnte. Aber schon bald, wenn du einverstanden bist, werde ich weitermachen.
Mit all einer Liebe wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein alter Professor und Lehrer,
Josef Salyards.
Jesus war niemals ein Gelehrter in den Weisheiten Indiens, Ägyptens oder Persiens. Er lernte vom Vater und den Engeln Gottes.
Ich bin hier, Jakobus, der Jüngere.
Ich werde heute Nacht nicht lange schreiben, sondern zum Vater beten, damit er dich segne und deinen Glauben wachsen lasse.
(Herr Padgett stellt Jakobus eine Frage.)
Nein, ich gehörte niemals einer dieser Sekten an, auch Jesus nicht. Er war nie studiert in den Weisheiten Indiens oder Ägyptens, oder Persiens, wie der Autor, den du heute Nacht gelesen hast, behauptet. Er lernte vom Vater und dem Engel Gottes, und sein Wissen kam aus diesen Lehren und der Öffnung seiner Seelenwahrnehmungen. Er war nicht der Sohn der Weisen, oder von Gelehrten irgendeines der genannten Länder; sondern was Kenntnis und Weisheit anbelangt, war er einzig der Sohn des Vaters.
Ich komme bald wieder und schreibe dir. Also, gute Nacht.
Dein Bruder in Christus,
Jakobus.
Jesus bestätigt, dass er niemals in Indien und Griechenland war, um Philosophien zu studieren, wie manche behaupten.
Ich bin hier, Jesus.
Ich was niemals in Indien und Griechenland und jenen anderen Orten, um die Lehren der griechischen und Indischen Philosophen zu studieren. Ich erhielt nie mein Wissen von einer anderen Quelle als meinem Vater in meinen Kommunikationen mit Ihm, und von den Lehren der Jüdischen Schriften. Nach meiner Rückkehr aus Ägypten und bis ich mein öffentliches Ministerium begann, lebte ich zuhause in Nazareth bei meinen Eltern während all der Jahre meines Lebens.
Weder Johannes noch Paulus teilten je mit, dass ich in jenen fremden Ländern gewesen sei, um die Philosophien der Lehrer zu studieren, die genannt werden. Johannes reiste mit mir nie außerhalb von Palästina, und ich sah Paulus niemals, als ich noch auf Erden war.
Johannes war ein Mann mit einem sehr gefühlsbetonte Wesen. Er verbrachte eine lange Zeit mit mir während meines Ministeriums, aber er war nicht gerade, was man einen gelehrten Menschen nennen kann; genauso wenig kannte er die Philosophien der erwähnten Männer. Er war bloß der Sohn eines bescheidenen Fischers, der von mir ausgewählt wurde, einer meiner Jünger zu werden, wegen seiner Empfänglichkeit für meine Lehren und der großen Möglichkeit, dass er das Prinzip der Liebe entwickelte. Du darfst also die Behauptungen in jenem Buch über das Thema nicht glauben.
Nun, du musst aufhören. Aber vergiss nicht, dass ich bei dir bin und dich liebe.
Dein Freund und Bruder,
Jesus.
Jesus verkündete in der Synagoge von Nazareth, dass er der Messias sei.
(Diese Botschaft und die folgende mit dem Titel "Warum Jesus nicht als der verheißene Messias anerkannt wurde" wurden von Jesus über Dr. Daniel G. Samuels mitgeteilt, das zweite sterbliche, von Jesus auserwählte Instrument, nach James Padgetts Abgang in die spirituelle Welt.)
Ich bin hier, Jesus.
Du hast mit dem Doktor über die Predigt in der Synagoge in Nazareth diskutiert, die sehr wichtig war, weil ich vor der ganzen versammelten Glaubensgemeinschaft den Anspruch erhob, der Messias zu sein. Und selbstverständlich verursachte dieser Anspruch den Aufruhr, wie er im Neuen Testament beschrieben steht.
Meine Predigt basierte auf dem Buch Jesajas, dem 61. Kapitel, und war prophetisch im Sinne, dass es von der Befreiung der Gefangenen aus der Gefangenschaft handelte, so wie es mit dem Hebräischen Volk geschah, und wurde deshalb von den Hebräern für eine große Prophezeiung gehalten, die bereits in Erfüllung gegangen war.
Üblicherweise waren die Kommentare zu diesem Text historischer Natur und wurden mit der Absicht angelegt, die Güte Jehovas zu seinem auserlesenen Volk hervorzustreichen. Und unter denjenigen, die einen mehr spirituellen Einblick hatten, hatte die Freilassung der Gefangenen die Bedeutung einer Abkehr von der Sünde seitens der Übeltäter, der Sklaven der Sünde. Das war gut so, so weit es reichte, aber natürlich war die Bedeutung auf die Läuterung der Seele beschränkt und erfasste nicht die Verwandlung der Seele und die Entfernung des Bösen aus der Seele durch das Werk der Göttlichen Liebe.
Als ich damals die Stelle aus Jesaja zitierte, verlas ich nicht bloß die Zeilen, die im Neuen Testament vermerkt werden, sonder ich ging daran, das ganze Kapitel zu lesen, wie es der Brauch war. Und die Schlüsselstelle im Kapitel war, "und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen." und damit meinte ich, dass meine Seele sich freute, weil ihr die Unsterblichkeit verliehen worden war (was die wahre Bedeutung des Heils ist), und dass diese Unsterblichkeit meiner Seele des Ergebnis war, genügend der Göttlichen Liebe empfangen zu haben, die jetzt allen aus der Liebenden Güte des Himmlischen Vaters zur Verfügung stand. Und das war der Sinn der Erklärung, die ich den Zuhörern in der Synagoge machte -- "Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren." und so geschah es, dass ich mich selbst als Messias verkündete. Und ich verkündete auch die Frohbotschaft, dass diese Unsterblichkeit, die mein war, jetzt auch von jedem, der danach durch das ernsthafte Gebet zum Vater um seine Göttliche Liebe suchte, zur Verfügung stand.
Als ich die Stelle über die Befreiung der Gefangenen zitierte, meinte ich Freiheit von Sünde, nicht durch Befolgung der Gesetze Moses' alleine, was der Fall war vor meinem Kommen, sondern durch den Einfluss der Göttlichen Liebe des Vaters, welche so auf die Seele einwirkt und sie verwandelt, dass diese das Verlangen nach sündigen Gedanken und Taten verliert. Und als ich las, "Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen," dann meinte ich damit, dass der Vater mich ernannt hatte, die neuerliche Schenkung der Göttlichen Liebe zu predigen, die in meiner eigenen Seele Wirklichkeit geworden war; und dass ich als gesalbter Christus wegen des Prinzips der Liebe, das in meiner Seele wirkte, die neuerliche Schenkung der Liebe des Vaters der gesamten Menschheit predigen sollte, und den Weg zu einer Einheit mit dem Vater durch die Göttliche Liebe zu lehren. Daher war ich als Messias gekommen, um die Unsterblichkeit für die gesamte Menschheit durch das Gebet um die Liebe des Vaters zu verkündigen, und dass Sünde und Krankheit jetzt durch Seine Große Gabe ausgemerzt werden konnten.
Du siehst daher, dass ich mich selbst als der Messias ausrief, der lange vom Hebräischen Volke erwartet wurde, und dass deswegen die Erklärung nicht richtig ist, die angibt, Petrus hätte meine Identität aus göttlicher Gnade heraus ersehen, und sie einfach eingefügt wurde, um den Anspruch der Kirche zu bekräftigen und demselben Autorität zu verleihen, dass ich ihm den Primat unter meinen Nachfolgern verliehen hätte.
Es ist wahr, dass ich zu der Zeit unfähig war, beachtenswerte Wunder zu vollbringen wegen der eigentümlichen Situation, in der ich mich befand. Ich hatte zwanzig Jahre lang oder so in Nazareth gelebt. Die Leute, dich mich so lange kannten, sollten jetzt plötzlich glauben, dass ich der Messias war. Das war sehr schwer für sie, denn es war nicht eine Frage, einen Fremden aufzufordern, mich oder meine Lehren oder meine Heilungen zu akzeptieren, sondern Leute zu einer Änderung ihrer Meinung zu bewegen, die sie sich über zwanzig Jahre hindurch gebildet hatten. Und weil ich in meiner Heimatstadt niemals vor meinem öffentlichen Ministerium geheilt hatte, waren die Menschen skeptisch, dass ich plötzlich vollbringen könnte, was ich zwanzig Jahre lang vorher nicht gemacht hatte. Es war eine starke Strömung von Ungläubigkeit, die mich daran hinderte, meine Heilkräfte zu entfalten, denn der Empfänger muss auch an die heilende Gabe glauben.
Ich werde jetzt mein Schreiben beenden. Mit meiner Liebe und meinem Segen unterschreibe ich,
Dein Bruder und Freund,
Jesus.
Warum Jesus nicht als der verheißene Messias von den Hohen Priestern und Hebräischen Machthabern anerkannt wurde.
Ich bin hier, Jesus.
Ich wünsche, mit den Wahrheiten über das Neue Testament fortzufahren, und über meine Lehren im Tempel zu Jerusalem im Herbst vor meinem Tode zu sprechen. Denn es war das erste Mal, dass ich die Gelegenheit fand, meinen Anspruch als Messias den Hohenpriestern und Regenten und Gelehrtesten im Hebräischen Volke in Religionsangelegenheiten vorzutragen. Und ich gab bekannt, dass es mein Auftrag sei, den Neuen Bund zwischen dem Himmlischen Vater und dem Volk Israels zu verkünden, und dass jetzt die Göttliche Liebe des Vaters vorhanden sei und von allen erlangt werden könne, die danach in ihrem ernsthaften Seelenwunsche suchen. Ebenso, dass ich das sichtbare Zeichen Ihrer Gegenwart sei, denn in meiner Seelen ruhten die Natur und Essenz des Vaters in Form der Göttlichen Liebe; und dass meine Seele von dieser Natur und Essenz des Vaters sei, und deswegen Unsterblich.
Aber den Hebräischen Führern klangen meine Ansprüche falsch, denn Jesaja hatte prophezeit, dass niemand wissen würde, woher der Messias käme, aber mich kannte man sehr gut -- Jesus aus Nazareth. Und sie erachteten einen Mann nicht nach seiner Geburtsstadt sondern nach der, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbracht hatte und der er zugeschrieben wurde. Daher wurde Jerusalem als Stadt des großen Königs David angesehen, und nicht Bethlehem, wo er in Wirklichkeit geboren wurde. Das Neue Testament legt nahe, dass den Hebräischen Anführern nicht bekannt war, dass ich in Bethlehem geboren wurde, und dass deswegen die Prophezeiung Jesajas über die unbekannte Herkunft des Messias auf mich zutraf. Aber Tatsache ist, dass sie nicht nur wußten, woher ich stammte, sondern auch meinen Vater Josef kannten, ein Mitglied des Sanhedrins, und dass er auch aus Bethlehem stammte.
Diese Art von Argument jedoch zeigte böse Absichten und einen Rückgriff auf technischen Firlefanz in der Festlegung der Priester, mich nicht als Messias anzuerkennen; denn das hätte, so war ihre Ansicht, ihre erhabene Position als religiöse Führer der Nation untergraben, auf die sie freiwillig nicht verzichteten. Und diese technischen Kleinigkeiten waren eine Ausflucht und eine Weise, Angelegenheiten zu debattieren, die ihnen sehr am Herzen lag, wobei sie Nachdruck auf haarspalterische intellektuelle Unterscheidungen legten, die aus einer minutiösen Auslegung des Gesetzes herrührten und fremd waren den wirklich grundlegenden Fragen und spirituellen Einsichten, die durch das Suchen der Seele nach dem Wissen um die Wahrheit kommen.
Und deswegen parierte ich ihre kleinlichen Einwände aus den Schriften mit ihren eigenen Waffen und erklärte, dass es nicht wahr sei, dass sie wußten, woher ich stamme, oder Wer mein Vater sei; denn sie bezogen sich natürlich auf Josef als meinen Vater, den sie gut kannten, ich aber bezog mich auf Gott, meinen Himmlischen Vater, Den sie nicht kannten. Sie wußten auch nicht, woher ich als Göttliche Seele kam, noch wie oder wann ich erschaffen wurde. Die Anspielung der Rabbis auf meinen Vater Josef wurde später aus den Evangelien entfernt, denn die Erwähnung meiner leiblichen Eltern war den späteren Revisoren des der Evangelien ein Dorn im Auge, die eifernd daran arbeiteten, mich zu einem "Gottmenschen geboren aus einer Jungfrau" zu machen und zur zweiten Person der angeblichen Dreifaltigkeit, was natürlich jeglicher Grundlage entbehrt.
Ich warf ihnen des Weiteren vor, dass sie, wenn sie denn Vater kannten, auch mich kannten, Seinen Sohn, der von Ihm gesandt worden war, und mich als den Messias anerkennen würden. Und ich zitierte aus Jesaja, wie die Hebräischen Führer das taten, und stellte fest, dass der Vater gesagt hatte, "Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben. Siehe, ich habe ihn den Völkern zum Zeugen bestellt, zum Fürsten für sie und zum Gebieter."
Und das, was ich sagte, kannten alle, die Unterricht über den Himmlischen Vater erhielten, sodass sie also wussten, dass er über sie einen Messias ernannt hatte aus dem Hause Davids. Und in der Folge, dass sie mich als ihren Messias anerkennen sollten, insofern ich wirklich gekommen war, ihren Seelen das Leben zu ermöglichen, indem ich ihnen die Gabe der Unsterblichkeit verfügbar machte in der Göttliche Liebe des Vaters, und ich begleitet wurde von Heilkraft und Wundern, die ich durch den Vater vollbrachte, und die die Wahrheit meiner Mission bezeugten.
Und ich informierte sie weiter, dass sie, wenn sie Wahrheit meiner Worte bestätigt sehen wollten, meine Lehren (dass die Liebe des Vaters jetzt verfügbar war) versuchen und ausprobieren sollten, indem sie zum Vater darum beteten in ernsthaftem Gebet; um zu sehen, wenn sie das in aller Ernsthaftigkeit taten, ob die Liebe des Vater - die vom Heiligen Geist übertragen wurde - in ihren Seelen brennen und glühen würde, wodurch sie erkennen könnten, dass Seine Liebe in ihnen anwesend war.
Und ich stellte auch fest, dass diese Lehren nicht meine eigenen seien sondern die des Vaters, der mir befohlen habe, sie den Kindern Israels zu verkünden; und dass ich, weil ich von ihm gesandt worden sei, nichts von mir aus machen könne, sondern nur das, was ich den Vater mir tun sah - dass heißt, was ich an Macht vom Vater erhielte. Ich sagte nicht, ich könnte tun, was ich den Vater tun sah, oder Ihn nachahmen, wie das Evangelium erklärt, denn das hätte mir eine Macht verliehen, gleich wie die des Vaters, das ist Gotteslästerung. Denn kein sterbliches oder spirituelles Wesen wird jemals, nie und nimmer, gleiche Macht haben wie der Vaters. Aber nach meinem Tode und viele Jahre danach wurde in Übereinstimmung mit der falschen Lehre, die in der frühen griechischen Periode des Christentums ausgearbeitet wurde, eine Überarbeitung durchgeführt, um mich faktisch gleich dem Vater zu machen. Und ich möchte hier sagen, wenn man so einen Unfug nur einen Moment lang zuließe, dass er zu seiner eigenen Zerstörung führt und seine eigene Falschheit beweist, denn niemals hat man gesehen, dass der Himmlische Vater sein Leben für Seine Lämmer, Israel, hingegeben hat, und genauso wenig konnte ich, Jesus, meines hingeben im Sinne, wie es im Neuen Testament verstanden wird - dass mein vergossenes Blut und Opfer am Kreuz die Vergebung der Sünden brächte.
Ich zitierte aus den Psalmen und vom Propheten Samuel über den Davidischen Bund, indem ich sagte, "ich will dir einen Nachkommen erwecken, der von deinem Leibe kommen wird; dem will ich sein Königtum bestätigen. Ich will seinen Königsthron bestätigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein."
Wenn sie also den Vater kannten und Sein Wort ehrten, dann würden sie mich auch kennen, denn ich verkündete die ewige Erlösung der Seele durch Seine Liebe, was in meiner eigenen Seele bewiesen und bestätigt wurde durch seine Macht, die durch mich wirkte. Ich bezeugte auch, während sie den Vater nicht kannten, kannte ich Ihn schon und wurde von ihm gesandt. Und ich stellte fest, dass Gott mein Zeuge war über die Wahrheit meiner Mission-- eine Mission, die ich zu seiner Glorie unternahm, nicht zu meiner eigenen.
Ich brach auch nicht das Gesetz Moses', was den Sabbat anbetrifft, wenn ich an jenem Tag heilte und eines der Kinder des Vaters wiederherstellte. Denn wenn die Beschneidung höher war als der Sabbat, worin ein Glied des Körpers wiederhergestellt wurde, wieviel wichtiger als der Sabbat war dann die Tat, worin der ganze Körper wiederhergestellt wurde?
Folglich erklärte ich, dass meine Zurückweisung als der Messias auf Grund meiner Heilung am Sabbat bloß eine Ausflucht sei, um mir die Anerkennung zu verwehren und ihre eigene Verletzung des Mosaischen Gesetzes zu verbergen - indem sie ein Körperglieder als wichtiger erklärten als den Körper selbst; und nicht ich sei es, der schuldig des Gesetzesbruchs wäre, sondern sie. Ich stellte ferner fest, dass gleich wie der Vater mich kenne und in mir sei, indem er mir die Gabe Seiner Liebe verliehen habe in Antwort auf mein Seelenbegehren und Gebet, und insofern jene Liebe Seine Natur und Essenz sei, genauso kenne ich den Vater und sei auf die gleiche Weise in Ihm.
Ich sagte nie, ich sei der Gute Hirte, denn das bezog sich auf den Vater; und diese Erklärung wurde viele Jahre nach meinem Tod eingefügt, um mich emporzuheben zur Gleichheit mit Gott. Statt dessen stellte ich fest, dass der Vater der Gute Hirte sei - der Schafstall ist das Himmelreich -- und dass ich die Tür sei, durch die die Schafe in den Schafstall und in die Gegenwart und Kenntnis des Hirten (oder Pförtners) kommen, Der die Tür öffne und der Vater sei. Der Vater gebe Seinen Schafen das ewige Leben, und ich sei der Weg - die Tür - durch die die Schafe in den Schafstall des ewigen Lebens eintreten können. In den Psalmen wäre aufgezeigt, dass der Gute Hirte - Gott -- David als Helfer benützen würde, um die Schafe in den Stall zu bringen.
Ich denke, ich habe genug über das Thema gesagt und vieles erklärt, was im Neuen Testament unklar ist. Mit meinem Segen auf dir und dem Doktor, und auf alle meine Jünger, die des Vaters Werk verrichten, beende ich das Schreiben und unterzeichne,
Dein Bruder und Freund,
Jesus.
Der Zustand der Welt, als Jesus kam zu lehren.
Ich bin hier, Jesus.
Du fühlst dich besser heute Nacht, und ich werde versuchen, dir ein wenig zu schreiben. Ich weiß nicht, ob du in der Lage bist, eine formale Botschaft zu empfangen, aber ich werde dir einiges erzählen, was dich und die Menschheit interessieren wird.
Als ich zur Welt kam, um die Wahrheiten meines Vater zu lehren, war sie fast bar jeglicher spiritueller Vorstellung der wahren Beziehung Gottes zu den Menschen, und Gott war nur ein Wesen voll Macht und "Zorn". Wegen dieser Vorstellung kam es, dass die Juden überhaupt keine wahre Kenntnis seiner Natur und seiner Eigenschaften hatten. Sie kannten Ihn nur als Gott, Der an ihrem materiellen Wohlergehen interessiert war, und erkannten nicht, dass er ein Gott war, Der wollte, dass sie Ihn als ihren Spirituellen Vater und Erlöser von Sünde und der bösen Wesensart erkannten, die sie besaßen. Und folglich, als ich kam, betrachteten sie mich -- ich meine diejenigen, die mich als ihren Messias anerkannten -- als denjenigen, der sie von der Sklaverei, die ihnen die römischen Eroberer aufgebürdet hatten, befreien und sie zu einer großen und unabhängigen Nation machen würde, die mächtiger war als alle anderen Nationen auf Erden und in der Lage, die ganze Welt zu regieren.
Sie hatten keine Idee meiner wahren Mission auf Erden. Und sogar meine Jünger sahen mich bis kurz vor meinem Tod bloß als ihren Retter von den Bürden, die das römische Joch ihnen auferlegt hatte. Der einzige meiner Jünger, der die Bedeutung meines Kommens zur Erde annähernd erkannte, war Johannes, und das wegen der großen Menge an Liebe, die Teil seiner Natur und seines Wesens zu formen schien. Ihm erklärte ich meinen wahren Auftrag und unterrichtete ihn über die spirituellen Wahrheiten, die ich zu lehren gekommen war -- und über den einzigen Weg, auf dem die Sterblichen jene Liebe des Vaters empfangen konnten, die erforderlich war, um sie eine Einheit mit dem Vater werden zu lassen und es ihnen ermöglichte, an der Göttlichkeit Vaters teilzuhaben. Aus diesem Grunde steht nur in Johannes' Evangelium die eine notwendige Bedingung geschrieben für eine völlige Rettung und Erlösung der Menschheit. Ich meine die Erklärung, dass die Menschen von Neuem geboren werden müssen, um das Himmelreich betreten zu können. Das ist der einzige wahre Weg, auf dem der Mensch ein wahres Kind des Vaters werden und die Eignung erlangen kann, im Reiche des Vaters zu leben und es auf das Vollste zu genießen.
Die anderen Jünger hatten mehr oder weniger eine Idee dieser notwendigen Wahrheit aber verstanden sie nicht zur Gänze. Petrus hatte mehr jener Liebe als die anderen Jünger mit Ausnahme Johannes', und durch Sie verstand er, dass ich der wahre Sohn meines Vaters war. Aber er verstand nie oder erklärte, dass ich Gott sei. Er war ein Mann voller Eifer und Ambition, aber die Entwicklung seiner Liebe war nicht ausreichend, dass es ihm möglich gewesen wäre, bis nach meinem Tode zu erkennen, dass mein Reich nicht von dieser Welt war. Dann erst kam ihm die Erkenntnis in all ihrer Wahrheit und Üppigkeit, und er wurde der mächtigste und einflussreichste all meiner Jünger.
Nach den Pfingsten verstanden alle meine Jünger, was mein wahrer Auftrag war, und sie gingen in die Welt hinaus und predigten die wahren Lehren meiner Mission auf Erden, und von der Liebe des Vaters zu Seinen Kindern. Sie predigten auch die Tatsache, dass jene Liebe auf alle wartete, die nach Ihr suchen sollten.
Du siehst also, dass viele meiner Jünger keine wahre Vorstellung meiner Mission hatten, als sie noch auf Erden lebten, und dass sie nicht meine wahren Anhänger waren in der inneren Bedeutung der Liebe des Vaters, und wovon ich ihnen versuchte zu predigen. Ich habe jetzt auf Erden viele Sterbliche, die meine Lehren besser verstehen als meine Jünger, als sie mit mir durch Palästina zogen, und mit einem größeren Maße an Seelenkenntnis.
Aber es gibt eine Unzahl von Männern und Frauen, die jetzt leben und meine Lehren nicht verstehen, auch wenn sie denken, die Bibel zu verstehen und die Interpretationen ihrer Abhandlungen in Übereinstimmung mit den anerkannten Doktrinen der Gelehrten und sogenannten Lehrern der Wahrheiten.
Mir scheint, du kannst heute Nacht nicht mehr schreiben, und werde also aufhören und sagen, dass du weiterhin stärker werden musst, spirituell und körperlich, damit wir unsere Schriften schneller und befriedigender fortführen können.
Glaube also, dass ich Jesus bin, dein treuer Freund und Bruder, der oft bei dir ist und versucht, dir zu helfen, und dich glücklich und zufrieden zu machen.
Mit meiner Liebe und meinen Gebeten, bin ich,
Jesus.
Jesus vollbrachte nicht all die Wunder, wie in der Bibel behauptet wird.
Ich bin hier, Petrus.
Ich habe gesehen, was du gerade gelesen hast (das Evangelium nach Lukas) und muss dich informieren, dass viele der angeblichen Wunder wie Heilungen, Auferweckung der Toten und das Kontrollieren der Gesetze oder Manifestationen der Natur niemals geschahen. Nein, diese Berichte sind nicht richtig und stellen das Ergebnis der Phantasie von Menschen dar, die versuchten, einiges zum Buch, das Lukas schrieb, hinzuzufügen. Selbstverständlich gibt es eine echte Grundlage für einige dieser mutmaßlichen Wunder, aber im Falle anderer entbehren sie jeglicher Grundlage.
Jesus heilte wirklich die Kranken, Blinden, Tauben und die verdorrte Hand und den Gelähmten, und er erweckte vermeintliche Tote, aber nicht so, wie es im Neuen Testament geschrieben steht; und es ist nicht gut für die Menschen, an die Wahrheit all dieser Wunder zu glauben.
(Herr Padgett unterbrach, um eine Frage zu stellen.)
Nun, der Vorfall geschah nie; denn beim Austreiben böser spiritueller Wesen hätte Jesus keine Autorität oder Macht gehabt, ihnen zu erlauben, in die Schweine einzudringen. Und es hätte nicht mit seiner Liebe und Ideen über die Gerechtigkeit übereingestimmt zu erlauben, dass die Schweine diese spirituelle Wesen aufnahmen und dadurch umkamen, wie die Erzählung berichtet. Außerdem hätte sich daraus ergeben, dass den unschuldigen Eigentümern ihr Besitz weggenommen worden wäre, und sie ihn endgültig verloren hätten. In all den Wundern, die Jesus vollbrachte, oder in seinen Lehren, tat oder sagte er niemals etwas, was einem menschlichen Wesen schadete. Für ihn waren alle Menschen der Gegenstand seiner Liebe und der Erlösung, weswegen er zur Erde gekommen war, um ihnen den Weg zu zeigen.
Ich werde irgendeinmal diese Wunder in einer Botschaft darlegen und dich darüber informieren, welche er wirklich vollbrachte und welche reine Ausgeburten der Phantasie jener Lehrer sind, die ein wundersames Vorstellungsvermögen hatten und dieses dazu benutzten, um die Wahrheiten in Lukas' originalen Schriften etwas aufzuputzen.
(Herr Padgett stellte eine zweite Frage.)
Nun, darin liegt ein bisschen Wahrheit insofern, als wir Angst hatten, weil wir in einem Sturm waren. Er schlief, und wir weckten ihn auf, aber er unterdrückte nicht den Sturm und die Wellen und brachte sie nicht zur Ruhe. Vielmehr beruhigte er unsere Ängste durch sein Reden und Beispiel, und uns schien es wirklich so, als ob es keinen Sturm mehr gäbe. Denn als uns die Angst verließ, war es, als ob wir den Sturm nicht mehr fühlten, zumindest was die Gefahr des Ertrinkens oder Umkommens anbetrifft. Nein, das ist noch eine Interpolierung und sollte nicht geglaubt werden.
Viele Wunder, die Jesus zugeschrieben werden, geschahen niemals, wenngleich es uns vorkam, dass die Macht Jesu keine Grenzen kannte.
Aber irgendwann einmal werde ich kommen und ausführlich über das Thema schreiben. Ich muss jetzt Schluss machen.
Dein Bruder in Christus,
Petrus.
Ein früher Jünger diskutiert, was sein Wissen über die Wahren Lehren Jesu war, als er auf Erden lebte.
Ich bin hier, Johannes Yorking -- das spirituelle Wesen von jemandem, der vor vielen, vielen Jahren in einem weit entfernten Lande starb, als die Wahrheiten des Christentums von den Anhängern des Meisters gekannt und praktiziert wurden in der Reinheit, wie er sie lehrte. Ich war sein Jünger, aber der Geschichte bin ich ein Unbekannter. Und so wie zahlreiche andere in jenen Tagen arbeitete ich demütig unter den Armen und einfachen Leuten auf Erden. Meine Arbeit lag meist in den außerhalb liegenden Ländern, aber nahe Palästina, und ich war einer, der Mitteilungen jener spirituellen Wesen aus der spirituellen Welt erhielt, die als Christen auf Erden gelebt hatten. Diese Mitteilungen wurden anlässlich unserer öffentlichen Gottesdienste empfangen und von jenen Lehrern, die die Gabe der Interpretation besaßen, den einfachen Leuten ausgelegt oder erklärt.
Es waren jene Verständigungen, auf die sich Johannes bezog, als er uns riet, die spirituellen Wesen zu prüfen, um zu erfahren, ob sie von Gott waren, oder in anderen Worten, um zu erfahren, ob sie spirituelle Wesen waren, die Kenntnis der Christusdoktrinen hatten und kamen, um uns die Wahrheiten zu lehren, wie sie sie in der spirituelle Welt bestehen sahen, und die Jünger des Meisters waren.
Ich weiß, dass Jesus die Neue Geburt und die Göttliche Liebe lehrte, und die neuerliche Schenkung der Großen Gabe, die von unseren ersten Eltern damals durch ihren Ungehorsam verwirkt wurde.
Ich weiß auch, dass er uns niemals lehrte, ihn als Gott zu betrachten, oder dass der Tod, den er erleiden würde, uns von den Sünden erlöse oder uns in Aussöhnung mit dem Vater bringe, oder dass der Vater ein Opfer fordere, um seinen "Zorn" zu stillen, oder eine Schuld zu begleichen, die der Mensch Ihm schulde.
Nein, die zuletzt angeführten Punkte gehörten nicht zu unserem Glaube oder Verständnis der Lehren des Meisters über die Wahrheiten.
Wir besaßen auch die wunderbaren Kräfte, die Jesus besaß im Heilen, Austreiben von bösen spirituellen Wesen, etc., und wir betrachten sie nie als Wunder, sondern als das Ergebnis der Ausübung von Kräften, die zu uns kamen, wenn wir die Göttliche Liebe empfingen, und wir hatten den Glauben, der jene Liebe und alles, was Sie begleitete, zu einer echten Existenz machte.
Jesus war immer ein Mann der Liebe, Barmherzigkeit und Güte, und er wurde niemals müde seines großen Werkes, den Sterblichen Gutes zu tun. Aber diese Werke waren bloß der anderen großen Mission, die er ausführte, untergeordnet. Vor allem Anderen war er der Lehrer der Liebe des Vaters und der Notwendigkeit, dass der Mensch jene Liebe erhielte, um eine Einheit zu werden mit dem Vater und ein anerkanntes Kind, dessen Erbe die Unsterblichkeit und der Himmel sein würde.
Du kannst also leicht sehen, welch Abdrift von unseren Lehren und Glauben und Gepflogenheiten stattgefunden hat, und vom Leben und Verständnis einfacher Jünger des Meisters.
Jetzt sehe ich, dass der Glaube in die Dogmen der Kirche und die "Mystizismen" Gottes den Christen ausmachen, dass die Seelenentwicklung wenig gepredigt und noch weniger wirklich verstanden wird, weder von den Predigern noch von den Leuten, und dass das wahre Geheimnis der Erlösung des Menschen der Welt verlorengegangen ist.
Ich bin jetzt in den hohen Göttlichen Sphären, wo die Liebe des Vaters überfließt, und wo die spirituellen Wesen von Menschen in ewigem Glück leben in der Kenntnis, dass die Unsterblichkeit ihnen gehört.
Ich werde nicht mehr schreiben heute Nacht, weil es schon spät ist, und du müde bist.
Aber bevor ich schließe, erlaube mir zu sagen, dass du eine Offenbarung der wahren Religion Jesu erhältst und Wahrheiten, die den Zustand und das Bestehen der spirituelle Welt und der Göttlichen Himmel erläutern.
So, mit meiner Liebe und meinem Segen, bin ich
Dein Bruder in Christus,
Johannes,
Der demütige Jünger des Meisters.
(Johannes Yorking-- ich war ein Jude.)
Ein spirituelles Wesen berichtet, dass es die Lehren Jesu hörte, als es auf Erden lebte.
Ich bin hier, Elameros.
Ich bin ein Grieche, oder vielmehr das spirituelle Wesen eines Sterblichen, der einst ein Grieche war, und ich lebte in den Tagen, als Jesus die Hügel und Ebenen Palästinas durchwanderte und seine neuen Lehren der Göttlichen Liebe und des Himmelreiches predigte.
Ich war keiner seiner Anhänger oder ein Gläubiger an seine Lehren, denn ich war ein Jünger Platos und Socrates', und ich war zufrieden mit der Wahrheit ihrer Philosophie und glaubte nicht, dass es andere Wahrheiten gäbe, als die sie enthielt.
Ich reiste viel und von Zeit zu Zeit besuchte ich Palästina; und zu mehreren Anlässen hörte ich Jesus die Menschenmenge lehren, die so interessiert schien an seinen Reden. Ich muss zugeben, dass ich bisweilen erschrocken war über seine Doktrinen, und anerkannte, dass sie zwar ähnliche Themen behandelten, wie sie in meiner Philosophie enthalten waren, aber dass die Lehren verschieden waren und den Themen eine neue und spirituelle Bedeutung gaben, an die ich nie zuvor gedacht hatte.
Ich konnte sehen, dass er kein Student der Philosophie war und kein gebildeter Mann, was wir unter einem gebildeten Mann verstanden; dennoch behandelte er die Fragen auf so einleuchtende und bestimmte Weise, dass ich mich fragte, woher er all die Information bekam, und manchmal, wenn er sagte, nicht aus seiner eigenen Erkenntnis zu sprechen, sondern dass sein Vater durch ihn spreche, war ich fast geneigt zu glauben, dass es wirklich so war.
Du mußt dich erinnern, dass ich an Gott und die niedrigeren Götter oder Dämonen glaubte, die seinen Willen ausführten. Und wenn Jesus von einem Vater sprach, dabei meinte er natürlich Gott, war es für mich nicht unnatürlich, auf gewissen Weise anzuerkennen, was er erklärte. Und dann erinnere ich mich daran, dass ich beeindruckt war von der Tatsache, dass er nicht aus einem Verständnis heraus sprach, das durch Philosophiestudien entwickelt worden war, sondern aus einem Wissen, das jenes zu enthalten schien, was von einer großen, äußeren Intelligenz dort eingepflanzt worden war. Er sprach, wie er sagte, aus der Kenntnis, und Spekulationen schienen nicht Teil seiner Schlüsse zu bilden oder den Grund für irgendeine seiner Ableitungen.
Trotz dieser Eindrücke war ich zu "weise", wegen meiner eigenen Vorstellung, dass meine Philosophie die einzig wahre sei und meine Kenntnis von ihr makellos, zu versuchen, das ernsthaft in Erwägung zu ziehen, was ich Jesus sagen hörte, und folglich ließ ich die Wahrheiten, die er äußerte, unbeachtet an mir vorbeiziehen.
Ich sah und hörte ihn nur ein paar Mal lehren, und danach hörte ich von seiner Kreuzigung und seinem Tod als Übeltäter und vergaß ihn einfach.
Als ich ihn das nächste Mal sah, war das in der spirituellen Welt, wo er weiterhin lehrte, nachdem er ein spirituelles Wesen geworden war. Und er lehrte die selben Doktrinen, die ich ihn auf Erden lehren hörte, aber er war nun ein wunderbar leuchtendes und glorreiches spirituelles Wesen.
Ich glaube nicht, dass ich heute Nacht noch mehr schreiben kann. Ich werde wiederkommen.
Dein Bruder in Christus,
Elameros.
Gott bestimmte nicht, dass Judas Jesus verraten solle.
Ich bin hier, Johannes.
Es gibt einiges in meinem Evangelium, dass nicht ganz klar zu sein scheint und vielleicht sogar widersprüchlich; aber du mußt dir bewußt sein, dass viele dieser Schriften nicht von mir stammten oder nach meiner Ansage geschrieben wurden. Im Wechsel der Zeit wurde vieles zu dem, was ich geschrieben hatte, hinzugefügt oder mein Originaltext ausgestrichen, und in der Folge finden wir die Wahrheit mit der Unwahrheit vermischt.
Für dich wäre es eine schwierige Aufgabe, die Unterscheidung zu treffen, indem du die Bibel einfach liest oder sogar studierst, denn der Tenor der Schriften ist der gleiche. Der einzige Weg, wie du wahr und falsch auseinanderhalten kannst, ist darauf zu warten, bis Jesus dir seine Botschaften mitteilt. Selbstverständlich können wir dir auch dabei helfen.
(Herr Padgett stellte Johannes eine Frage über den sogenannten "Verrat" Jesu durch Judas Iskariot.)
Nun, das ist nicht das Wort, das er verwendete, denn er lehrte niemals, dass Gott bestimmt hätte, dass Judas ihn verraten sollte. In Wirklichkeit formte der Tod Jesu niemals Teil dessen, was der Vater als notwendig für die Ausführung seines Auftrages erachtete. Selbstverständlich war es klar, dass Jesus irgendwann sterben würde. Aber die Todesart war nicht vorbestimmt, wie es mein Evangelium, das in deiner Bibel geschrieben steht, erklärte.
Judas war kein so schlechter Mensch, wie er uns vorgemalt wird. Und sein Verrat (wie man das nennt) des Meisters geschah nicht, um eine etwaige Habgier zu befriedigen, die man von ihm annehmen könnte, oder aus Eifersucht oder Rachsucht, sondern weil er impulsiv war und an die Macht Jesu glaubte und seine Fähigkeit, die jüdischen Anführer in ihrem Kampf gegen die Ziele seiner Mission zu bezwingen. Und er glaubte, dem Meister und seiner Sache einen großen Gefallen zu erweisen, indem er erzwang, den Juden zu zeigen, dass der Meister von ihnen auf keine Weise zum Schweigen oder in Gefahr gebracht werden konnte. Es war also in Wirklichkeit eine Tat, die aus seiner Liebe zum Meister und aus dem Glauben an dessen Macht entsprang.
Nun, ich erzähle dir, dass Jesus niemals irgend so etwas sagte. Er hat uns nie erklärt, dass einer von uns ihn betrügen würde, und ich weiß das, weil ich anwesend war.
Wenn Jesus wußte, dass Judas ihn verraten würde, so sagte er uns jedenfalls nicht davon zu der Zeit. Und wir erfuhren erst davon, als Judas wirklich die Tat verübte. Ich glaube nicht, dass Jesus vorher davon gewußt hat. Tatsächlich hat er mir erzählt, dass er von Judas' Verrat überrascht wurde. Du darfst dich also nicht auf die Erklärung in der Bibel über die Geschehnisse damals verlassen.
Judas war der jüngste der Apostel und in seinen Impulsen und Handlungen nicht so leicht zu kontrollieren, wie wenn er älter gewesen wäre.
(Herr Padgett stellte noch eine Frage.)
Ja, ich weiß, aber sie stützen sich auf dieselben irrigen Schriften. Denn du musst wissen, dass diese Evangelien, ihr sie jetzt vorfindet, nicht diejenigen sind, wie sie ursprünglich von jenen geschrieben wurden, deren Namen sie tragen.
Aber all das soll deinen Glauben in die grundlegenden Wahrheiten nicht trüben, die die Bibel enthält.
Das Problem liegt darin, dass man Jesus als Person die hervorragende Bedeutung gibt, die eigentlich seinen Lehren gegeben werden müssten. Und das gefällt ihm gar nicht. Und eines der großen Ziele, warum er seine Wahrheiten neuerlich schreibt, ist es, jenen Fehler auszumerzen und die Wahrheiten, die er von Vater erhielt, in den Mittelpunkt zu stellen.
Wenn du in deinen Schriften fortschreitest, wirst du sehen, dass dies der große Gegenstand ist, von der dir schreiben wird.
(Herr Padgett fragte über seinen Seelenfortschritt.)
Nun, ich sage dir, dass auf dem Weg bist, die Liebe des Vaters in großer Menge zu empfangen. Und zwar so viel davon, bis du erkennst, dass du eine Einheit mit dem Vater bildest.
Ich sehe, dass du einige Schwierigkeiten hast zur Zeit auf deinem Weg, aber diese werden bald verschwinden und dich frei machen, um dieses großartige Werk zu verrichten. Daher rate ich dir, dem Meister zu glauben und zum Vater zu beten, und bald wirst du ein glücklicherer Mensch sein.
(Frage)
Als ich auf Erden lebte, war ich ein verheirateter Mann, und die Mutter Jesu lebte mit meiner Familie bis zu ihrem Tod. Sie, Maria, jetzt lebt jetzt in meiner Nähe. Sie ist ein schönes spirituelles Wesen und erfüllt von der Liebe des Vaters. Aber du darfst nicht annehmen, weil sie die Mutter Jesu war, dass sie deswegen eine höhere Stellung einnimmt, als sie sonst gehabt hätte. Familienbande bedeuten gar nichts in den höheren Sphären -- die Seelenentwicklung ist das Bestimmungsmaß. Viele spirituelle Wesen leben in höheren Sphären als Maria.
Ich werde jetzt aufhören zu schreiben.
Dein Bruder in Christus,
Johannes.
Ein Mitglied des Sanhedrins und Richter beim Prozess Jesu erklärt die Gründe für die Verurteilung Jesu.
Ich bin hier, Ephraim.
Ich bin das spirituelle Wesen eines Juden, der in den Zeiten Jesu lebte und ein Mitglied des Sanhedrins war. Ich saß als einer seiner Richter über ihn zu Gericht zur Zeit seiner Prozesses wegen gotteslästerlicher und bilderstürmerischer Lehren gegen den Glauben und die Doktrinen der Hebräischen Religion und war einer derjenigen, die dafür stimmten, ihn zum Tode zu verurteilen. Und in dieser Entscheidung war ich so ehrlich in meiner Überzeugung und Handlung, wie es einem ernsthaften Anhänger seines Glaubens nur möglich war.
Folglich war ich frei von Vorurteilen gegen Jesus als Menschen und, wie ich glaubte, als Fanatiker. Und es geschah nur aus meiner Überzeugung, dass er unsere Religion angriff und gefährlich für sie war, ebenso wie für das Wohlergehen unserer Nation, dass ich seinem Tod zustimmte. Die Sterblichen heutzutage können die genaue Beziehung Jesu und seiner Lehren zur Sicherheit unserer Religion und der Bewahrung unseres Glaubens nicht verstehen, von dem wir glaubten, dass er uns von Gott direkt über unsere Propheten und Lehrer übergeben worden war. Und als wir mit Lehren Jesu konfrontiert wurden, die wir als zerstörerisch und unreligiös erachteten, und nachdem wir zahllose erfolglose Versuche unternommen hatten, ihn durch Drohungen oder Überredung im Zaume zu halten, schlossen wir daraus, dass es unsere unbestreitbare Pflicht Gott gegenüber war, ihn aus dem Verkehr zu ziehen, auch wenn dies nur durch seinen Tod erreicht werden konnte.
Wenn die Sterblichen von heutzutage unsere tiefen religiösen Überzeugungen und das Verantwortungsbewusstsein verstehen könnten, die auf uns ruhten, um die Göttlichen Doktrinen und die Lehren unseres Glaubens zu bewahren, und insbesondere diejenige, die die Einheit Gottes erklärte, dann würden sie die Handlung der Juden, Jesus zum Tode zu verurteilen, nicht las etwas Außergewöhnliches oder Unerwartetes richten. Für uns und unsere Religion nahm er den Rang eines Aufwieglers ein - genauso wie Menschen in den modernen Zeiten die Rolle von Verschwörern gegen zivile Regierungen eingenommen und die Strafe erlitten haben, die ihnen mit Zustimmung jener Regierungen auferlegt wurden.
Aber uns erschien er nicht nur schuldig des Verrates an unserem nationalen Leben, sondern auch schuldig des Verrates am höheren und gottgegebenen Leben an der religiösen Regierung unseres Volkes - des auserwählten Gottes, wie wir ernsthaft uns glühend glaubten.
Sogar in späteren Tagen sind Männer aufgetaucht und behaupteten, die speziell gesalbten Gottes zu sein, die Missionen auszuführen hätten. Sie sammelten eine Gefolgschaft um sich, die sie mit der Wahrheit ihres Charakters, Mission und Lehren beeindruckten, und für eine kurze Zeit duldete man, dass sie ihre Ansprüche und Lehren verkündeten. Dann aber wurden sie kurzerhand hingerichtet im Auftrag derer, die die Befehlsgewalt innehatten, weil sie als Unruhestifter und Feinde der Kirche oder des Staates gerichtet verurteilt wurden. Und jetzt hat man sie vergessen, und ihre Doktrinen sind aus der Erinnerung verschwunden.
Nur im Beispiel Jesu erinnerte man sich an dessen Tod während all der Zeitalter. Und diejenigen, die jenen Tod verursachten und die Verantwortung für ihn trugen, sind geschändet und verflucht worden, und man klagte sie des Gottesmordes an.
Nun, ich schreibe das, um dir zu zeigen, dass die Juden, die jenem gerechten Mann das Leben nahmen und seine Kreuzigung verlangten, von keinen anderen oder verschiedenen Motiven getrieben wurden als jenen, die die Anhänger und Verehrer jenes Jesus veranlassten, oftmals seither andere Menschen zu ermorden und zu kreuzigen, die behaupteten, Söhne Gottes zu sein, denen besondere Aufträge verliehen worden seien für die Rettung der Menschheit.
Die Aufrichtigkeit der Juden, die an dieser großen Tragödie teilhatten, kann nicht in Zweifel gezogen werden. Sogar ihre römischen Herren verstanden damals, dass die Forderung nach dem Tode Jesu nicht aus persönlicher Bosheit oder aus der Befriedigung eines Rachebedürfnisses gegen das Individuum entsprangen. Sie ergab sich nur aus der Tatsache, dass die Juden glaubten, und es so darstellten, dass Jesus ein Feind und zukünftiger Zerstörer des Göttlichen Glaubens und der Lehren der Israelitischen Nation sei, und ein Volksverführer. Und nur aus dem daraus folgenden Aufstieg und der Ausbreitung seiner Lehren und der Wahrheiten, die er verkündete - was einen so großen Teil der Erdbevölkerung zu seinen Anhängern werden ließ - ergab es sich, dass die Tat der Juden, seinen Tod zu verursachen, als das schlimmste Verbrechen der Welt bezeichnet wurde, und dass das Volk selbst gehasst und verfolgt wurde, und zerstört als Nation, und zerstreut in alle Ecken der Erde.
Ich schreibe dies nicht, um den großen Fehler zu entschuldigen oder herunterzuspielen, den wir begingen, indem wir die Kreuzigung und den Tod des wahren Sohnes Gottes verursachten, sondern nur, um zu zeigen, dass die Juden (obwohl, wie ich jetzt weiß, irrtümlich) das taten, was andere Menschen im selben Ausmaß von Glauben, Überzeugung und Eifer für die religiöse Bewahrung der Nation ebenso getan hätten unter ähnlichen Umständen, seien es Juden oder Nichtjuden oder Heiden.
Aber das große tragische Element bei diesem ganzen Geschehen ist nicht, dass Jesus gekreuzigt wurde, sondern dass die Juden so sehr im Irrtum waren und sich weigerten, Jesus als ihren lang ersehnten Messias und Erlöser zu erkennen und zu akzeptieren - nicht von ihrer materiellen Situation und Knechtschaft, sondern von ihrer Knechtschaft zu Sünde und Irrtum, in der sie so viele Jahrhunderte lang gelebt haben. Das war ihre Tragödie, sage ich, und ist ihre beständige und tödliche Tragödie von damals an bis heute geblieben. Und wie es aussieht, wird es so noch viele Jahre lang weitergehen, und Generationen von Juden werden von irdischen Leben in die spirituelle Welt überwechseln im Schatten dieser großen Tragödie.
Sie glauben immer noch -- und dieser Glaube ist Teil ihrer Existenz, so fest verankert wie in den Tagen des großen Irrtums - dass sie Abraham als ihren Vater haben, und dass sein Glaube und Beispiel ausreichend wären, um ihnen den wahren Weg zu Gott und der Erlösung zu zeigen; dass sie das auserwählte Volk Gottes seien; und dass sie, wenn sie den einzigen und alleinigen Gott anbeteten und die Sakramente und Feste und Gebote Gottes beachteten, die ihnen durch Moses und die Propheten übergeben worden waren, und wie sie im Alten Testament enthalten sind, den Himmel Gottes auf Erden finden und nach ihrem Tode im Schoße Abrahams ruhen würden. Sie glauben des Weiteren, dass die Einhaltung der moralischen und ethischen Vorschriften ihrer Bibel alles sei, was notwendig ist, um ihr spirituelles Wesen zu entwickeln, dass es nichts gebe über jene Entwicklung hinaus, was angestrebt und gesucht werden sollte, und dass sie irgendwann einmal den ursprünglichen Zustand Adams als Belohnung und zu ihrem Glücklichsein erreichen würden, was das höchste sei in der zukünftigen Existenz des Menschen.
Einige warten immer noch auf die Ankunft eines Messias, der ihre frühere Glorie wiederherstellen und auf Erden regieren würde als König und Regent aller Nationen, und dass sie seine erlesenen Untertanen sein würden und auserwählt, um bei der Verwaltung des Messianischen Reiches mitzuwirken.
Und ich möchte meinem Volk aus der Gewissheit der Erfahrung und wirklichen Beobachtung heraus sagen, dass Jesus von Nazareth der wahre Messias war, der die Wahrheit Gottes und Seine Pläne für die Erlösung der Menschheit zur Welt brachte (und zuallererst den Juden), und die potentielle Wiederherstellung all dessen, was sie durch den Sündenfall der ersten Eltern verloren hatten. Und wenn die Menschen aus meinem Volke ihn aufgenommen und anerkannt hätten und seinen Lehren gefolgt wären, wären sie jetzt nicht die verstreute, heimatlose und verfolgte Rasse auf Erden, wie das nun der Fall ist. Sie wären jetzt auch nicht zufrieden in der spirituellen Welt mit ihrem Zuhause in den Spirituellen Himmeln, sondern viele von ihnen würden Bewohner der Göttlichen Himmel und Besitzer der Unsterblichkeit und Gottes Liebe sein.
Du hast viele Botschaften erhalten, die den Plan des Vaters für die Erlösung der Menschen beschreiben, und was die Göttliche Liebe ist, wie Sie erlangt werden kann, und was Ihre Wirkung auf die menschliche Seele und der der spirituellen Wesen ist, wenn man Sie einmal besitzt. Und ich werde nun nicht versuchen, eine Erklärung all dessen zu beginnen. Aber mit all der Liebe, die ich für meine Rasse habe, zusätzlich zur Kenntnis des großen Irrtums und der Unzulänglichkeit ihres Glaubens, sie zu einer Einheit mit Gott zu bringen, rate ich ihnen dringend an, die Wahrheit zu suchen und auf ihre individuellen Seelen anzuwenden. Und ich bekräftige, dass die Wahrheit in den Botschaften enthalten ist, die du von Jesus und den anderen hohen spirituellen Wesen empfangen hast, und durch sie der Weg gefunden werden kann.
Ich glaube an diese Wahrheiten, bin ein Jünger des Meisters und ein Bewohner der Göttlichen Himmel. Aber ich möchte sagen, dass diese Wahrheiten erst nach vielen langen Jahren in der spirituellen Welt als Teil meines Glaubens zu mir kamen, und dass ich während einiger dieser Jahre in Finsternis und Leiden gelebt habe.
Ich wünsche dir eine gute Nacht und unterzeichne als
Dein Bruder in Christus,
Ephraim.
"Warte nur, bis ich komme."-- Des Ewigen Juden Erfahrung.
Ich bin der Mann, der zu Jesus sagte, als er sein Kreuz zum Kalvarienberg trug, "Geh weiter", und zu dem er sagte, "Warte nur, bis ich komme". Und Jahr für Jahr wartete ich, bis er schließlich zu mir kam, nicht als wiedergeborener Jesus sondern als mein Bruder und Freund im Besitz der Göttlichen Liebe, die ich in meiner Seele empfing nach den langen Jahren des Wartens und Leidens auf Erden.
Ich weiß, dass das von den Sterblichen für eine Legende gehalten wird, aber es war eine lebendige und schmerzliche Tatsache für mich. Ich war wirklich der Ewige Jude und fand nirgendwo Ruhe. Sogar der Tod wollte nicht zu mir kommen, um mich von einem Leben zu erlösen, das eine Qual war und Grund für meine Erinnerungen an meine Unmenschlichkeit zu Jesus.
Ich habe jetzt viele Jahrhunderte im spirituellen Leben verbracht, und wohne nun in den Göttlichen Himmeln; denn die Göttliche Liebe des Vaters ist ausreichend, um selbst den schlechtesten aller Sterblichen zu erlösen, und die ärgsten Sünder aus ihrem Dasein in Finsternis und Leiden zu retten.
Wenn ich nur gewusst hätte, welch geliebter Sohn Gottes der Meister war, als ich meine schlimmen Worte und grausamen Flüche aussprach, dann hätte ich nie meinen Mund geöffnet, außer um ihn zu segnen und zu trösten, als er seinen beschwerlichen Weg zum Kreuz unternahm. Aber ich kannte ihn nicht und dachte, dass ich meinem Gott diente, als ich ihn schmähte - ihn, der, wie ich dachte, ein Gotteslästerer und Schänder unserer Religion war.
Aber ich zahlte die Strafe, sogar noch auf Erden, und erlitt Qualen, die niemand verstehen kann. Denn als ich weiterlebte und der Tod immer vor mir floh, begann ich allmählich zu begreifen, dass ich gegen den Auserwählten des Vaters gesündigt hatte; und der Urteilsspruch Jesu lastete auf mit wie eine wundersame, allgegenwärtige Realität.
Aber jetzt weiß ich, dass er sogar mich liebte, und dass bei mir war und versuchte, mir zu helfen, meine Seele der Göttliche Liebe zu öffnen, die die einzige Rettung aus meinem Verderben war, als ich herumirrte und litt.
Ich weiß, dass dir das seltsam und unglaublich vorkommen mag und unmöglich im Umgang Gottes mit Seinen Geschöpfen; aber es geschah wirklich, und ich weiß es.
Aber die Wunderbare Liebe! O, wie kann ich bloß meine Gefühle der Dankbarkeit zum Vater und zu Jesus ausdrücken! Während ich in meinem Zustand der Unwissenheit und Herzlosigkeit verharrte, war Jesus selbst oftmals bei mir in Seiner Liebe und versuchte, mir zu helfen. Viele spirituelle Wesen haben mir das erzählt, und es ist wahr.
Ich schreibe das, denn ich möchte, dass du und alle Welt weiß, dass jene Liebe auf die ganze Menschheit wartet, und dass es keinen noch so argen Sünder gibt, den Sie nicht in einen Göttlichen Engel der hohen Himmel Gottes verwandeln kann.
Ich möchte jetzt nur noch schreiben, wann immer du von mir liest, erinnere dich daran, dass ich nicht mehr länger der Ewige Jude bin sondern ein Kind erlöst aus Sünde und Irrtum und viel geliebt von eben diesem Jesus, den ich so grausam behandelt habe.
Mit meiner Liebe, wünsche ich dir eine gute Nacht.
Ich unterzeichne mit dem Namen, unter dem man mich am besten kennt.
Der Ewige Jude.
Johannes bekräftigt die außergewöhnliche Erfahrung des Ewigen Juden.
Ich bin hier, Johannes.
Nun, du warst über die letzte Botschaft überrascht, und das ist kein Wunder. Ich weiß, dass diese Geschichte für dich nur eine Legende war, wie sie es auch für die meisten Sterblichen ist, die über das Thema nachgedacht haben.
Und noch einmal, der Ewige Jude war nicht in deinen Gedanken, wie ich weiß, denn ich war hier, bevor du anfingst zu schreiben; und ich weiß genau, woran du dachtest, und was du erwartetest. Ich zähle diese Tatsachen auf, um dir eindrücklich vor Augen zu führen, dass diese Botschaft kein Ergebnis deines "Unterbewusstseins" ist, von dem die Philosophen sprechen. Die Botschaft kam nur, weil das spirituelles Wesen, das dir schreib, zu dir kam, und die Kontrolle über dein Gehirn und deine Hände übernahm und die Botschaft tatsächlich schrieb.
Er ist wirklich der Mann, der als der Ewige Jude gekannt wird, und die Legende ist insofern wahr, wie er den Meister behandelte, so wie er sagte, und dass der Meister ihn dazu verurteilte, zu warten bis er käme.
Natürlich erhebt sich die Frage: Wie konnte der Meister diesen Urteilsspruch fällen, oder welche Macht hatte der Meister, etwas zu veranlassen, was so entgegengesetzt den normalerweise bekannten Gesetzen Gottes ist? Nun, die Frage ist gerechtfertigt und angemessen, und sie soll beantwortet werden.
Damals als der Meister gekreuzigt wurde, war er von einer großen Schar spiritueller Wesen umgeben, denen die wundervollsten Kräfte der spirituellen Welt verliehen worden waren. Sie begleiteten ihn auf seinem beschwerlichen Weg zum verfluchten Kreuz, wobei sie ihn versuchten zu unterstützen und seinen Worten zu lauschen, und viele von ihnen kannten seine Gedanken und seine Seelenqual. Und als er rastete unter der Last des Kreuzes, waren sie bei ihm und hörten den unmenschlichen Befehl des Jude und des Meisters Entgegnung. Sie beschlossen also, dass der Urteilsspruch ausgeführt werden und niemals enden sollte, bis der Jude den beschwerlichen Weg zurückgelegt hatte, den er Jesus durchwandern sah, und bis er seine Erlösung auf genau dem Weg suchte, für den der Meister zur Erde gekommen war, um ihn den Sterblichen bekannt zu machen.
Die spirituellen Wesen begleiteten den Juden, unterstützten ihn immerzu in seinem körperlichen Leben, sodass der Freund, den er herbeisehnte und um den er betete -- ich meine den Tod - nicht zu ihm kam, bis nicht zuerst die Große Liebe des Vaters käme, um ihn von der Folge des Urteilsspruchs zu befreien. Und es mag dir seltsam vorkommen, aber zur gleichen Zeit, als diese spirituellen Wesen ihre Macht ausübten, um das körperliche Leben des Mannes zu verlängern, versuchten sie auch, ihn zu beeinflussen, damit er seine Seele dem Einfließen der Liebe öffnete. Und unter jenen, die so wirkten, befand sich der Meister selbst.
Aber der alte Glaube des Juden an die Lehren der Gesetze Moses' und an Abraham als seinen Vater und das große Medium seiner Erlösung und jene großartige Kraft, die er besaß -- der menschliche Wille - verhinderten die Öffnung seiner Seele viele Jahre lang. Er wurde sich nicht bewusst, dass die Lehren seines Glaubens und Abraham nicht ausreichend waren, um ihn von grauenvollen Geschick zu erlösen, das über ihn ausgesprochen worden war, bis er erkannte, dass das Urteil des Meisters ausgeführt wurde. Dann kam ihm der Gedanke, dass der Mann, den er verflucht hatte, vielleicht doch der Sohn Gottes war, und seine Lehren des einzigen Weges zum Vater und zum Glück über jene Liebe führten. Denn in der Zwischenzeit hatte er unter den Christen gelebt und war mit den Lehren jener Liebe vertraut geworden, die auf alle wartete, und dass sie durch Gebet und die Unterwerfung des menschlichen Willens von jedermann erlangt werden konnte.
Nun, er litt und sucht auf alle mögliche Arten den Tod zu finden, aber der wich ihm immer aus, bis endlich sein Wille brach, und die Wahrheit zu ihm kam und mit ihr das Beten. Und dann kam die Freiheit.
Denn ich muss dir sagen, wenn die Seele eines Sterblichen in Ernsthaftigkeit betet und mit wahren Sehnsüchten, können alle Mächte der spirituellen Wesen in den Spirituellen oder Göttlichen Himmeln nicht verhindern, dass jene Liebe in Antwort auf das Gebet kommt und die sehnsuchtsvolle Seele befreit und bis zu einem gewissen Grade in Einheit mit dem Vater bringt.
Die Urteile spiritueller Wesen und Engel können nicht den Forderungen jener Liebe entgegenstehen; und nachdem das so ist, können die Sterblichen leicht verstehen, dass alle Mächte der Hölle oder des Bösen nicht jener Liebe widerstehen können. Und daraus wirst du des Weiteren verstehen, dass die wahren Gebete einer sehnsuchtsvollen Seele mächtiger sind als die Macht der Engel und spirituellen Wesen und "Teufel" zusammen -- und die Gebete werden die Antwort des Vaters bringen. Du verstehst jetzt vielleicht, welch wichtiges Geschöpf so ein armseliger sterblicher Wicht ist, wenn er in Wahrheit und Ernst zum Vater kommt, um Seine Liebe zu suchen.
Nun, als ich heute Nacht zu dir kam, hatte ich nicht vor, so eine Botschaft zu schreiben, wie ich das jetzt getan habe. Aber als ich erkannte, was du vielleicht über die Botschaft des Ewigen Juden denkst, und daran zweifelst, dass die Naturgesetze einfach beiseite geschoben werden können, nicht einmal auf Befehl des Meisters, hielt ich es für das beste, dir darüber zu schreiben. Keine Naturgesetze wurden beiseite geschoben, sondern die Kräfte der spirituellen Wesen wirkten zur Erhaltung der körperlichen Organe und Funktionen dieses Juden, sodass er am Leben blieb, und das vitalisierende Prinzip sein Werk vollbrachte, um den Juden als lebendigen Sterblichen zu erhalten. Wundere dich nicht darüber; denn ich muss dir sagen, dass man dir noch viel erstaunlichere Wahrheiten mitteilen wird, bevor die Botschaften abgeschlossen sind, erstaunlicher und entgegengesetzter dem, was die Menschen Naturgesetze nennen, als das im Falle des Ewigen Juden geschah.
Ich werde jetzt nicht mehr weiterschreiben. Mit meiner Liebe zu dir und zu deinem Freund, wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein Bruder in Christus,
Johannes.
Helen Padgett macht einige Bemerkungen über die Botschaft, die von einem geschrieben wurde, der als der Ewige Jude bekannt ist.
Ich bin hier, Deine wahre, treue und Dich liebende Helen.
Nun, mein Liebling, da sind ja einige überraschende Botschaften heute Nacht gekommen, und es wundert mich nicht, dass du glaubst, sie wären vielleicht nicht von den Personen gekommen, als die sie sich vorgestellt haben. Aber Tatsache ist, dass die Personen, die angaben zu schreiben, wirklich geschrieben haben.
Der Jude ist ein sehr helles spirituelles Wesen der Göttlichen Sphären, aber gleichzeitig ist er sehr demütig. Die Auswirkung seiner großen Leiden auf Erden zeigt sich klar in seiner großen Bescheidenheit. Wie wunderbar so eine Erfahrung ist! Und als er dir von seinen langen beschwerlichen Jahren auf Erden berichtete, schien es für einen Augenblick, als ob er noch einmal seine Erfahrung durchlaufen würde; aber selbstverständlich ist das nicht so, denn die Liebe, die sich in ihm befindet, verhinderte, dass der Gram all jener Jahre mehr als eine zeitweilige Herberge in seinen Erinnerungen fände. Nun, du kannst an die Wahrheit dessen, was er dir schrieb, ruhig glauben, nicht nur weil Johannes sie bestätigte, sondern auch weil viele andere spirituelle Wesen, die damals dabei waren, erklärten, es sei wahr.
Deine wahre, treue und Dich liebende
Helen.
Was wirklich bei der Kreuzigung Jesu geschah.
Ich bin hier, Samuel, Prophet des Alten Testamentes.
Ich möchte dir heute Nacht ein paar Zeilen schreiben, weil ich dir schon so lange nicht geschrieben habe. Ich liegt mir am Herzen, dir von der Szene zu berichten, die dir heute Nacht durch die Worte und die Musik in der Kirche vorgespielt wurde (Herr Padgett besuchte einen Ostergottesdienst im Jahre 1921).
Nun, was du vielleicht nicht weißt, viele dieser Szenen, die deiner Vorstellung so eindringlich vorgeführt wurden, fanden in Wirklichkeit niemals statt. Und das zur Schau gestellte Drama war das Produkt einer Kreativität, die so oft Dinge ausmalt, deren Ursprung nur in der Phantasie liegt.
Als Jesus gekreuzigt wurde, gab es da keinen großen Menschenauflauf, denn man betrachtete ihn bloß als gemeinen Verbrecher, der die Strafe bezahlte, die dem Vergehen folgte, dessen er angeklagt war. Selbstverständlich waren da Soldaten, eine große Anzahl der Mitglieder des Jüdischen Sanhedrins, und ein paar Jünger anwesend; aber es gab keine außergewöhnliche Menschenmenge, um die Hinrichtung zu verfolgen. Jesus war nicht der einzige, der damals gekreuzigt wurde. Die anderen beiden sah man auch (so wie die Juden Jesus) als Gesetzesbrecher an, die als Strafe ans Kreuz geschlagen werden sollten.
Die Worte, die Jesus angeblich aussprach kurz vor seinem Tode, wurden von ihm nicht geäußert, und wenn er etwas gesprochen hätte, so hätte keiner seiner Jünger sie hören können, denn sie wurden von der unmittelbaren Hinrichtungsszene ferngehalten. Und erst nachdem er für tot erklärt worden war und man ihn vom Kreuz nehmen ließ, erlaubte man seinen Anhängern, sich seinem Körper zu nähern und ihn vom Baum zu nehmen. Die anderen, die die Hinrichtung ausführten, hörten keine Worte von ihm, und wie ich gesagt habe, seine Anhänger konnten keine hören, und waren daher nicht in der Lage, angebliche Aussprüche von ihm zu berichten. So weit man weiß, starb er so tapfer - das heißt, furchtlos und ohne Zweifel über die Zukunft - wie nur irgendjemand, der das gleiche Schicksal erlitt. Die Worte, von denen man annimmt, dass er sie ausgesprochen hätte, wurden von ihm nicht gesagt, und er rief nicht seinen Vater um Hilfe an, um den bitteren Kelch an ihm vorbeiziehen zu lassen. Alle Berichte, worüber er damals sprach oder was er tat, sind falsch, nur die Vorstellungen jener, die zu späteren Zeiten über ihn schrieben.
Es geschahen keine plötzlichen Naturereignisse oder Umwälzungen. Und der Bericht darüber, dass sich Gräber öffneten und Körper daraus entstiegen, die in der Stadt gesehen wurden und mit denen man sprach, ist eine reine Erfindung und entbehrt jeglicher Grundlage. Ich weiß, dass die Christen von heute nicht bereit sind, diese Erklärungen als wahr anzuerkennen wegen der langen Jahre des Glaubens in diese Angelegenheiten, der über Jahrhunderte hinweg geherrscht hat. Warum die Menschen an diese Darstellungen, die niemals stattfanden, glauben wollen, ist schwer zu verstehen, denn sie haben keine Bedeutung in sich außer das reine Bemühen, die wunderbaren Begleitumstände, die angeblich den Tod Jesu umgaben, so dramatisch und eindrucksvoll wie möglich zu gestalten.
Wenn sie nur nachdächten, dann müssten sie doch erkennen, dass der Tod Jesu, begleitet von all den erschreckenden Umständen, die die Bibel beschreibt, kein Jota der Hilfe beitrug, um eine menschliche Seele zu retten oder einer Seele den wahren Weg zum Reich des Vaters zu lehren. Sein Leben ist es, was den rettenden Effekt hatte - nicht sein Tod - und je früher die Menschen diese Wahrheit lernen, desto schneller werden sie die Tatsache begreifen, dass kein Tod Jesu sie vor sich selbst retten oder ihnen den Weg zum Göttlichen Reich zeigen konnte.
Ich weiß, dass die Menschen nicht werden glauben wollen, was ich geschrieben habe, und sie weiterhin an ihrem Glauben an all die tragischen Begleitumstände um den Tod Jesu hängen werden. Und ich nehme an, dass dieser Glaube noch lange Zeit bei ihnen bleiben wird. Aber was ich gesagt habe, ist wahr; und niemand kann auf Grund irgendeiner Gesetzeskraft Gottes die Hoffnung oder Sicherheit der Unsterblichkeit darin finden.
Du fragst mich vielleicht, woher ich denn wisse, dass Jesus keine Worte damals zu seinem Tode ausgestoßen habe, und meine Antwort lautet, dass er mir das selbst gesagt hat.
Er war heute Nacht nicht in den Kirchen anwesend, wo seines Todes am Kreuz gedacht wurde, und er wird nicht dort sein, bis die Zeit des großen Gottesdienstes und seiner Anbetung in den Kirchen vorbei ist. Diese Verehrung ist ihm widerlich, und er möchte sie nicht miterleben; deshalb bleibt er in seinem Heim in den hohen Göttlichen Sphären. Er wünscht, dass die Menschen nur den einen wahren Vater anbeten, den er auch anbetet, und so den wahren Segen des Vaters erhalten.
Mit meiner Liebe wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein Bruder in Christus,
Samuel.
Josef von Arimathea beschreibt, was geschah, nachdem die sterblichen Reste Jesu ins Grab gelegt wurden.
Ich bin hier, Josef von Arimathea. Ich möchte bloß ein paar Zeilen schreiben, damit du weißt, dass ich wirklich einmal gelebt habe, und dass ich derselbe Mann bin, der den Körper Jesu ins Grab legte, wo kein Körper zuvor zur Ruhe gelegt worden war.
Ich war bei ihm, als er starb, und ich war bei seinem Körper, als er ins Grab gelegt und dieses versiegelt wurde. Und ich weiß und bezeuge, dass absolut niemand oder keine Gruppe von Menschen, wie gesagt worden ist, seinen Körper aus dem Grab gestohlen hat. Sein Körper wurde, wie es damals Brauch war, begraben, er wurde gesalbt und in Tücher gehüllt und für den langen Schlaf im Grab zurechtgerichtet, wie wir annahmen.
Ich war zwar noch kein richtiger Christ, aber seine Lehren schienen mir die Wahrheit zu enthalten, und waren von einer lebenden Inspiration, die ich in den Doktrinen der Jüdischen Theologie nicht fand, denn ich war Pharisäer. Ich dachte niemals, dass sein Tod zu rechtfertigen wäre oder hieß ihn gut, aber ich konnte ihn nicht verhindern; und weil ich fühlte, dass ein großes Verbrechen von meinem Volk begangen worden war, dem ich angehörte, trat ich ihm als Geste der Sühne für das große Unrecht mein neues Grab für seine Bestattung ab.
Selbstverständlich glaubte ich nicht, dass er auferstehen würde, wie er es einigen seiner Jünger angekündigt hatte; und als wir ihn begruben, dachte ich nur, dass jenes Grab seine letzte Ruhestätte sein würde, bis die Natur seinen Körper zerstört hätte, wie sie es im Falle all jener getan hatte, die begraben worden waren.
Wie du dir gut vorstellen kannst, war ich interessiert an den Vorkehrungen der Jüdischen Anführer, in ihrem Bestreben zu beweisen, dass er, Jesus, nicht am dritten Tage von seinem Grab auferstehen würde, und ich hielt zusammen mit den Soldaten Wache. Und ich kann bezeugen, dass kein Sterblicher je die Steine von der Grabesöffnung entfernte.
Ich war dabei, als der Engel kam, und die Soldaten in Schlaf versetzt wurden, wie es die Bibel erzählt. Und ich, Josef, sage dies im Bewusstsein, dass man mir wahrscheinlich nicht glaubt (denn die Bibel erwähnt das nicht) - dass ich sah, wie die Steine zur Seite gerollt wurden und das leuchtende Wesen Wache über dem Eingang des Grabes stand. Ich war erschrocken und verließ den Ort und war so verstört, dass ich nicht dahin zurückkehrte bis zum Morgengrauen. Dann sah ich Maria und hörte, wie sie nach dem Verbleib ihres geliebten Meisters fragte. Und noch wundersamer, ich sah den Mann, bei dem sie sich erkundigte, wie er sich plötzlich ihr zu erkennen gab. Und ich kann bezeugen, dass es der gleiche Jesus war, dessen Körper ich mitgeholfen hatten, ins Grab zu legen.
Er war nicht aus Fleisch und Blut, wie sie sagen, denn er erschien ganz plötzlich; und sein Aussehen war nicht dasselbe wie das Jesu, dessen Körper begraben worden war. Aber als er sich selbst Maria offenbarte, da sah ich den selben Gesichtsausdruck und dieselben wunderbaren, liebevollen Augen, mit denen ich vertraut war, und dieselbe liebevolle und gefühlvolle Stimme. Ich weiß dies, und ich möchte der Welt sagen, dass das wahr ist.
Bevor Petrus kam, ging ich ins Grab hinein, und es war leer; und als Petrus kam, war ich mit ihm im Grab und sah sein Erstaunen. Ich hörte seine Worte der Verwunderung und Überraschung, denn obwohl ihm der Meister davon erzählt hatte vor der Kreuzigung, glaubte er nicht oder verstand er nicht, und war erstaunt und bestürzt, so wie wir alle auch.
Jesus von Nazareth war auferstanden aus seinem Grab, und sein fleischlicher Körper war dematerialisiert. Wie er verschwunden war, konnte ich mir damals nicht erklären, niemand konnte das, der ihn gesehen hatte nach seiner Auferstehung. Aber jetzt weiß ich, dass er mittels seiner großartigen psychischen Kräfte, wie du das nennen würdest, seinen Körper in seine Bestandteile auflöste, so wie das jetzt von vielen spirituellen Wesen getan werden kann, die die Macht dazu haben.
Ja, Jesus war aus dem Grabe auferstanden, aber nicht von den Toten; denn er starb niemals, so wie du niemals sterben wirst. Nur das körperliche Kleid, das seine Seele umhüllte, starb.
Ich lebe jetzt in den Göttlichen Himmeln und bin mit ihm zusammen, und ich weiß, dass er das größte und wunderbarste aller spiritueller Wesen in den Göttlichen Sphären ist, und derjenige, der am nächsten der Quelle von Gottes Liebe steht. Er ist wahrlich sein meistgeliebter Sohn. Ich möchte auch sagen, dass er dir seine Botschaften der Wahrheit schreibt, und dass er heute Nacht ganz kurz bei dir war. Hör auf ihn und wisse, dass du in ihm einen Freund hast, der dir näher steht als ein Bruder, ein Vater oder eine Mutter.
Mein Bruder, ich werde jetzt Schluss machen, und beim Abschied sage ich dir, dass meine Liebe und mein Segen bei dir sind.
Dein Bruder in Christus,
Josef.
Lukas, der Apostel, erklärt die Dematerialisierung des irdischen Körpers Jesu.
Ich bin hier, Lukas, der einstige Autor des Dritten Evangeliums.
Ich war mit dir heute Nacht auf dem Spiritualistentreffen und hörte die Feststellungen des Sprechers über die Wahrscheinlichkeit, was aus dem Körper Jesu nach der Kreuzigung geworden sei.
Ich war nicht bei der Kreuzigung dabei, und selbstverständlich weiß ich nicht persönlich, was aus dem Körper Jesu geworden ist. Aber man hat mir erzählt, und zwar diejenigen, die Zeugen waren, dass die biblische Beschreibung seiner Bestattung im Grab des Josef wahr sei. Sein Körper wurde in Josefs Grab beigesetzt und dort von denen zurückgelassen, die ihn dorthin gelegt hatten. Es wurde versiegelt und Wachen postiert, um zu verhindern, dass irgendjemand sich näherte, um den Körper zu stehlen, denn Jesus hatte vorausgesagt, dass er in drei Tagen wieder auferstehen würde.
Nachdem das Grab versiegelt worden war, auferstand Jesus, trat ohne seinen fleischlichen Körper aus dem Grab und stieg in die niedrigeren Sphären hinab, wo die finsteren spirituellen Wesen in Unwissenheit und Leiden lebten, und predigte ihnen von der neuerlichen Schenkung der Gabe der Unsterblichkeit. Der fleischliche Körper wurde so vergeistigt, oder ätherisch, durch die Macht, die Jesus besaß, dass seine Bestandteile von ihm in die umgebende Atmosphäre verstreut wurden, und er behielt nur seinen spirituellen Körper zurück, in dem er danach den Jüngern und anderen erschien.
Als er beim Treffen der Apostel erschien, wo Thomas, "der Zweifler", anwesend war, rief er Elemente der Materie zu seiner Form zurück (was du besser verstehst, wenn ich diesen Ausdruck verwende), sodass sein Körper wie aus Fleisch und Blut erschien, so wie er ins Grab gelegt wurde, und bevor er jene Elemente zerstreut hatte, wie ich gesagt habe.
Das Fleisch und Blut, das die spirituelle Form eines Menschen umschließt, wie du vielleicht gehört hast, ändert sich ständig laut einem gewöhnlichen Naturgesetz, wie es der Mensch versteht. Und weil Jesus es verstand und die Macht dazu hatte, andere Naturgesetze in Wirkung zu rufen, verwendete er diese, dass die Auflösung der Elemente aus Fleisch und Blut stattfand, und er blieb nur in seiner spirituellen Form zurück.
Das, so weiß ich, war immer ein großes Rätsel für die Menschheit von der Zeit an, als das Fehlen des fleischlichen Körpers Jesu von den Wächtern an seinem Grab entdeckt wurde. Und weil das eben so ein großes Mysterium war, und es nur eine einzige Erklärung für das Verschwinden gab, haben die Menschen geglaubt und gelehrt, dass der Körper Jesu aus Fleisch und Blut wirklich vom Tode auferstand, und dass deshalb der echte Körper aus Fleisch und Blut der Sterblichen auch auferstehen wird, was man den "großen Tag der Auferstehung" nennt.
Aber es ist kein Körper aus Fleisch und Blut auferstanden, und die spirituelle Form Jesu blieb nicht im Grab nach der Auflösung des materiellen Körpers; denn kein Grab oder kein anderer Ort kann das spirituelle Wesen einsperren.
Du wirst dich sicherlich erinnern, dass Jesus am dritten Tage Maria erschien, die mit dem Aussehen Jesu in höchstem Maße vertraut war. Dennoch erkannte sie ihn nicht, sondern sie dachte, er wäre der Gärtner, und genauso geschah es mit den Jüngern, die mit ihm nach Emmaus reisten. Nun, wenn er also seinen Körper aus Fleisch und Blut behalten hätte, nimmst du dann nicht an, dass sie ihn nicht erkannt hätten?
Wenn er die Macht hatte, diesen materiellen Körper anzunehmen, in den Thomas seine Hand legte und fand, dass es sich um einen materiellen Körper im Aussehen von Fleisch und Blut handelte, kommt es dir dann seltsam oder wundersam vor, dass er die Macht hatte, seinen irdischen Körper im Grabe abzustoßen und ihn in Luft auflöste?
Das, so hat man mich unterrichtet, ist die wahre Erklärung für das Verschwinden des materiellen Körpers Jesu. Und mir und anderen, die die Naturgesetze verstehen -- ich meine der Natur, die jenseits der Erkenntnis der Menschen liegt - kommt das überhaupt nicht erstaunlich vor oder wert, als Mysterium betrachtet zu werden.
Ich bin froh, dass ich mit dir heute Nacht zum treffen gegangen bin, da mir dabei eindringlich klar geworden ist, wie notwendig es ist, dieses Mysterium nicht länger ein Mysterium sein zu lassen.
Mit all meiner Liebe, bin ich,
Dein Bruder in Christus,
Lukas.
Thomas Carlyle kommentiert, was Lukas über die Jesus schrieb, der seinen Körper nach seiner Kreuzigung dematerialisierte.
Ich bin hier, Thomas Carlyle.
Ich will bloß sagen, dass ich anwesend war, als Lukas dir schrieb, und hörte, was er dir sagte, und das hat mich sehr interessiert. Genau diese Frage war für mich ein großer Stolperstein in meinem Glauben an die Auferstehung Jesu, denn es schien mir, dass die Auferstehung des materiellen Körpers so unwahrscheinlich war, so wie die Bibel die Umstände erzählt, dass es schwer für mich war, die Geschichte zu glauben.
Aber jetzt kann ich all das sehr leicht verstehen, weil ich mit den Gesetzen, die die Bildung und Auflösung der Materie regeln, vertraut bin, so wie die Wissenschaftler sagen, was es dem physischen Körper Jesu erlaubte, in die umgebende Atmosphäre zu verschwinden.
Ich wollte, ich hätte diese Tatsache verstanden, als ich noch ein Sterblicher war, denn vieles Andere wäre mir dann auch aus wahrscheinlich erschienen. Ich wäre in einem anderen Glaubenszustand gewesen, was das Spirituelle anbetrifft, und mein Fortschritt nach höheren Sphären hätte sich nicht verzögert.
Es ist beklagenswert, dass dieses sogenannte "Mysterium" nicht in der Bibel erklärt worden ist, denn andernfalls würde die Menschheit jetzt nicht im Dunkeln tappen, was die Bedeutung der Auferstehung angeht. Und die vielen Tausende die glauben, dass die Seele und der Geist ins Grab steigen, um dort den "großen Tag des Gerichtes"zu erwarten, befänden sich nicht in jenem verblendeten Zustand, und müssten nicht die Folgen dieses falschen Glaubens erleiden in der Stagnation ihres Seelenfortschrittes, was ihnen sicherlich bevorsteht.
Ich hoffe, du wirst diese Erklärung an die Welt weitergeben und die Menschen die Wahrheit wissen lassen, dass es keine Auferstehung des fleischlichen Körpers geben wird, wie es die Kirchen lehren, und dass jener Körper nicht mehr die Seele enthält, wenn er einmal verstorben ist.
Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben, aber ich komme wieder.
Dein Bruder in Christus,
Thomas Carlyle.
Jesus stellt fest, dass er nicht Gott sei oder als Gott angebetet werden solle und erklärt das Wesen seiner Mission.
Ich bin hier, Jesus.
Als ich auf Erden lebte, wurde ich nicht als Gott angebetet. Man betrachtete mich bloß als Sohn Gottes im Sinne, dass in mir die Wahrheiten des Vaters eingepflanzt waren und viele seiner wunderbaren und geheimnisvollen Kräfte. Ich rief mich nicht selbst als Gott aus. Ich erlaubte auch keinem meiner Jünger zu glauben, dass ich Gott sei, sondern nur, dass ich sein geliebter Sohn sei, der ausgesandt wurde, um Seine Wahrheiten der Menschheit zu verkündigen und ihr den Weg zur Liebe des Vaters zu zeigen. Ich war nicht verschieden von anderen Menschen, außer dass ich jene Liebe Gottes in einem Ausmaße besaß, das mich frei von Sünde machte und verhinderte, dass das Böse, das einen Teil der Natur der Menschen bildet, zu einem Teil meiner Natur wurde.
Niemand, der glaubt, dass ich Gott sei, kennt die Wahrheit oder gehorcht den Geboten Gottes, indem er mich anbetet. Leute, die mich anbeten, begehen Gotteslästerung und fügen der Sache Gottes und meinen Lehren großen Schaden zu. Manch ein Mensch wäre zu einem wahren Gläubigen an den Vater geworden und zu einem Anhänger meiner Lehren, wäre nicht dieses gotteslästerliche Dogma in die Bibel eingeschmuggelt worden. Das geschah nicht mit meiner Erlaubnis oder als Folge meiner Lehren, dass so eine höchst schädliche Doktrin verbreitet oder an sie geglaubt wurde.
Ich bin nur ein Sohn meines Vaters, so wie du; und ich war immer frei von Sünde und Irrtum was die richtige Vorstellung der wahren Beziehung des Vaters zur Menschheit anbelangt, dennoch bist auch du Sein Sohn. Und wenn du ernsthaft suchst und zum Vater im Glauben betest, dann kannst du genauso frei von Sünde und Irrtum werden, wie ich damals war und auch jetzt bin.
Der Vater ist Er Selbst, Allein. Es gibt keinen Gott außer ihm, und kein anderer Gott darf angebetet werden. Ich bin Sein Lehrer der Wahrheit, und ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, weil in mir jene Qualitäten der Güte und Kenntnis sind, die mich eignen, den Weg zu zeigen, und die Menschen zum ewigen Leben im Vater zu führen, und sie zu lehren, dass Gott ein Reich bereitet hat, wo sie für immer leben können, wenn sie das wünschen. Aber trotz meiner Lehren, haben die Menschen und jene, die hohe Würden in der sogenannten Christlichen Kirche eingenommen haben, Doktrinen auferlegt, die so der Wahrheit widersprechen, dass in diesen letzten Tagen viele Menschen in Ausübung einer erleuchteten Freiheit und der Vernunft zu Ungläubigen geworden sind und sich von Gott und Seiner Liebe abgewandt haben und dachten und lehrten, dass der Mensch selbst genug sei für seine eigene Erlösung.
Die Zeit ist reif, damit diese Menschen erfahren, dass zwar die Lehren dieser erklärten Autoritäten über die Wahrheiten Gottes ganz falsch sind, dass aber sie - sie selbst - einen Irrtum begehen, wenn sie sich weigern, an Gott und meine Lehren zu glauben. Was meine Lehren sind, ich weiß, ist schwer zu verstehen aus den Schriften des Neuen Testaments; denn vieles, was darin enthalten ist, habe ich niemals gesagt, und vieles, was ich sagte, steht darin nicht geschrieben.
Ich gehe jetzt daran, der Welt die Wahrheiten zu geben, wie ich sie lehrte, als ich auf Erden lebte, und vieles, was ich meinen Jüngern niemals offenbarte, oder andere inspirierte zu schreiben.
Niemand kann zur Liebe des Vaters kommen, wenn er nicht von Neuem geboren wird. Das ist die große und fundamentale Wahrheit, die die Menschen lernen und glauben müssen. Denn ohne diese Neue Geburt können die Menschen nicht teilhaben an der Göttlichen Essenz der Liebe Gottes, die, wenn sie ein Mensch besitzt, ihn zu einer Einheit mit dem Vater macht. Jene Liebe kommt zu den Menschen durch das Wirken des Heiligen Geistes, der jene Liebe in das Herz und die Seele fließen lässt und sie so erfüllt, dass jegliche Sünde und jeder Irrtum ausgelöscht werden muss.
Ich werde dir heute Nacht nicht erzählen, wie der Heilige Geist genau vorgeht. Aber ich sage, wenn ein Mensch zum Vater betet und glaubt, und wenn er ernsthaft bittet, dass ihm jene Liebe gegeben werde, so wird er Sie empfangen; und wenn Sie in seine Seele kommt, dann wird er das merken.
Die Menschen sollen nicht glauben, dass sie aus eigener Kraft zur Einheit mit dem Vater kommen könne, denn sie können es nicht. Kein Fluss kann höher hinauffließen als seine Quelle. Und kein Mensch, der nur die natürliche Liebe besitzt und voller Irrtum ist, kann aus eigener Kraft diese natürliche Liebe am Göttlichen teilhaben lassen, oder veranlasse, dass seine Natur von Sünde und Irrtum befreit werde.
Der Mensch ist bloß ein Geschöpf und kann nichts erschaffen, was höher wäre als er selbst; daher kann der Mensch nicht zum Wesen des Göttlichen aufsteigen, wenn nicht vorher das Göttliche in den Menschen kommt und ihn zu einem Teil Seiner eigenen Göttlichkeit macht.
Alle Menschen, die keinen Teil dieser Göttlichen Essenz erhalten, verbleiben in ihrem natürlichen Zustand. Sie können zwar zu höheren Graden der Güte und der Freiheit von Sünde und allem, was sie ins Unglück zieht, fortschreiten, aber sie werden immer nur natürliche Menschen bleiben.
Ich kam zur Welt, um den Menschen den Weg zu dieser Göttlichen Liebe des Vaters zu zeigen, und sie Seine spirituellen Wahrheiten zu lehren, und das war mein Auftrag in all seiner Vollkommenheit. Und nebenbei kam ich, um sie vom Weg zu größerem Glück auf Erden und in der spirituellen Welt zu unterrichten, indem ich sie den Weg zur Läuterung ihrer natürlichen Liebe lehrte, auch wenn sie dadurch vielleicht vernachlässigen, die Göttliche Liebe zu suchen und zu erlangen und eine Einheit mit dem Vater zu werden.
Die Menschen sollen sich diese bedeutende Frage durch den Kopf gehen lassen, und sie werden draufkommen, dass das Glück des natürlichen Menschen und das Glück desjenigen, der die Attribute der Göttlichkeit erhalten hat, sehr verschieden sind und in alle Ewigkeit getrennt und verschieden bleiben müssen.
Meine Lehren sind nicht schwer zu verstehen oder zu befolgen. Und wenn die Menschen nur auf sie hörten, sie glaubten und befolgten, dann würden sie den Weg kennenlernen und einen vollkommenen Glückszustand erreichen, den der Vater für seine Kinder vorbereitet hat. Kein Mensch kann diesen Zustand Göttlichen Seligkeit erreichen, wenn er nicht vorher die Göttliche Liebe des Vaters erhält und so zu einer Einheit mit dem Vater wird.
Ich weiß, dass man denkt und lehrt, dass eine moralische und korrekte Lebensweise und eine große natürliche Liebe dem Menschen sein zukünftiges Glück zusichert, und das ist in bis zu einem gewissen Grad richtig. Aber dieses Glücklichsein ist nicht die größere Seligkeit, die Gott für seine Kinder wünscht, und es zeigt auch nicht den Weg zu dieser größeren Seligkeit, die ich gekommen, auf Erden bin zu lehren.
Aber meine Wahrheiten fanden eine Herberge in einigen Herzen und Gedanken, und wurden erhalten, um die Menschheit vor der völligen spirituellen Finsternis und einem Rückfall in die Anbetung rein formalen und zeremoniellen Wesens zu bewahren.
Ich habe dies geschrieben, um dir zu zeigen, dass du dich nicht daran hindern lassen darfst, zu empfangen und zu verstehen, was ich dir schreibe, durch die Lehren der Bibel und das, was Menschen darin schrieben oder erklärten, darin geschrieben zu haben.
Ich werde heute Nacht nicht mehr schreiben, aber ich werde fortfahren, dir die Wahrheiten zu erzählen, die mein Neues Evangelium an alle Menschen sein werden. Und wenn sie meine Botschaften gehört haben, werden sie daran glauben, dass es nur einen Gott gibt -- und nur einer angebetet werden darf.
Mit meiner Liebe und meinem Segen, schließe ich für dieses Mal.
Jesus.
Kein Mensch oder spirituelles Wesen kann die völlige Erlösung erfahren, die Jesus lehrte und in seiner eigenen Person veranschaulichte, wer nicht ganz von der Göttlichen Liebe des Vaters erfüllt wird.
Ich bin hier, Matthäus.
Ich möchte heute Nacht gerne ein paar Zeilen schreiben, weil ich dir von einer Wahrheit berichten will, die mir wichtig erscheint, dass die Menschheit sie kennt, damit sie die Wahrheit ihrer persönlichen Erlösung verstehen können. Ich bin ein spirituelles Wesen der Seelenentwicklung und ein Bewohner der Göttlichen Himmel, wo nur diejenigen eine Bleibe finden können, deren Seelen durch die Göttliche Liebe in die eigentliche Natur und Essenz des Vaters verwandelt worden sind.
Ich werde nicht eine lange Erklärung abgeben, und ich habe nur eine Idee der Wahrheit zu übermitteln, und die lautet: dass kein Mensch oder spirituelles Wesen jemals die volle Erlösung erfahren kann, die Jesus lehrte und in seiner eigenen Person veranschaulichte, wer nicht völlig von dieser Göttliche Liebe des Vaters in seiner Seele erfüllt und frei wird vom Wesen und den Attributen seiner erschaffenen Seele.
Diese Seele wurde mit keinen der Göttlichen Attribute oder Qualitäten erschaffen, sondern schlicht und einfach mit jenen, die du menschlich nennen kannst, und die alle Menschen und spirituellen Wesen besitzen, die die Verwandlung nicht erfahren haben.
Der "Gottmensch", wie Jesus manchmal von euren religiösen Schriftstellern und Theologen bezeichnet wird, war nicht erfüllt von diesen Göttlichen Attribute, die von der Natur und Essenz des Vaters sind, zu der Zeit seiner Erschaffung oder seines Erscheinens im Fleische, sondern nur von den menschlichen Attributen, die zum perfekten Menschen gehören - das heißt, zum Menschen, der als das perfekte Geschöpf erschaffen wurde, so wie er vor dem Sündenfall der ersten Eltern existierte (als die Sünde noch nicht in ihre Seelen und in die Welt des menschlichen Seins eingedrungen war). Von der Zeit seiner Geburt an war Jesus der perfekte Mensch und folglich frei von Sünde. Alle seine moralischen Qualitäten standen in vollkommener Harmonie mit dem Willen Gottes und den Gesetzen, die seine Erschaffung regelten. Abe er war nicht größer als die ersten Eltern vor ihrem Ungehorsam.
Es gab nichts von Gott im Sinne des Göttlichen, was in sein Wesen oder seinen Bestand eingetreten wäre. Und wenn die Göttliche Liebe nicht in seine Seele gekommen wäre und diese verwandelt hätte, wäre er nur das perfekte Geschöpf geblieben und in seiner Qualität nicht höher oder größer als diejenige, die dem ersten Menschen geschenkt wurde. Was seine Aussichten und Privilegien angelangt, war Jesus wie der erste Mensch vor seinem Sündenfall oder dem Tod der Möglichkeit, Göttlich zu werden. Aber Jesus unterschied sich von ihm folgendermaßen: er ergriff diese Privilegien und eignete sie sich an, und deswegen wurde er Göttlich; während der erste Mensch es ablehnte, sie zu ergreifen, verlor er sie, und blieb ein reiner Mensch - obgleich nicht der perfekte Mensch, wie er erschaffen worden war.
Und Jesus wurde Göttlich auf Grund seines Besitzes der Göttlichen Liebe, trotzdem aber wurde er nie der "Gottmensch", und er kann das auch nie werden, denn so etwas existiert nicht, und niemals kann es einen "Gottmenschen" geben. Gott ist Gott, Alleine, und niemals ist er zu einem Menschen geworden, und niemals kann er zu einem Menschen werden; und Jesus ist nur ein Mensch, und niemals kann er zu Gott werden.
Aber Jesus ist in hervorragender Weise der Göttliche Mensch und kann zu Recht der meistgeliebte Sohn des Vaters genannt werden, denn er besitzt mehr der Göttlichen Liebe und folglich mehr der Essenz und Natur des Vaters als irgendein anderes spirituelles Wesen der Göttlichen Himmel; und mit diesem Besitz kommen auch größere Macht, Glorie und Kenntnis zu ihm. Man ihn beschreiben und verstehen als denjenigen, der die Weisheit des Vaters besitzt und verkörpert; und wir spirituelle Wesen des Göttlichen Reiches sind uns bewußt und anerkennen diese überlegene Weisheit Jesu, und werden aus der Größe und Stärke selbst der Weisheit veranlasst, seine Autorität zu ehren und uns unterzuordnen.
Und dieser transzendente und großartige Besitzer der Weisheit des Vaters ist derselbe, wenn er zu dir kommt und die Wahrheiten Gottes offenbart, wie wenn er gekleidet ist in all die Glorie seiner Nähe zum Vater in den höchsten Sphären des Göttlichen Reiches.
Wie die stimme am Berg sagte, "IHN SOLLT IHR HÖREN!", so sage ich dir und allen, die das Privileg und die Gelegenheit haben, seine Botschaften zu lesen oder zu hören, IHN SOLLT IHR HÖREN!, und wenn ihr ihn hört, GLAUBET und SUCHET!
Nun gut, mein Bruder, ich erachtete es für angemessen, diese kurze Botschaft zu schreiben, und hoffe, sie möge dir bei deinem Werk helfen. Ich werde wiederkommen. Gute Nacht.
Dein Bruder in Christus,
Matthäus.
(genannt der Heilige Matthäus in der Bibel.)
Johannes diskutiert die bestehenden Porträts Jesu.
Ich bin hier, Johannes.
Ich komme, um ein paar Zeilen über die Ausstellung von angeblichen Porträts des Meisters zu schreiben, die du heute Nacht sahst.
Nun, die Schaustücke waren ganz interessant und zeigten durch Jahrhunderte zurück die verschiedenen und diversen Vorstellungen der Künstler, wie der Meister wohl ausgesehen haben mag. Aber ich muss dir sagen, dass keines ein korrektes Abbild von ihm ist, wie er auf Erden aussah, oder wie er aussah nach seiner Auferstehung von den Toten und selbst den Jüngern und anderen erschien.
Ich verstehe, wie der Prediger und viele andere, die heute Nacht in der Kirche waren, Jesus lieben und sich im Glauben erfreuen, wenn sie einige der Porträts betrachten, dass sie eine Idee von seinem Aussehen erhalten würden. Und ich hätte gehofft, dass sein Aussehen in einigen der Bilder zum Ausdruck gekommen wäre. Aber wie ich sagte, keines von ihnen zeigte die geringste Ähnlichkeit mit dem Meister, den ich kenne, mit dem ich verbunden bin und den ich auch nach seiner Auferstehung vom Grabe sah.
Keines zeigte das große spirituelle Licht, das aus seinem Antlitz leuchtete, sogar als er am Kreuz litt. Und keines spiegelte im leisesten die spirituelle Schönheit wieder, die er besaß, wenn er sich Sündern zugesellte und ihnen half, oder seinen Freunden und Jüngern.
Ich habe nie davon gehört, dass von ihm ein Porträt gemalt worden wäre, als er noch auf Erden lebte oder sogar später durch irgendjemanden, der ihn gesehen hatte. Die ältesten der Porträts, die heute Nacht ausgestellt wurden, wurden erst Jahre nach seinem Tode angefertigt, und sie wurden von Menschen gemalt, die keine Beschreibung des Meisters bekommen konnten von jemandem, der ihn gesehen hatte.
Ich weiß, es gab kein Original, wie der Prediger annahm, das den Künstler Anregungen geben hätte können, die die Porträts malten, die du gesehen hast, denn es gab nie ein Original. Nein, der Meister ging von der Erde, ohne ein Abbild seines Aussehens zurückzulassen.
Die Porträts waren das Ergebnis dessen, was sich die Künstler in ihren kreativen Gehirnen vorstellten, wenn ich den Ausdruck verwenden darf, wie der Meister ausgesehen haben musste, der so wunderbare Qualitäten im Herzen und im Verstand ans Licht brachte. Und weil ihre Vorstellungen der spirituellen und menschlichen Eigenschaften des Meisters uneinheitlich waren, so waren auch ihre Porträts verschieden; und die einzige Grundlage für ihre Bilder waren ihre eigenen spirituellen oder nicht spirituellen Vorstellungen.
Der Meister war selbstverständlich, sowie der Rest von uns, die wir seine Jünger waren, ein Jude; und es ist ganz natürlich anzunehmen, dass er die Gesichtszüge und die Haartracht und den Bart eines gewöhnlichen Juden hatte. Und nachdem die Juden weiter in ihrem Heimatland lebten, ohne sich viel in ihrem Aussehen zu ändern seit der Zeit des Meisters, basierten also die Künstler, die sich ihn als Juden ausdachten, ihre mutmaßlichen Porträts auf dem Aussehen des Juden, wie sie ihn zu der Zeit sahen, als sie die Bilder malten.
Jesus war zwar schon ein Jude, aber er war in seinem Aussehen nicht das, was man einen typischen Juden nennen kann, genauso wenig wie in seinen anderen Qualitäten, denn er besaß einen Seelenzustand, der sein Aussehen in einem hohen Maße bestimmte und modellierte.
Seine Augen waren nicht dunkel oder braun, sondern von einem violetten Blau, und sein Haar war hell und spielte etwas nach Kastanienbraun. Seine Nase war hervorspringend und etwas lang, und sein Bart war von der Farbe seiner Haare und nicht so lang, wie es damals Sitte war. Und er führte niemals eine Rasierklinge an sein Gesicht. Seine Stirn war nicht sehr hoch oder breit, aber sie war wohlgeformt und etwas weiblich, und zeigte an, dass hier keine so große geistige Entwicklung vorhanden war, wie man annehmen könnte.
Denn ich muss hier erklären, dass seine Kenntnis nicht so sehr auf dem Wissen des Gehirnes beruhte, sonder vielmehr auf dem des Herzens und der Seele. Und wie du weißt, und wie alle Menschen wissen können, die eine richtige Seelenentwicklung erreichen, hat die Seele ihr eigenes Gehirn, das verwendet wird, die Kenntnis davon zu offenbaren, was zu den spirituellen Wahrheiten gehört. Die Sterblichen verstehen vielleicht nicht ganz die Bedeutung dieser Aussage, aber ich muss ihnen sagen, dass unter gewissen Umständen und Bedingungen das Gehirn -- oder um genauer zu sein, der Verstand - des natürlichen Menschen vollkommen im Verstand der Seele aufgeht.
Daher sag ich, dass ein kein korrekter Rückschluss ist anzunehmen, dass Jesus wegen seiner wunderbaren Kenntnis der Wahrheiten Gottes, seines Vaters (er zog es vor, Gott so zu nennen) eine große Entwicklung jener Partien des Gehirns gehabt haben muss, die normalerweise von einer breiten oder vorspringenden Stirn zur Schau gestellt werden. Sein Kopf war tatsächlich eher weniger groß, aber kompakt und schön geformt.
Er trug sein Haar in der Mitte gescheitelt, und es reichte ihm bis zu den Schultern, und es war etwas gekräuselt - ein schöner Haarschmuck am Kopf, der voller Leben schien.
Kein Künstler hatte eine richtige Vorstellung seines Aussehens gehabt, und kein Porträt oder Skulptur vermittelt eine annähernde Ähnlichkeit mit ihm. Aber weil die Leute sich klar darüber sind, wie schön er in seinem Inneren war, können sie möglicherweise in ihrer eigenen Vorstellung eine klarere Idee seines Aussehens erhalten, als eins gemaltes Porträt ihnen geben kann.
Manchmal wünsche ich mir, dass es eine echtes Abbild von ihm auf Erden gäbe, so wie er während der Zeit seines großartigen Werkes auf Erden aussah, damit diejenigen, die ihn lieben, die weitere Freude haben könnten, sein körperliches Aussehen wahrzunehmen. Aber vielleicht ist das nicht so, weil die Sterblichen natürlich die Bilder ihrer "Heiligen"verehren (und durch die Bilder die Originale anbeten), da bestünde doch die Gefahr, wenn es ein Bild des Meisters gäbe, dass die Sterblichen ihn sogar noch mehr anbeteten, als sie das jetzt schon tun - und diese Anbetung ist ihm widerlich, gefällt ihm überhaupt nicht und, wie er gesagt hat, ist eine Gotteslästerung.
Der Meister soll geliebt und seine Gegenwart herbeigesehnt werden, denn seine Gegenwart birgt in sich eine wunderbare Liebe und einen Einfluss, denen zu helfen und sie glücklich zu machen, die sich in der Lage befinden, seine Gegenwart zu verspüren. Aber er sollte nicht angebetet werden.
Nun, nachdem ich schon heute Nacht mit dir in der Kirche war, dachte ich, dass es dich interessieren würde, die Wahrheit über den Meister bezüglich seiner angeblichen Porträts zu erfahren.
Selbstverständlich ist es nicht notwendig, dass es ein Bild von ihm geben sollte, ganz gleich ob wahrhaftig oder nicht, um den Sterblichen zu ermöglichen, seine Gegenwart zu genießen, denn er arbeitet heute unter den Sterblichen genauso wie damals, als er auf Erden lebte; und Seine Liebe strahlt zu ihnen aus und sein Wunsch, dass sie in Einheit mit dem Vater gelangen. Und wenn die Sterblichen sich ernsthaft nach seiner Gegenwart sehnen, wird er früher oder später bei ihnen sein, so wie es ihm die Gesetze, die ihn einschränken, erlauben, und wird sie trösten und ihnen helfen, wenn sie es ihm erlauben, die Verbindung herzustellen. Das wurde damit gemeint, dass er vor der Tür steht und anklopft. Wenn die Tür aufgemacht wird, ist die Verbindung hergestellt; und dann kann man seine Liebe und seinen Einfluss fühlen.
Aber die Schwierigkeit dabei liegt daran, dass die Sterblichen annehmen, dass sie die Große Liebe des Vaters sei und sie damit verwechseln, wenn es die Tatsache ist, dass jene Liebe Jesu dieselbe Liebe in der Qualität (aber nicht in der Quantität) ist, die der Sterbliche selbst durch die ernsten Gebete und das ehrliche Streben seiner Seele erlangen kann. Die Liebe Jesu kann niemals eine menschliche Seele in die Substanz der Liebe des Vaters verwandeln, denn diese umwandelnde Liebe kann nur vom Vater kommen, und wird durch das Medium des Heiligen Geistes geschenkt, wie wir dir das erklärt haben.
Alle Sterblichen sollen Jesus mit der Inbrunst und aus der Tiefe ihrer Seelen lieben, und Seine Liebe ersehnen, aber dabei sollen sie nicht vergessen und müssen ganz klar im Gedächtnis haben, dass sie, wenn sie in dieser Liebe wir Jesus werden wollen, die größere Liebe des Vaters suchen und Ihm all ihr Seelenbegehren und Wünsche für das Einfließen jener Liebe in ihre Seelen senden müssen. Und je mehr sie von dieser großartigen Göttlichen Liebe empfangen, desto besser können sie ihren großen Bruder, Jesus, lieben.
Nun, ich habe genug geschrieben für heute Nacht. Ich werde bald wiederkommen und dir eine formelle Botschaft schreiben. Also, erinnere dich daran, was ich dir vor ein paar Nächten gesagt habe, glaube und vertraue, und du wirst nicht enttäuscht werden.
Mit meiner Liebe und dem Segen des Vaters, wünsche ich dir eine gute Nacht.
Dein Bruder in Christus,
Johannes.